Der Einfluss unserer Ernährung auf das Klima [fasten your food]

Schon seit längerer Zeit beschäftigt mich das Thema Ernährung. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Punkt „gesunde Ernährung“ sondern auch in Hinblick darauf, welche Auswirkung unsere Ernährung auf die Umwelt hat.

„Fasten your food“ heißt der Schwerpunkt der CO² Fastenaktion, der sich der Frage widmet, welchen Einfluss das, was wir essen, auf das Klima hat.

ernaehrung-und-klima

die Sache mit den Treibhausgasen

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat nicht nur Auswirkungen auf die Ressourcen unserer Erde, sondern in nicht unerheblichem Maße auch auf die Emission von Treibhausgasen und somit auf die Erderwärmung und den Klimawandel.

Maßgebliche Faktoren sind beispielsweise Treibhausgase, die aus der Düngung der Böden, bei der Herstellung tierischer Produkte wie Fleisch, Milchprodukte und Eier, bei der Weiterverarbeitung der Nahrungsmittel und deren Transport, bei der Zubereitung der Speisen sowie bei der Beseitigung von Nahrungsmittelresten entstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Nutzung von Land – landwirtschaftliche Flächen werden neu geschaffen (z.B. durch Brandrodungen für den Anbau von Futtermitteln) bzw. Umwandlung von Grünland in Ackerland und Trockenlegung von Sümpfen.

ein großes Problem ist die Massentierhaltung

Rinder stehen heutzutage nur noch in Ausnahmefällen auf der Wiese und fressen Gras. In der Massentierhaltung gezogene Rinder werden meist nicht artgerecht ernährt, sondern mit Kraftfutter bestehend aus Weizen, Soja oder Mais gefüttert.

Ein nicht unerheblicher Teil dieses Futters wird aus Südamerika z.B. aus Brasilien und Argentinien importiert. Immer neue Flächen Wald werden dort gerodet und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Dabei werden erhebliche Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt.

Aber auch Schweine und Hühner werden oftmals mit Futter aus Übersee versorgt. Da sie kein Methan produzieren, ist ihre Klimabilanz trotzdem etwas besser.

vom Tier zum Teller

vom Tier zum Teller

die Art der Ernährung spielt eine große Rolle

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima sind immens. Nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. (Quelle WWF).

Dazu kommt, dass für eine einzige Fleischkalorie bis zu 12 Pflanzenkalorien nötig sind, was zur herrschenden Ernährungsproblematik auf unserer Erde beiträgt.

Die Übersicht der Treibhausgasemissionen verschiedener Nahrungsmittelkategorien macht es deutlich. Rindfleisch führt mit dem gut 20fachen Wert(!) von Obst und Gemüse die Tabelle weit an. Es folgt Schweinefleisch mit dem rund 8fachen Wert gefolgt von Hühnerfleisch, das noch immer vier mal so viel Treibhausgase entstehen lässt. (Quelle CO²Fasten)

CO² Fastenaktion

CO² Fastenaktion

der Transport der Lebensmittel

Der Transport von Lebensmitteln führt zu einer hohen Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere von CO² durch die Verbrennung von Kraftstoffen. Der Transport per Flugzeug führt zu deutlich höheren Emissionen als der per Lkw. Dieser wiederum transportiert klimaschädlicher als die Bahn, die ihrerseits von der Schifffahrt, insbesondere der Hochseeschifffahrt, diesbezüglich noch unterboten wird. (Quelle CO²Fasten)

Viel hängt also von der Art des Transports und den Entfernungen ab. So ist es durchaus möglich, dass von weit her, aber effizient transportierte Lebensmittel weniger Treibhausgas-Emissionen verursachen als regionale, aber aufwendig (z.B. durch Kühlung) und lang gelagerte Produkte.

Das führt uns unweigerlich zum Punkt „regional und saisonal“. Beachten wir bei unserer Ernährung, welche Lebensmittel gerade Saison haben und achten darauf, dass sie regional produziert wurden, müssen sie weder mit hohem Stromverbrauch gelagert noch weit transportiert werden.

Wer seinen Einkauf dann noch zu Fuß oder per Fahrrad nach Hause transportiert, statt den PKW zu nehmen, vermeidet eine signifikante Verschlechterung der Transport-Klimabilanz der eingekauften Lebensmittel.

industrielle Fertigung, Transport und Verpackung hängen zusammen

Nahrungsmittel, die industriell verarbeitet werden, bedeuten automatisch eine größere Belastung für die Umwelt. Abgesehen davon, dass die Fabrik bzw. die Maschinen gebaut werden müssen und das an sich schon ein großes Problem darstellt, werden intensiv verarbeitete Nahrungsmittel großzügig verpackt und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.

Dadurch entsteht sehr viel Müll. Einerseits durch die Verpackung und andererseits auch dadurch, dass mehr Lebensmittel im Müll landen, weil sie nach Erreichen vom Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft werden dürfen.

grauer Plastikmüll

Noch einmal möchte ich an dieser Stelle auf die für uns meist unsichtbare Verpackungsproblematik beim Transport hinweisen. Mehr dazu in meinem Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

Lebensmittelverschwendung

Jedes Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, hat im Laufe der Produktionskette Einfluss auf unser Klima genommen! Obst, Gemüse und Getreide wurde angebaut, gedüngt, geerntet (mit Maschinen), verarbeitet (Industrie) und transportiert. Fleisch wurde gezüchtet, ernährt, geschlachtet, verarbeitet und transportiert.

Kaum etwas hat einen größeren negativen Einfluss auf die Treibhausgase und damit auf unser Klima bei gleichzeitiger Vermeidbarkeit als Lebensmittel, die weggeworfen werden!

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Der Verein Foodsharing setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung ein. Ich arbeite nun schon das dritte Jahr mit und ernähre mich mittlerweile fast ausschließlich von Lebensmitteln, die sonst im Müll landen würden.

Das ist doppelt gut für die Umwelt, denn diese Lebensmittel werden vor dem Müll gerettet und für mich müssen keine anderen Lebensmittel produziert werden.

Für alle, die nicht aktiv mitarbeiten wollen, stehen öffentliche Fairteiler für Lebensmittel zur Verfügung. Aus diesen Fairteilern kann jeder Lebensmittel entnehmen, die sonst im Müll landen würden.

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

Geschenke der Natur

Eine viel zu selten beachtete Alternative zum Einkauf im Supermarkt finden wir in der Natur. Unsere Ernährung können wir durch Wildkräuter und allerlei andere Geschenke der Natur wunderbar ergänzen! Am Wegrand finden wir Brennnesseln, Gänseblümchen, Löwenzahn und allerlei Wildkräuter, die ganz herrlich schmecken.

Aus den frischen Holunderblüten koche ich Holundersirup und im Sommer aus den Mirabellen den Mirabellensirup. Aus getrockneten Holunderblüten und vielen verschiedenen Kräutern kann man einen herrlichen Tee kochen.

Gerade ist die Zeit des Bärlauch, aus dem man eine Vielzahl von Speisen zubereiten kann. Im Herbst bereichern Pilze und Schwammerl unseren Speiseplan.

Selbst wenn man keinen Garten hat, kann man Kleinigkeiten wie z.B. Gewürzkräuter in Töpfen ziehen.

Solange wir die Natur nicht so massiv berauben, dass sie sich selbst nicht mehr regenerieren kann, ist das eine perfekte Möglichkeit abseits der Nahrungsmittelindustrie für herrliche Speisen am Tisch zu sorgen.

Viele Tipps über das, was in der Natur wächst, sowie eine umfangreiche Landkarte, wo Du diese Schätze finden kannst, gibt es auf der Seite von Mundraub.

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

meine Tipps für eine umweltbewusste Ernährung

Wie soll also unsere Ernährung aussehen, damit sie so wenig negativen Einfluss wie möglich auf das Klima hat?

* ernähre Dich möglichst fleischarm oder vegetarisch
* koche Deine Nahrung selbst
* verzichte auf industriell gefertigte Produkte
* beachte, was derzeit Saison hat
* schau Dich in der Natur um, was sie gerade verschenkt
* kaufe regional produzierte Lebensmittel
* ziehe unverpackte Ware vor
* geh zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad einkaufen
* kaufe nur so viel, wie Du wirklich benötigst
* wirf keine Lebensmittel weg
* unterstütze foodsharing

umweltbewusste-ernaehrung

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Aktion Fleischfasten
Foodsharing
Mundraub

Philipp hat sich mit dem Thema Wasser beschäftigt und zeigt in seinem Beitrag „über den Jordan“ sehr informativ auf, welche Probleme zusätzlich entstehen, wenn wir Gemüse, das eigentlich bei uns wächst, aus Israel importieren.


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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
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Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #5

Das Projekt „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“ steht für mich natürlich auch dieses Jahr wieder am Programm.

Zum Glück hat die Fastenzeit dieses Jahr sehr spät angefangen, es ist schon richtig warm und ich genieße die Ausflüge mit dem Fahrrad. Ich nehme bereits das dritte Mal am Autofasten teil, daher fällt es mir dieses Jahr überhaupt nicht schwer.

Im Grunde ist Autofasten für mich zum Alltag geworden. Meine Autofasten-Tafel ist seit dem letzten Jahr durchgehend am Fahrrad montiert, um mich daran zu erinnern.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Hoch lebe das Lastenrad

Marlene zeigt in ihrem Beitrag zur Eröffnung der neuen Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“ ihr Lastenrad und erzählt über ihre fahrradintensive Zeit in Dänemark.

Das möchte ich zum Anlass für meinen heutigen Beitrag nehmen.

Fahrradstadt Graz

Graz ist wirklich in vielen Bereichen anders. Besonders freut mich, dass es so viele Initiativen gibt, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen.

So gibt es unter anderem mittlerweile gleich drei Lastenräder, die man sich gratis ausleihen kann, damit man auch größere Gegenstände problemlos transportieren kann. Nicht alles muss man besitzen, um es zu nutzen!

(c) das Lastenrad Graz

Der Leihvorgang ist sehr unkompliziert über das Internet durchführbar. Zu finden sind die drei Lastenräder auf der Internetseite „das Lastenrad“. Registrierte Mitglieder können über den Kalender freie Termine finden und buchen. Das Lastenrad wird sodann an der jeweiligen Verleihstation, die immer wieder einmal wechselt, abgeholt und anschließend wieder zurück gebracht.

Auch auf Facebook ist das Lastenrad zu finden, wo Du beispielsweise auch Fotos von einem selbst gebauten Lastenrad entdecken kannst.

Noch mehr Infos zum Lastenrad sowie Tipps zu einer möglichen Förderung des Ankaufs (Graz bzw. Steiermark) findest Du auf der Seite „Nachhaltig in Graz“.

Fahrradzustellservice in Graz

Auch immer mehr Firmen zeigen sich umweltbewusst. Unter anderem gibt es in Graz den Kurierdienst bring me, der Einkäufe aus den teilnehmenden Geschäften, welche zuvor telefonisch bestellen wurden, mit dem Lastenrad zustellt.

Fotos vom Grazer Umweltfest

Diese Bilder habe ich am Grazer Umweltzirkus aufgenommen. Ich bin total begeistert von den vielen kreativen Lastenrädern!

Alternative Fahrradanhänger

Eine sehr gute Alternative zum Lastenrad ist der Fahrradanhänger. Wir haben die Möglichkeit, so einen Anhänger an das Fahrrad von Herrn Widerstand anzuhängen und können dadurch auch einmal eine größere Menge transportieren.

Der Fahrradanhänger hat den Vorteil, dass er nicht ständig am Fahrrad dran hängt, sondern an einer Kupplung eingehängt wird. Dadurch kann man das Fahrrad auch ohne Anhänger nutzen.

Unser Anhänger hat eine Plane, sodass er auch weitgehend wetterfest ist.

Mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

kleine Transporte mit dem Fahrrad

Wenn man nur Kleinigkeiten mit dem Fahrrad transportieren möchte, dann geht das auch einfacher. Ein Fahrradkorb – wie ganz oben auf dem Foto zu sehen – oder Fahrradtaschen – wie am Fahrrad von Herrn Widerstand zu sehen – nehmen auch eine ganze Menge auf.

Vor allem in die Fahrradtaschen geht wirklich sehr viel rein, obwohl sie auf den ersten Blick so unscheinbar wirken.

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Die Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben wurde heute mit einem Beitrag von Marlene neu eröffnet.

Sie zeigt darin ein Foto von ihrem Lastenrad und erzählt, dass man Lastenrad sogar selber bauen kann. Ich lade Dich daher sehr herzlich zum Beitrag #EiNaB 20: Hoch lebe das Lastenrad! ein.

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fix it – Reparieren ist nachhaltig #20

Linkparty März 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im März. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im März

Meine Tochter hat das Glück in ihrer Arbeit sehr kreativ sein zu können. Das finde ich ganz wunderbar und ich denke, das würde mir auch sehr gut gefallen so zu arbeiten.

Unter anderem werden in ihrer Werkstatt auch Bienenwachskerzen gezogen. Die sehen wirklich wunderschön aus und riechen wundervoll. Leider gilt auch hier der Spruch, wo gehobelt wird, da fallen Späne. In dem Fall wo Kerzen gezogen werden, da spritzt auch Wachs.

böse Wachsflecken auf dem Lieblingsshirt

böse Wachsflecken auf dem Lieblingsshirt

Daher kam meine Tochter mit ihrem Shirt zu mir und hat mich um Unterstützung gebeten. Natürlich ist das auch gleich ein Fall für meine Linkparty, eh klar. Daher habe ich den Prozess mit meinem Fotoapparat mitdokumentiert.

Als erstes habe ich vorsichtig das grobe Wachs mit den Fingernägeln entfernt. Damit man es am Foto besser erkennen kann, habe ich diese abgekratzten Wachstropfen auf ein Stück Küchenrolle gelegt.

der erste Schritt ist getan

der erste Schritt ist getan

Nach dem Abkratzen sah das Shirt schon viel besser aus. Am besten verwendet man Löschpapier für das Ausbügeln von Wachsflecken. Da ich leider keines besitze, habe ich in dem Fall die besagte Küchenrolle verwendet. Übrigens ist diese Küchenrolle bereits rund 5 Jahre alt. So lange komme ich schon damit aus, weil ich sie so gut wie nie benutze.

In dem Fall hat sie mir gute Dienste geleistet. Ich habe ein Blatt Küchenrolle auf die verschmutzte Stelle gelegt und mit dem Bügeleisen gut darüber gebügelt. Die Küchenrolle saugt das durch die Wärme vom Bügeleisen verflüssigte Wachs auf und der Stoff wird wieder sauber.

Im Notfall kann man auch altes Zeitungspapier verwenden, aber das ist wegen der Druckerschwärze sehr kritisch. Durch die Wärme kann die Druckerschwärze auf das Kleidungsstück abfärben, daher würde ich das nur bei sehr dunkler Kleidung wagen.

das geschmolzene Wachs wird aufgesaugt

das geschmolzene Wachs wird aufgesaugt

Auf dem Bild kann man das geschmolzene Wachs gut erkennen. Am besten wiederholt man den Vorgang mit einem zweiten Stück Küchenrolle anschließend noch einmal.

Und schon ist es geschafft. Anschließend das Kleidungsstück wie gewohnt waschen und gut ist es.

Lieblingsteil gerettet

Lieblingsteil gerettet

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende März 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

Verlinkt zu EiNaB und ANL

Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu verändern, zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Auch heuer möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen bzw. welche ich Dir bereits vorgestellt habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Plastikfasten

Der Aufruf zum Plastikfasten kommt in diesem Jahr von Anneliese Bunk, die gemeinsam mit Nadine Schubert das Buch „Besser leben ohne Plastik“ geschrieben hat.

plastikfasten-2017

Die beiden waren zuletzt auf „Utopia“ zu Gast, um das Fastenprogramm vorzustellen.

Auf ihrem Fastenblog „Plastikfasten“ bietet Anneliese ein begleitendes Programm mit verschiedenen Schwerpunkten an. Die Teilnehmer bekommen täglich Anregungen und Unterstützung.

plastikfasten-2017-programm

Trotzdem ich permanent Plastik faste, habe ich mir vorgenommen, dieses Projekt zu verfolgen und bin schon sehr auf die Tipps gespannt!

7 Wochen ohne

Auf diese Fastenaktion der evangelischen Kirche wurde ich durch Zufall aufmerksam. Sie hat mich aber gleich sehr angesprochen, passt das Motto „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ doch wirklich unheimlich gut zu meinem Achtsamkeitsprojekt.

7-wochen-ohne

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf alles verlieren – nur nicht die Zeit. Viele lesen ihre Mails schon auf dem Weg ins Büro, auf dem Smartphone. Damit sie sofort loslegen können, wenn sie ankommen. „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ – die Fastenaktion der evangelischen Kirche ruft auf zu einer Zeit der Entschleunigung, des Innehaltens, des Nachdenkens.

Jede Woche steht unter einem anderen Thema, Anregungen zum wöchentlichen Motto bekommt man mit dem Fastenmail.

Linktipp:

Homepage „7 Wochen ohne“
Facebookseite „7 Wochen ohne“

Videotipp:

Klimafasten

Durch meine bewusste Suche nach Fastenprojekten, die gut für die Umwelt sind, bin ich auf die Aktion „Klimafasten“ gestoßen. Es handelt sich um eine Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

klimafasten-banner

Auch bei dieser Fastenaktion steht jede Woche unter einem anderen Motto. In der ersten Woche geht es zum Beispiel darum anders zu kochen und in der dritten Woche darum weniger zu kaufen.

Kernstück des Programms ist die Klimafasten-Broschüre (pdf Download). Für jede Aktionswoche findest Du in den Downloads ein kleines Poster, das Dich an das Motto erinnert. Man kann das Poster ausdrucken und aufhängen, um die Anregungen immer präsent zu haben.

Für den Gedankenaustausch untereinander wurde eine eigene Facebook-Gruppe „Klimafasten“ gegründet.

klimafasten-info

Linktipp:

Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Poster-Download
Facebook-Gruppe „Klimafasten“

CO² Fasten

Wir bleiben beim Klima, ich habe noch eine sehr spannende Fastenaktion zu diesem Thema gefunden.

co2-fasten-banner

Die diesjährige Aktion der Kirchlichen Jugendarbeit vertieft das Thema Ernährung und Klima. Wie hängen diese beiden Faktoren zusammen? Was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Antworten auf diese Fragen sind im Infoteil vom Aktionsheft (pdf Download) zu finden. Neben dem Hintergrundwissen wurden verschiedene Methoden und Aktionen zum Mitmachen entwickelt. Ergänzt wird das Aktionsheft durch leckere Rezepte, die zum Nachkochen einladen.

Auf der Homepage ist übrigens ein CO² Rechner zu finden, mit dessen Hilfe man den jährlichen CO²-Ausstoß berechnen und mit dem Durchschnittswert eines Bundesbürgers vergleichen kann.

Jeden Tag gibt es einen neuen Fastenimpuls, der zum Nachdenken anregt. Diese Impulse können mit der Feed-Funktion, bei Facebook oder bei Twitter abonniert werden.

co2-fasten-info

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
CO² Fasten auf Facebook
CO² Rechner

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Auch in diesem Jahr ist das Autofasten wieder ein Fixpunkt für mich. Bereits zum dreizehnten Mal wird dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 1.3. und 15.4.2017, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden. Diese Aktion findet auch in Deutschland auf Autofasten.de statt.

In der Steiermark läuft aktuell die Feinstaubaktion vom Verkehrsverbund, bei der jede 1 – 6 Stunden Karte zur Tageskarte wird. Für den Zeitraum 8. Februar bis inkl. 28. Februar 2017 wurde die Aktion ausgeweitet und gilt nun täglich. Mehr Infos dazu sind auf der Homepager der Holding Graz nachzulesen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2015 teilgenommen. Meine Beiträge waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“. Das Fazit von meinem Autofasten 2016 kannst Du im Beitrag Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4 nachlesen.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Fleisch fastenFleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr. Dieses Jahr möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und während der Fastenzeit vollständig auf Fleisch verzichten.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

Modeprotest – Klamottenkur

klamottenkur

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 6. Mal stattfinden und ich werde zum 4. Mal mit machen.

Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen. Auch von 2015 kannst Du meinen persönlichen Modeprotest nachlesen.

„Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren?“

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden.

diese Art zu Fasten ist gut für die Umwelt

Mir ist positiv aufgefallen, dass sich verschiedene kirchlichen Organisationen sowohl in Österreich als auch in Deutschland sehr für die Umwelt einsetzen. Auch abseits der Fastenzeit kann ich das beispielsweise in der Pfarre meines Heimatortes erkennen.

Vielleicht ist das ja wirklich eine Möglichkeit, noch mehr Menschen für diese Themen zu sensibilisieren.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Upcycling Trinkflasche

In den letzten Monaten habe ich meine selbst gemachte plastik- und aluminiumfreie Trinkflasche für unterwegs noch weiter verbessert. Das möchte ich Dir natürlich nicht vorenthalten und heute gerne meine letzten Werke zeigen.

eine kleine Chronologie

Im Beitrag „Mein treuer Begleiter – die Trinkflasche“ findest Du meinen ersten Versuch eine plastikfreie Trinkflasche selbst zu machen. Sie entstand aus einer alten Glasflasche und einem selbst angefertigten Flaschenkleid.

Nachdem ich mit dem Verschluss nicht so zufrieden war, habe ich mich einige Zeit später mit einer gekauften Flasche belohnt, die ich allerdings auch umstrickt habe. Zu sehen in meinem Beitrag „Ich habe einen neuen treuen Begleiter“.

Die Anleitung für das Flaschenkleid ist schließlich im Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Trinkflasche“ zu finden.

hier siehst Du einen Überblick über meine bisherigen Trinflaschen

hier siehst Du einen Überblick über meine bisherigen Trinflaschen

meine Trinkflasche entwickelt sich weiter

Mit der Edelstahlflasche war ich grundsätzlich sehr zufrieden, aber diese Variante entspricht mittlerweile nicht mehr meinem üblichen Konsumverhalten, weil ich lieber das nutze, was ich bereits besitze bzw. was sonst zu Müll wird.

Die anderen beiden Flaschen hatten für mich das Problem, dass ich mit dem Verschluss nicht ganz glücklich war. Einerseits war ein kleiner Aluminium- und Kunststoffanteil in der Kappe und andererseits war vor allem die erste Flasche nicht ganz dicht.

Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, alte Bierflaschen zu verwenden, wo der Deckel direkt dran ist. Das hat nicht nur den Vorteil, dass er nicht verloren gehen kann, sondern die Flaschen sind endlich richtig dicht.

meine neue Upcycling-Trinkflasche ohne Plastik

meine neue Upcycling-Trinkflasche ohne Plastik

neues Design

Zusätzlich habe ich das Design vom Flaschenkleid verändert und eine sehr nette Alternative geschaffen. Das Lochmuster gefällt mir sehr gut und ist deutlich dekorativer finde ich.

Anleitung:

Die Grundanleitung bleibt gleich wie bei der ursprünglichen Anleitung nachzulesen ist.

Statt den fortlaufenden glatten Runden strickt man jede vierte Runde folgenden Mustersatz:

*1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen stricken* so lange wiederholen, bis alle Nadeln abgestrickt sind

Nach 3 Runden glatt den Mustersatz versetzt stricken

1 M glatt *1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen stricken* so lange wiederholen, bis alle Nadeln abgestrickt sind. Es bleibt eine Masche übrig, die mit der ersten Masche von der Vorreihe zusammen gestrickt wird. Achtung: vorher einen Umschlag machen!

Die letzten paar Runden nach der Runde für den Durchzug der Kordel werden glatt gestrickt.

use what you have ist mein Motto

use what you have ist mein Motto

aus alt mach neu

Wie man sieht ist auch ein früheres Flaschenkleid wieder zum Einsatz gekommen. Es passt perfekt auch auf die neuen Flaschen drauf.

Die Bierflaschen habe ich übrigens in einem Park gefunden. Jemand hat sie dort neben einer Parkbank stehen lassen, statt sie ins Geschäft zurück zu bringen. Das war natürlich sehr perfekt für mich, weil ich kein Bier trinke. Und ich habe wirklich Müll verwendet, denn die Flaschen wären im Müll gelandet, wenn ich sie nicht gerettet hätte.

Trinkflasche als Geschenk

Falls Du Dich wunderst, warum ich so viele Trinkflaschen brauche, dann hast Du damit völlig recht. Ich zeige heute meine „Weihnachtscollection“, die ich Ende letzten Jahres verschenkt habe.

in nur wenigen Stunden fertig gestrickt

in nur wenigen Stunden fertig gestrickt

ergänzender Tipps:

Wenn man im Supermarkt fragt, kann man leere Pfandflaschen mitnehmen und braucht nur das Pfand zu bezahlen. Man muss daher kein Bier trinken, um eine Upcycling-Trinkflasche anzufertigen.

So ein Flaschenkleid ist auch eine ganz wunderbare Gelegenheit, Wollreste zu verwerten. Man kann damit lustige bunte Flaschenkleidchen anfertigen.


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Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

Müll reduzieren im Job

Zu Hause versucht man sein Bestes, den Müll zu reduzieren wo man kann, aber in der Arbeit fällt es nicht immer leicht. Durch einen Beitrag von Philipp angeregt habe ich in den Wochen danach mein eigenes Verhalten beobachtet und musste leider feststellen, dass ich scheinbar an der Eingangstüre zum Büro mein sonst so durchdachtes Verhalten abgebe.

Nicht auf alles hat man im Job Einfluss, aber da, wo ich selbst bestimmen kann wie viel Müll anfällt, möchte ich auch die Verantwortung dafür übernehmen. Daher mache ich seit längerer Zeit einiges anders in der Arbeit.

Mülltrennung

Unter meinem Schreibtisch steht ein Mülleimer. In absoluter Naivität habe ich lange angenommen, dass die Reinigungsdamen meinen Müll trennen, wenn sie den Eimer ausleeren.

Mittlerweile weiß ich, dass das sicher nicht passiert, weil es dem Reinigungspersonal aus Arbeitsschutzgründen sogar verboten ist, in den Mülleimer zu greifen.

Seitdem ich das weiß, trenne ich den Müll so gut es möglich ist.

Papier

Müllvermeidung

Einseitig bedrucktes Papier, das nicht mehr benötigt wird, kann für Notizen oder Konzeptdrucke nochmals verwendet werden.

Nicht alles muss ausgedruckt werden. Um Papier zu sparen kann vieles elektronisch abgelegt werden. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Korrespondenz kann per Mail statt auf Papier erledigt werden. Das schont gleich mehrfach die Umwelt, weil auch der Transport weg fällt.

Konzeptausdrucke kann man in Schwarzweiß statt in Farbe drucken, das reduziert den Aufwand für Farbtoner.

Um die Anzahl der ausgedruckten Seiten zu reduzieren, sollte man das Papier beidseitig bedrucken und mehrere Seiten auf eine Seite drucken (das kann man in den Einstellungen vom Drucker angeben).

Papierabfälle lieber nicht zusammenknüllen sondern zum Altpapier/Schreddern geben

Papierabfälle lieber nicht zusammenknüllen sondern zum Altpapier/Schreddern geben

Altpapier

Für unser Büro gibt es einen großen Eimer, wo Papier, das mit Datenschutz relevanten Daten bedruckt ist, gesammelt wird. Dieses wird sodann geschreddert.

Ich werfe jedes Papier in diesen Kübel, da Altpapier nicht gesondert gesammelt wird. Bitte die Büro- oder Heftklammern vor dem Schrededern entfernen!

Aluminiumkapseln und „to-go“ Becher

In vielen Büros werden Kapselmaschinen für den Kaffee verwendet. Ich selbst trinke gar keinen Kaffee, beobachte aber, dass viele Kollegen mehrmals am Tag Kapselkaffee „kochen“.

Zum Glück gibt es bei uns auch Alternativen – eine große Kaffeemaschine, in der die Bohnen direkt eingefüllt und gemahlen werden. Der Kaffee wird dabei in die eigene Tasse gebrüht.

Den Coffee to go aus dem Automaten oder vom Buffet kann man so vermeiden und auch den Abfall der Aluminiumkapseln.

Biologische Abfälle

Müllvermeidung

Meine Jause bringe ich in Edelstahldosen verpackt von zu Hause mit. Daher fällt für meine Zwischenmahlzeit am Vormittag kein gesonderter Müll in der Arbeit an.

meine Edelstahldosen in verschiedenen Größen

meine Edelstahldosen in verschiedenen Größen

Bioabfälle

In der Teeküche gibt es einen Kübel, in dem Bioabfall gesammelt wird. Aus diesem Grund nehme ich meine Zwischenmahlzeit in der Küche ein und kann den Bioabfall wie z.B. eine Bananenschale gleich in den richten Abfalleimer werfen.

Plastikmüll und Restmüll

Müllvermeidung

Ich habe eine Teekanne und losen Tee in der Arbeit, um mir selbst Tee zu kochen. Alternativ trinke ich das Wasser aus der Leitung.

Getränkeautomaten vermeide ich konsequent und hole mir auch keine Jause vom Buffet bzw. aus dem Automaten, da alles sehr großzügig in Plastik verpackt ist.

Das ist echt kein Aufwand finde ich. Abgesehen vom Müll spare ich auch noch jede Menge Geld und das alleine sollte eigentlich Motivation genug sein.

Restmüll

Nachdem ich Stofftaschentücher verwende, fällt bei mir kein Restmüll an.

Plastikmüll

Da der Abfalleimer unter meinem Schreibtisch mit einem Müllbeutel aus Plastik ausgelegt wird, verwende ich ihn nicht mehr, um den Plastikabfall durch den Müllbeutel zu vermeiden.

dieser Abfalleimer bleibt nun leer

dieser Abfalleimer bleibt nun leer

Manchmal bekomme ich von Kollegen kleine, in Plastik oder Alufolie verpackte Süßigkeiten geschenkt (speziell zu Nikolaus, Weihnachten und Neujahr). Da es in der Teeküche die Möglichkeit gibt, Plastik- und Metallabfälle zu trennen, trage ich diese Abfälle in die Teeküche. Ein bisschen Bewegung tut ganz gut!

letzte Alternative

Wenn Müll anfällt, den ich in der Arbeit nicht trennen kann, dann nehme ich ihn mit nach Hause und entsorge ihn dort korrekt. Bisher ist das nur sehr selten vorgekommen, da wir sogar leer geschriebene Stifte in die Materialausgabe zurück schicken können.

Nachhaltigkeit im Büro

Leider hat man als Dienstnehmer nur wenig Einfluss auf das Arbeitsmaterial, es muss das verwendet werden, was der Arbeitgeber zur Verfügung stellt oder man muss selbst in die Tasche greifen.

Hier ist nur die Möglichkeit, das geringste Übel zu wählen oder Dinge zu verwenden, die man zu Hause hat und selbst nicht mehr nutzen möchte.

Wo es nicht auf das Schreibmaterial ankommt, kann man z.B. Bleistift statt Kugelschreiber verwenden.

alternative Schreibgeräte ohne Plastik

alternative Schreibgeräte ohne Plastik

Bei uns gibt es die Möglichkeit, aussortierte/alte Ordner zu verwenden statt neue zu kaufen. Diese Möglichkeit nutze ich sehr gerne.

Ich brauche keine persönliche Lochmaschine, da direkt beim Kopierer ein Locher steht. Auch anderes Arbeitsmaterial wie z.B. Stempel, Heftmaschine etc. kann man gemeinschaftlich nutzen statt mehrfach im Büro stehen zu haben.

Kleinvieh macht auch Mist (oder eben nicht)

Grundsätzlich denke ich, dass man auch in Bereichen, wo der Einfluss so gering ist wie bei der Arbeit, seinen persönlichen Müll reduzieren kann. Widerstand ist zweckmäßig, man muss nicht alles hinnehmen!

Wie machst Du das in der Arbeit? Welche zusätzlichen Ideen um den Müll im Job zu reduzieren hast Du?
Ich freue mich sehr über einen Austausch in den Kommentaren!

Wenn viele hilfreiche Tipps zusammen kommen, werde ich diese in einem eigenen Beitrag zusammen fassen.


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Das könnte Dich auch interessieren:

Müll reduzieren im Haushalt Teil 5. – mein Müll im Überblick
Müll reduzieren im Haushalt Teil 6. – Abschied vom Perfektionismus
Müll reduzieren beim Einkauf Teil 8. – Einkaufsplanung

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.
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fix it – Reparieren ist nachhaltig #19

Linkparty Februar 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im Februar. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Reparaturbeitrag des Monats Jänner

Der am häufigsten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „Lila Wundersterne“ und zeigt die Rettung einer Jeanshose.

Ursprünglich war die Hose mit Hilfe von einem Keil erweitert worden. Mit der Zeit hat sich jedoch der gesamt Bund abgelöst! Alex hat in liebevoller Kleinarbeit diesen wieder angenäht und zusätzlich fixiert.

(c) lila Wundersterne

(c) lila Wundersterne

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im Februar

Im Winter trage ich sehr gerne Cordhosen (in Österreich sagt man übrigens Schnürlsamthose dazu). Zuletzt habe ich im Kostnixladen eine schwarze Cordhose gefunden, bei der nicht nur die Weite sondern auch die Länge gepasst hat.

Das ist bei meiner Körpergröße ausgesprochen selten, daher habe ich mich sehr gefreut und sie gleich einmal zur Arbeit angezogen.

Was für ein Schreck, als ich im Laufe des Vormittags feststellen musste, dass sie gleich 3 böse Flecken hat.

die Flecken sieht man auf der Vorderseite und auf der Rückseite der Hose

die Flecken sieht man auf der Vorderseite und auf der Rückseite der Hose

Nachdem es mir selbst einmal passiert ist, war mir schnell klar woher das Problem kommt. Es ist eine Flüssigkeit auf den Stoff getropft, die diesen ausgebleicht hat. Mir ist das vor langer Zeit mit einem Schimmelentferner passiert.

Zuerst habe ich mich riesig geärgert. Dann war ich traurig, weil ich die Hose so angenehm zu tragen fand. Und schließlich ist mir eine Lösung eingefallen.

Mit einem schwarzen Wäschestift (Wäschemarker) habe ich die Flecken übermalt. Auf dem Bild sieht man jeweils 2 übermalte Flecken (Vorderseite/Rückseite). Einen der drei habe ich für das Foto vorerst unbehandelt gelassen, damit man den Unterschied erkennen kann.

erster Versuch mit einem Wäschestift

erster Versuch mit einem Wäschestift

Die Idee war gut, aber mit dem Ergebnis war ich nicht so zufrieden. Das lag jedoch hauptsächlich daran, dass der Textilmarker bereits recht alt war und nicht mehr so gut funktioniert hat.

Also habe ich in meinem Fundus weiter gesucht und einen schwarzen permanent Marker gefunden. Mit diesem habe ich die Flecken noch einmal übermalt und siehe da – es ist sehr perfekt geworden.

Wichtig ist, dass man sowohl die Rückseite als auch die Vorderseite übermalt. Bei Cord muss man vor allem darauf achten, dass die Farbe auch zwischen den Cordschnüren aufgetragen wird.

links nur mit dem Wäschestift, rechts nach der Behandlung mit dem permanent Marker

links nur mit dem Wäschestift, rechts nach der Behandlung mit dem permanent Marker

Auf dem rechten Bild sieht man zwar noch einen leichten Farbunterschied, aber der dürfte von der Feuchtigkeit vom Auftragen der Farbe stammen. Nach dem ersten Waschen kann man die Flecken überhaupt nicht mehr erkennen, ich bin voll happy!

Natürlich war es Glück, dass die Hose schwarz war. Vermutlich ist dieses Problem bei Hosen mit einer anderen Färbung nicht ganz so einfach in den Griff zu bekommen.

Aber nachdem ich ähnliche Flecken mittlerweile recht häufig bei Kleidungsstücken im Kostnixladen gesehen habe, dachte ich mir, vielleicht ist das trotzdem ein guter Tipp, wenn jemand dieses Problem hat.

die Hose ist gerettet

die Hose ist gerettet

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende Februar 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

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Gedanken zum Konsum [Konsumkritik]

An einem Sonntag Nachmittag, als ich gerade so ein wenig antriebslos vor der Entscheidung stand, was zu tun, hat sich während des darauf folgenden Spaziergangs eine Gedankenlawine in Gang gesetzt.

Der Ausgangsgedanke und damit die Arbeitsthese war, dass der Mensch an sich ein inneres Programm hat, Ziele zu verfolgen und sich zu entwickeln.

das erste Mal

Das Leben beginnt sehr aufregend mit der Geburt. Darauf folgen viele 100 erste Male. Das erste Lächeln, der erste Zahn, das erste Mal aufstehen und der erste Schritt. Der erste Tag im Kindergarten, die erste Freundschaft, der erste Tag in der Volksschule, der erste verlorene Milchzahn, der erste Freund/die erste Freundin, der erste Kuss, der erste Sex, der erste Job, die erste große Liebe, die erste Geburt, das erstgeborene Kind.

Und dann fängt sogar alles in gewisser Weise noch einmal von vorne an, weil man als Elternteil die vielen ersten Male des eigenen Kindes miterlebt also quasi wiederum eigene erste Male. Der erste Schritt des Kindes, der erste Tag des Kindes im Kindergarten, die erste Fahrt mit dem Fahrrad u.s.w.

Irgendwann sehr viel später sind die Kinder außer Haus. Es gibt nicht mehr viele erste Male zu erleben. Mensch hat viel erlebt, ist ein wenig müde geworden, abgeklärt. Was bleibt ist die Sehnsucht nach dem Gefühl eines ersten Mal.

Das ist wohl der Zeitpunkt in der Mitte des Lebens wo viele Menschen beginnen das eigene Leben zu hinterfragen und zu verändern. Plötzlich entstehen daraus wieder erste Male! Das erste Mal 5 km gelaufen, die erste Teilnahme am Halbmarathon.

Oder man denkt sich eine Selbstversuche aus wie z.B. „Ein Jahr lang nichts zu kaufen“, „Ein Jahr lang ökologisch zu leben“, „minimalistisch zu leben“ oder versucht einfach anständig zu leben.

bei mir war das auch so

Im Sommer 2013 war ich an einem Punkt, wo ich sehr unzufrieden war. Ich war antriebslos und wusste nicht so recht etwas mit meinem Leben anzufangen. Als meine Homöopathin mich fragte, was ich mir wünsche, war auf einmal nur Leere da. Es gab nichts, was ich gerne haben oder machen wollte.

Sehr zögerlich antwortete ich ihr „Ich wünsche mir Wünsche, ich möchte wieder Wünsche haben!“

Das war der Zeitpunkt, wo ich mein Leben auf den Kopf gestellt habe. Ich habe erkannt, dass mich das Leben, wie ich es bisher geführt habe, nicht glücklich gemacht hat. Das 30. T-Shirt bringt einfach keine Freude mehr.

Daher habe ich aufgehört zu kaufen. Plötzlich war da wieder eine Herausforderung in meinem Leben. Auf einmal waren da auch wieder Bücher, die mich angesprochen haben und die ich mit großem Interesse gelesen habe.

Und es waren wieder erste Male. Das erste Mal seit langem ging ich am Bauernmarkt einkaufen. Ich habe nach Geschäften gesucht, wo ich – das erste Mal – mit meiner Dose einkaufen konnte. Es war eine große Herausforderung zu entdecken, wie ich Plastik und Müll (nahezu) vollständig in meinem Leben vermeiden kann.

Es gab ja so viel zu lernen und zu erfahren! Und ich war begierig zu lernen und zu verändern.

Sehr schnell wurde mir bewusst, dass ich auf den verschiedenen Blogs sehr viele Informationen finden konnte. Das erste Mal habe ich bewusst einen Blog gelesen und war fasziniert von den Möglichkeiten der Internetwelt.

noch mehr erste Male

Kurze Zeit später habe ich meinen eigenen Blog gestartet. Wieder ein erstes Mal, das sehr, sehr aufregend war. Ein neues Baby hat das Licht der Welt erblickt und ich habe staunend die ersten Schritte bewundert.

Ich habe begonnen an verschiedenen Challenges teilzunehmen wie z.B. „Plastikfasten“, „Modeprotest: Klamottenkur“, „plastic free july“ u.v.m.) und so entstanden wieder viele erste Male.

challenge-accepted

Das Leben wurde immer aufregender, es gab so viele neue erste Male und so etwas wie ein Ziel, etwas, worauf ich hinarbeiten konnte und das fühlte sich gut an.

ökologisch sinnvoll vs Konsumrausch

Die hier beschriebenen Selbstversuche und Challenges haben alle etwas gemeinsam – sie sind gut für die Umwelt. Aber nicht jeder Mensch entwickelt sich in diese Richtung.

Wenn der Mensch alles schon erlebt hat und müde wird, begibt er sich auf die Suche. Meist ist es leicht dem Strom der Zeit zu folgen und das zu machen, was alle machen. Das wird ja so schön vorgelebt und meist ist es auch der einfachere Weg.

Und hier setzt die Werbung an. Sie versucht den Eindruck zu erwecken, dass wir nur mit dem Produkt xy glücklich sein können. Plötzlich gibt es wieder erste Male.

Konsumrausch

Das erste Smartphone. Der erste Laptop. Das erste Tablet. Die Industrie entwickelt sich und produziert für das erste Mal. Noch besser, noch schneller, noch neuer. Die neueste App für das Smartphone.

Einkaufszentren und andere Konsumtempel sind entstanden um viele erste Mal zu schenken. Das erste Mal im neuen Kino. Das erste Mal 3D mit Rütteleffekt. Das erste Mal in der neuen Trampolinhalle. Das erste Mal Schifahren auf einer Kunstbahn in einer Kunsthalle (ein sehr fragwürdiges erstes Mal finde ich, da fällt mir wieder ein „Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt?„).

Es wird immer mehr Neues erfunden. Für viele neue erste Male.

Die Werbung will, dass wir unglücklich sind, denn nur dann sind wir brave Konsumenten, die immer mehr kaufen und die Wirtschaft vorantreiben.

Und es funktioniert ja ganz zuverlässig, denn Konsum macht einfach nicht glücklich! Und mehr Konsum macht auch nicht glücklich.

Minimalismus

Auch der Minimalismus reiht sich meiner Meinung nach hier ein. Er geht nur in die andere Richtung als der Konsum, das erste Mal das Projekt 333, das erste Mal mit 33 Kleidungsstücken auskommen.

Geht noch weniger? Eine Herausforderung mit noch weniger Teilen zu leben. Wie weit kann ich gehen? Auch hier wieder neue erste Male. Das erste Mal ohne Auto. Gesund schrumpfen. Aber macht das Entrümpeln wirklich glücklich?

Daher gehen viele Minimalismusblogger mit der Zeit in eine andere Richtung. Denn auch weniger zu besitzen macht nicht per se zufrieden und löst leider auch nicht die Probleme, die wir in unserer Gesellschaft haben.

aber was ist die Alternative?

Ich glaube der Weg, den ich eingeschlagen habe, ist auch nicht der richtige. Es hat Spaß gemacht an den Challenges teilzunehmen. Und abseits von den aufregenden ersten Malen hat mir das zusätzlich ein gutes Gefühl gegeben, etwas für die Umwelt zu tun.

Durch die vielen Selbstversuche habe ich sicher auch viel über mich selbst gelernt und bin mir selbst ein Stück näher gekommen. Aber letztendlich ist das alles nur ein Anreiz von außen und kann nur ein Anstoß sein. Zufriedenheit kommt von innen.

Vielleicht ist der Mensch tatsächlich so programmiert, dass er immer nur in die Zukunft schaut, etwas verbessern und sich entwickeln möchte. Möglicherweise ist dieser Drang das Geheimnis der Menschheit, das uns von den Tieren abgrenzt.

Zufriedenheit stellt sich ganz sicher nicht durch Konsum ein und auch nicht durch noch mehr erste Male. Zufriedenheit kommt nur durch das Leben im Augenblick. Und das habe ich durch mein „Jahresprojekt Achtsamkeit“ gelernt.

vollstaendig-leben

die Natur schenkt viele erste Male

Wenn wir achtsam durch das Leben gehen, werden wir mit ganz vielen ersten Malen beschenkt. Die erste Blume im Frühjahr, die den Schnee durchbricht. Die Blüte die sich öffnet. Die erste Frucht, die reif wird und köstlich schmeckt.

Wenn wir im Einklang mit den Jahreszeiten leben, erleben wir auch in der Ernährung viele erste Male. Sich saisonal zu ernähren hat nicht nur Nachteile sondern bringt plötzlich auch Veränderung und Neues in unseren Speiseplan.

Meiner Meinung hat es den Menschen keine Vorteile gebracht das ganze Jahr hindurch Erdbeeren essen zu können. Ganz im Gegenteil. Wenn Lebensmittel das ganze Jahr über verfügbar sind, dann sinkt dadurch die Vielfalt, auch wenn das auf den ersten Blick seltsam klingt.

Ich glaube, dass wir in der Natur und durch die Natur für viele Probleme ein Lösung finden können. Wir Menschen müssen nur endlich aufhören uns selbst über die Natur zu stellen.


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Weiters verlinkt zu meinem Jahresprojekt „Achtsamkeit“ und zu ANL von Rostrose.


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Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt?
Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt? #2
Jahresprojekt Achtsamkeit

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

fix it – Reparieren ist nachhaltig #18

Linkparty Jänner 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im neuen Jahr. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Reparaturbeitrag des Monats

Der am meisten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „123-Nadelei“ und zeigt die Sanierung einer alten Holztreppe.

(c) 123-Nadelei

(c) 123-Nadelei

Unglaubliche 32 Stunden Arbeitszeit wurden investiert, um ein wahres Prunktstück entstehen zu lassen. Mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im Jänner

Nicht nur die Seitennähte vom Sweater sondern auch die Armbündchen leiden unter dem liebsten Hobby von meinem Sohn. Durch das Tragen des Skateboards werden die Ärmelbündchen aufgescheuert und unansehnlich.

armbund-fix-it

Leider habe ich in meinem Reparatureifer vergessen ein „vorher“-Foto zu machen und auch den Reparaturverlauf nicht dokumentiert. Daher gibt es diesmal leider nur Fotos vom bereits reparierten Sweater, aber ich hoffe, es ist trotzdem gut zu erkennen, was ich gemacht habe.

Ich wollte die Reparatur so einfach und zeitschonend wie möglich machen und habe mich daher entschlossen, den Armbund umzubiegen und mit der Hand anzunähen.

hier sieht man meine händische Naht

hier sieht man meine händische Naht

Als erstes wird der Sweater umgedreht, wodurch die Innenseite außen zu liegen kommt (siehe Foto oben). Der Armbund wird zur Hälfte Richtung Innenseite (sprich derzeit nach außen) umgestülpt und anschließend mit einem farblich passenden Faden an der Originalnaht vom Bündchen angenäht.

Das ist wirklich einfach und in nur wenigen Minuten erledigt. Das Bündchen ist anschließend zwar nur noch halb so breit, aber dafür so gut wie neu.

mit wenig Aufwand wurde der Sweater gerettet

mit wenig Aufwand wurde der Sweater gerettet

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

es geht auch anders

Marion vom Blog „DIY schwing die Nadel“ hat das Problem viel aufwändiger gelöst und mit einem passenden Stoff neue Bündchen angenäht. Nachzulesen ist ihre Reparaturarbeit im Beitrag „Nikolaus Geschenk“.

Linkparty:


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Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

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Müll reduzieren beim Schenken #6

Wie jedes Jahr vor Weihnachten möchte ich mich dem Thema Müll reduzieren beim Schenken widmen, ein paar meiner Gedanken in diesem Beitrag zusammen fassen sowie meine bisherigen Beiträge in Erinnerung rufen.

Advent, die stressigste Zeit des Jahres?

Leider ist das Besinnliche der angeblich schönsten Zeit am Ende des Jahres der Hektik und dem Stress gewichen. Viele Menschen irren durch die Stadt und stöhnen darüber, dass es so schwierig ist, andere zu beschenken, da jeder bereits alles besitzt.

Trotzdem wird zu Weihnachten jedes Jahr noch mehr Geld auszugeben um Dinge zu kaufen, die scheinbar niemand braucht!

Das muss nicht so sein

Ich mache da schon lange nicht mehr mit und das hat viele Gründe, über die ich unter anderem in meinem Beitrag „Ich bin ein Weihnachtsverweigerer“ geschrieben habe.

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

Ich will nichts kaufen, was andere nicht brauchen und was dann sowieso zu Müll wird. Diese ungeliebten Geschenke haben bei der Herstellung Ressourcen verbraucht, wurden teilweise unter fragwürdigen Bedingungen produziert, haben einen weiten Transportweg hinter sich und zusätzlich entsteht auch noch jede Menge Müll.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Dieses Jahr hat sich meine Tochter Yogasocken gewünscht. Ich freue mich sehr, dass sie selbst gemachte Sachen so schätzen kann.

Yogasocken für meine Tochter

Yogasocken für meine Tochter

Im letzten Jahr habe ich einige selbst gestrickte Teile verschenkt wie z.B. Ministulpen für die Schuhe, einen zweifärbigen Möbiusloop sowie einen Sommerloop und Handstulpen.

Voriges Jahr zu Weihnachten sind meine selbst entworfenen gehäkelten cord keeper sehr gut angekommen.

liebevolle Handarbeitsgeschenke

liebevolle Handarbeitsgeschenke

Geschenke aus der Küche

Immer mehr Menschen gestalten ihr Leben so, dass keine Zeit mehr für das Selbermachen, ja manchmal noch nicht einmal fürs Kochen, bleibt. Die Lebensmittel werden abgepackt und vorgekocht gekauft. Alles muss schnell gehen, viele Einkäufe werden aus Zeitmangel online im Internet bestellt.

Trotzdem werden gerade selbst gemachte Geschenke sehr geschätzt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nachdem ich im Gegensatz zu vielen anderen gerne koche, bereite ich mich bereits im Laufe des Jahres auf Weihnachten vor. Das macht mir schon bei der Zubereitung Freude, weil ich während der Arbeit an jene denke, die ich gerne beschenken möchte und gleichzeitig habe ich in der Adventszeit keinen Stress.

Ob gebrannte Nüsse, Vanillekipferl, selbst gemachter Schokoaufstrich, Kräutersalz oder Kuchen im Glas – mit einer Leckerei aus der Küche haben die meisten Menschen Freude.

Noch mehr Rezeptideen sind in meinem Index „selbst.gemacht“ zu finden.

Geschenke aus meiner Küche

Geschenke aus meiner Küche

Zeit statt Zeug

Gemeinsame Zeit zu schenken ist eine Möglichkeit zu sagen, ich verbringe gerne Zeit mit Dir, diese Zeit ist mir wertvoll. Zusätzlich zeigt das Geschenk, dass ich mir viele Gedanken gemacht haben und mit Liebe und von Herzen schenke.

Aber nicht nur gemeinsame Zeit kann man schenken, sondern auch seine eigene Zeit verschenken, indem man dem anderen eine Arbeit abnimmt. Das kann zum Beispiel ein Gutschein für einmal Auto putzen sein.

Weitere Anregungen kannst Du nicht nur in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Schenken #2“ finden sondern auch auf der Seite „Zeit statt Zeug“.

müllreduzierte Verpackung

Am meisten unnötiger Müll entsteht zu Weihnachten durch die Verpackung der Geschenke. Dabei gibt es wirklich viele Möglichkeiten, Geschenke liebevoll zu verpacken, ohne dass dabei Müll entsteht.

Müll ist bereits Müll

Auch Müll kann als kreatives Verpackungsmaterial dienen. Viele Geschenke kann man in alte Kalenderblätter, Zeitungspapier, Nudel-, Reis- oder Cornflakeskartons, einen passenden Schuhkarton, WC-Papierrollen (für Kleinigkeiten) oder eine Einkaufstüte aus Papier verpacken.

In Zeichnungen von unseren lieben Kleinen verpackt, hat das Geschenk eine sehr persönliche Note.

alternative Verpackungsmöglichkeiten

alternative Verpackungsmöglichkeiten

Das Geschenk ist die Verpackung

Ein Teil vom Geschenk kann auch als Verpackung dienen. Das kann zum Beispiel eine Einkaufstasche aus Stoff sein. Oder ein Handtuch, in dem ein Geschenk für das Bad eingepackt wird. Eine gute Idee ist auch ein Geschenk für die Küche in ein Geschirrtuch zu verpacken.

Gerade unförmige Geschenke lassen sich in Tücher besonders gut einwickeln – unter dem Seidentuch am Bild verbirgt sich zum Beispiel eine Keramikgießkanne.

Upcycling – Verpackungen

Der Ärmel von einem alten Pullover oder einem alten Hemd, das mittlerweile Flecken hat oder kaputt ist, kann als Verpackung für eine Flasche selbst gemachten Sirup dienen.

Aber auch das Hosenbein einer am Knie bereits zerrissenen Kinderjeans gibt eine tolle Verpackungstasche ab. Dazu muss man gar keine Nähmaschine besitzen, einfach abschneiden, wenden, auf der Innenseite mit der Hand zunähen, umdrehen, befüllen und mit einem Band zubinden. Fertig ist die kreative Geschenkverpackung.

Lebensmittelmüll vermeiden

Aber nicht nur Geschenke werden gekauft, auch bei den Lebensmitteln wird zu den Festtagen häufig nicht gespart. Schließlich ist Weihnachten ja das größte Fest des Jahres.

Oft wird viel zu viel eingekauft, die Geschäfte sind ja ein paar Tage geschlossen. Eingeladen ist man auch noch, da gibt es dann zusätzlich noch leckere Weihnachtskekse zum Kaffee. Und wenn man dann endlich wieder zu Hause ist, mag man das geplante Abendessen gar nicht mehr.

verwenden statt verschwenden

verwenden statt verschwenden

Zu keiner Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten

Aber das muss nicht so sein, denn mit etwas Organisation und gutem Willen kann man das Essen gut planen. Mit diesem Thema habe ich mich in meinem Beitrag „aktiv gegen Lebensmittelverschwendung – Weihnachten ohne Lebensmittelmüll“ ausführlich beschäftigt.

Leben mit der Natur

In der Natur wird es gerade sehr still. Es ist die dunkle Zeit des Jahres, eine Zeit des Rückzugs. Die grellen Lichter der Weihnachtsbeleuchtung und der Lärm der Adventmärkte und Feiern steht dazu im Gegensatz.

Ich möchte lieber Einkehr halten, nachdenken, was im letzten Jahr gut gelaufen ist und wo es mich im nächsten Jahr hinzieht.

Wenn ich achtsam in mich hinein höre, dann spüre ich wie gut es mir tut, mich nicht in den sonst üblichen Weihnachtstrubel hinein ziehen zu lassen.


Hier kommen die Beiträge aus den letzten Jahren zum Nachlesen

Müll reduzieren beim Schenken #1DIY Geschenkideen

selbst gemachte Geschenke

selbst gemachte Geschenke

Müll reduzieren beim Schenken #2Geschenkalternativen

alternative Geschenkideen

alternative Geschenkideen

Müll reduzieren beim Schenken #3Verpackungsmüll vermeiden

alternative Verpackungsideen

alternative Verpackungsideen

Müll reduzieren beim Schenken #4neue DIY Geschenkideen

Walnusskekse vegan

LebensmittelverschwendungWeihnachten ohne Lebensmittelmüll

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle


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Das könnte Dich auch interessieren:

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.