Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #5

Wenn man so viele Dinge wie ich verschenkt, dann kommt unweigerlich einmal der Zeitpunkt, wo man ein Teil, das man weg gegeben hat, doch gebraucht hätte.

Vor diesem Zeitpunkt habe ich mich gefürchtet. Ganz ehrlich. Weil ich ja so eine „Notfall-Sammlerin“ bin und mich aus dem Grund so schwer von allem trennen kann. Weil man es ja noch brauchen kann – irgendwann. Es könnten ja Notzeiten kommen.

Die waren auch bereits da, es ist ja nicht so, dass ich dazu nicht (leider) ausreichend Erfahrungen gesammelt hätte (aber das ist eine ganz andere Geschichte).

Die Befürchtung, die ich hatte war, dass ich nach diesem „Oh mein Gott, das hätte ich ja doch noch gebraucht!“ gehemmt sein würde weiter so rigoros auszumisten.

Mist, das hätte ich jetzt wirklich gut gebrauchen können

Als es tatsächlich so weit war, habe ich erst einmal einen halben Herzinfarkt bekommen, weil die Situation tatsächlich eingetreten ist. Ich wusste ganz genau, wo das Teil früher gelegen hat und wie es aussieht und was ich mir dabei gedacht hatte, als ich es aussortiert habe, um es in den Kostnixladen zu bringen.

Manchmal neige ich – gerade bei so nichtigen Situationen wie diesen – dazu mich total unangemessen aufzuregen. Hyperventilierend und hirntot stand ich also da und war zu erstarrt, um mit der Situation umzugehen.

Die ganze Zeit hat es in meinem Hirn gehämmert „Oh mein Gott, jetzt wird das mit dem Ausmisten sicher nicht mehr so gut klappen wie bisher!“. Dieser Satz hat sich in meinem Kopf wieder und wieder gedreht.

Also in Wirklichkeit war es mir scheinbar total egal, dass das Ding nicht mehr da war. Übrigens habe ich nach kurzer Zeit eine alternative Lösung gefunden. Aber das ist eigentlich bereits Nebensache.

Fakt ist, dass die Sorge, wie es mit dem Entrümpelungsprojekt weiter geht, mich noch sehr lange beschäftigt hat. Viel länger, als das Ding, um das es ging.

so viele Stifte braucht kein Mensch

Ups – I did it again

Und dann kam der Zeitpunkt, wo es wieder passiert ist. Schon wieder hätte ich etwas, das ich weg gegeben habe, gebraucht. Der Panikanfall hielt sich diesmal in Grenzen und eine Lösung für dieses Problem hat sich auch sehr schnell abgezeichnet.

Vertrauen

Langsam wurde mir klar, dass ich gerade in einem sehr massiven Lernprozess stecke.

Ich muss nicht auf alle Eventualitäten vorbereitet sein! Das Leben sorgt für mich!
(Maria Widerstand)

Geschenk vom Universum

Und das ist das schönste Geschenk, das ich vom Universum bekommen habe. Dass ich wieder mehr Vertrauen habe, dass sich die Dinge fügen werden. Und dass ich zum richtigen Zeitpunkt das bekommen werde, was ich brauche. Es ist nicht nötig, dass ich alles für diesen Fall in meinem Keller oder meinem Kleiderschrank aufbewahre.


Fortsetzung folgt…

Wenn Du eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Noch einmal.


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Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #2 – Methoden zum Entrümplen
Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #3 – Erinnerungsstücke
Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #4 – Weihnachtsschmuck

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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29 Kommentare zu “Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #5

  1. Moin Maria,
    das hast du gut beschrieben, diese Gedanken das man auf alles vorbereitet sein will
    kenne ich auch zu gut. Ist wirklich ein Lernprosses um da gelassen ran zu gehen und
    auch gelassen zu bleiben wenn ein aussortiertes Ding plötzlich doch gebraucht wird.
    Vor ein paar Tagen habe ich an etwas gedacht was immer im Wohnzimmer einen festen
    Platz hatte bevor ich es umgestaltet habe und mir ist bis jetzt nicht eingefallen ob ich das Ding
    nu weggetan hatte oder ob ich es woanders untergebracht hab °o°
    An dem Tag durchlief es mich heiß und kalt und die Angst etwas weggetan zu haben was ich
    doch gern noch behalten hätte stieg hoch. Heute sehe ich es aber gelassener, entweder es
    findet sich doch noch wieder an oder es ist eben weg, lebenswichtig war es jedenfalls nicht 🙂

    Hab noch einen schönen Samstag
    liebe Grüße
    Aurelia

    • Hallo Aurelia!

      Ich denke, dass unsere Generation doch noch sehr viel aus der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit/-generation mit bekommen hat. Das saß allen noch sehr tief in den Knochen, als wir Kinder waren.

      Dadurch ist dieses Muster in uns verankert worden und es ist ganz schwer, so viele Jahre später, es zu verändern.

      Sehr langsam gelingt es mir und ich bin mächtig stolz darauf, nun anders damit umgehen zu können.

      Dir geht es ja offensichtlich auch sehr ähnlich, die Situation, die Du beschreibst, könnte 1:1 von mir sein.

      Es freut mich für Dich, dass auch Du mittlerweile einen anderen Umgang damit gefunden hast!

      lg
      Maria

  2. Manchmal frage ich mich, welche Sorgen wir eigentlich so „geerbt“ haben. Hatten die eigenen Eltern – wie bei mir der Fall – noch massive Mangelerlebnisse durch Krieg und Nachkriegszeit, dann „erbt“ man vermutlich auch einiges an Nöten, Sorgen und Sammelhaltungen, selbst wenn man selbstgar nicht mehr davon betroffen war. Ich hatte 30 Jahre lang diverse ungenutzte Knöpfe im Nähkasten. Nie gebraucht, wer braucht schon Bettwäscheknöpfe, wenn man wie ich seit rd. 15 Jahren nur noch Bettwäsche mit Reißverschluss hat. Ewig fiel mir nicht auf, dass es keinen Sinn macht, irgendwelche fast vermurksten Schrauben aufzuheben. Ich bin einfach nicht auf die Idee gekommen, dass ich die eigentlich gleich entsorgen kann. Und die Geschichte mit der Kuli-Sammlung kenne ich auch. Habe jetzt noch 2 Stück. Hat aber gedauert, bis ich da war. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass es für die meisten Dinge Lösungen gibt.

    • Hallo Gabi!

      Siehe einige Kommentare weiter – da habe ich auch schon den Punkt Kriegs- bzw. Nachkriegsgeneration und Prägungen aufgegriffen.

      Wir werden halt wirklich SEHR stark geprägt als Kind und es ist schwer sich davon zu befreien.

      Ich denke, die „Mangel“-Situation zulassen und zu erkennen, dass nichts Schlimmes passiert, ist ein guter Weg für mich gewesen.

      So blinde Flecken, wie Du es mit Knöpfen und Schrauben beschreibst, kenne ich auch.

      Diesen Dienstag habe ich im Keller das Werkzeug aufgeräumt und Ersatzteile für Möbel gefunden, die es längst nicht mehr gibt…

      lg
      Maria

  3. Liebe Maria,

    danke für diese Worte!
    Das ist nämlich etwas, was mich umtreibt. Auch ich hatte diesen Punkt schon, dass ich etwas vermisst habe, was ich aussortiert hatte (Was hätte ich meinem Sohn für ein tolles Oberteil aus meinem ehemaligen T-Shirt mit silbernem Tigerprint nähen können – wenn ich es nicht vor 8 Jahren aussortiert hätte…) 😉
    Was ich dabei noch verblüffender finde ist, dass es nicht meine eigene Reaktion ist, sondern die meiner Umgebung. Denn häufig wurde ich darauf angesprochen, dass ich so viel aussortieren würde und die Sachen doch irgendwann brauchen könnte.
    Andererseits wird mir oft genug gesagt, dass ich viel zu viel Kram habe. Und so mache ich einfach weiter mit dem Aussortieren 🙂

    Liebe Grüße
    Lara

    • Hallo Lara!

      Meiner Erfahrung nach sind solche Reaktionen der Umwelt, wie Du sie beschreibst, im Grunde nur Rechtfertigungen für den Menschen selbst, der es ausspricht. Damit er selbst einen Grund hat, NICHT aussortieren zu müssen.

      Vielleicht schaffst Du es in einer ähnlichen Situation diese durch diesen Blickwinkel zu betrachten, dann fällt es leichter, sich abzugrenzen.

      lg
      Maria

  4. Es tut so gut zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die sich dann mit Selbstvorwürfen überschüttet! 🙂 Auch bei mir wirds besser. Erstens kommt es wirklich sehr sehr selten vor, dass ich urplötzlich nun doch was wieder brauchen könnte und wenn, dann eher mit dem Gedanken „dafür könnte ich doch den Gegenstand xy verwenden“ – also von der Idee her eh schon reuse/recycling von „Rumstehzeuch“. Und bisher hat sich immer noch etwas anderes gefunden, das verwendet werden konnte 🙂 Es regt auf jeden Fall die Kreativität an…

    • Hallo Zaubsie!

      Den Punkt mit der Kreativität mag ich auch und das versuche ich nun auch immer wieder verstärkt umzusetzen. Mehrfachnutzen von Dingen ist das Stichwort. Dann braucht man automatisch viel weniger!

      Danke für Dein Kommentar! Freue ich sehr, wieder einmal von Dir zu lesen!

      lg
      Maria

  5. Liebe Maria,
    in der letzten Woche habe ich häufig an dich gedacht, als ich einen weiteren dejunk-your-life- Schub hatte. Ich bin immer wieder verwundert, was sich alles noch so findet. U. a. habe ich Bettwäsche in Normalgröße „entsorgt“, obwohl seit einer Ewigkeit gar kein passendes Bettzeugs dafür mehr vorhanden ist.

    Bei einem Kleid habe ich es bisher mal bereut, dass ich es weggeben habe, aber ein Weltuntergang war es auch nicht. Lehre daraus für mich ist, dass ich bei selbst bei kleinen Zweifeln die Dinge noch mal behalte. 2 Monate später können sie meist ohne Zögern dann gehen.

    Interessant finde ich auch deinen Gedanken zu den Reaktionen anderer auf das Entrümpeln. Insbesondere meine Mutter äußert regelmäßig Sätze wie „das war doch noch gut oder schön, das hat mal viel Geld gekostet, usw.“ Dass ich mich verändere und damit auch andere Bedürfnisse entwickele, kommt ihr gar nicht in den Sinn.

    Schönes Wochenende wünsche ich dir
    Charlotte

    • Hallo Charlotte!

      Das mit der Bettwäsche ist so eine Sache. Ich habe auch noch welche aufgehoben, die derzeit gerade nicht in Verwendung ist, weil wir eine Doppeldecke haben. Die Einzelbettwäsche verwenden wir kaum.

      Aber ich hebe sie in dem Fall für meinen Sohn auf, der in absehbarer Zeit eine eigene Wohnung haben wird. Da denke ich mir, es ist ok so.

      Für Kleidung, wo ich mir unsicher bin, mache ich einen Extrastapel. Diese Kleidungsstücke „muss“ ich in den nächsten Tagen tragen, oder sie kommt weg.

      Meist fällt mir beim Tragen der Teile auf, warum ich sie nicht mag und dann können sie ganz leicht gehen. Das hat mir schon sehr geholfen.

      Ähnlich mache ich es jetzt auch mit Teilen, die vom Kostnixladen neu zu mir kommen. Auch sie kommen auf einen Extrastapel und müssen in den nächsten Tagen getragen werden. Nur wenn ich mich wirklich wohl fühle, dürfen sie bleiben.

      Vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar mit Deinem Erfahrungsbericht!

      lg
      Maria

  6. Wie passend. Ich habe mir jetzt vorgenommen, mein Zimmer bei meiner Mutter bis 2019 aufgeräumt zu haben. Also alles was ich behalten will, soll in meine Wohnung umziehen und nichts anderes mehr in dem Zimmer bleiben. Ich will ihr nicht so viel Krempel im Weg rumstehen lassen.

    Aber die Angst ist leider bei mir auch noch da.

    Liebe Grüße

    • Hallo Tabea!

      Gegenstände aus der Jugendzeit/Kindheit sind sicher besonders schwierig, weil so viele Erinnerungen daran verknüpft sind.

      Du könntest ja eine Kiste mit Erinnerungsstücken aufheben, von denen Du Dich vorerst nur ganz schwer trennen kannst. Das ist dann eine überschaubare Menge und tut nicht weh.

      Alles andere darf weg 🙂

      lg
      Maria

  7. Liebe Maria!
    Ich glaube man muss beim Ausmisten immer daran denken, das (fast) nichts unersetzbar ist. Und nur etwas behalten, was noch gut ist? Dann lieber in einen Bürgerladen, wo es die Möglichkeit auf eine bessere Verwendung hat. Aber ich glaube, ich profitiere davon, dass ich auch nicht von dieser Einstellung so sehr geprägt wurde.
    Zum Glück blieb mir bislang so ein Schockmoment erspart. Ich habe schon viel geschafft, bin aber noch lange nicht am Ende, mich von all dem Kram zu trennen, den ich nicht brauche. Vielleicht gibt’s da auch kein Ende :-).
    Herzliche Grüße, Desiree

    • Hallo Desiree!

      Dinge bekommen ihren Wert dadurch, dass sie verwendet werden.

      Das versuche ich immer im Hinterkopf zu behalten bei allen Entscheidungen. Wenn sie nur bei mir herum liegen und ich sie nicht verwende, sind sie wertlos (nicht nur für mich sondern generell).

      lg
      Maria

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  9. Hallo Maria,

    solche Situationen sind schon arg selten. Ich finde, deine Sorge dahingehend unbegründet, dass du ja offensichtlich ein Bedürfnis hast, weiterhin auszusortieren und das als Antrieb auch stark genug ist, um deine Zweifel beiseite zu schieben.

    Mir hilft da oft ein Zitat von Andreas Welskop, dem Manager von Clueso: “Man findet alle Ressourcen vor Ort, die man braucht, egal wo, wenn man was macht.“

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Mittlerweile geht es mir sehr viel besser mit dem Loslassen und dem Vertrauen. Schon alleine deshalb bin ich froh, dass ich im letzten Jahr diesen Prozess durchlaufen bin. Das ist wirklich ein gutes Gefühl!

      lg
      Maria

  10. Hallo Maria,
    kenne ich auch ,diese „Vorratshaltung“,dazu kommen noch die emotionalen Dinge.
    Ich habe auch noch viel Kram,und will so einiges aussotieren.
    Man braucht dieses Vertrauen zu sich selber und zu lernen, zu improvisieren.
    Ich war eine leidenschaftliche Sammlerin,auch von schönen Dingen.Eine Minimalistin werde ich nie werden.Aber ich habe gelernt,was zum Beispiel in Sachen Kleidung und Schmuck besser zu mir passt.In anderen Bereichen bin ich noch dabei.
    Deko gehört schon zu meinem Leben.
    Letzte Woche hatte ich frei,und es zum Glück diesen Putz-,Umorgarniesations- und Aussotier-Flow.Und ich kann immer noch nicht aufhören.
    Wir haben gerade abnehmenden Mond.Hört sich jetzt voll esoterisch an.Aber es funktioniert besser.Mein Motto nennt sich Klarheit.
    Liebe Grüße

    • Hallo Sabine!

      Das ist ja wirklich sehr interessant mit dem abnehmenden Mond, dem man „Loslassenergie“ zuschreibt (beispielsweise auch beim Abnehmen).

      Bei mir läuft es nämlich auch gerade wieder sehr gut und leicht!

      Weiterhin viel Freude und Erfolg bei Deinem Projekt!

      lg
      Maria

    • Hallo Sabine,

      vielleicht liegt es wirklich am Mond! Letzte Woche flutschte das Räumen bei mir nur so! Ich werde das mal beobachten.

      LG

      Charlotte

  11. Ja ich glaube auch dass jeder von uns im Leben die ein oder andere Aufgabe zu lernen hat. Bei mir ist es die Geduld, da knabbere ich seit 3 Jahren dran ;-). Aber es gibt auf dem Weg dahin immer wieder kleine Erfolge, also bloß nicht den Mut verlieren und alles hinschmeißen bzw. sich überrollen zu lassen. Das Vertrauen auf Fügungen hatte ich schon immer und mein Mann versteht bis heute nicht, wieso ich immer einen Parkplatz im vollen Viertel bekomme, einfach nur deswegen weil ich darauf vertraue ;-). Ich halte es auch für ganz wichtig, hinterher für diese Fügung oder für Lernaufgaben zu danken, sei es auch nur deswegen damit man sich besser fühlt. Alles hat seinen Sinn, auch das negative! 🙂
    Liebe Grüße und eine schöne Woche!
    Jana

  12. Ich habe eher das Problem, dass meine Versuche, Müll zu vermeiden, dann mit dem Bestreben nach etwas minimalistischerem Leben kollidieren. Wenn ich genau weiß, dass Ding X niemand anders mehr haben wollen würde und es sonst Müll würde, tendiere ich eher dazu, es aufzuheben, und nehme mir vor, es zu etwas anderem zu verarbeiten, alte Jeans zu Taschen z.B. Teilweise häuft sich dann aber wirklich viel zuviel an oder ich komme doch nicht dazu, die Materialien zu verarbeiten.
    Oder die alten Schuhe, die nicht mehr straßentauglich und auch durch Reparaturen nicht mehr aufzumöbeln sind, werden gern mal „für den Garten“ aufgehoben. Es kostet dann oft Überwindung, sich einzugestehen, daß die Botten nicht mal mehr für den Garten gut genug sind und sie tatsächlich wegzuwerfen. Manchmal kommt man halt nicht drumherum, Müll zu erzeugen.
    Aber es bleibt schwierig.

    • Hallo Fussel!

      Ich habe mich in Deinem Kommentar sehr gut selbst wiedererkannt, denn mir geht es wirklich ganz gleich!

      In den letzten Jahren musste ich erkennen, dass ich nicht alles vor dem Müll retten kann, manches ist einfach kaputt oder unbrauchbar.

      lg
      Maria

      • Die andere Folge dieses Konfliktes ist aber, daß ich mich in letzter Zeit vermehrt darangemacht habe, Zeug was schon ewig rumliegt, mal zu reparieren bzw. alte lang gehortete Vorräte zu was Sinnvollem zu verarbeiten. Beides befriedigt ungemein.
        Z.B. habe ich einen alten Vorhang aus den 60er Jahren in Schwarz/Weiß-Pepitakaro zu einer Pyjamahose für mich verarbeitet. Ich finde eh nie Pyjamas, die mir passen (immer sind die Beine zu kurz, ich hasse das) und der Stoff ist haltbar (ganz anders als Vorhangstoffe heute), fällt aber trotzdem sehr locker. Da kann ich dann die dünnen farbigen Sweatshirts aus den 90ern dazu auftragen, die ich tagsüber nicht mehr anziehen würde, weil die Schnitte inzwischen arg aus der Mode sind.
        Keine Ahnung mehr, auf welchen Wegen der Vorhangstoff mal zu mir gefunden hat, aber ich hatte damals garantiert noch keinen eigenen Haushalt 😉

      • Hallo Fussel!

        Das ist eine super Lösung finde ich! Pyjama ist ja wirklich so eine Sache. Ich trage gerade ein Teil meiner erwachsenen Tochter auf, weil sie die Hose nicht mehr mochte. Mit „Zuhauseshirt“ perfekt 🙂 Habe ich sogar zwei, die super dazu passen.

        Mir macht es ja voll viel Freude nicht zu konsumieren und kreative Lösungen zu finden, so wie Du es auch beschreibst!

        Viel Freude mit dem „neuen“ Teil!

        lg
        Maria

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