Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #1

Das Jahr 2107 wird wohl als das Jahr des Loslassens in die Geschichte meines Lebens eingehen. Seit Anfang des Jahres habe ich jede Woche mindestens 20-50 Teile auf die Reise in ein neues Leben ohne mich geschickt. Alles, was von mir aussortiert wurde, hat über den Kostnixladen neue Besitzer gefunden.

Am Wochenende habe ich mich mit reichlich gefüllten Taschen wie diesen auf den Weg in den Kostnixladen gemacht. Es war für mich eine große Hilfe beim Aussortieren, dass die Dinge nicht im Müll landen, sondern künftig von anderen Menschen verwendet werden.

mit der reich gefüllten Tasche geht es dann zum Kostnixladen

Zusätzlich habe ich dieses Jahr schon zwei Mal an der #30TageDeclutterChallenge teilgenommen und jeweils über 500 Teile verschenkt. Es war sehr motivierend gemeinsam mit so vielen anderen Frauen zu entrümpeln.

Im Sommer ging es dann erst richtig los. Nachdem mich das Buch Dan-Sha-Ri so motiviert hat, kam ich nicht umhin, auch Magic Cleaning von Marie Kondo zu lesen. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an Daniela, von der ich das Buch geschenkt bekommen habe.

Was soll ich sagen, das Buch hat meine Sicht auf die Dinge verändert. Obwohl ich nicht nach den Vorgaben aus dem Buch entrümpelt habe, wurde mir beim Lesen bewusst, wo ich bisher meine großen Fehler gemacht habe.

Einer der größten Schwachpunkte war, dass ich zwar alles Gleichartige an einem Ort gesammelt habe, aber wenn dieser Platz dann ausgeschöpft war, habe ich ein zweites „Lager“ begonnen. So habe ich nicht nur meine Wollvorräte fürs Stricken auf 3-4 Stellen im Haus verteilt, sondern auch mein Stofflager fürs Nähen bzw. Upcycling.

Auch Küchenuntensilien, die nicht mehr in meiner winzigen Küche Platz gefunden haben, sind im Kasten in einem anderen Zimmer gelandet. Das Desaster mit den Büchern an den vielen verschiedenen Orten habe ich im letzten Jahr bereits aufgelöst.

In Wirklichkeit machen übrigens Keller und Dachboden das Leben nicht leichter, ganz im Gegenteil. Sie verzerren das Bild und verleiten dazu, Dinge, die man nicht mehr braucht, dort zu lagern. Für den Fall dass. Der jedoch nie eintritt.

auch eine ganze Menge Stoffe habe ich verschenkt

Da mein geplanter Sommerurlaub in Griechenland kurzfristig leider nicht stattgefunden hat, habe ich all meine Energie in das Entrümpelungsprojekt gesteckt. Vier Wochen lang habe ich mehrere Stunden pro Tag aufgeräumt. Es war ein Gewaltakt. Unglaublich welche Mengen an Zeug durch meine Hände gewandert sind!

2013 habe ich bereits einmal für 4 Wochen entrümpelt. Auslöser war damals ein Wasserschaden am Dach, wodurch ich mein Haus neu streichen musste. Dafür habe ich alle Zimmer und vor allem den Dachboden ausgeräumt und entrümpelt.

Eigentlich dachte ich, dass es mit der Aktion im Jahr 2013 genug wäre und ich nie wieder entrümpeln muss. Ich habe seitdem (außer Bücher) nichts Neues mehr gekauft bzw. mitgenommen. Aber ganz so war es nicht. Leider!

auch von Erbstücken habe ich mich diesmal getrennt

Dass ich diesmal sogar noch mehr zu verschenken gefunden habe, hat mich echt erstaunt. Aber ich war auch ziemlich radikal, das gebe ich zu. In allen Bereichen habe ich deutlich reduziert. Wenn ich mir unsicher war habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich meine Kinder irgendwann einmal damit belasten will, wenn es mich nicht mehr gibt. Meistens war die Antwort dann sehr klar.

Unglaublich war vor allem, welche Mengen von Altpapier ich aus dem Keller geschleppt habe. Vor allem mussten meine ganzen alten Seminarunterlagen daran glauben. Das waren sicher 10 Klappboxen voll, die ich entsorgt habe! Die Ordner habe ich dann im Kostnixladen verschenkt. Die Informationen aus den Seminaren waren Großteils schon veraltet und im Grunde suche ich lieber im Internet nach dem, was ich wissen will.

Unmengen von Altpapier

Sogar einige Möbelstücke, darunter meine Wohnzimmercouch haben gehen müssen. Aber vor allem ganz viele Regale, die ich nun nicht mehr brauche. Herr Widerstand hat jetzt viel mehr Platz im Kleiderschrank und muss nicht mehr im Winter die Sommersachen auf den Dachboden räumen. Ich übrigens auch nicht mehr, denn meine Kleidungsstücke haben nun ebenfalls alle im Kasten Platz gefunden. Und das obwohl ich einen Teil vom Schrank aufgegeben habe!

ab und zu vermisse ich meine Couch noch

Von meinem Kleiderschrank werde ich in einem eigenen Beitrag erzählen. Ich habe nicht nur aus dem Buch von Marie Kondo einige Anregungen umgesetzt, sondern auch im Internet gute Tipps gefunden, wodurch es mir leichter fällt Ordnung im Kleiderschrank zu halten.

Jedenfalls weißt Du jetzt, warum ich wirklich keine Zeit mehr hatte, um Beiträge für meinen Blog zu schreiben. Denn ich habe meine gesamte Zeit und Energie seit Mai in dieses Entrümpelungsprojekt gesteckt.

Der Keller ist bis auf eine Kleinigkeit nun fertig. Herr Widerstand hat mir versprochen, dass wir noch gemeinsam das Werkzeug aufräumen. Das wollte ich nicht alleine machen.

Im Wohnbereich ist alles fertig, ich habe wirklich jeden einzelnen Gegenstand in der Hand gehabt und entschieden, ob er bleiben darf oder gehen muss. Nur der Dachboden ist noch übrig. Das ist sich bis jetzt einfach nicht ausgegangen und wenn ich ehrlich bin, ich brauche nun auch einmal eine Pause.

die Schränke sind nun leer

Es ist an der Zeit, ein wenig auszuruhen und Kräfte zu sammeln und mich vor allem auch an dem zu erfreuen, was ich bisher geschafft habe. Grob überschlagen – teilweise gibt es auch Listen – habe ich mehr als 5.000 Gegenstände weg gegeben.

Wobei man sich natürlich fragen kann, wie man z.B. verschiedene Zeitungsausschnitte, die man einmal gesammelt hat, weil man sie inspirierend fand, zählt. Oder die alten Bedienungsanleitungen für Geräte, die man schon längst entsorgt hat, weil sie kaputt wurden. Zählt man jede Postkarte einzeln, die man aufgehoben hat? Was ist mit den Bildern im Fotoalbum und was mit jenen, die einzeln herum kugeln, weil man sie noch immer nicht eingeklebt hat?

Egal. Ich glaube mittlerweile, dass die Zahl 10.000 Gegenstände, die angeblich jeder besitzt, auch etwas willkürlich gewählt ist. Vermutlich sind das in Wahrheit viel, viel mehr.

Fortsetzung folgt…

Heute habe ich berichtet, was ich gemacht habe. Aber was hat das Entrümpeln mit mir gemacht? Und gibt es unter all den Dingen, die ich verschenkt habe, welche die ich doch noch gebraucht hätte? Wo es mir nachträglich Leid tut, dass ich sie weg gegeben habe? Davon möchte ich auch noch erzählen…


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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76 Kommentare zu “Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #1

    • Hallo Martina!

      Ich liege auch im Wohnzimmer in meiner Hängematte 🙂

      So kann ich sie das ganze Jahr nutzen und nicht nur im Sommer auf der Terrasse.

      Das hat was kann ich Dir verraten – Urlaubsfeeling mitten im Wohnzimmer 🙂

      lg
      Maria

      • Hallo!

        Meine Kinder sind schon erwachsen und außer Haus. Wenn wir Besuch haben – siehe anderes Kommentar – dann sitzen wir immer am Esstisch, das ist viel gemütlicher.

        Herr Widerstand saß im Sommer auf eine Poolliege. Also auch Sommerfeeling im Wohnzimmer. Jetzt, wo es kühler wurde, hat er einen Stuhl mit einem Hocker, den man drunter schieben kann, zum Fernsehen.

        Da wir nur ganz selten fernsehen (ich habe keinen Fernsehanschluss mehr, wir sehen uns ab und zu Videos an) hat sich mein Bedarf verändert.

        lg
        Maria

  1. Großes Kompliment und Bewunderung! Ich schlage mich mit zu vielen Sachen herum, die oft keinen wirklich festen Ort haben – Rezept für Unordnung… Der Wunsch und die Motivation, mir Freiraum durch ausmisten zu schaffen, ist eigentlich da, aber in den Momenten, wo ich loslegen müsste bzw. könnte, fehlt die Energie, anzufangen…

    • Hallo!

      Genau, der Punkt ist extrem wichtig – jedes Ding muss wirklich einen festen Platz haben.

      Ich bin dazu übergegangen, wenn ich für ein Ding keinen Platz finde/habe, dann muss es weg. Weil dann kann es ja nicht wirklich wichtig sein, wenn ich ihm keinen eigenen Platz zuweisen kann in meinem Leben. Das ist dann ja wohl das absolute Ausschlußkriterium 😉

      Man muss das Entrümpeln ja nicht in so einer zeitaufwändigen Aktion machen wie ich das gemacht habe. Man kann auch klein anfangen.

      Genau so, wie sich Unordnung ausdehnt kann sich auch Ordnung ausbreiten.

      Habe ich mir jetzt gleich direkt aufgeschrieben, denn dazu kann ich auch noch einiges erzählen, wie ich das alles angegangen bin um so weit zu kommen.

      lg
      Maria

  2. Puh, da seh ich wieder was ich an meiner 48 qm Wohnung hatte. Regelmäßige zwangsmäßiges Weggeben von Sachen. Ich hab das bisher in der größeren Wohnung auch beibehalten können. Wenn ich neue DVDs kaufe müssen ältere weg, da ich nur 5 CD/DVD Regale habe. Gleiches beim Kauf neuer Bücher oder anderer Sachen. Kleidung, die ich eine, naja zwei Saisonen nicht getragen hab werden kompromisslos aussortiert… Und vorm Umzug kam auch ne Menge Sachen weg. Je weniger Umzugskisten, desto besser, dachte ich. Ich hab bisher noch nichts davon vermisst – außer ne kleine Laterne, die ich letztens gerne aufgestellt hätte. Künstlerpech. Kommt mal vor.

    So radikal wie Du es gemacht hast könnte ich das aber nicht glaub ich. Hut ab!

    Ach ja: ich war beruhigt oben in den Konnentaren von der Hängematte zu lesen. Die Sache mit dem nicht mehr vorhandenen Sofa hätte mir sonst ne schlaflose Nacht verursacht 😉

    • Hallo!

      Ja ich gebe es zu, es ist schon etwas eigenwillig nur noch eine Hängematte und einen Stuhl im Wohnzimmer zu haben.

      Aber ich bin mit Gästen NIE im Wohnzimmer gesessen. Aufgrund von der Raumbreite hatte neben der Couch nur noch der kleine Couchtisch Platz. Auf dem Sofa konnten nur 3 Leute bequem sitzen und Stühle hatten wie gesagt keine Platz.

      Wenn ich Gäste hatte, dann sind wir immer am Esstisch gesessen, wo gemütlich bis zu 8 Leute sitzen können. Da wir gerne gemeinsam spielen, passt das auch viel besser, weil das kann man am niedrigen Couchtisch nicht wirklich.

      Ich gebe Dir übrigens recht, in einer kleinen Wohnung ist es VIEL einfacher, nicht zu viele Sachen anzuhäufen! Als ich noch meine Kleinwohnung hatte, bin ich mit „2 Autoladungen“ übersiedelt.

      Aber großer Keller und Dachboden verleiten halt echt dazu, sich auszubreiten. Und wenn man noch dazu sehr lange in der selben Wohnung lebt, dann verstärkt sich das noch dazu.

      lg
      Maria

      • Hängematte und Stuhl – das finde ich gleichermaßen abgedreht wie wunderbar. Ich habe ja auch immer noch kein „richtiges“ Sofa und denke manchmal über eine Art bewegliches Podest für mein Futon nach. Aber entschieden ist noch nichts, vielleicht bleibt es so oder doch ganz anders oder doch ein kleines Sofa oder doch nicht… 🤣 Die „übliche“ Möblierung finde ich grottenlangweilig und mit jedem Jahr, das ich älter werde, verabschiede ich mich mehr davon. Räume sind ja auch nicht zum Lagern von Dingen, sondern vorrangig zum Leben da.

      • Hallo Gabi!

        „Räume sind zum Leben da und nicht zum Lagern von Dingen“ – das sollte sich jeder groß aufschreiben! Genau so ist es!

        Mit Deinem Futon bis Du eh recht flexibel denke ich. Im Kinderzimmer hatte ich eine zeitlang einfach eine Matratze am Boden liegen, weil sie ein Sofa wollten. Mit ein paar Pölstern wurde das zum Sofa, oder ohne Pölster zur Spielfläche, oder auch zum Trampolin. Wenn Freunde da waren, konnten sie darauf schlafen. Oder auch ich, wenn ein Kind krank war. Es war so vielseitig einsetzbar, solche Dinge liebe ich sehr!

        Das habe ich zu einer Zeit schon gemacht, wo ich das Wort Minimalismus noch nicht einmal gehört hatte 😉

        Deinen Beitrag über Deine vielseitigen Möbel fand ich daher auch wirklich ausgezeichnet!

        lg
        marai

  3. Liebe Maria,
    ein sehr inspirierender Beitrag. Das Ausmisten steht mir noch bevor. Da ich in zwei Jahren übersiedeln werde, muss einiges weg. Je früher desto besser. 20-50 Teile pro Woche weggeben finde ich einen guten Beginn. Da habe ich nicht das Gefühl das ist alles zu viel, sondern geht vielleicht nebenbei. Karton aufstellen und hinein was weg soll und am Ende der Woche sehen, was alles hinein gefunden hat. … und bloß nichts wieder herausnehmen.
    Danke für deinen Bericht.
    Liebe Grüße
    „Benita“

    • Hallo Benita!

      Ja genau, so war auch mein Beweggrund und so mache ich das jetzt auch noch weiter.

      Ich habe dazu statt dem Karton die Taschen verwendet, die am Bild zu sehen sind. Die kann man umhängen und bequem tragen, auch wenn es etwas schwerer geworden ist.

      Wenn Du jetzt schon weißt, dass Du in zwei Jahren übersiedeln wirst, ist das sicher eine sehr gute Möglichkeit so kleinweise auszumisten! Ich glaube wenn man den Umzug auch so im Auge hat, dann fällt es leichter. Weil alles, was bleibt, muss man dann auch außer Haus tragen!

      lg
      Maria

      • Danke mit dem Hinweis mit den Taschen. Aber um räumen muss ich es wohl ohnedies. Da ich kein Auto hab ist so eine große Tasche auch zu schwer. Ein Trolley ist dann wohl besser zum transportieren.

        Wichtig ist, dass ich mir bewusst mache, dass zwei Jahre auch ganz schnell vergehen. Ich hab also nicht noch viel Zeit.
        Einen schönen Abend dir
        „Benita“

      • Hallo Benita!

        Bei Foodsharing verwenden viele Taschen wie diese um Lebensmittel abzuholen, weil so viel rein geht und man sie gut um die Schulter hängen und trotzdem noch mit dem Fahrrad fahren kann.

        Du wirst eine Lösung finden, die für Dich gut passt. Dann sind es halt zwei Taschen oder Du bringst die Sachen öfters weg.

        Ich habe heute schon ein bisschen über meinen nächsten Beitrag nachgedacht. Vielleicht sind da einige passende Tipps für Dich dabei.

        lg
        Maria

  4. Liebe Maria,
    ganz herzlichen Dank für deinen Bericht und ich freue mich auch schon auf weitere Erfahrungsberichte.

    Ich habe auch so um 2013 herum angefangen gezielter auszumisten und habe wöchentlich viele Dinge über ein Verschenkregal verschenkt.
    Einiges habe ich auch verkauft, war auch auf Flohmärkten, manches habe ich auch entsorgt.

    Je tiefer ich grabe um so mehr Zeug kommt heraus und im Moment finde ich es eher belastend, denn manches bleibt dann erst mal im Halbaufräummodus liegen, da ich nicht die Zeit habe dranzubleiben. Das gibt aber kein gutes Gefühl und tut mir auch nicht gut.

    Ich bin gespannt.
    Viele Grüße, Angelika

    • Hallo Angelika!

      Oh ja, diesen Zustand kenne ich auch. Das ist mir passiert als ich anfing, die Dinge aus den verschiedenen Ecken zusammen zu sammeln.

      Plötzlich hatte ich ganz viele Baustellen und überall hat es ganz wild ausgesehen. Ich bin ganz unrund geworden.

      Als ich über meine Gefühle nach dachte, wurde mir klar, dass das auf der anderen Seite aber auch eine sehr gute Motivation ist, dran zu bleiben. Denn ich möchte es ja wieder schön haben.

      Wichtig war in dem Moment, mir ein Konzept zu machen, was wo hin soll.

      Ich werde auf jeden Fall darüber auch noch schreiben, wie ich alles angegangen bin. Denn die „Technik“ mir zu erarbeiten, war für den Erfolg letztendlich sehr wichtig.

      Also, halte durch, der Erfolg lohnt. Und vieles hängt von der eigenen Beurteilung ab – Halbaufgeräumt ist auch schon der halbe Weg zum Ziel 🙂

      lg
      Maria

  5. Wow. Du bist beeindruckend!

    Ich schwanke ja immer zwischen „aufheben, damit ich es später nicht kaufen muss“ (vor allem bei bastel- und Verpackungsmaterial) und „Weg – ich will mich nicht zurümpeln.“

    Bücher besitze ich daher kaum noch, aber dafür sammle ich Eintrittskarten als Erinnerungen und so. Das muss ich mir abgewöhnen – ich schau sie eh nie an.
    Doof nur, dass ich hier keine Abnehmer für den Kram finde. Für die Tonne ist vieles dann doch zu schade…

    Liebe Grüße

    • Hallo Tabea!

      Ja das ginge mir auch so. Insofern war das Ausmisten vermutlich diesmal noch viel erfolgreicher als damals 2013 weil ich heute die Möglichkeit habe, Dinge über den Kostnixladen zu verschenken. Damals gab es ihn noch nicht.

      Ich mag auch nur was weg werfen, was wirklich Müll ist. Wie z.B. die Skripten, die waren echt für gar nix mehr und zum Glück wird Altpapier ja recycelt und so war es nicht ganz so schlimm.

      Ich habe auch ganz viele Klarsichthüllen und Bürozeug wie Stifte und Blöcke gefunden. Die habe ich in die Arbeit mit genommen, dann brauchen wir weniger Büromaterial kaufen 🙂

      Vielleicht gibt es in Deiner Nähe ja doch ein Verschenkregal oder so was? Oder Du kannst es selbst ins Leben rufen? Zumindest für eine kurze Zeit?

      lg
      Maria

      • Hallo Tabea!

        Ich weiß jetzt nicht, wie Du persönlich wohnst.

        Der einfachste Weg ist, vor der eigenen Türe eine Schachtel mit „zu verschenken“ hin zu stellen. In einem Mietshaus muss man natürlich vorher bei der Hausverwaltung anfragen, aber z.B unter den Postkästen würde das vermutlich schon gehen.

        Alternativ kann man den Radius etwas erweitern und bei der Pfarre nachfragen. Oft ist es möglich im Pfarrhof ein Regal aufzustellen, denn gerade Pfarren unterstützen den Gedanken des Verschenkens sehr.

        Auch öffentliche Gebäude wie z.B. das Gemeindeamt eignen sich dafür.

        Man muss einfach nur hingehen und ins Gespräch kommen. Der Rest ergibt sich meist von ganz alleine.

        Das Verschenkregal wird am besten so aufgestellt, dass es vor dem Regen geschützt ist. Gut ist ein Schrank mit Türen, weil dann die Dinge nicht so einstauben.

        lg
        Maria

      • Danke für die Anregungen! Ich wohne eher abgelegen im Wohngebiet, aber das mit der Gemeinde ist eine gute Idee. Und vieles habe ich früher auch immer meiner Oma für die Tafel mitgegeben.

        Liebe Grüße

  6. Wow das ist eine ziemlich coole Aktion! Ich glaube ich besitze gar nicht so viel – zumindest noch nicht, denn bald ziehe ich (m)ein Haus und da weiß ich aus Erfahrung – durch das Haus meiner Eltern – das sich da gerne Dinge ansammeln über die Jahr(zehnte). Deswegen bin ich auch brav dabei im Vorhinein auszusortieren, denn nur weil ich dann 40qm mehr Wohnfläche habe bedeutet das nicht, dass ich unreflektiert „alles“ mitnehmen möchte was ich derzeit besitze. Da hat sich eigentlich schon viel getan – aber dennoch habe ich oft das Gefühl, dass da noch zu viel Zeugs da ist. Mal sehen was sich noch aussortieren lässt bis zum Umzug 😉 Vielen lieben Dank für deinen Beitrag, schön das du wieder zurück bist ! LG Anna

    • Hallo Anna!

      Als ich noch jünger war, habe ich auch nicht so viel besessen. Durch die Kinder und meine dadurch bedingte Sesshaftigkeit hat sich viel verändert.

      Und dann natürlich durch den Tod meiner Eltern, die vorher schon getrennt gelebt haben. Dh. es mussten zwei Haushalte aufgelöst werden und ich habe vieles auch als Erinnerung behalten.

      Das macht wirklich einen sehr großen Unterschied aus. Erstens musste ich natürlich all die Dinge, die ich selbst im Haushalt meines Vaters zurück gelassen hatte, endlich tatsächlich übernehmen oder weg geben und dann war ich ganz ehrlich im Abschiedsschmerz meiner Eltern nicht in der Lage, mich von allen Dingen zu trennen. Es war so ein Festhalten an ihrem Besitz, um sie nicht ganz zu verlieren. Was natürlich eigentlich unsinnig ist aber auf der anderen Seite sicher verständlich.

      Das ist dann auch ein Prozess des Loslassens, der irgendwann einmal kommt. Mit der Vergangenheit abschließen und erkennen, dass Erinnerungen nicht zwangsweise mit Gegenständen verbunden sind.

      lg
      Maria

  7. Habe mal gelesen, dass der Mensch im Durchschnitt so an die 10.000 Dinge besitzt – Wahnsinn was sich da im Laufe der Jahre/Jahrzehnte so ansammelt.
    Ich habe auch vor einiger Zeit mit Reduktion begonnen, das hat schon was Befreiendes … z.B. habe ich auch keinen Fernseher mehr …

    • Hallo!

      Diese Zahl geistert durch die Medien. Ich halte sie für sehr willkürlich gewählt und deutlich zu niedrig angesetzt, denn ich glaube, dass die Menschen viel mehr als das besitzen.

      Wenn ich mir ansehe, was ich alles schon weg gegeben habe und was noch immer da ist, dann erkenne ich, dass das alles noch immer viel zu viel ist.

      Wenn ich nicht mehr berufstätig wäre, dann könnte ich den Kleiderschrank sofort um mindestens 50% reduzieren. Das, was ich im Beruf trage, würde ich in der Freizeit nicht anziehen wollen.

      lg
      Maria

      • ich habe letztens mal was zu dieser Zahl gelesen, weiß aber nicht mehr wo – und da stand auch, dass es in den heutigen Durchschnittshaushalten eher 20000 oder 30000 Dinge sind. Das passt zu deinem Eindruck, dass es mehr sein müsste – und auch zu meinem. Wir sind dieses Jahr umgezogen und wir haben vergleichsweise wenig, und trotzdem, wenn man das alles zählen würde, eine 5000 würde mich jetzt auch nicht total überraschen. Je nachdem wir man zählt (ha, jeden Duplostein einzeln, das wäre es doch!)
        Schön, dass du wieder da bist!
        Nadine/Nanne

      • Hallo Nanne!

        Ja, jeden Duplostein extra, klar doch 🙂 Genau das meinte ich. Puzzle mit 5000 Teilen bringt Dich echt weiter beim Entrümpeln *lach*

        Danke für die Ergänzung wegen den 10000 Dingen, ich glaube es hat sich ganz krass verändert auch mit den neuen Medien CD/DVD. Wobei das jetzt ja auch wieder eher rückläufig ist.

        CDs werden elektronisch als MP3 abgelegt am PC und DVDs kauft man nicht mehr, man schaut den Film in der Online-Leihe oder elektronisch und auch Bücher werden digital gelesen. Bringt jede Menge Einsparungen 🙂

        Die Erfahrung dass selbst ganz wenig noch viel ist, wenn man es zählt, habe ich mit der Kleidung von Herrn Widerstand gemacht. Ich war der Meinung es ist extrem wenig und er auch. Dann ließ ich ihn schätzen und schätzte selbst. Die Zahl war dann gut 2x so hoch beim Zählen!

        Danke für Dein nettes Kommentar!

        lg
        Maria

  8. Hut ab. Finde ich bewundernswert, so rigoros zu entrümpeln.habe auch schon einiges losgelassenund es kommt mir nicht mehr so vieles ins haus

    • Hallo Ursula!

      Du sprichst den wichtigsten Punkt überhaupt an – das wichtigste nach dem Entrümpeln ist, dass man nicht mehr so viel ins Haus lässt. Denn sonst ist das wie mit dem jojo-Effekt beim Abnehmen. Schnell ist alles wieder übervoll.

      Das ist auch mit ein Grund, warum ich so viele Möbelstücke weg gegeben habe. Wenn sie nicht mehr da sind, kann ich nichts mehr rein füllen. Alles ist viel lockerer und leichter seitdem.

      Kasten, Regale, Kästchen und vieles mehr sind nun weg und das soll helfen zu verhindern, dass es wieder mehr wird.

      lg
      Maria

  9. wow
    das nenne ich mal konsequent
    ich habe auch seeeehr viele Dinge und eigentlich gar keinen Platz mehr etwas zu kaufen (mache ich fast auch nicht)
    aber loslassen kann ich auch nicht
    hat ja alles einmal Geld gekostet 😉
    ganz langsam fang ich an Kleidung auszusortieren
    ich habe da noch Sachen von meiner Mutter und von meinem Mann ..
    die 10 000 Dinge sind viel zu wenig
    wenn ich da noch an den Keller denke der eine Metallhobbywerkstatt von meinem Mann war..dann reichen 100 000 wohl nicht 😉
    ein Wohnzimmer ohne Sofa und Schränke würde mir nicht gefallen
    auch Fotoalben ect. könnte ich nie weggeben
    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Also Schrank habe ich schon im Wohnzimmer 🙂 Nur das Sofa kam weg und statt dessen habe ich die Hängematte stehen. Ist aber natürlich Geschmackssache und vielleicht auch nicht von Dauer. Wer weiß. Mittlerweile bin ich offener für Veränderungen 🙂

      Das Argument mit dem Geld zählt für mich selbst nicht mehr, seitdem ich regelmäßig im Kostnixladen bin. Ich bekomme dort selbst so viel geschenkt, dass ich auch gerne Dinge verschenke, die einmal mehr gekostet haben.

      lg
      Maria

    • Liebe Rosi,
      du schreibst ja selbst: Es hat mal Geld gekostet, das heißt, das Geld ist so oder so wutsch eben ausgegeben. Ist das wirklich ein Argument weswegen man nichts weggeben darf? Manchmal kann man Dinge ja sogar wieder verkaufen, und wenn man das öfter gemacht hast, stellt man fest, dass der Wert von gebrauchten Sachen ganz schön niedrig sein kann und beginnt zu realisieren, dass der Kaufwert der meisten Dinge nicht den eigentlichen Wert des Gegenstandes ausmacht – dahinter stecken Löhne, Miete etc., Gelder für Marketing, aber der Kaufpreis ist nicht der eigentliche Wert.
      Niemand muss unbedingt was weggeben, aber das Argument ist finde ich nicht passend.
      Und gleichzeitig kann es auch sein, dass das was man eigentlich nur behält, weil man mal Geld ausgegeben hat, bei anderen ein „besseres“ Zuhause findet, weil der Gegenstand genutzt und gebraucht wird, statt einfach nur rumzustehen.
      LG Nadine

      • Hallo Nanne!

        Das Problemargument „hat viel Geld gekostet“ gut auf den Punkt gebracht. Danke Dir!

        Ich habe in einem Buch gelesen Dinge bekommen ihren Wert durch die Verwendung. Etwas, was viel Geld gekostet hat, aber nicht verwendet wird, ist gar nichts wert.

        lg
        Maria

  10. Ich finde es so toll, zu sehen, dass du loslassen konntest. Ich habe jetzt 2 Wochen frei und habe vor, das gleiche zu tun…. ich komme aus einem familiären kontext, in dem loslassen schwer fiel, im symbolischen und physischen Sinn. Und das trage ich so weiter. Das erdrückt mich regelrecht und spiegelt äußerlich mein inneres Chaos wieder. Ich sehen mich daher so sehr danach, loszulassen, wenig um mich zu haben, und meine Umgebung Klarheit ausstrahlen zu lassen, die Klarheit, die ich mir auch innerlich wünsche.
    Danke für deinen Post, er motiviert mich. 🙂

    • Hallo May!

      Ich habe nun kurz zu Deinem Blog rüber geschaut um zu sehen, wer hinter diesem Kommentar steckt.

      In Deiner Situation ist es sicher viel schwieriger so einen Schritt zu gehen. Vor allem deshalb, weil Entrümpeln auch immer eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bedeutet und das nicht immer einfach ist. Anders ausgedrückt, es kann einen auch ganz schön aushebeln und ich weiß wirklich, wovon ich spreche!

      Es gab Tage im Sommer, wo es mir nicht gut ging mit den Dingen. Weil ich in Bereiche vordrang, die mich sehr berührt haben.

      Daher ist es vielleicht besser sich langsam und in kleinen Schritten vorzutasten. Bei einfachen und persönlichen Dingen zu beginnen, die keine Erinnerungsstücke sind und die nicht mit einer möglichen schmerzhaften Vergangenheit zusammen hängen.

      Ich werde in den nächsten Tagen noch ein wenig darüber schreiben, wie man das Entrümpeln am besten angeht. Ein paar Gedanken dazu haben sich in meinem Kopf schon gesammelt. Ich werde sie bald aufschreiben.

      Ich wünsche Dir auf jeden Fall sehr herzlich alles Gute und viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!

      lg
      Maria

      • Vielen Dank für die Tipps! 🙂 und ich freue mich schon auf die weiteren Posts dazu. Da ich aufgrund meines Kontexts tatsächlich enorme Probleme damit habe, kann ich jeden Gedankenanstoß sehr gut gebrauchen. Lieben Gruß an dich,

        May

  11. Wow, da warst du ja richtig fleißig! Ich habe das erste Halbjahr 2017 die Wohnung/Haus meiner Mutter ausgeräumt und in dem Zusammenhang – weil doch etliches bei mir landete – bei uns auch nochmal ausgemistet. Daher kann ich gut nachfühlen, was für einen Kraftakt du da geleistet hast, Hut ab! Ich freu mich schon auf den zweiten Teil deines Beitrags 🙂

    • Hallo Zaubsi!

      Oh, das ist eine große Herausforderung, die Du da bewältigt hast. Meine Hochachtung! Gerade so emotionale Sachen sind noch schwerer, weil es zusätzlich eine psychische Belastung ist.

      Ich habe auch viele Dinge von meinem Vater geräumt, da habe ich viele Pausen gebraucht, weil es mir einfach sehr nahe gegangen ist.

      Herzliche Grüße
      Maria

  12. Denke ich an unseren Keller und Dachboden, wird mir ganz anders. Von mir selbst lagert dort zwar so gut wie nichts, aber trotzdem ist alles voll. Auf dem Dachboden liegen Kisten mit Zeitungen, in die seit 30 Jahren niemand mehr geschaut hat. Zeitungsschnipsel und alte Kinderkleidung gibt es auch. Dazu Reifen, die man auch sofort hätte entsorgen können. Und noch vieles mehr, was seit Jahren niemand benutzt hat.

    Im Keller haben wir den ersten Raum vor kurzem freigeräumt um dort Wäsche im Winter trocknen zu können. Es ist herrlich in diesen nun funktionalen und nicht mehr vollengestellten Raum zu gehen. Die anderen Räume sollen nach und nach folgen, das geht aber natürlich nicht von heute auf morgen.

    • Hallo Sabrina!

      Ich finde es gut, dass Du es Schritt für Schritt angehst, denn dadurch hast Du auch Erfolgserlebnisse! Schön, dass Du einmal einen Raum für Deine heutigen Bedürfnisse geschaffen hast!

      Keller und Dachboden (ich schreibe es ja auch in meinem Beitrag) sind wirklich die schwierigsten Bereiche, weil man die Dinge (vorübergehend) aus der Sicht bekommt. Man kann sie so schön ignorieren. Und wenn man den Dachboden nicht mehr betritt, sind sie ja quasi gar nicht mehr da 😉

      Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Schritte! Es ist nicht schlimm, wenn es länger dauert. Wichtig ist, dran zu bleiben!

      lg
      Maria

  13. Ich bin sehr begeistert! Am wichtigsten ist für mich die Überschrift deines Beitrags. Es gibt in unserem Haushalt vieles, was ich (noch) nicht wegtun mag aber sicherlich auch so manches, was gar nicht mehr zu mir passt. Viele Dinge finde ich grässlich, aber die hat mein Mann mit in die Ehe gebracht und hängt daran. Tja. Da habe ich noch einiges zu leisten an Überzeugungsarbeit. Fotoalben könnte ich auch nicht weggeben. Und bei vielen „noch guten“ Dingen zögere ich, weil auch bei uns kein Kostnixladen existiert. Und bei der Kleidertonne bin ich nicht sicher, ob das wirklich Bedürftige bekommen und zögere deshalb. Aber du hast schon recht, man findet immer so viele Gründe, warum dieses oder jenes jetzt noch nicht wegdarf – vielleicht eins der Kinder, vielleicht brauch ich das später mal…
    Ich fang jetzt einfach mal mit MEINEM Zeug an und tu alles weg, was nicht mehr zu mir passt! Jawohl! DANKE

    • Liebe Petra!

      Du sprichst einen wichtigen Punkt an – immer bei sich selbst und bei den eigenen Sachen beginnen. Der Rest ergibt sich von selbst und ansonsten ist es einfach auch total wichtig, das Eigentum der anderen zu respektieren.

      Wenn Dein Mann daran hängt, dann gehört das zu ihm. Würdest Du es umgekehrt zulassen, dass er von Dir will, dass Du etwas weg gibst, was Du gerne behalten möchtest?

      Ich besitze nach wie vor einige Dinge, die ich nicht nutze, aber von denen ich mich nicht trennen will. Deshalb habe ich sie nun zu Deko erklärt. Von der ganzen Deko, die mir nichts bedeutet, habe ich mich getrennt, dafür sind die letzten Teile vom Teeservice meiner Eltern nun für mich Deko. Ich sehe sie gerne an und sie bedeuten mir viel.

      Die Überschrift habe ich auch sehr bewusst gewählt, weil es für mich ein Ankerpunkt war. Dieses „passt nicht mehr zu mir“ – damit konnte ich mich leichter von der Vergangenheit lösen. Denn die Dinge haben ja irgendwann einmal zu mir gepasst. Nur jetzt eben nicht mehr.

      Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!

      lg
      Maria

    • Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber in manchen Städten heissen diese Läden „Umsonstladen“. Auch Oxfam ist ein guter Ort, wo man was hinschaffen kann, weil aus den Gewinnen von dort soziale Projekte finanziert werden und sogar die Verkäufer alles Freiwillige sind.
      Alternativ kann man sich ja erkundigen, ob das örtliche Sozialkaufhaus gerade was von den Sachen brauchen kann, die man übrig hat.
      Kleidertonne würde ich auch nicht machen, weil das häufig für Profit verkauft wird (oft sogar noch in Entwicklungsländer, wo sie das dortige Textilhandwerk ruinieren) und das „sozial“ nur Feigenblättchen ist.

  14. Gratulation Maria und schön das dein Blog wieder mit neuen Beiträgen zurück ist!
    Habe schon sehnsüchtig gewartet!

    Lg Magdalena

  15. Wunderbar! Ich habe mir dieses Jahr auch meinen Kleíderschrank vorgenommen und er ist leichter geworden. Ich bin auch damit, aber weit von Dir entfernt, aber ja – ich die Sammlerin – hinterfrage mehr. Es befreit! Ich bin gespannt, was aus Dir und mit Dir gemacht hat.

    • Hallo Ani!

      Eine Sammlerin bin ich auch. Ganz ehrlich. Werde ich wohl immer sein.

      Aber Teil des Prozesses war, das zu erkennen und mich entsprechend zu verhalten. Ich muss nicht alle sammeln. Aber wenn ich das sammle, was mir wirklich wichtig ist, dann ist das ok so.

      Loslassen hat irgendwie auch etwas mit Selbstannahme zu tun. Klingt jetzt seltsam, ist aber wirklich so. Ich glaube es ist der Prozess der Entscheidungen, der das möglich macht.

      lg
      Maria

  16. Hihi, mein Thema 😉
    Ich halte ja die legendären 10.000 Dinge auch für stark untertrieben. Nach jahrelangem kontinuierlichen entrümpeln bei dem sicher mehrere 1000 Dinge mein Haus verlassen haben, bin ich vermutlich immer noch in einer Größenordnung von 10.000.
    Papierkram zählen fand ich auch ziemlich schwierig. Ich hab während meines papierkram- Projektes auch schuberweise alte Zeitschriften entrümpelt. Da hab ich dann auch nicht mehr die Zeitschriften gezählt sondern die Schuber. Und das beim Ordner ausmisten frei gewordene Material hab ich auch ins Büro mitgenommen und dann den Ordner als ein entrümpeltes Teil gezählt.
    Aber wenn wir mal ehrlich sind ist dieser ganze zahlenfetischismus der minimalistenszene eigentlich Humbug. Womit man sich wohlfühlt, hängt schließlich nicht von Quantität sondern von Qualität ab.
    Was aber wirklich hilft, sich nicht wieder voll zu rümpeln, ist die 1 rein 1 raus Regel. Funktioniert bei mir super.
    LG
    LG Astrid

    • Hallo Astrid!

      Bezüglich den Zahlen (Dein Zahlenfetischismus gefällt mir dazu sehr!) stimme ich zu, auch wenn ich hier im Beitrag über Zahlen spreche. Es war mir einfach wichtig die Größenordnung zu zeigen, was ich wirklich bewegt habe im letzten Jahr.

      Ansonsten bin ich auch total bei Dir, dass es nicht darauf ankommt, wie viel oder wie wenig man tatsächlich hat. Denn wie viel für jemanden genug oder sagen wir einmal genau richtig ist, hängt total von der persönlichen Situation ab!

      Ich könnte Minimum 50% von meinem Kleiderschrank sofort weg geben, wenn ich nicht mehr arbeiten würde.

      Wenn man das Ergebnis des Entrümpelns halten will ist es unablässlig, dass man nur noch dann etwas Neues rein lässt, wenn auch etwas Altes geht. Sonst hat man nach kurzer Zeit das gleiche Problem.

      Entrümpeln soll nicht Platz machen um Neues zu kaufen, also das wäre ganz und gar nicht ökologisch!

      lg
      Maria

      • Hi Maria, du hast natürlich recht, dass entrümpeln nur um was neues kaufen zu können irgendwie Thema verfehlt ist. Wenn man aber auf einem gewissen Wohlfühl level angekommen ist, kann die Frage: wovon trenne ich mich denn dafür? durchaus unüberlegte Neuanschaffungen verhindern. Insbesondere wenn ich sie mit der Frage: brauche ich das wirklich? Kombiniere.
        Lg

  17. Liebe Maria,
    schön,dass du wieder da bist.
    Das Aussortieren ist auch mein Thema.Da kommen deine Erkenntnisse genau richtig.
    Die Möglichkeit,Dinge zum Sozialkaufhaus oder Oxfarm zu bringen,erleichtert es sehr,um keine Dinge wegwerfen zu müssen.Ich verschenke auch immer wieder Sachen.Heute war es Wolle.
    Ich denke auch manchmal,oh,das war teuer.Aber wenn man mit dem Herz dabei ist,kommt auch wieder etwas zurück.
    Wir machen auch auf der Arbeit solche Weitergaben.
    Es ist auch ein Weg der eigenen Erkenntnis.Früher habe ich kopflos alles Schöne gekauft und gesammelt.Heute habe ich mehr Klarheit,was ich möchte und brauche.
    Dieses Jahr hatte ich eine weiter „Modeerleuchtung“.Bestimmte Muster und Farben passen zu mir.
    Da hast du viel erreicht.Und das kostet eine Menge Kraft.Ich habe mich von dem Eßservice meiner Großeltern getrennt.Das ist so eine emotionale Sache.
    Mit meinen Besitz beschäftige ich mich seit ungefähr Ende der 90er Jahre.
    LG Sabine

    • Hallo Sabine!

      Ein wichtiger Punkt – Entrümpeln als Weg der Erkenntnis über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse! Ganz genau so ist es, es schafft mehr Klarheit und verhindert vermutlich recht gut künftige Fehlkäufe. Man überlegt sich ob das neue Teil wirklich zu einem passt und vor allem ob es überhaupt einen Platz hat im Haus, im Leben.!

      Danke für Dein ausführliches und anregendes Kommentar!

      lg
      Maria

  18. Hallo Maria,
    Wie schön wieder von dir zu lesen.
    Dein Entrümpelungs-Text hat mich sehr angesprochen.
    Großes Komliment für das, was du geschafft hast!
    Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass dein Schreibstil „leichter“ geworden ist. Bilde ich mir das ein?
    Liebe Grüße, Inga.

  19. Hallo Maria!
    Erst mal schön, nach so langer Zeit wieder etwas von dir zu hören! Deine Beiträge hab ich wirklich vermisst!
    Glückwunsch zu diesem Gewaltakt! Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie das für dich war. Anfang des Jahres mussten wir ja auch die Wohnung meiner Oma auflösen und wir haben sehr oft geflucht, was sie uns damit antut. Also Hut ab vor deiner eigenen Leistung und deinem Wunsch, diese Bürde nicht deinen Kindern aufzuladen! Ich glaube aber auch, dass die meisten Menschen gar nicht an so etwas denken.
    Stauraum verschwinden zu lassen wirkt magisch auf das Verschwinden 😉 Umgekehrt aber leider auch. Ich hab mich heuer von unserem Fernseher getrennt, damit ich in meiner Nählade nicht mehr Tetris spielen muss. Was soll ich sagen: zwei Stunden später war das Riesenloch, wo vorher der Fernseher war auch wieder voll. Ich versuch es mit Humor zu nehmen, immerhin ziehen wir bald um. Dann steht aber definitiv auch eine Generalentrümpelung der Sachen an, die dann doch nicht gebraucht werden.
    Ohne Sofa würd ich nicht wohnen wollen (wo sollte ich denn dann stricken??), aber so eine Wohnlandschaft frisst schon sehr viel Platz.
    Als wir damals unsere Wohnung entrümpelt und umgestellt haben (und uns von meinem Schreibtisch und zwei Bücherregalen getrennt haben), war es auf einmal auch sehr luftig und erfrischend 😉

    LG, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Ich stricke übrigens in meiner Hängematte. Das klappt besser, als ich es gedacht habe. Wenn das nicht funktionieren würde, hätte ich das nie gemacht. Ganz ehrlich, dazu stricke ich viel zu gerne!

      Deiner Erzählung über den Stauraum stimme ich wirklich zu. Das ist echt magisch und man muss wirklich höllisch aufpassen damit.

      Nählade und Tetris gefällt mir, musste sehr lachen! Herr Widerstand meint nämlich, dass ich im Kühlschrank immer wieder mal Tetris spiele 😉

      lg
      Maria

      • Ah, das wusste ich nicht, dass das so gut geht in der Hängematte 😉

        Ja, in unserem Kühlschrank wird meist auch Tetris gespielt…. Aber ein großer Kühlschrank kommt mir für zwei Personen so verschwenderisch vor – gar nicht zu reden von einer Kühlsäule.

        LG, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Das sehe ich auch so. Derzeit nutze ich den Outdoor-Kühlschrank. Das geht jetzt für einige Wochen noch sehr gut 🙂

        Den hast Du auch auf Deinem Balkon 😀 Hilft gegen Tetris im Kühlschrank…

        lg
        Maria

  20. Schön, wieder von Dir zu lesen, Maria 🙂

    Ich finde Entrümpeln und Aufräumen auch ganz schön schwierig und tu mich mit manchen Dingen recht schwer damit.
    Kleidung fällt mir da interessanterweise noch recht leicht, aber Bücher, Näh- und Bastelmaterialien, Wolle, etc. und vor allem der ganze Krimskram ist gar nicht so einfach. Vor allem der Aufwand alles durchzusehen, um zu entscheiden, ob es weg kann oder nicht ist so ein riesiger Zeitaufwand, daß es mich arg gruselt und ich an vieles noch nicht rangegangen bin.
    Kleider und Schuhe und auch meine Stoffsammlung hab ich schon durchgeforstet und aus Anlass des neuen Überblicks über die Stoffe und Nähmaterialien in letzter Zeit auch schon einiges in neue Dinge, die gebraucht wurden, verwandelt (alte Patchworkreste zu neuen Kissenbezügen etc. verarbeitet, aus einer alten Zeltplane und kaputten Regenschirmen viele schöne Einkaufsbeutel gezaubert). Das mag ich dann auch noch lieber als einfach Zeug wegzugeben oder gar wegzuwerfen. Da hatte dann der Vorrat einen Sinn.
    Bei Wolle gibt’s seit Jahren eine „Stashdiät“, wo ich auch Buch führe, wieviel reinkommt und was verarbeitet wird. Da bin ich ganz zufrieden mit der Bilanz.
    Was ich mir ansonsten vorgenommen habe, ist vor allem, angefangene Bastel- und Bauprojekte zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, damit nicht „Investruinen“ den schönen Platz fressen.
    Bei Büchern werde ich sicher nur minimal reduzieren, ich nutze doch sehr vieles davon (und bei anderem schlägt dann die Nostalgie zu).
    Na ja, es wird sicherlich alles sehr viel langsamer gehen als bei Dir 🙂

    • Hallo Fussel!

      Schön von Dir zu lesen und danke für Dein ausführliches Kommentar!

      Bei meine Hobbysachen habe ich vor allem einen Platz festgelegt, den sie nicht „überschreiten“ dürfen. Ich sehe beispielsweise keinen Sinn darin, meinen Knopfvorrat zu reduzieren. Das nimmt nur ganz wenig Platz ein und ob ich nun 20 Knöpfe mehr oder weniger habe, macht keinen Unterschied vom Raum her. Umgekehrt habe ich für meine Nähprojekte mehr Auswahl.

      Also ich denke es macht auch Sinn, die Verhältnismäßigkeit im Auge zu behalten.

      Investruinen ist ein schöner Ausdruck 😀

      Bücher habe ich auch noch sehr viele. Aber auch dafür habe ich einen Platz festgelegt und mehr darf es nicht werden. Dann ist es ok für mich. Also wenn ich neue Bücher mit nehme vom offenen Bücherschrank, dann muss ein anderes dafür gehen oder dieses nach dem Lesen wieder zurück in den offenen Bücherschrank.

      lg
      Maria

  21. Ich mache als Hobby lebendige Geschichtsdarstellung. Für die Recherche dazu brauche ich viele archäologische und historische Bücher, die man dann auch immer wieder zum Nachschlagen, Suchen und Nochmal-Lesen braucht. Fast nichts davon kann ich in der hiesigen Bibliothek leihen und wenn ich mal was aus der Fernleihe habe, mache ich prompt einen Haufen Kopien, weil Fernleihe immer so ein Aufwand ist und man nie weiß, wann das gewünschte Buch dann mal wieder frei ist. D.h. diese Bücher werde ich definitiv nicht rauswerfen, nur weil ich mir mal einen neuen Schmöker hole. Da wird es vermutlich weiter ein moderates Wachstum geben. Moderat schon deswegen, weil das Zeug einfach teuer ist (100 Euro für ein Buch kommen da schon mal vor) 🙂
    Was demnächst mal ausgemistet wird und nicht allzusehr wachsen darf, ist das literarische „Fastfood“. Da kann ich auch relativ leicht was gehen lassen. Die liest man ein- oder zweimal und dann ist’s gut.
    Kochbücher sind wir auch schon mal durchgegangen und da wird demnächst sicher noch was gehen. Die dürfen die bisherigen 3 kleinen Regalfächer jedenfalls nicht überschreiten.
    Wo ich auch noch mal dran muß sind alte Uni-Unterlagen und Sprachkurs-Zeugs.
    Wäh, Papier sortieren :-/

    • Hallo Fussel!

      Oh ja – wäh, Papier sortieren! Das stimmt voll. Ich habe meine ganzen Seminarunterlagen raus geworfen. Inzwischen sind die Inhalte längst überholt, bringt gar nix mehr.

      Aber das mit Deinen Fachbüchern kann ich schon nachvollziehen. Das ist ja auch der Grund, warum ich viele Bücher nicht gehen lasse. Weil sie teilweise gar nicht mehr aufgelegt werden.

      Romane und so Zeugs habe ich nicht mal mehr 20 Stück rumliegen. Die sind alle weg. Lese ich eh nie wieder.

      Bücher sind schon ein Thema für sich bei mir. Als Kind und Teenager habe ich quasi in Büchern gewohnt. Aber die meisten hatte ich ausgeliehen aus der Bibliothek. So viel „Futter“ hätten meine Eltern nicht ran schaffen können.

      lg
      Maria

      • Hihi, das kommt mir bekannt vor 🙂
        Andere Kinder und Jugendliche bekamen Hausarrest, wenn sie was ausgefressen hatten, ich bekam Bibliotheksverbot…

  22. Oh Wahnsinn! Ich bewundere dich für deine Ausdauer. Über magic cleaning habe ich schon viel gelesen und gesehen. Zwischendrin packt mich der Rappel und ich miste aus. Im Februar hatte ich mir sogar ein komplettes aussortieren vorgenommen. Leider hielt mein Energie Schub nur 2 Wochen an. Ich habe mir allerdings fest vorgenommen weiter zu machen.

    Wegen dem fasten: jeder Körper reagiert ja ein wenig anders. Wenn ich 12 Stunden faste merke ich an der Waage kaum etwas bzw. zeigt sie auch mal mehr an. Probiere einfach mal das Frühstück komplette Weg zu lassen und erst Gege Mittag zu essen. Vielleicht reichen deinem Körper 2 Mahlzeiten völlig aus. Ansonsten hilft wohl einfach nur Geduld.

    Liebe Grüße
    Gusta

    • Hallo Gusta!

      Stimmt schon, man braucht echt einen langen Atem beim Ausmisten. Wenn ich nicht so lange frei gehabt hätte und statt meinem Urlaub mit all meiner Wutenergie das gemacht hätte, wäre ich vermutlich, nein ganz sicher, nicht so weit gekommen.

      Danke für Deine Rückmeldung wegen Deinem Beitrag bzw. meinem Kommentar dazu! Vielleicht wäre das wirklich eine Möglichkeit und sollte ich dem einmal mehr Augenmerk schenken. Ein wenig experimentieren. Ohne Druck. Gute Anregung, danke Dir!

      lg
      Maria

  23. Hallo Maria,

    ich bin froh, dass die Antwort, wo ihr ohne Sofa nun sitzt, gleich am Anfang kam. Das hat mich wirklich beschäftigt. 😉
    Ohne Sofa geht bei uns gar nichts. Gerade in der kalten Jahreszeit sitzen wir abends oft dort zum Kuscheln und Lesen.
    Aber das zeigt, wie unterschiedlich die Prioritäten bei jedem einzelnen sind und das ist auch gut so.

    Auf meinem Blog beschäftige ich mich im Moment mit der Frage: Was brauche ich wirklich? Daher kommt mir Dein Beitrag wie gerufen, denn Deine Konsequenz beim Ausmisten ist für mich eine große Motivation.
    Vielen Dank für Deinen Beitrag!

    Liebe Grüße von Tanja

    • Hallo Tanja!

      Also wenn ich ehrlich bin, das Zusammenkuscheln am Sofa geht mir schon ab. Ich habe keine Ahnung, ob das nun zu einer Dauerlösung wird, derzeit passt es jedenfalls.

      Was brauche ich wirklich ist die treibende Kraft hinter dem Ausmisten. Die Frage, die man sich bei jedem Ding stellt: „Brauche ich Dich? Oder habe ich etwas, das Deine Funktion genauso gut erfüllt?“

      Meinen nächsten Beitrag zu der Serie habe ich fast fertig. Es wird um die Methoden beim Ausmisten gehen, wie ich alles angegangen bin und was dabei hilfreich war.

      lg
      Maria

  24. Hallo Maria,

    ich bin schon sehr auf deinen nächsten Beitrag gespannt. Weil mich das Thema nachhaltig beschäftigt und ich deinen Beitrag sehr interessant finde, habe ich ihn heute auf meinem Blog geteilt.

    Ich glaube, dass alles zu seiner Zeit kommt. Wenn dir das Zusammenkuscheln auf dem Sofa irgendwann zu sehr fehlt, wirst du ganz sicher eine super Alternative finden. 😉

    Liebe Grüße von
    Tanja

    • Hallo Tanja!

      Ich sehe das auch ganz entspannt. Es ist ja nichts in Stein gemeißelt und ich kann alles jederzeit wieder verändern. Diesmal leichter als vorher 🙂

      Vielen Dank fürs Teilen von meinem Beitrag! Inzwischen habe ich 3 Fortsetzungen geschrieben, die ich nach und nach veröffentlichen werde.

      lg
      Maria

  25. Pingback: Loslassen, was nicht mehr zu mir passt #2 | widerstandistzweckmaessig

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