Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3

Während der Fastenzeit habe ich an der Aktion „Autofasten“ teilgenommen. Bereits bei meinem Zwischenbericht war ich sehr begeistert von der Aktion.

Die bewusste Reduktion ist Ziel der Aktion und nicht die Abstinenz. Dies habe ich nach bestimmten Regeln gemacht, die ich selbst festgelegt habe.

Es war einfacher als gedacht

Die Umsetzung der Regeln ist mir viel leichter gefallen, als ich anfangs gedacht habe.

Dadurch habe ich nicht nur das Auto viel weniger verwendet, sondern bin deutlich mehr zu Fuß gegangen und habe zu keinem Zeitpunkt einen Verzicht empfunden.

Autofasten Logo

Mein größter Erfolg

Mittlerweile bin ich auch mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und siehe da – es hat sich in den letzten Jahren wirklich viel getan.

Die Wartezeiten sind deutlich kürzer geworden und ich war überrascht, wie schnell ich letztendlich wirklich im Zentrum der nächsten großen Stadt war.

Wenn ich rote Ampeln, kleine Staus und Parkplatzsuche sowie den Fußweg vom Parkplatz berücksichtige, bin ich zumindest gleich schnell mit den Öffis.

Das hat mich dann aber doch überrascht.

Ich mag Zug und Straßenbahn

Ich mag Zug und Straßenbahn

Ich will mehr

Weil mich das so begeistert hat, habe ich mir gleich einen 10er Block gekauft und werde in Zukunft öfters öffentlich fahren. Das habe ich mir fest vorgenommen und mittlerweile bereits mehrfach umgesetzt.

Die ganze Aktion war für mich ein voller Erfolg. Ich weiß zwar nicht, wie viele Kilometer ich eingespart habe, die Zahl ist mir aber auch gar nicht so wichtig.

Mein Ziel war, wieder mehr in Bewegung zu kommen, den öffentlichen Verkehr zu testen und praktikable Alternativen zum Auto zu finden.

ich gehe gerne zu Fuß

ich gehe gerne zu Fuß

Transport von Dingen

Es hat sich sogar mehr getan, als anfangs gedacht. Seit kurzem haben wir einen Fahrradanhänger zur Verfügung gestellt bekommen und können nun auch größere Dinge mit dem Fahrrad transportieren.

Die Lorbeeren heimse ich aber nicht für mich ein, denn Herr Widerstand fährt mit Fahrrad und Anhänger, wenn etwas zu transportieren ist. Bis jetzt haben wir dazu das Auto benutzt.

mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

Mein Fazit

Ich werde das Autofasten ganz sicher auch nach der Fastenzeit weiterführen. Ein gänzlicher Verzicht auf das Auto kommt jedoch derzeit für mich nicht in Frage. Das war aber auch gar nicht das Ziel der Aktion, es ging um das Fasten, also die bewusste Reduktion.

Das ist mir gelungen und die Motivation dazu möchte ich gerne in den Alltag mitnehmen. Bisher konnte ich das Projekt auch weiterhin sehr gut umsetzen, das gute Wetter hilft natürlich dabei.

Vor allem habe ich für mich entdeckt, dass es viel entspannender ist mit den Öffis unterwegs zu sein als mit einem Auto im Großstadtverkehr zu stecken. Das ist für mich wirklich eine gute Motivation.

Abschließend kann ich sagen, dass sich in den 40 Tagen deutlich mehr verändert hat, als ich erwartet hatte.

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33 Kommentare zu “Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3

  1. Ich nutze seit vielen Jahren den ÖPNV, habe allerdings das Glück, sehr nahe an einer Haltestelle zu wohnen und auch zu arbeiten, sodass die Wege von Tür zu Tür mit den Öffentlichen bei mir sogar schneller als mit dem Auto zu bewältigen sind. Auch wohnen wir sehr geschickt, was das Einkaufen anbelangt, wir benötigen dazu kein Auto. Sehr praktisch. Anfangs bin ich nur ins Büro und zurück gefahren, inzwischen brause ich durchs ganze Netz und am Wochenende machen wir ab und zu ganze Ausflüge mit den Öffentlichen und sind immer wieder aufs Neue begeistert, wie anders man seine Stadt und Umgebung wahrnimmt, wenn man auf Schienen anstelle auf der Autobahn unterwegs ist :-). Mein Mann kommt täglich mehr als fluchend nach Hause, weil die Verkehrssituation bei uns immer chaotischer und dramatischer wird. Es macht überhaupt keinen Spaß mehr, mit dem Auto unterwegs zu sein. Diejenigen, die müssen – es gibt trotz recht guter Anbindung immer noch Ecken, die einfach mit dem Auto viel schneller/praktischer zu erreichen sind -, die tun mir richtig leid.
    Weiter so, liebe Maria, und viele Grüße von Anni

    • Hallo Anni!

      Vielen Dank für Dein langes Kommentar!

      Ich finde das total super, dass Du das so konsequent umgesetzt hast.

      Leider ist bei mir insofern ein handycap, weil mich das Ticket doppelt so viel kostet, wenn ich die Haltestelle vor der Türe nutze. Ich muss ca. 10 Min mit dem Fahrrad fahren um in der nächsten Verkehrszone zu sein, wo es dann nur halb so viel kostet.

      Das erschwert mir den gänzlichen Umstieg doch deutlich. Aber im Sommer wenn es schön und warm ist, dann geht das schon.

      lg
      Maria

      • Liebe Maria,
        das stimmt natürlich – da soll der ÖPNV immer gefördert werden und die Preise sind dann oft sehr abschreckend… (sehr krass ist bei uns der Preis für den Schülertransport…). Für meinen Bedarf jedoch ist der ÖPNV günstiger als ein Auto, da ich das Auto ja nur für die Fahrt ins/vom Büro nutzen würde. Alles andere kann ich sehr bequem fast direkt vor der Haustüre erreichen. Und ich kann natürlich auch immer das Familienauto benutzen, zumindest wenn der „Herr Antetanni“ (das finde ich so nett, dass der Herr Widerstand von dir so schön Herr Widerstand genannt wird) zuhause ist. Es kam in den vergangenen fünf Jahren oder länger vielleicht zwei oder dreimal zu Engpässen, die dann aber mit etwas „geistiger Anstrengung“ und der entsprechenden „Akzeptanz des Umstandes“ gut zu lösen waren. Schlussendlich wäre da sogar ein Taxi noch günstiger gewesen als ein Auto auf Vorrat zu halten. Dennoch – ein Auto brauchen auch wir, ganz ohne ginge es nicht. Aber da habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, das passt schon so. Und ich finde, auch die Sommervariante hat ihren Reiz und ihre Berechtigung und ist doch immerhin besser als nichts. Deiner Gesundheit tust du obendrein etwas Gutes, das ist ohnehin das Wichtigste!
        Liebe Grüße und viel Sonnenschein sende ich dir
        Anni

      • Hallo Anni!

        Wenn ich länger in der Großstadt zu tun habe ist es mit den Öffis für mich auch billiger, weil ich dann keine Parkgebühr zu zahlen habe, die echt ordentlich teuer ist.

        Ein Familienauto reicht auf jeden Fall finde ich. Das kann man sich schon so einrichten. Wir haben seit ganz vielen Jahren „nur“ ein Auto.

        Herr Widerstand (das passt auch so gut, weil er wirklich ebenso viel Widerstandsgeist hat wie ich!) hat noch nicht einmal einen Führerschein. Meine Tochter weigert sich auch hartnäckig, sie findet es viel gemütlicher von jemand anderen gefahren zu werden. So kann man es nämlich auch sehen beim öffentlichen Verkehr!

        lg
        Maria

  2. Ich nutze mein Auto auch sehr bewußt. Das liegt unter anderem auch daran, dass meine Garage nicht gleich am Haus ist, sondern ich dahin einen 10minütigen Weg habe. Das verhindert das unüberlegte Fahren bei mir schon mal deutlich. Ansonsten nutze ich auch gern mal das Rad, am liebsten laufe ich. Die Öffentlichen sind hier nur tagsüber eine Alternative, abends geht das gar nicht. Wenn das anders wäre, hätte ich gar kein Auto, aber wenn ich mich mal mit einer Freundin treffe und wir mal abends raus gehen, bin ich froh, dass ich ein Auto habe und auch das Einkaufen ist dadurch leichter. Ein Taxi ist abends für mich auch keine Alternative, da habe ich schon „tolle“ Erfahrungen gemacht. Also eine gesunde Mischung aus allem Möglichen…..

    • Hallo Uta!

      Ja das kann ich mir gut vorstellen, wenn das Auto nicht vor der Türe ist, dass man es sich dann eher überlegt.

      Das mit dem Fahren in der Nacht ist hier auch. Ab ca. 22h geht kein Bus mehr und auch die Züge hören ca. Mitternacht auf. Und Taxis sind das totale Problem, da gibt es sonderbare Sondervereinbarung, dass gar nicht alle Taxis die Ortsgrenze passieren dürfen.

      Ich überlege mir für die Zukunft ein privates Carsharing. Da tüfftle ich noch.

      lg
      Maria

      • Das habe ich mir hier auch schon angesehen, aber hier ist es meist noch so, dass die Autos an bestimmten Orten abgestellt werde müssen und das hilft mir dann auch nicht weiter, gerade abends ist das nicht so toll, wenn der Abstellort der Hauptbahnhof ist

  3. Hallo Maria,

    ich kann mir für mich selbst gar nicht vorstellen, ein Auto zu besitzen. Das ist mir mit zu viel Zwängen verbunden. Allerdings ist mir auch bewusst, dass es in ländlichen Gegenden quasi unmöglich ist, ohne zu leben – besonders, wenn man 20km zur Arbeit hat. Und dann gibt es ja noch Winter…

    Aber deine Fastenaktion klingt wirklich ermutigend! 🙂 Allen Respekt!

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Ich bewundere meinerseits alle Menschen, die es geschafft haben sich ihr Leben wirklich ohne Auto einzurichten!

      Allerdings in der Großstadt möchte ich deshalb nicht leben, ich weiß die Vorteile des ländlichen Bereichs zu sehr zu schätzen.

      lg
      Maria

  4. In der Großstadt hat man natürlich einen besonderen Vorteil. Um so weniger kann ich es verstehen, wenn Leute immer noch mit dem Auto in die Stadt fahren. Wir gönnen uns zwar auch den Luxus, unser Auto nicht abzuschaffen, aber wir haben beide ein Jahresabonnement der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe). Das ist so unglaublich praktisch, dass wir es ständig nutzen. Es hat noch unglaublich viele Nebenvorteile (Übertragbarkeit, Anschlussticket, etc.).

    Die Fortbewegung ohne Stress, auch viel zu Fuß, wertet das Leben richtig auf. Man sieht und beobachtet so viel (wenn man kein Smartphone hat) 😉 und meine kleine Knipse ist immer dabei. Eine herrliche Entschleunigung im Gegensatz zum Autofahren.

    LG, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Ich musste heute aus verschiedenen Gründen doch wieder einmal mit dem Auto in die Stadt und habe es ganz heftig verflucht. Die letzten Mal war es so viel angenehmer mit den Öffis, das ist mir heute bei der Parkplatzsuche sehr deutlich bewusst geworden.

      Ich finde Du hast eine sehr gute Lösung für Dich gefunden!

      lg
      Maria

  5. Hallo Maria,

    ich „faste Auto“ seit dem letzten Jahr – weil ich mir ein monatliches Limit für die Bezinkosten gesetzt habe. Das wird einmal im Monat getankt. Und dann war´s das. Das funktioniert bisher – mit kleinen Ausnahmen – sehr gut. Die meisten Wege mache ich – auch den gesamten Winter über – mit dem Rad. Einiges zu Fuß. Für eine ehrenamtliche Tätigkeit bekomme ich zwar kein Geld, jedoch immer zwei Fahrscheine für den Nahverkehr. Die „spare“ ich mir dann für die Anlässe auf, wo ich sie wirklich gut brauchen kann (z.B. wenn es für`s Rad zu weit, zu kalt, zu nass, zu dunkel, zu spät usw. ist).

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

  6. Hallo Maria.
    Wenn ich ein oder zweimal im Monat mit dem Auto ist es wirklich viel.
    Mein Göga fährt damit zur Arbeit und da steht es dann meist 12 Stunden in der Tiefgarage.
    Oft ist unser Großer mit dabei, oderes wird ein Arbeitskollege mitgenommen.
    Ich fahre eigentlich immer mit den Öffentlichen, ein zweifelhaftes Vergnügen.
    Unpünktlich, Überfüllt und die Monatskarten liegen bei 85 Euro für das Stadtgebiet.

    Ich laufe unter der Woche etwa täglich 7 bis 8 Kilometer, ohne Sport.
    Einfach damit ich etwas Bewegung habe. Ich laufe bewusst Umwege.
    Und habe Spaß dabei.
    Letzte Woche hatte ich das Auto 4 Tage vor der Tür und habe es nur einmal für den Wochenendeinkauf genutzt.
    In einer Großstadt macht es aber auch keinen Spaß mit dem Auto unterwegs zusein.

    Liebe Grüße Andrea

    • Hallo Andrea!

      Das ist aber schön öd, wenn der öffentliche Verkehr so viel kostet und dann noch nicht einmal funktioniert!

      7-8 km täglich zu Fuß – Hut ab, das ist eine super Leistung! So viel schaffe ich nicht, aber derzeit habe ich auch nicht so viele Verpflichtungen.

      lg
      Maria

  7. Oh ja, in Graz hat sich in den letzten Jahren wirklich einiges getan. Da ich in Andritz wohne, muss ich die Öffentlichen natürlich öfters benutzen, als jemand der im Zentrum wohnt. Toll finde ich vor allem die vergünstigte Jahreskarte für Grazer. Das wird sicher einige zu einem Umstieg/vermehrter Nutzung der Öffis motivieren. Über den Preis lässt sich halt nach wie vor viel regeln.

    In der Stadt mit dem Auto zu fahren finde ich auch höchst unpraktisch. Noch dazu bin eine Frau die nicht einparken kann. Somit erübrigt sich die Frage Auto oder Bus oftmals von alleine.

    Die Aktion finde ich auf jeden Fall sehr sinnvoll und finds super, dass du da mitgemacht hast und deine Erfahrungen hier am Blog geteilt hast.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Leider falle ich nicht hinein in die Gruppe der Begünstigten, dieser Preis ist nämlich wirklich attraktiv. Die Jahreskarte zum Preis der Halbjahreskarte zu bekommen zahlt sich nämlich dann auch selbst dann aus, wenn man nicht täglich fährt.

      Freut mich sehr, dass Dir meine Beiträge zur Aktion „Autofasten“ gefallen haben.

      lg
      Maria

    • Hallo Christof!

      Ich habe Deine Entscheidung von Stunde 0 verfolgt am Blog, so mit Inserat etc.

      Ich glaube, es ist einfacher, wenn man freiberuflich arbeitet und keine fixe Anstellung hat. Dann kann man das leichter hinbekommen. Ist zumindest meine bisherige Erfahrung dazu.

      lg
      Maria

      • Kommt sicher auch auf den Job, auf die Lebensumstände und den eigenen Willen an. Feste Arbeitszeiten können recht hilfreich sein, den Tag ohne eigenes Auto zu organisieren, da man ja vorab Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften etc.organisieren kann.

        Viele liebe Grüße

        Christof

  8. Ein motivierender Beitrag – und natürlich mit Rad. So ein Anhänger ist ja eine superpraktische Sache. Bei mir wird alles in Körben und Taschen verstaut – mit Anhänger wäre ich vermutlich auch nicht flexibel genug, wenn die Kinder mal wieder ausbüxen oder sonstwas anstellen.
    Danke für´s Mitmachen bei meiner Fahrradlinksammlung.
    Liebe Grüße
    Christiane

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