fix it – Reparieren ist nachhaltig #8

Linkparty November 2015

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im November.

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im November

Ich habe leider schon sehr früh zu wachsen aufgehört und daher sind bei ganz vielen Kleidungsstücken die Ärmel bzw. die Hosenbeine zu lang.

In letzter Zeit habe ich bei einigen Teilen die Armlänge gekürzt und möchte heute zwei ganz einfache Möglichkeiten vorstellen.

Ärmel einfach abschneiden

Bei gerade geschnittenen Ärmeln ohne Manschetten ist die einfachste Möglichkeit natürlich die Ärmel auf die passende Länge samt Nahtzugabe abzuschneiden und einen neuen Saum zu nähen. Das habe ich bei diesem Jerseyblazer gemacht, den ich bereits in meinem Beitrag „typisch Frau nichts anzuziehen“ gezeigt habe.

Der Vollständigkeit halber hier noch einmal die Fotos.

Ärmel einfach abgeschnitten

Ärmel einfach abgeschnitten

Auch bei meiner Jeansjacke waren die Ärmel zu lang. An den Ärmeln waren zwar Manschetten dran, aber ich wollte mir nicht viel Arbeit antun und habe die Ärmel daher einfach abgeschnitten.

Der Schlitz von den Manschetten näht man zu und dann kann man wiederum einfach einen neuen Saum nähen.

nun passt die Armlänge auch für mich

nun passt die Armlänge auch für mich

Manschetten bzw. Armabschluss erhalten

Es gibt jedoch auch Teile, wo man den Armabschluss bzw. die Manschetten gerne erhalten möchte. Man kann natürlich kompliziert die Manschette abtrennen, den Arm abschneiden, einen neuen Schlitz nähen und dann die Manschette wieder annähen.

Da wird mir beim Schreiben schon schwindlig. Also habe ich eine ganz andere Methode entwickelt.

Armlaenge kuerzen Blazer

Du wendest den Arm nach innen (gearbeitet wird vorerst auf der linken Seite) und steckst am Oberarm oder in der Armbeuge die Hälfte der Breite ab, um die der Arm zu lang ist (Bild 2). Auf den Fotos siehst Du es wahrscheinlich besser, was ich meine.

Einmal rund herum nähen (Bild 3). Dann den überstehenden Stoff abschneiden und die Schnittkante mit ZickZackStich versäubern (Bild 4).

Den Ärmel wieder auf die rechte Seite wenden, umbügeln und einmal knapp und ein zweites Mal mit etwas Abstand abnähen (Bild 5). Das sieht dann ganz ähnlich aus, wie die bestehenden Ziernähte auf dem Blazer.

Auf den beiden unteren Fotos kannst Du erkennen, wie ich das meine und was ich gemacht habe. Am linken Bild sind die Originalnähte zu sehen und am rechten Bild der von mir gekürzte Ärmel.

sieht doch aus wie die Originalnaht

sieht doch aus wie die Originalnaht

Auch bei einer Bluse waren die Ärmel viel zu lang. Also habe ich die Blusenärmeln nach dem gleichen Schema gekürzt.

nun hat der Ärmel die richtige Länge

nun hat der Ärmel die richtige Länge

In dem Fall habe ich die Naht direkt in der Ellenbeuge gemacht. Durch den karierten Stoff wäre die Naht am Oberarm relativ auffällig geworden, da die Muster nicht mehr zusammen passen. In der Ellenbeuge schiebt sich der Stoff immer zusammen und es ist daher viel unauffälliger.

Armlaenge kuerzen Bluse

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du im November hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

Weiteres verlinkt zu EiNaB, Create in Austria, gkkreativ und Nähfrosch.

Advertisements

21 Kommentare zu “fix it – Reparieren ist nachhaltig #8

  1. Eine ganz tolle Methode zum Verkürzen hast du dir da ausgedacht. Ich habe das umgekehrte Problem: meine Arme sind zu lang. Da gäbe es dann die Lösung, sich Spitzenmanschetten zu häkeln oder so eine Art Pulswärmer, um das zu kaschieren.
    Liebe Sonntagsgrüße aus dem hochnebeligen Köln, Ingrid

      • Stimmt, lange Ärmel sind zu Hause unpraktisch. Andererseits sehen zu kurze bei mir komisch aus, weil ich dünne Arme habe. Ein einfacher Ausweg ist ein Armband, aber Klimperiges ist eigentlich nicht mein Ding. Und dann gibt es noch: einfach nicht so ‚eng sehen‘ 😉

      • Ich bin auch groß und bei mir sind auch die Ärmel oder Hosenbeine oft zu kurz. Aber eben weil ich das Problem schon immer hatte, habe ich eine Allergie auf 7/8 Hosen. 3/4-Ärmel bei Pullovern gehen gerade noch, aber bei den Hosen sieht 7/8 für mich immer nach Hochwasser aus und da habe ich immer das Gefühl, falsch angezogen rumzulaufen und fühle quasi schon die Blicke und Bemerkungen der Leute (so a la „kannste Dir nicht mal ne ordentliche Hose leisten?“). Ist natürlich Quatsch, aber als Teenie hab ich da wahrscheinlich zu viele fiese Bemerkungen abgekriegt.
        Aber zum Änderungsproblem: ich lasse Säume immer raus bis zum Gehtnichtmehr und arbeite oft mit falschen Säumen, damit ich nur so 4mm umklappen muss. Damit läßt sich dann schon einiges gewinnen. Ich gucke eigentlich immer neidisch auf die Tische voll von Kurzgrößen, während bei den Langgrößen exakt vier Hosen in meiner Größe auf dem Ständer hängen, wovon 3 entweder potthäßlich sind, zuviel Polyzeugs enthalten oder die falsche Farbe haben, oder alles zusammen. Die vierte probiere ich dann an und sie steht in der Taille eine halbe Meile ab…
        Das Problem führt dann wiederum dazu, daß ich die vorhandenen passenden Hosen repariere, bis es nicht mehr geht.

      • Hallo!

        Noch vor gar nicht allzu langer Zeit war es bei den Kurzgrößen auch so. Man musste ganz am Anfang der Saison schnell sein und hatte 3-4 Hosen zur Auswahl.

        Deshalb hatte ich bei Hosen auch noch nie ein Minimalismus-Problem. Ich war froh, 2-3 Hosen pro Saison in meinem Schrank zu haben. Hat auch sein Gutes, finde ich.

        Das mit den 7/8 Hosen ist aber auch bei kleinen Menschen ein Problem. Bei mir sind die 7/8-Hosen wirklich gerade einmal etwas bodenscheu. DAS sieht erst komisch aus, die müsste ich eigentlich auch noch kürzen.

        Finde ich super, dass Du eine gute Methode gefunden hast, die Hosen unauffällig zu verlängern, danke fürs Teilen!

        lg
        Maria

  2. Danke für deine ausführliche Beschreibung… Bei mir ist alles immer eher zu kurz… vemutlich mag ich deswegen 3/4 Ärmel so gerne… und Hosen gibt es ja zum Glück in unterschiedlichen Längen.

    • Hallo Birgit!

      Zum Glück gibt es auch Hosen in kurzen Größen. Die passen mir auch viel besser als die „normalen“ Hosen, auch wenn ich sie abschneide sind sie irgendwie nicht auf meine Figur passend geschnitten.

      3/4 Ärmel sind super – egal ob sonst alles zu kurz oder zu lagen ist 😉

      lg
      Maria

    • Ich habe auf diese Weise auch schon Hosen gekürzt. Da habe ich es noch „auffälliger“ gemacht und den Stoff auf der schönen Seite überlappen lassen und auch nicht angenäht.

      Das sieht dann aus, als wäre es eine Abzipp-Hose. Manche Hosen haben Reißverschluss oder Schlitz am Beinabschluss, den man nicht abschneiden kann oder möchte.

      So bin ich überhaupt drauf gekommen, diese Methode anzuwenden.

      lg
      Maria

  3. Da muss man erst mal drauf kommen. Ich hätte nie und nimmer an eine Kürzung weiter oben am Ärmel gedacht. Danke für den Tipp. Kann ich vielleicht mal brauchen.
    Liebe Grüße
    Gusta

  4. Pingback: (k)eine tödliche Jeanshose [this is not okay!] | widerstandistzweckmaessig

  5. Pingback: #EiNaB wieder beim Huhn: Wir feiern das mit einem Upcycling-Stuhl :-) | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  6. Pingback: Rückblick auf den #EiNaB-Oktober: Upcycling & Anleitungen | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  7. Pingback: R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen | widerstandistzweckmaessig

  8. Pingback: 3x repariert ist besser als weggeschmissen | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  9. Pingback: Monatscollage November 2015 | widerstandistzweckmaessig

  10. Pingback: fix it – Reparieren ist nachhaltig #10 | widerstandistzweckmaessig

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s