R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen

Seit über einem halben Jahr waschen wir das Geschirr mit der Hand ab. Im März ging der Geschirrspüler kaputt und wir haben beschlossen, aus ökologischen Gründen keinen neuen Geschirrspüler zu kaufen.

ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht

Es war eine sehr bewusste Entscheidung und wir gehen mit dem benötigten Wasser auch sehr bewusst um, worüber ich auch in meinem seinerzeitigen Beitrag geschrieben habe.

Trotzdem gab es darauf einige Kommentare worin kritisiert wurde, dass es ökologisch besser wäre, das Geschirr im Geschirrspüler zu reinigen. Verwiesen wurde mehrmals auf Studien im Internet, die besagen, dass das Spülen mit der Maschine weniger Wasser und weniger Strom verbraucht.

Nachforschend habe ich allerdings in dem Zusammenhang entdeckt, dass diese Studien von den namhaften Geschirrspüler-Herstellern finanziert wurden, was die Aussagekraft vielleicht dann doch ein wenig in Frage stellt. Abgesehen davon, dass die Herstellung des Geschirrspülers auch sehr ressourcenintensiv ist, was in diese Studien nicht einfließt.

Auf jeden Fall wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe daher meine schon seit vielen Jahren geführte Stromverbrauchsliste mit großem Interesse beobachtet.

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

ich weiß es jetzt ganz genau

Schon seit fast 10 Jahren führe ich eine monatliche Statistik über unseren Stromverbrauch, die Verbrauchsaufzeichnungen gehen sogar 15 Jahre zurück. Ich habe 2 Stromzähler, einen für den sogenannten Tagstrom und einen für den Nachtstrom.

Mit dem Nachtstrom wird ausschließlich der Heißwasserboiler betrieben, der in der Nacht aufheizt. Der gesamte restliche Stromverbrauch läuft über den Tagstrom.

Jedes Monat lese ich am 1. den Stromverbrauch beider Zähler ab, trage das in eine Tabelle ein und vergleiche es mit dem jeweiligen Monat im Vorjahr. Seitdem ich das mache konnte ich durch ergänzende Maßnahmen den Stromverbrauch um über 40% reduzieren.

Durch den laufenden Monatsvergleich mit dem Vorjahr kann ich plötzlich auftretende Probleme besser beurteilen und rasch in den Griff bekommen.

Dadurch kann ich nun direkt vergleichen, wie sich das Ableben des Geschirrspülers bzw. der Umstieg auf Handwäsche auf den Stromverbrauch auswirkt.

Besonders genau habe ich natürlich den Nachtstrom beobachtet, da ich wissen wollte, ob wir tatsächlich viel mehr Warmwasser verbrauchen als vorher. Von einer Reduktion des Tagstromverbrauchs bin ich sowieso ausgegangen. Spannend war für mich vor allem der Gesamtvergleich, ob sich der Verzicht auf den Geschirrspüler auch wirklich auszahlt.

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

das überraschende Ergebnis

Nicht erwartet hatte ich, was sich letztendlich herausgestellt hat. Der Verbrauch an Nachtstrom ist in diesem Jahr unverändert gleich geblieben und der verbrauchte Tagstrom hat sich deutlich reduziert (rd. 300 kWh).

Wie kann es das geben? Auf den ersten Blick konnte ich mir das nicht erklären, da sich andere Gewohnheiten nicht verändert haben.

Bei genauerem Hinschauen wurde mir jedoch die Ursache klar. Da wir einen 45 cm Geschirrspüler hatten, wurden die Töpfe und großen Auflaufformen meist mit der Hand abgewaschen. Im Geschirrspüler wurden hauptsächlich Gläser, Besteck und Teller gewaschen.

Ganz offensichtlich ist es effizienter mehr Geschirr mit der Hand abzuwaschen als einzelne Teile. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass wir für den Abwasch vom restlichen Geschirr kein zusätzliches Wasser verbraucht haben und uns dafür die Spülgänge mit dem Geschirrspüler erspart haben.

Bei näherem Hinblicken hat mich das gar nicht mehr überrascht, auch wenn ich wirklich nicht damit gerechnet hatte.

Fazit

Ich bin total zufrieden mit unserer Entscheidung. Das Abwaschen mit der Hand ist nicht so viel Mehraufwand und wir verbrauchen weniger Strom und gleich viel Wasser wie vorher. Ein neuer Geschirrspüler musste nicht angeschafft werden.

Also war das aus ökologischer Sicht eine ganz und gar sinnvolle Maßnahme.

nun bin ich wieder zufrieden

nun bin ich wieder zufrieden

räumliche Lösung

Am Anfang hat mich sehr gestört, dass das Geschirr nun länger im Weg herum steht. Wir waschen meist nur 1 x pro Tag ab, auch das ist ökologisch durchaus sinnvoll.

Nachdem klar war, dass die Situation bleiben wird, wurde der Geschirrspüler ausgebaut und durch ein Regal, das durch meine letzten Entrümpelungsaktionen im ehemaligen Zimmer meiner Tochter leer wurde, ersetzt.

Das Regal musste nur ein klein wenig adaptiert werden, um in das Loch zu passen, das der Geschirrspüler hinterlassen hat. Insbesondere die Höhe und Tiefe des letzten Brettes wurde genau an die Abschlussleiste der Küchenzeile angepasst. Auf dem oberen Bild ist das vielleicht zu sehen.

Nun stellen wir das schmutzige Geschirr in dieses Regal hinein und es stört nicht mehr auf der Arbeitsfläche.

Alles in allem für mich eine perfekte widerstandistzweckmaessig Aktion!

ich liebe mein neues Regal in der Küche

ich liebe mein neues Regal in der Küche



Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog verrücktes Huhn durchgeführt.

Banner fix itfix it – reparieren ist nachhaltig

Natürlich darf dieser Beitrag auch bei meiner Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ nicht fehlen.


Weiters verlinkt zu Create in Austria, Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Upcyclinglinkparty und happyrecycling

Das könnte Dich auch interessieren:

R.I.P – ich werde dich vermissen
Der Geschirrspüler – Feind des Minimalismus
selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Spültüchern
Müll reduzieren in der Küche Teil 1. – Spültuch und Spülschwamm
Müll reduzieren im Haushalt Teil 4. – Geschirr spülen und putzen

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Advertisements

72 Kommentare zu “R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen

  1. Hallo,

    danke für den Gedankenanstoß zum Geschirrspüler. Unserer ist schon recht alt und wir bereiten uns gedanklich darauf vor, dass er bald das Leben aushaucht. Daher schauen wir schon hie und da, was es auf dem Markt so gibt.

    Durch den Newsletter bin ich nun angeregt, mal wieder mehr mit der Hand abzuwaschen und zu sehen, wie sich das im Alltag so macht (mit drei Kindern).

    Noch eine Bemerkung zum Schluss: es gibt keine kW/h.
    Kilowatt sind eine Leistung (wie PS beim Auto, der Spritverbrauch sind dannn auch nicht PS pro Stunde), wird diese über mehrere Stunden erbracht (oder verbraucht), dann wird die Leistung mit den Stunden multipliziert, was eine Energiemenge mit der Einheit Kilowattstunden (oder kWh) ergibt.

    Z.B. Geschirrspüler mit 2 kW Heizleistung im Monat 4 Stunden lang im (Heiz-)Betrieb -> 8 kWh. Oder mit 4 kW Heizleistung sind die 8 kWh schon nach 2 Stunden verbraucht.

    Die leichte Verwechselbarkeit von kW und kWh ist leider sehr unglücklich, ich halte es aber für sehr wichtig, die Einheiten sauber zu verwenden um ein gutes Gespür für den persönlichen Energieverbrauch zu bekommen.
    Aber auch viele Menschen, die beruflich mit Energie zu tun haben, vermischen das leider oft.

    Danke für den tollen Blog, den ich erst seit Kurzem kenne, der mein Leben aber sehr bereichert!

    LG,
    Thomas

    • Hallo Thomas!

      Vielen Dank für die Rückmeldung.

      Mit der Erklärung wegen kW und kWh gebe ich Dir grundsätzlich recht.

      Trotzdem ist es so, dass der Verbrauch pro Jahr in kWh angegeben ist und der Vergleich daher ein Minus an kWh ergeben hat. So steht es zumindest auf der Rechnung vom E-Werk.

      Das widerspricht auch nicht Deiner Erklärung, wollte ich nur ergänzen.

      Freut mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt und dass ich Dich anregen konnte, das Geschirr auch einmal mit der Hand abzuwaschen.

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,

        ein „Minus an kWh“ ist auf jeden Fall toll, Gratulation dazu!

        Manche nennen eingesparte Kilowattstunden auch „Negawattstunden“ (in Anlehnung an Megawattstunden), anderen ist das zu verwechslungsanfällig zu politisch Unkorrektem. Anyway, ich mag’s.
        Das billigste Kraftwerk ist aber auf jeden Fall ein Negawatt-Kraftwerk, das sich aus all den eingesparten Kilowattstunden und damit Euros zusammensetzt.

        LG,
        Thomas

  2. Hallo Maria,
    wir spülen auch viel mit der Hand und da das auch nur 1x am Tag. Das reicht mir vollkommen. Unser Geschirrspühler läuft auch nicht so oft, da ich ihn immer randvoll machen möchte. Aber dass das so ein Stromfresser ist hätte ich nicht gedacht.
    Es lohnt sich wirklich mal eine Bestandsaufnahme zu machen und zu sehen, was unnötig ist.
    Dein wiederverwendetes Regal gefällt mir super. Eine klasse Idee dort das dreckige Geschirr zu sammeln.
    Liebe Grüße
    Gusta

    • Hallo Gusta!

      Ja! In Prozent ausgedrückt konnte der Stromverbrauch durch diese Maßnahme noch einmal um über 10% reduziert werden 🙂

      Aber natürlich ist doch etwas mehr Zeitaufwand damit verbunden.

      Das ist aber Einstellungssache, man kann die Zeit auch gut dazu nützen, um ein bisschen nachzudenken über dies und das.

      Freut mich sehr, dass Dir meine Regallösung gefällt!

      lg
      Maria

  3. Bei uns gibt es keinen Nachtstrom mehr, und mein heisses Wasser läuft über die Gasheizung. Ich nehme hin und wieder den Wasserkocher zum handsplülen, aber so richtig optimal ist das auch nicht. Auch ich versuche Stom zusparen wo ich kann, das mit dem Stromzähler ablesen finde ich gut. Werde ich auch machen.
    LG Marion

  4. Hallo Maria!
    Ein sehr guter Beitrag! Ich bin 61 Jahre und hatte noch nie in meinem Leben einen Geschirrspüler – und habe ihn auch noch nie vermisst!
    Ich freue mich immer auf deine Beiträge! Sehr interessant!!!
    Liebe Grüße
    Rosa

    • Hallo Rosa!

      Wie schön, dass Du Dich gemeldet hast, ich freue mich sehr darüber!

      Bis ich in diese Wohnung gezogen bin hatte ich auch keinen Geschirrspüler, die Küche war jedoch bereits inkl. Geschirrspüler eingerichtet. So habe ich mich daran gewöhnt.

      Aber ich kenne viele, die keinen haben und auch keinen wollen.

      Freut mich sehr, dass Dir mein Blog so gut gefällt!

      lg
      Maria

  5. wir haben in unserer wohnung keinen geschirrspüler. ich finds sehr mühsam, jede woche (wir machen das abwechseln, einmal pro woche) einen riesen berg an geschirr zu spülen. da braucht man dann schon 2-3x spülwasser. in einer kleinen küche ist ein geschirrspülberg echt nervig und einschränkend. aaaber wenn ich dann daran denke, wieviel der geschirrspüler verbrauchen würde….das müsste ich auch mal testen irgendwann.

  6. Hallo Maria – wirklich toll dass Du das mit dem Handspülen durchgehalten hast! Ich hatte es auch mal probiert, habe dann aber vor dem extra Zeitaufwand kapituliert. Aber Dein Blog ist Anstoß, es wieder zu versuchen. Noch mehr Energie kannst man beim Spülen auch sparen, indem Du mit nicht mit heißem sondern nur mit kaltem Wasser spülst, wenn das Geschirr nicht stark mit Fett verschmutzt ist. Das wird meiner Erfahrung nach genauso sauber. Lg Martin

    • Hallo Martin!

      Ich habe da eine eigene Methode entwickelt, ich nehme extrem wenig Wasser und spüle warm direkt in das Abwaschwasser.

      Dadurch verbrauche ich sehr wenig Wasser und es bleibt warm.

      Wenn man jedoch 2 Spülbecken nutzt, dann ist das sicher eine gute Lösung mit kaltem Wasser zu spülen, danke für den Tipp!

      lg
      Maria

  7. Wir haben auch seit längerem keine Spülmaschine mehr. Mir ging es auch einfach schlichtweg auf den Keks, dass die Spülmaschinen immer nach einigen Jahren hinüber waren. Sie halten einfach auch nicht mehr so gut. Wir hatten in 10 Jahren 3 Spülmaschinen(!) und die sind immer noch repariert worden. So etwas muss man ja auch noch einkalkulieren. Ich geh doch nicht arbeiten, um so einen Unsinn zu finanzieren. Von Hand spülen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten. Aber ich habe – als die Spülmaschine noch da war – mal auf die Uhr gesehen. Ein- und ausräumen, manche Teile vorspülen (!), dann doch noch ein paar Teile per Hand -> das hat letztlich genauso lange gedauert,wie wenn ich eben kurz alles per Hand spüle. Und die sog. Stromsparprogramme haben nahezu genauso viel Strom verbraucht, wie die Standardprogramme der Spülmaschine. Sowas ist wirklich reine Konsumverblödung.

    • Hallo Gabi!

      Mir kommt auch vor, dass der Zeitaufwand jetzt nicht riesig auseinander liegt.

      Ich bin vor 22 Jahren in die Wohnung gezogen, da gab es einen Geschirrspüler, der ca. 8 Jahre lang funktionierte, nach einer Reparatur weitere 2-3 Jahre. Danach habe ich einen neuen gekauft, der nach ca. 5 Jahren einen Defekt hatte, nach einer Reparatur hat er noch einmal 5-6 Jahre gehalten.

      Nun war es eben aus. Ich hätte wieder einige hundert Euro investieren müssen, das war neben dem Umweltaspekt auch ein Grund.

      Nachdem ich aber auch Strom spare, spare ich nun damit doppelt 🙂

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

      • Tja und so lange halten die meisten Spülmaschinen inzwischen nicht mehr. Dann muss man schon ein ziemlich teures Teil kaufen. Da der Zeitaspekt es letztlich auch nicht ist (ich habe wirklich eine zeitlang immer genau auf die Uhr geschaut), ist das doch eine super Sache ohne so ein Spülmaschinen-Dingsbums.

  8. Ui. Hm. Wie „gut“, daß wir grad einen neuen gekauft haben – so schließe ich jetzt mal ganz schnell diesen Kommentar ab und vergesse diesen Beitrag, um schön faul bleiben zu können…. denn ich LIEBE unseren Geschirrspüler (der der strom- und wasersparendste in seinem segment ist, immerhin) und hatte bisher immer ein gutes Umweltgewissen, ihn betreffend *seufz*

  9. Hallo Maria,
    das war mal wieder ein interessanter Beitrag von dir. Wer sonst macht solche Langzeitstudien und widerlegt die von den Herstellern gesponserten Studien? Das hört man ja oft, dass es effizienter ist mit derr Spülmaschine. Aber dann sollte man vermutlich nicht alles ausspülen vorher. Im Moment läuft unsere Spüli noch und bei mehrerern Personen im Haushalt spart man schon eine Menge Zeit damit. Aber vielleicht sollte ich auch mal anfangen, den Stromverbrauch zu erfassen. Das wäre schon von Vorteil.
    Viele Grüsse,
    Marlene

    • Hallo Marlene!

      Wichtiger Punkte – das betonen die Studien auch immer, NICHT vorspülen, alles gleich so rein tun.

      Sonst sind da ganz andere Ergebnisse und genau das wurde ja auch hier sichtbar.

      Aber wer gibt schon total schmutziges Geschirr in den Geschirrspüler, der danach mit den Speiseresten total verstopft wird? Außerdem braucht man dann ein viel stärkeres Spülmittel, was auch nicht gerade super ist. Abgesehen von den Rückständen am Geschirr!

      Noch ein Vorteil, auf den ich noch gar nicht eingangen bin – die Gläser werden mit der Zeit total milchig durch das Spülen mit der Maschine, Muster gehen verloren und Geschirr mit Goldrand sollte man auch nicht mit der Maschine spülen.

      Mit der Hand wird daher auch das Geschirr weniger abgenützt, muss weniger oft ersetzt werden und das ist auch noch ein ökologischer Aspekt.

      lg
      Maria

  10. Hallo Maria,
    ich stehe auch gerade vor der Entscheidung, ob ich mir einen neuen Geschirrspüler kaufe oder nicht.
    Mein Alter hat immerhin 19 Jahre gehalten und sowas werde ich wohl nicht wiederfinden. Natürlich hat er sicher deutlich mehr verbraucht als es ein Neuer tun würde, aber ich probiere es jetzt auch erstmal ohne.
    Zudem finde ich auch die Preise für Maschinengeschirrspülmittel recht hoch und die Inhaltsstoffe fragwürdig.
    In Bezug auf den Verbrauch vergleiche ich jetzt auch mal die Strom- und Wasserkasten vorher-nachher.
    Vielen Dank für deine vielen guten Tipps und viele Grüsse, Kiki

    • Hallo Kiki!

      Ich habe ja auch das Handspülen erst einmal als Versuch gestartet. Man kann sich ja auch jederzeit wieder umentscheiden!

      Bei uns war aber nach relativ kurzer Zeit klar, dass wir dabei bleiben wollen und daher wurde ausgebaut und umgebaut, womit ich wirklich sehr zufrieden bin, auch wenn es optisch nicht top ist.

      Aber meine ganze Küche ist nicht mehr top, sie ist immerhin bereits 25 Jahre alt und darf ein wenig mitgenommen sein finde ich.

      Viel Erfolg bei Deinem Versuch!

      lg
      Maria

  11. Hallo Maria,
    super, dass es auch bei dir ohne Spülmaschine so gut läuft. Ich bin ja schon im 3. oder 4. Jahr und es war die beste Entscheidung. Mich hat einfach das Einräumen so gestört, der Geruch, der Geschmack von dem Reinigungsmittel. Von Hand geht es schneller für mich alleine und es ist meditativ. Das Zeitgleiche gefällt mir. Warum soll ich tagelang Geschirr sammeln um es viel später erst zu spülen? So hab ich nur noch sehr wenig Geschirr, auch das konnte ich reduzieren. In der Küche sind alle Abläufe einfacher geworden. Kein Lärm. Nach 12 Jahren war die Bosch nämlich laut und die Gläser und Tassen waren nass. Viel zu umständlich.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Hallo Tanja!

      Wenn man alleine ist, dann ist es noch einmal ganz was anderes. Dann würde man ganz viel Geschirr brauchen, damit das überhaupt funktionieren kann mit dem Geschirrspüler. War bei mir ja auch schon teilweise so, dass ich mehr gebraucht habe als in Wirklichkeit nötig wäre.

      (darüber habe ich seinerzeit geschrieben)

      Ich werde sicher demnächst einmal Geschirr aussortieren, das habe ich mir schon vor längerer Zeit vorgenommen.

      lg
      Maria

  12. Hallo,
    schöner Beitrag. Ich bin fast 50, habe 2 Kinder groß gezogen und hatte noch nie einen Geschirrspüler… Habe auch nur selten einen vermisst, grade, wenn mal Besuch da ist und der Berg etwas größer – dann wäre er gut.
    Allerdings denke ich auch (ohne es jemals gemessen zu haben), dass die Zeitersparnis sehr gering ist. Einräumen, vielleicht noch vorspülen (dann warten bis das „Gerumpel“, das ich nicht in der Küche haben möchte, aufgehört hat) und dann ausräumen…
    Ich bzw. wir spülen nach jeder Mahlzeit, weil ich es nicht leiden kann, wenn schmutziges Geschirr rumsteht. Die Speisereste trocknen an und im Sommer werden Insekten angelockt! (Wir wohnen nicht in der Stadt.)
    Ein weiterer Grund, warum ich nie scharf auf einen Geschirrspüler war, ist, dass ich gründerzeitliches, handbemaltes Geschirr (ca. 1880) von meinen Urgroßeltern verwende, dessen Muster nach wenigen Spülgängen weg wäre.
    Außerdem ist doch abwaschen, wenn man es als Familienaktion wertet, auch eine soziale, kommunikative Angelegenheit! 😉

    Herzliche Grüße von Kathrin aus der Oberlausitz

    • Hallo Kathrin!

      Vielen lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, ich habe mich sehr gefreut darüber!

      Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an, ich finde ja, dass die zusätzliche Abnutzung von Geschirr und Gläsern im Geschirrspüler total unterschätzt wird.

      Ich hatte ein Häferl mit Aufschrift und schon nach kurzer Zeit war diese kaum noch zu lesen.

      Auch bei einem Glas ist der gesamte Aufdruck schnell weg gewesen und vor allem dass die Gläser so hässlich werden, finde ich furchtbar. Alle haben so weiße Ränder und Flecken, die nicht mehr weg gehen.

      Finde ich super, dass Du damit immer so gut zurecht gekommen bist.

      Bei unserer Familie war es üblich, dass nach dem Festessen alle Gäste gemeinsam abgewaschen haben. So hat die Hausfrau nicht so viel Arbeit und es ist tatsächlich eine sehr kommunikative Sache.

      lg
      Maria

  13. ich hoffe jetzt einfach mal, dass unsere spülmaschine niemals kaputt geht, damit ich so etwas nicht entscheiden muss 😛
    ihr könntet ja vor das regal noch einen stoffvorhang montieren, falls euch das offen stehende dreckige geschirr stört (mich würde es stören ^^)

  14. Wir haben eine, aber ich könnte sehr gut ohne leben 😉 Mein Mann spült immer und er tut es gerne. Der ist mein Geschirrspüler. Den ‚echten‘ benutzen wir gar nicht so oft. Das Geschirr von zwei Personen ist schnell per Hand gespült.
    Du hast eine tolle Rechnung aufgemacht, die nicht zu widerlegen ist. Super!! Auch bei uns ist es so, dass Töpfe, Holzbretter, Messer IMMER mit der Hand gespült werden. Also kann man die paar anderen Teile noch mit spülen.
    Und ob diese Chemikalien so gut sind, die man da benutzt? (Natürlich nicht.)
    Liebe Grüße,
    Ingrid

  15. Hallo Maria,
    unsere Geschirrspülmaschinengeschichte ist wie bei Euch: sie gab ihren Geist auf und wir haben keine neue angeschafft, die Lücke wurde mit einem (damals Fehlkauf-)Schubladenelement gefüllt, die untere (=größte) ist jetzt das “ schmutziges Geschirr Auffang- und Sammellager“. Wir mussten auch immer viele Teile extra „behandeln“ und dachten, die paar Restteile könnte man auch per Hand spülen….und unser Haushalt ist jetzt auf zwei geschrumpft, was der Spülerei auch gut tut 😉
    Besuch ist immer fassungslos, weil wir keine Maschine haben und trotzdem viele Gäste einladen…aber meist läuft nebenher eine kleine Spülparty, wo viele liebe helfende Hände sich „ausprobieren“…..und schön quatschen können.
    Liebe Grüße,
    Bettina

    • Hallo Bettina!

      Das ist ja lustig! Da bin ich mit meinen Ideen ja gar nicht alleine. Danke für Dein ausführliches Kommentar!

      Ich finde auch, dass es eine ganz gesellige Sache ist nach einem großen Essen gemeinsam zu spülen. Gerade wenn man üppig gegessen hat, dann tut ein bisschen Bewegung richtig gut.

      lg
      Maria

  16. Du weißt ja, ich bin in meiner bzw. unserer aktuellen Lebenssituation eine große Befürworterin des Geschirrspülers. Ich liebe unseren! Und das ist für unser Leben im Moment einfach auch passend. Wer weiß, vielleicht kommen auch mal wieder andere Zeiten… Aber deine Disziplin beim Aufschreiben des Stromverbrauchs, die finde ich – wieder einmal – klasse. Das wollte ich schon lange selbst mal bei uns tun, weil ich das Gefühl habe, dass wir irre viel Strom verbrauchen, der ja nicht nur produziert werden muss, sondern der auch viel Geld kostet. Nun denn, noch ist die Zeit nicht gekommen, täglich eine Liste zu führen, aber ich nehme diesen Beitrag als Anregung, das Thema nicht auf die lange Bank (ähhh, Liste) zu schieben. Danke für deinen Gedankenanstoß dazu, fröhliches Handspülen und herzlichste Grüße wie immer ♥ Anni

    • Hallo Anni!

      Ich schreibe den Zählerstand 1 x pro Monat auf. Das ist gar nicht so viel Aufwand. Ich habe mir eine Exceltabelle gebastelt, da wird eingetragen.

      Im Jah 2006 hatte ich einen unglaublich hohen Stromverbrauch, das hat mich damals dazu veranlasst. Seither habe ich wirklich viel einsparen können, die Menge hat sich fast halbiert.

      lg
      Maria

      • Das klingt gut. Ich habe es auf dem Schirm, mir eine solche Liste zu basteln. Ich habe mir als Start den 1.1. gesetzt (weil ich vor dem Advent und Weihnachten einfach noch so viele andere Pläne habe und ich will mich nicht unnötig unter Druck setzen) und dann schau’n wir mal. Ich lasse es dich wissen, was sich daraus ergeben hat.
        Nochmals danke für den Gedankenanstoß ♥ Anni

  17. Hallo Maria,

    als ich die ersten Worte des Beitrags las, dachte ich auch sofort, dass die Maschine doch beim Wassersparen hilft. Aber ich bin überrascht. Auch dass Du herausfinden kontest, von wem die Studien bezahlt wurden. Glückwunsch! Bei mir stellt sich die Frage nach einer Maschine nicht, aber in einer anderen Küche hätte ich sicher daran gedacht. Jetzt bleib ich beim Handspülen!

    Meinen Strom erfasse ich seit ca 10 Monaten kostenlos bei econitor. Daher weiß ich noch nicht, ob es das Angebot in 15 Jahren!! noch gibt 😉 aber die graphische Darstellung (und Vgl. mit dem Durchschnittsverbrauch) finde ich persönlich ganz gut.

  18. Liebe Maria!
    Unser Geschirrspüler ist seit ca. 1-2 Monaten hinüber. Seither wird von Hand gespült und ich muss sagen, obwohl wir ein 8-Personenhaushalt sind, ist es nicht so großer Aufwand wie erwartet.
    Meist erledige ich den Abwasch abends und eines der größeren Kids trocknet ab. Irgendwie gefällt mir diese Zeit mittlerweile sogar, da ich die Gespräche mit ihnen genieße. Und der Platz in der Küche ist sehr willkommen, da sowieso immer Platzmangel herrscht.
    Bei mir kommt ein Regal für Kartoffeln, Zwiebeln etc. hin.
    Lg Sandy

    • Hallo Sandy!

      Bei so einer großen Familie das Geschirr mit der Hand abzuspülen fasziniert mich schon. Sehr beeindruckend!

      Den Platz für Gemüse zu nutzen ist eine gute Idee, ich hatte ursprünglich auch vor, ein „Vorratsregal“ zu machen, leider wird nun nur noch schmutziges Geschirr „bevorratet“.

      lg
      Maria

  19. Hallo Maria,
    ich kann Deine Entscheidung sehr gut nachvollziehen – und dank des Regals stört das benutzte Geschirr auch nicht.
    Das Aufschreiben des monatlichen Zählerstandes (Strom und Wasser) machen wir auch – haben schon so manchen „Stromfresser“ durch Unregelmäßigkeiten entlarvt… ;-). LG Birthe

    • Hallo Birthe!

      Ich bin überrascht, dass es doch so viele gibt, die sich regelmäßig den Stromverbrauch ansehen.

      Sinnvoll ist es auf jeden Fall, so wie Du schreibst, wenn ein Gerät plötzlich einen Defekt hat, kann man das viel schneller erkennen.

      lg
      Maria

  20. Wir spülen in unserem Zweimannhaushalt mittlerweile auch per Hand, weil die Spülmaschine nicht mehr richtig funktioniert. Der Geruch war auch zum abgewöhnen, und ich habe mich nur noch über das Ding geärgert. Also habe ich mich wie du im Internet informiert und bin über diese Bonner Studie gestolpert.

    Also, ich weiß ja nicht, wie andere das machen, vielleicht finden mich viele eklig. Den Frühstücksteller verwende ich für das Mittagsbrot nochmal. Kaffeetasse und Glas werden den ganzen Tag benutzt. Dh pro Person fallen am Tag ein kleiner Teller mit Messer, ein großer Teller mit Messer und Gabel, ein Glas und eine Tasse an. Dann halt noch Töpfe, Schneidebretter und was man zum Kochen so braucht. Holzteile spüle ich sofort ab. Wir spülen alle 1 – 2 Tage mit 7l Wasser im Becken. Vorher habe ich in der Spülmaschine auch nur Teller, Besteck, Gläser und Tassen gespült, den Rest mit der Hand – also zusätzlich. Was ich an Wasser und Strom für die Spülmaschine verbraucht habe, fällt also komplett weg und dürfte damit weniger sein. Leider habe ich keinen Vergleich. Da wir jetzt umziehen, werde ich das Jahr nicht vergleichen können. Was ich aber auf jeden Fall spare: einen neue Spülmaschine, Ekel und Nerven, wenn das Teil nicht funktioniert.

    Ich habe seitdem auch schon einige Dinge aussortiert. Man braucht einfach mehr Teller und Tassen, um die Maschine voll zu kriegen, damit das Laufenlassen auch lohnt. Und per Hand habe ich doch viel mehr Kontrolle über den Verbrauch als mit der Maschine! Die 7l pro Spülgang habe ich ja auch vorher schon für Töpfe und Pfannen gebraucht. Damit wird der Rest halt jetzt mitgespült. Und wenn mans „richtig“ macht, braucht man das Wasser auch nicht zu wechseln. Habe in einem Forum gelesen, dass sich jemand vor den Essensresten im Spülwasser geekelt hat und deshalb häufiger das Wasser wechselt. Die fliegen schließlich auch durch die Maschine und bleiben im ungünstigsten Fall auch noch kleben.

    Wir sind zufrieden und werden keine Spülmaschine mehr kaufen. Als nächstes wird der Wäschetrockner eliminiert, weil ich im neuen Zuhause endlich wieder Wäsche aufhängen kann!

    • Hallo Yvonne!

      Ganz klar geht man anders mit dem Geschirr um, wenn man mit der Hand spült. Das ist nicht zu unterschätzen.

      Gerade heute habe ich mit jemandem diskutiert, der Energie- und Wasserverbrauch bei der Herstellung einer Geschirrspülmaschine ist wirklich nicht zu unterschätzen.

      Das sind Aspekte, die in diese Vergleichsstudien nicht einfließen und daher die Sache total verfälschen.,

      Finde ich super, dass Du nun auch den Wäschetrockner weg geben wirst!

      lg
      Maria

      • Wir haben uns für den Wäschetrockner entschieden, weil die Wohnung mit Öl beheizt wird (können wir leider nicht beeinflussen), aber der Strom ist aus echten erneuerbaren Energien.
        Wenn wir im Winter die Wäsche nämlich in der Wohnung lufttrocknen, müssen wir viel öfter lüften und anschließend immer wieder nachheizen. Das vergessen leider viele, wenn es da um die Energiebilanz geht. Im Sommer trocknet die Wäsche natürlich draußen.

        Liebe Grüße,
        Henriette

      • Hallo Henriette!

        Das mit dem Trocknen der Wäsche in den Innenräumen ist sicher sehr abhängig von der persönlichen Wohnsituation.

        Wir haben z.B. extrem trockene Luft, da bin ich froh, wenn ich ab und zu die Wäsche trocknen „darf“.

        Deine Überlegungen bezüglich Öl vs. Ökostrom sind sehr interessant!

        lg
        Maria

  21. Hallo Maria,
    da ich es genauso wie Du handhabe (keine bis kaum noch Maschinen) hat sich der Stromverbrauch um 55% reduziert. Die Zeit ist trotzdem gleich geblieben – ist alles nur eine Sache der Organisierung und Koordinierung :-D.
    Zugleich bin ich hier noch über die aus Deinem Beitrag resultierenden Reaktionen begeistert – bitte alle weiter so – DAS nenne ich Bereicherung. Danke.
    Viele Grüße

    • Hallo Tatjana!

      Den Stromverbrauch um 55% zu reduzieren finde ich unglaublich beeindruckend!

      Da bin ich noch sehr weit entfernt. Ins Gewicht fällt, dass wir 2 Laptops haben. Der von Herrn Widerstand läuft fast den ganzen Tag und meiner leider auch sehr viel.

      Die Küche ist bei mir sicher auch ein großer Stromfresser, ich verwende das Backrohr sehr häufig (mehrmals die Woche) und koche 2-3 x täglich warm.

      Sollte wohl noch einmal genauer hinsehen, da geht doch noch mehr. Hut ab!

      lg
      Maria

  22. Das sind ja sehr interessante Messergebnisse! Vielen Dank fürs Teilen!

    Ich bin inzwischen bei allen Statistiken und Umfragen misstrauisch.

    Sicher kommt es auch auf das Gerät an und wie man es benutzt, ob man damit Energie und Wasser sparen kann. Wir haben eins, das am Verschmutzungsgrad des Spülwassers erkennt, ob es das Programm verkürzen kann.

    Bis auf wenige Dinge lassen wir alles vom GS waschen und sind als Familie damit zufrieden. Ich spüle nur Bratpfannen vor. Dazu benutze ich die Restwärme von Pfanne und Herdplatte: Essen aus der Pfanne raus, etwas kaltes Wasser* und 1 Tropfen Spüli rein, mit der Bürste bearbeiten, ausgießen, wieder kaltes Wasser* und 1 Tropfen Spüli rein, Pfanne auf die Herdplatte stellen, mit der Bürste durch, ausgießen. Wenn die Pfanne dann schon sauber ist, kommt sie natürlich nicht in den GS.
    (*das sind nur ca. 100ml oder so)
    [Hab ich von meinem Mann gelernt.]

    Wenn ich (z.B. im Urlaub) nur kleine Mengen abzuwaschen habe, stelle ich eine Plastikschüssel ins Spülbecken und spüle das Geschirr darin ab. So spare ich Wasser und Energie. [Hab ich vom Ex gelernt.]

    Liebe Grüße,
    Henriette

  23. Liebe Maria, danke für Deinen so ausführlich dokumentierten Artikel! Ich finde es spannend mitzuerleben, wie du nach und nach alle Bereiche Deines Lebens optimierst und auf das Notwendigste reduzierst. Wir haben einen Geschirrspüler, in den kommen aber sowieso nur die Teller, Gläser, Häferl und Besteck hinein. Alle Töpfe, Kochmesser, Kochlöffel und sonstiges Kochzubehör waschen wir mit der Hand. Ich habe einfach das Gefühl, die Töpfe werden im Geschirrspüler nicht richtig sauber. Trotzdem ist der Geschirrspüler (wir sind zu viert) jeden zweiten Tag voll. Ich glaube, so lange der Geschirrspülter noch funktioniert, werden wir ihn auch behalten. Obwohl ich schon weiß, dass es auch ohne gehen könnte. Bei den Kindersegelwochen im Segelclub waschen wir auch täglich Geschirr und Besteck für ca. 25 Personen mit der Hand ab. Das geht eigentlich schneller als gedacht, und den kommunikativen Aspekt kann ich nur bestätigen! In einem anderen verwandten Artikel schreibst du, dass du weniger Geschirr und Besteck haben musst, wenn du mit der Hand spülst. Also Geschirr und Besteck wegzugeben würde uns sehr schwer fallen, was aber eher daran liegt, dass wir gerne viele Gäste einladen! Wie machst du das, wenn Besuch kommt? lg, Gabi

    • Hallo Gabi!

      Bei uns war das ganz ähnlich, als wir noch den Geschirrspüler hatten. Wir haben auch Auflaufformen und Töpfe mit der Hand gewaschen und nur Gläser, Teller und Besteck im Spüli.

      Interessanterweise haben wir scheinbar für die wenigen Teile Handwäsche damals in etwas gleich viel Wasser verbraucht wie jetzt für alles. Es ist also einfach effizienter mehr auf einmal mit der Hand abzuwaschen. Zumindest war das bei uns so.

      Bezüglich Gästen – ich habe leider nicht viel Platz für Gäste, viel mehr als 8 Personen bringe ich nicht unter. Für so viele Menschen habe ich genug Geschirr. Es wird halt auch ein wenig „zusammen gestöpselt“.

      lg
      Maria

  24. Uns setzte die Spülmaschine vor Jahren mal die Küche unter Wasser, seitdem ist sie weg und nachdem ich – ähnlich wie du – erst gar nicht dachte, dass es ohne sie gehen würde, sah ich das abspülen sehr schnell wieder als sehr meditativ an *lach* 😀

  25. Pingback: Monatscollage November 2015 | widerstandistzweckmaessig

  26. Pingback: Laternen, veganes Leder, Plastikmüll: Rückblick auf die Linkparade #EiNaB im November | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  27. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Spültücher | widerstandistzweckmaessig

  28. Pingback: Achtsam durch den Tag [Woche 1-4] | widerstandistzweckmaessig

  29. Hallo Maria,
    Ich spüle auch seit Jahren von Hand, alleinerziehend mit drei Kindern. Ein kurzes Intermezzo mit Maschine in der Mietwohnung wurde von allen nicht als Gewinn wahrgenommen. Mittlerweile sind wir zu zweit.
    Eine Anzeige von IKEA ließ mich letztens folgende Rechnung aufmachen. Die dort beworbene Maschine wurde mit 16l pro Spülgang angegeben. Da ich nichts bessres zu tun hatte, habe ich so ein bisschen vor mich hingerechnet. Der Einfachheit halber habe ich die Zahlen sehr verallgemeinert und auf meine Situation angepasst.
    Ich spüle in 2 Tagen 3mal, brauche jedes Mal 8 Liter Wasser. Das macht 24 Liter in zwei Tagen, mal 183 (Schaltjahr) 4392 Liter Wasser. Ein Kubikmeter Wasser kostet grob 6 Euro, macht rund 26 €.
    Besagte Spülmaschine brauchte 16 Liter, sagen wir mal, alle zwei Tage sollte man das Teil laufen lassen, da es sonst stinkt. Das macht einen Wasserverbrauch von knapp 3 Kubikmetern Wasser, was uns nach obiger Angabe 18€ kostet. ich spare also durch den Gebrauch einer Maschine glatt 8€ pro Jahr. Ich behaupte jetzt mal, dass eine Maschine um die 500€ kostet, diese sich also in 62 Jahren amortisiert hat, immer gesetzt den Fall, der Wasserpreis bleibt stabil.
    Ich habe Folgendes aus der Rechnung herausgelassen:
    – den Wasserverbrauch, der aus der Herstellung des Gerätes resultiert,
    – die Umweltbelastung durch agressive Reiniger,
    – den Stromverbrauch
    – das Wasser, was man zum Vorspülen verwendet,
    – die Entsorgung des Geräts,
    – die Ausbeutung von Metallen,
    – Reparaturen an der Maschine (meine Spülschüsseln sind schon recht betagt und scheinen keinen Monteur zu brauchen)
    Diese Liste ließe sich noch fortführen, aber ich denke, das ist nicht notwendig.
    Wer ungern spült, kann sich jederzeit eine Maschine kaufen, er soll sich nur nicht vormachen, dass er etwas für die Umwelt tut, zudem Wasser nicht verschwindet, sondern aufbereitet wird. Das sollte bei 4 Kubik Spüliwasser einfacher sein, als bei 3 Kubik Calgonitwasser.
    Das Erhitzen des Wassers kostet übrigens immer die gleiche Menge Energie, gemeinhin kann man das in Kalorien ausdrücken, egal, ob ich ein Teelicht drunterstelle oder die Induktionsplatte es ausbrütet, der Zeitaufwand und Wärmeverlust ist allerdings ein anderer.
    Mein Spülwasser macht allerdings der Holzherd warm, nebenher und ohne Zusatzenergie.
    Sorry für den langen Kommentar

    • Hallo Gaby!

      Danke schön für Dein wirklich tolles Kommentar, da gibt es nix sorry, ganz im Gegenteil – ich finde es großartig, wie Du das ausrechnest und hier darlegst! Vielen herzlichen Dank, ich freue ich sehr über Deinen vielen guten Argumente.

      Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag!

      lg
      Maria

  30. Pingback: Wer hat an der Uhr gedreht? | widerstandistzweckmaessig

  31. Hallo Maria
    Die Idee mit dem Regal an der Stelle wo der Geschirrspüler war ist echt interessant.
    Unserer hat vor knapp drei Wochen das zeitliche gesegnet 😦
    Allerdings bin ich, obwohl wir regalmangel in der Küche haben, froh, dass der neue schon bestellt ist. Mit drei kleinen Kindern ist man abends froh, sich anderen Dingen widmen zu können, als geschirr spülen. Man kommt ja tagsüber schon zu nichts 😉

    Aber ich kann deine Beobachtung bestätigen, dass man eigentlich nicht mehr Wasser verbraucht. Es ist erstaunlich wieviel Geschirr man mit einen halben Waschbecken voll Wasser abspülen kann.

    • Hallo Cornelia!

      Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Mittlerweile habe ich einige Mal schon darüber nachgedacht, dass ein neuer Spüli auch nicht zu verachten wäre.

      Aber dann denke ich mir immer, so viel ist es auch wieder nicht, das ist nur die Bequemlichkeit. Wir sind allerdings nur zu zweit, das ist schon was anderes als mit 3 kleinen Kindern!

      lg
      Maria

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s