selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher [I did it again]

Seit rund einem Jahr verwende ich nun waschbare Toilettentücher, die ich selbst genäht habe. Die ausführliche Anleitung dafür ist in meinem Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher“ zu finden.

Nach rund einem halben Jahr Gebrauch habe ich auch über meine Langzeiterfahrungen geschrieben.

Nach wie vor bin ich voll zufrieden damit und möchte sie nicht mehr vermissen. Sogar in meinem Urlaub waren sie mit dabei.

alles neu macht der Jänner

Das neue Jahr brachte nicht nur neue Abwaschtücher für mich, sondern auch neue waschbare Toilettentücher.

Meinen ersten Versuch habe ich mit einem uralten gebrauchten Flanell-Nachthemd gestartet, von dem der Stoff bereits zum Zeitpunkt des Nähens eher steif und verbraucht war. Nach rund einem Jahr Verwendung sind die Toilettentücher nun sehr dünn geworden und fühlen sich auch nicht mehr so gut an wie anfangs.

Also habe ich mir gedacht, dass der Jahresbeginn ein guter Zeitpunkt ist um neue Toilettentücher zu nähen.

aus Erfahrung wird man klug

Diesmal habe ich ein altes Flanell-Leintuch verwendet. Das war gleich in mehrfacher Hinsicht eine gute Idee.

Das Zuschneiden ging deutlich schneller, da ich einfach 5 Streifen zu 20 cm abgerissen habe. Danach war die Hälfte von Leintuch verbraucht und den Rest davon werde ich wahrscheinlich erst in zwei Jahren vernähen.

Die Streifen habe ich gebügelt und danach in 6 Teile zerschnitten, sodass ich insgesamt 6 Tücher mit je 20 cm x 24 cm erhalten habe.

das ging wirkich schnell

das ging wirkich schnell

Nun musste ich nur noch die Tücher doppelt zusammen legen, kurz drüber bügeln und mit dem Zick-Zack-Stich umnähen. Innerhalb von einer Stunde hatte ich meine 30 neuen waschbaren Toilettentücher fertig.

und schon sind sie fertig

und schon sind sie fertig

Ich habe ja so eine Freude damit! Sie sind etwas dicker und deutlich kuscheliger als bisher. Außerdem freut sich nun auch mein Auge, da sie alle gleich groß und so schön bunt sind. Wobei sich über die Schönheit vom Muster natürlich streiten ließe, ich stehe aber voll auf Retro!

Aufbewahrung

Aufbewahrt werden die Tücher wie bisher in den beiden Töpfen direkt am WC. Das hat sich sehr bewährt und somit habe ich keine Veranlassung, daran etwas zu verändern.

meine beiden WC-Tuch-Töpfe

meine beiden WC-Tuch-Töpfe

Aufbewahren der gebrauchten Tücher und Waschen

Weil die Frage wirklich extrem oft gekommen ist, möchte ich hier noch einmal darauf eingehen. Die gebrauchten Tücher werfe ich einfach in einen kleinen Korb, der im selben Raum wie die übrige Schmutzwäsche steht. Sie sind ja nicht nass sondern nur ganz wenig feucht und werden daher ganz schnell wieder trocken.

Gewaschen werden sie gemeinsam mit der normalen Buntwäsche. Ich würde ja auch nicht meine Slips extra waschen oder dafür besondere Hygienemaßnahmen ergreifen.

Nach wie vor verwende ich sie jedoch ausschließlich für das „kleine Geschäft“. Der Verbrauch an WC-Papier ist dadurch wirklich sehr deutlich gesunken und gleichzeitig mein Komfort gestiegen. Die Tücher sind viel angenehmer und weicher als das gekaufte WC-Papier.

Wasserverbrauch

Auch auf diesen Punkt möchte ich noch einmal extra eingehen, weil immer wieder einmal eingeworfen wurde, dass die waschbaren Toilettentücher aus ökologischer Sicht gar keinen Vorteil bringen würden, weil sie ja gewaschen werden müssen und dadurch ja dann mehr Wasser verbraucht wird.

Im Internet habe ich die Information gefunden, dass für eine einzige Seite Papier rund 10 l Wasser bei der Herstellung verbraucht werden. Viel mehr muss dazu nicht gesagt werden finde ich.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.

Weiters verlinkt zu Create in Austria, Upcyclinglinkparty, RUMS, happyrecycling, Lieblingsstücke, praktisch. plastikfrei. leben, HoT, ANL und Nähfrosch

Toilettentuecher collage 20163


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55 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher [I did it again]

  1. Also ich benutze die selbst gemachten Toilettentücher jetzt ein halbes Jahr und bin auch sehr zufrieden. Danke für diesen tollen Tip!
    Bei mir im Bad steht eine kleine Oscartonne mit Deckel mit Wäschesack, da tue ich meine gebrauchten Tücher rein. Gewaschen werden sie bei mir mit der 60 Grad Wäsche.

  2. Ein interessanter Beitrag, darüber habe ich wirklich noch nie nachgedacht! Gefällt mir sehr die Idee! Und die Tücher sind cool, ich stehe auf Retro und das Muster spricht mich ebenfalls an :-). Ich gehe jetzt mal den Langzeitbericht lesen …
    LG
    Frau H.

  3. Guten Morgen liebe Maria,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Beim Lesen des ersten Beitrags konnte ich mir das noch nicht so recht vorstellen, aber dieses Mal ist mir das Thema schon näher. Und da ich von einer Freundin auch ein weiches Flanellleintuch geschenkt bekommen habe, werde ich sie doch mal testen, Deine waschbaren Toilettentücher. Gestört hat auch mich die Plastikverpackung, für die es keine Alternative gibt. Und natürllich auch die grosse Menge an Papier, die für diese Einmalnutzung anfällt.
    Auch nutze ich seit einiger Zeit konsequent die Toilette im Keller, so muss ich das Regenwasser nicht die Treppe hoch tragen. Sauberes Trinkwasser zum Toiletten spülen zu verwenden, das tut mir weh. Ausserdem ist Treppensteigen sehr gesund, so sagt man. So kann ich die Tücher dort ungestört und in Ruhe testen.
    Und damit es nicht wieder in Vergessenheit gerät, werd ich es heut noch umsetzen. Diese Weichheit, das kann ich mehr schon sehr gut vorstellen.
    lg Monika
    PS. Steter Tropfen höhlt den Stein……Danke für Deinen Blog und die super Beiträge.

    • Hallo Monika!

      Vielen herzlichen Dank für Dein langes und ausführliches Kommentar!

      Ich freue mich sehr, dass – so wie Du es schreibst – mit der Zeit ein langsame Annäherung stattgefunden hat.

      Das ist genau das, was ichgenerell zu Veränderungen sage – langsam, einmal im Kleinen anfangen, vieles ergibt sich mit der Zeit.

      Viel Spaß beim Nähen!

      lg
      Maria

  4. Ich finde deine Ideen toll, aber ich glaube, in einem Haushalt mit Mann und drei Teenagern bin ich einfach noch nicht so weit… 😀
    Darum durchstöber ich lieber alles und fange so nach und nach im Kleinen an… z.B. bei waschbarem Küchenrollenersatz etc. Und an Stellen, wo die komsumorientierte 19jährige es gar nicht mitbekommt… 😉

    Liebe Grüße,
    Kati

    • Hallo Kati!

      Ich finde Du machst das genau richtig. Der eigenen Weg sollte auch zum Umfeld passen und gerade die eigenen Kinder will man nicht vor den Kopf stoßen.

      Vieles kann man im Kleinen machen und so verändert sich im Laufe der Zeit ganz viel, ohne dass man sich von Anfang an überfordert.

      Auch bei mir hat sich eines nach dem anderen ergeben. Wenn mir jemand vor 3 Jahren gesagt hätte, wie ich heute lebe, hätte ich das selbst nicht für möglich gehalten.

      Zu keiner Zeit war ich überfordert mit den Veränderungen, weil ich einfach eines nach dem anderen gemacht habe, wie es sich gerade von selbst ergeben hat.

      lg
      Maria

  5. Hallo Maria,

    ich habe meinen Toilettenpapierkonsum mit solchen Tüchern ebenfalls erheblich reduziert. Bei mir landen die einmal benutzten Tücher direkt nach Nutzung in der ohnehin offen stehenden Waschmaschine, sodass diese bei der nächsten Füllung quasi automatisch mitgewaschen werden …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

  6. Ich finde es prima, dass du das Thema wieder aufgreifst! Beim 1. Mal habe ich interessiert gelesen. Der Langzeitbericht hat mich zum Machen veranlasst und inzwischen variiere ich selbst: mir reicht die einlagige Version. Das Stoffstückchen sieht zwar nicht so hübsch aus wie die gedoppelte, verstürzte Version, die Saugkraft reicht jedoch einfach bestens und trocknen geht noch schneller. Inzwischen verwende ich auch keine Feuchttücher mehr, da mir beim Besuch der Kläranlage ihre Problematik erklärt wurde. Diese Waschlappen werden jedoch ausgewaschen und auf die Heizung gelegt, was mich gar nicht stört, denn das habe ich schon bei meinen 3 Kindern so gehandhabt und bin es auch von klein auf so gewohnt. Wenn ich das aufschreibe, klingt es fast ein bisschen eklig, das liegt wohl am Zeitgeist. Heutzutage wird (mehrmals täglich, hab ich mir sagen lassen) geduscht, ich wurde noch so erzogen, dass man nicht ungewaschen ins Bett geht, wobei wir uns da tatsächlich am Becken gewaschen haben (und die Lappen am Heizkörper getrocknet wurden).
    Du hast bei mir mit deinen Berichten gute Arbeit geleistet, Danke und bleib dran!
    glg Petra

    • Hallo Petra!

      Voriges Jahr habe ich einen etwas dickeren Baumwollstoff bekommen, aus dem habe ich Slipeinlagen und aus den Resten auch gleich noch 6 Toilettentücher genäht.

      Den Stoff habe ich dabei auch nur einfach genommen, es hängt immer von der Stoffqualität ab.

      Ich freue mich sehr über Dein Rückmeldung!

      lg
      Maria

  7. Ich fand deinen ursprünglichen Bericht damals auch schon gut, daran hatte ich nämlich wirklich noch nicht gedacht gehabt, und wie du schon schreibst nacheinander, da ich ja schon meine Haushaltsmittel umgestellt habe, werde ich es im kleinen sicher auch mal testen, vorallem, da ich sehr oft pisseln muss.
    Danke nochmal für den Denkanstoss.
    Lieben Gruß,
    Petra

    • Hallo Petra!

      Sehr gerne! Ich habe vor gut 2 Jahren auch schon mal einen kleinen Test gemacht. Was mir gefällt: man kann ja wirklich alles einmal ausprobieren und es auch wieder bleiben lassen, wenn es doch nichts für einen ist!

      lg
      Maria

  8. Flanell finde ich auch total angenehm auf der Haut. Das ist wieder mal ein geniales upcycling.
    So bunt macht es gleich noch mehr „spass“ 🙂
    Liebe Grüße
    Gusta

  9. Flannellstoff klingt ja schon mal sehr weich und angenehm. Momentan ist unser Papierverbrauch leider wieder etwas angestiegen, da werd ich wieder zurückrudern müssen.

    Der Stoff ist toll. Mir gefällt er auch 😉

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Danke schön! Ja ist auch wirklich sehr weich und angenehm. Ich bin sehr zufrieden.

      Luxus pur 🙂 Weißt Du, das ist es nämlich auch, ich empfinde das nicht als Verzicht sondern als Luxus, weil es für mich wirklich die bessere Möglichkeit ist!

      lg
      Maria

      • Das ist schön. Nur wenn man so empfindet tut man sich mit der Umstellung leicht. Verzicht ist in unserer Gesellschaft sehr negativ besetzt….
        LG, Daniela

    • Hallo!

      Ja schon, es gibt so Bürsten mit Holzstiel und Naturborsten dran.

      Gib mal in die Suchmaschine „WC-Bürste Holz“ ein. Nicht alle, die da zu sehen sind, aber einige sind so wie ich das meine.

      Z.B. von shop.buersten-besen-ohg die WC – Bürste Holz/Union oder der Waschbär-Versand hat auch eine solche Bürste im Sortiment. Ich bilde mir ein, dass ich auch in den Baumärkten solche gesehen habe.

      lg
      Maria

  10. Du hast völlig Recht: Ob man einen Slip in die Wäsche steckt oder ein Läppchen – wo ist das der Unterschied?! Und 60 Grad reicht hygienisch völlig aus.

    Was immer wieder erstaunt und was ich mir selbst immer sagen muss: wir sind alle von der Herstellungskette so weit entfernt, so weit entfremdet, dass wir uns meist gar nicht klar machen, wieviel Energie Herstellung und Transport verbrauchen. Das gilt für alles.

    LG, Ingrid

  11. Ich habe schon die anderen Berichte über deine Toilettentücher gelesen und habe mir damals schon gedacht, dass ich sowas auch haben möchte. Allerdings habe ich weder flauschige Stoffreste, noch kann ich nähen. Großes Defizit im ZeroWaste-Leben!
    Die Tücher würde ich wahrscheinlich einfach in einem Wetbag sammeln, sowas haben wir dank Stoffwindeln sowieso hier.

    • Hallo Miss Green!

      Ja, wenn man ein bisschen handwerklich geschickt ist, dann kann man etwas einfacher Alternativen finden.

      Meinen ersten Versuch beim Toilettenpapier habe ich mit Waschlappen gemacht, das wäre vielleicht auch für Dich eine Alternative. Mir waren sie zu kratzig, das mag aber auch daran gelegen haben, dass meine schon SEHR alt waren.

      Danke für Deinen Kommentar!

      lg
      Maria

  12. So toll!! Mal sehen, wann ich mich dazu „durchringen“ kann… Eigentlich wär es ja so einfach, gell? Schließlich nehm ich für die kleine auch einfach Tücher, warum nicht mit unserem Pipi genauso verfahren. Gerade jetzt in der Schwangerschaft bin gefühlt halbstündlich auf dem Klo und denke mir jedesmal, waaaahnsinn was man da an Papier verbraucht. Hach, jetzt hab ich da wieder nen Punkt auf meiner Liste. Danke für den Anstoß!

  13. Ich habe jetzt deine beiden Beiträge mit großem Interesse gelesen. Und ganz sicher wird sich dieses Thema in meinem Kopf „verhaken“. Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich noch nicht soweit bin, das auch für mich und meine Familie in die Praxis umzusetzen.
    Ich könnte mir aber vorstellen, Kosmetiktücher zum abendlichen Abschminken für mich zu nähen. Das wäre ja schon mal ein Anfang.
    Danke für deinen Anstoß!

    LG, Kirstin

    • Hallo Kirstin!

      Danke schön für Dein Kommentar, ich freue mich, dass Du zu meinem Blog gefunden hast!

      Ich habe die Veränderungen in meinem Leben auch nicht mit waschbaren Toilettentüchern begonnen. Da gibt es sicher viele andere Dinge, die man verändern kann um den Müll zu reduzieren, ohne sofort an seine Grenzen zu kommen.

      Wenn mir das jemand vor 5 Jahren gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt und nicht möglicherweise noch nicht einmal darüber nachgedacht.

      Waschbare Kosmetiktücher sind doch eine prima Sache um einmal einen Schritt zu setzen. Man kann auch in der Küche die Küchenrolle durch Tücher ersetzen oder waschbare Servietten zum Essen verwenden.

      Wenn man sich nicht selbst überfordern will, dann ist es gut, wenn man es ganz langsam angeht mit den Umstellungen im Leben.

      Das habe zumindest ich als sehr positiv und nachhaltig erlebt.

      lg
      Maria

  14. Hallo Maria,
    jetzt hab ich mir dich zum Vorbild genommen 🙂
    Neulich wollte ich noch Waschlappen kaufen für den baldigen Nachwuchs. Wir besitzen so etwas nicht und da wir noch Gutscheine hatten, gingen wir zielstrebig in ein paar Läden, wo es quasi von allem etwas gibt, auch Badezimme und Waschutensilien. Ewig lang haben wir gesucht, aber (zum Glück) keine Waschlappen gefunden!
    Dann fiel mir ein, dass wir zu Hause sowieso einge alte Handtücher haben, die dafür herhalten können. Und so hab ich aus einem Handtuch zehn kleine Waschflecken genäht. Hat erstens Spaß gemacht und zweitens hat so das ungebrauchte Handtuch wieder einen Verwendungszweck gefunden!!
    Danke für deine tollen Tipps!
    LG Carina

    • Hallo Carina!

      Genau das finde ich so schön, wenn man etwas braucht und dazu etwas, was ungenutzt herumliegt, verwenden kann, indem man es adaptiert. Super! Freut mich total, dass mein Beitrag dazu den Anstoß gegeben hat!

      lg
      Maria

  15. Pingback: Monatscollage Jänner 2016 | widerstandistzweckmaessig

  16. Hallo Maria,
    ich wage nun auch das Experiment. Eigentlich eine logische Fortsetzung nach dem Umstieg auf Menstruationstasse und Stoffbinden / Slipeinlagen (die ich aber eher selten benutze).
    Ich habe bei meinen Eltern noch unbenutzte, alte Flannell-Bettücher entdeckt (vermutlich noch Aussteuer meiner Mutter…) und habe mir gleich eins mitgenommen. Eben habe ich meine ersten 12 Tücher genäht. Die Hälfte einfach, die andere Hälfte doppelt gelegt. Beide aber aus 15×20 cm Stoff, also etwa 2 Blatt Klopapier (die einfachen sind einmal gefaltet also so gross und so dick wie die doppelten). Ich habe eine geerbte Nähmaschine, aber Null Näherfahrung. Für die Toilettentücher war das aber kein Problem, ist ja nicht schlimm wenn die Nähte nicht 100% gerade sind! 😉
    Jetzt muss ich erstmal herausfinden, ob ich damit klar komme, und wenn ja, welches Format mir lieber ist und sich besser waschen lässt. Die einfachen, grösseren sind schneller trocken, aber spontan sind mir die kleineren doppelten symphatischer. In ein, zwei Wochen kann ich dann sicher schon sagen ob und wie das restliche Tuch verarbeitet wird!

    • Hallo Sabrina!

      Ich finde Deine Herangehensweise super. Es ist immer gut etwas einfach auszuprobieren und dann erst zu entscheiden, wie man es weiter machen will.

      Beim ersten Mal habe ich ja einfach Stoffreste verarbeitet und alle waren unterschiedlich groß. Mittlerweile weiß ich, dass ich das so nicht mehr mag und habe mit meinen neuen Tücher aus dem Leintuch wirklich viel Freude.

      Ich komme mit der Größe sehr gut zurecht, sie sind fertig dann 12 x 20 cm geworden.

      Ein paar habe ich auch einfach, aber das war ein dickerer Stoff. Wenn er zu dünn ist, dann werden die Finger feucht, das mag ich nicht.

      Ich würde mich sehr über ein weiteres Kommentar freuen, wie es Dir damit geht!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,

        ich habe meine Toilettentücher zwar erst seit 2 Wochen im Einsatz, kann bisher aber eine positive Bilanz ziehen!

        Im Gebrauch finde ich die Tücher extrem angenehm. Der Flannel-Stoff ist nicht nur schön weich, sondern putzt auch besser als das normale Klopapier. Vor allem wenn ich unterwegs normales Klopapier nehme fällt der Unterschied gleich auf, mit den Toilettentüchern fühle ich mich richtig trocken, mit Klopapier habe ich das Gefühl eine gewisse Restfeuchte bleibt! Wenn meine Verdauung normal funktioniert (was meistens der Fall ist) kann ich sie sogar fürs grosse Geschäft verwenden, da es praktisch nichts abzuwischen gibt… jetzt bin ich gespannt wie ich während meiner Menstruation damit klar komme. Da ich aber eine Menstruationstasse nutze wird das nur beim Leeren der Tasse eine Rolle spielen. Mal sehen ob ich da dann normales Toilettenpapier nehme oder auch meine Tücher.

        Bisher mag ich die doppelten Tücher lieber. Die falte ich noch einmal und es ist perfekt für mich. Die einfachen Tücher falte ich halt doppelt, geht auch. Aber wenn ich neue Tücher nähe werden es wohl nur doppellagige!

        Die ersten Tage war es schwierig, das Tuch nicht wie gewohnt ins Klo fallen zu lassen, das hat sich mitlerweile aber eingespielt. Was mir noch nicht so gelingt ist bei der Wasserspülung automatisch die Sparfunktion zu nutzen. Nach dem kleinen Geschäft ist es ohne Papier ja nicht nötig die volle Wassermenge zu spülen! Ich sehe hier ein grosses Einspar-Potential beim persönlichen Wasserverbrauch!

        In der Waschmaschine stören die Tücher nicht, sie fallen wirklich nicht ins Gewicht. Wohl aber auf dem Wäscheständer, wo sie doch sehr viel Platz wegnehmen, selbst wenn ich sie nur an einer Ecke aufhänge. Bisher hat das aber immer irgendwie funktioniert.

        Ich werde also erstmal bei den Toilettentüchern bleiben. Die Vorteile überwiegen für mich ganz eindeutig!

        LG Sabrina

      • Hallo Sabrina!

        Ich danke Dir sehr herzlich für Deinen ausführlichen Bericht über Deinen Test der waschbaren Toilettentücher.

        Deine Beobachtungen decken sich zur Gänze mit meinen Erfahrungen, insbesondere fällt mir das auch immer bei der Arbeit unangenehm auf, wenn ich WC-Papier verwende.

        Kleiner Tipp – nachdem die Tücher sehr dünn sind, kann man auch 2 gleichzeitig aufhängen – eines vor und eines hinter der Stange mit einer Klammer gemeinsam befestigt, dann brauchen sie weniger Platz.

        lg
        Maria

  17. Hallo Maria!
    Danke nochmal für deine hier geschriebene Info zum Mythos Wasserverbrauch. Das selbe Argument hört man ja häufig auch bei Stofftaschentüchern. Aber die paar kleinen Taschentücher (oder Toilettentücher) reißen es da nicht raus im Vergleich zum Wasserverbrauch bei der Papierherstellung…!
    LG, Marlene

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  19. Liebe Maria,

    ich hab mir bei Deinem ersten Beitrag schon so meine Gedanken zu dem Thema gemacht und bin noch nicht sicher, ob ich mir so etwas vorstellen könnte.
    Aber ich wollte mal einwerfen, dass der Vergleich mit der Papierproduktion und dem Wasserverbrauch etwas hinkt. Bei dem Baumwollproduktion wird ein erheblich größerer Anteil an Wasser benötigt und das in Regionen mit äußerst geringen Niederschlägen. Hingegen verbraucht das Wachstum von Holz einen deutlcih geringeren Anteil.
    Das Konzept geht also aus ökologischer Sicht nur auf, wenn man zum einen recycled und zum anderen dauerhaft dabei beliebt. Aber das tust Du ja anscheinend. Wenn man aber neue Stoffe dafür kaufen würde wär es nicht wirklich ökologisch.

    LG Mareike

    • Hallo Mareike!

      Ich gebe Dir 100%ig recht, natürlich muss man die Sache mit der Produktion von Baumwollstoffen berücksichtigen.

      Das habe ich – wie Du auch selbst schreibst – deshalb nicht gemacht, weil ich alte, teilweise sogar bereits kaputte, Stoffe verwendet habe.

      Das Leintuch für diese Toilettentücher ist vermutlich aus den 50er oder 60er Jahren und natürlich kein Spannleintuch. Kein Mensch verwendet das mehr, weil das einfach nicht mehr modern ist.

      In dem Fall habe ich dann kein schlechtes Gewissen, diesen Posten nicht in die Ökobilanz aufzunehmen.

      Ich würde aber sowieso nicht empfehlen für dieses Projekt neue Stoffe zu verwenden.

      Alle Stoffe sind chemisch behandelt und abgesehen davon, dass sie nicht so gut saugen schrecken mich diese Chemikalien auch ab.

      Alte Stoffe sind zig Mal gewaschen, da ist alles draußen, was jemals drinnen war und sie saugen wie die Weltmeister, weil die Fasern schon so aufgeraut sind.

      Ich freue mich sehr über Dein Kommentar, weil ich auch sehe, dass Du Dir so viele Gedanken zusätzlich noch gemacht hast. Eine ganz tolle Ergänzung zu meinem Beitrag!

      lg
      Maria

  20. Hallo Maria,

    die Toilettentücher sind mittlerweile seit mehreren Wochen im Einsatz und ich bin sehr zufrieden.
    Bei mir musste ein alter Biberbettbezug dran glauben. ich hatte zwei, jeweils ohne Kissen. Aus dem zweiten wurde also ein Kissen unter Beibehaltung der alten Knopfleiste, ein ganzer Schwung Toilettentücher (einen normalen Kissenbezug hatte ich schon vorher verarbeitet) und eine ziemliche Menge Faltbinden.
    Die Tücher habe ich ein wenig länger gemacht, da ich sie bei der Benutzung gerne drittele und dann auch einmal umklappen kann. Getrocknet werden sie neben der Waschmaschine und beimnächsten Mal wird das alte Tüchlein gleich in die Maschine geschubst, das neue an diese Stelle gehängt. ich wasche sie immer mit der gerade anfallenden Wäsche, egal welche Temperatur gerade dran ist. Kompliziertere Unterwäsche mit Spitzengedöns käme ja auch nicht in die Kochwäsche. Ich kann bestätigen, nichts riecht.
    Die Binden kann ich nur unterstützend nutzen, Tampons brauche ich noch immer, aber wenigstens die Binden, die ich immer noch zusätzlich gebraucht habe, kann ich jetzt weglassen. Ehemals auftretende Ausschläge sind verschwunden.

    Danke für diese Idee

    Gaby

    • Hallo Gaby!

      Ich freue mich sehr über Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht!

      Ganz besonders aber freut mich, dass Du mit Deiner tollen Upcycling-Aktion nicht nur für die Umwelt sondern insbesondere auch für Dich selbst gemacht hast. Was für ein angenehmer Nebeneffekt, dass Dein Hautprobleme durch das Weglassen von „chemieverseuchten“ Einwegprodukten verschwunden sind! Ich freue mich sehr für Dich!

      Nochmals recht herzlichen Dank für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

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