Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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102 Kommentare zu “Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

  1. da muss ich gestehen, dass ich beutel-tee liebe 🙂 er ist meistens viel hübscher verpackt und praktischer. da muss ich in zukunft echt einschränken.
    ganz schlimm find ich die beutel die aus einem nicht-kompostierbaren material bestehen, also heftklammern dran sind oder der beutel aus einem plastikgemisch besteht.

  2. Hallo Maria!

    Eine schöne Einführung in den Teekonsum hast du uns hier gegeben! Vieles war mir bereits bekannt, doch ich habe wieder einmal auch sehr wertvolle Anregungen mitnehmen können. Danke dir! 🙂

    Ich kaufe auch nur losen Tee, ohne Aroma und bio. Natürlich auch aus Müllvermeidungsgründen. Doch hinzu kommt, dass ich aromatisierten Tee gar nicht vertrage – seitdem ich auf Convenience-Produkte verzichte, ist mein Magen sehr empfindlich geworden und ich bekomme von künstlichen Zusatzstoffen furchtbare Krämpfe.

    Im Moment haben es mir lose Kräutertees auch besonders angetan. Und das, obwohl ich früher solche Teesorten regelrecht gehasst habe. Doch es ist schön, dass man sich weiterentwickelt. 🙂

    Den Tipps mit dem Selbstsammeln und -trocknen finde ich hochinteressant und würde das gerne einmal selbst ausprobieren. Mal schauen, ob ich im Frühjahr dazu komme.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hallo Jenni!

      Kräuter selbst zu sammeln und zu trocknen ist weniger Arbeit als man denkt. Man braucht auch kein besonderes „Werkzeug“ dafür!

      Ich hänge sie im Stiegenhaus auf – Foto ist eh im Beitrag oder Knospen bzw. Blütenblätter kann man auf Papier auslegen.

      Das ist wirklich keine Hexerei und wenn man nur kleine Mengen macht, dann auch gar nicht viel Arbeit. Das nächste Mal halt wieder ein kleines bisschen.

      Das mit der Empfindlichkeit habe ich übrigens auch beobachtet. Gibt mir aber gleich noch mehr zu bedenken, wie schrecklich solche Zusatzstoffe sind, wenn man sich daran gewöhnen kann!

      lg
      Maria

  3. Die gekauften Teebeutel lassen sich wunderbar kompostieren, also würde so auch kein Müll anfallen. Aber ich sehe, dass da noch viel zu machen ist.
    Finde deine Lebensweise sehr beachtlich. Wie würdest du deinen Partner davon überzeugen auch so zu leben, wenn er keine Erfahrung in diese Richtung besitzt?

    • Hallo Eva!

      Der Teebeutel selbst ist nicht das Problem, die meisten sind in Plastik eingeschweißt, meist sogar jedes Beutelchen extra.

      Nun zu Deiner Frage – ich würde meinen Partner gar nicht überzeugen versuchen, das habe ich mit Herrn Widerstand auch nicht gemacht. Meist reagieren die Herren der Schöpfung mit Widerstand 😉

      Aber ich habe vorgelebt und einfach gemacht. Eines nach dem anderen, nichts übertrieben!

      Z.B. habe ich gemeint, ich möchte nicht mehr mit Plastischwämmen abwaschen sondern selbst genähte Tücher verwenden. Dann habe ich genäht und sie hingehängt. Dann habe ich gemeint, jetzt versuchen wir einmal ob das klappt, wenn nicht, können wir es eh wieder lassen.

      Und es hat geklappt. Und so ähnlich habe ich es überall gemacht, einfach einen Versuch gestartet, schauen wir mal ob das so klappt. Wenn nicht, dann können wir es auch wieder anders machen.

      So habe ich völlig den Druck heraus genommen und eines nach dem anderen wurde fast spielerisch ersetzt.

      lg
      Maria

    • Hallo Eva,
      selbst in den Teebeuteln sind heute manchmal Kunstfasern enthalten – die dann auch noch mit dem heißen Teewasser in Berührung kommen. Igitt! Bisher habe ich nicht herausfinden können, wie man die plastikfreien Beutel von denen mit Plastik drin unterscheiden kann, und verzichte daher ganz auf sie.

      • Hallo!

        Das ist sicher der einfachere Weg finde ich. Ich mag mich auch gar nicht ständig mit etwas beschäftigen ob das nun geht oder das doch nicht.

        Es ist viel einfacher sich konsequent dagegen zu entscheiden.

        lg
        Maria

  4. Hallo Maria,

    was für ein wunderbarer Bericht! Super geschrieben, toll recherchiert und mit vielen Ideen gespickt. Großes Lob auch für die viele Mühe, die Du Dir damit gemacht hast!
    Danke für das Verlinken auf unseren frischen Rosmarintee! 🙂
    Das Thema Müll reduzieren haben wir auch schon in den ein oder anderen Bericht einfließen lassen, denn es ist gar nicht so schwer Dingen, die normalerweise im Müll landen würden ein zweites Leben zu schenken, oder Dinge erst dann wegzuwerfen, wenn wirklich nichts mehr damit anzufangen ist. Als wir Deine zwei Berichte zum Thema Obst und Gemüse gelesen haben, mussten wir zum Beispiel gleich an unseren Bericht über den Gemüsefond denken, den wir immer ganz nebenbei herstellen.
    Man kann so viel bewegen ohne, dass man sich dabei „ein Bein ausreißen“ muss…
    Liebe Grüße und schreib weiter so tolle Berichte
    AnDi

    • Hallo AnDi!

      Du schreibst am Ende etwas ganz Wichtiges – man muss sich kein Bein ausreißen und trotzdem kann viel geschehen!

      So sehe ich das auch, um beim Thema Tee zu bleiben – ich muss keinen Beuteltee kaufen sondern kann losen Tee nehmen und diesen kaufen, wenn ich in der Stadt beim Teehändler vorbei komme. Ich muss ja nicht extra hinfahren.

      Vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar und Dein Lob!

      lg
      Maria

  5. Hallo Maria,

    nach der Reportage „Schöne harte Welt“ mit Christian Rach, hab ich keinen Tee mehr aus dem Ausland gekauft. Arbeitsbedingungen, die kein Promi einen Tag durchhält. Der Zweiteiler ist noch in der Mediathek zu finden. Auch zum Thunfischfang gibt es zwei Teile. Rooibos ist doch Rindentee, nicht aus der Zwiebel. Ich trinke wieder müllproduzierend in Beuteln weil mir der lose Tee zu umständlich ist im zweiten Stock. Dann ist immer gleich alles so eingesaut in der Spüle. Liebe Grüße und danke für den ausführlichen Bericht und den Einblick in dein Stiegenhaus.
    Süß!

    Tanja

  6. Hallo Maria,
    einfach zu sammeln für den Kräuterteefundus sind auch noch Erdbeerblätter und Himbeerblätter, die ohne größere Wirkungen daher kommen. Brombeerblätter und Frauenmantel auch, die kann man prima bei Magen-Darm-Grippe trinken, oder auch mal so, wobei ich geschmacklich die Brombeerblätter vorziehe 🙂
    Wie ist denn das mit der Energiebilanz Wasserkocher gegen Kessel auf dem Herd? Da hört man ja immer dass der Herd deutlich schlechter ist.
    Viele Grüße, Khendra

    • Ich habe das mal ausprobiert: Der Kessel braucht 15 Minuten auf hoher oder höchster Stufe, der Wasserkocher 1,5 Minuten. Ich denke, der Wasserkocher ist sparsamer.

      • Hallo!

        Vom Stromverbrauch wird der Wasserkocher vermutlich schon günstiger sein, aber das ist es halt nicht alleine. In einem anderen Kommentar bin ich da auch schon ausführlich eingegangen.

        Es ist halt auch die Produktion und die Lebensdauer zusätzlich zu berücksichtigen.

        Wobei ich keinesfalls behaupten will, dass der Wasserkessel die bessere Variante ist, vermutlich kann man das so gar nicht wirklich feststellen.

        Ich habe mich nur so entschieden.

        lg
        Maria

      • Kann ich total verstehen. Mein Wasserkocher besteht leider auch zum Großteil aus Plastik. Ich kann allerdings die Temperatur einstellen, was mir ganz gut gefällt. Doch das Pfeifen des Wasserkessels ist an Charme nicht zu übertreffen. 🙂
        Ich werde den ausführlichen Kommentar gleich mal suchen.
        Viele Grüße

      • Jede Umwandlung von Energie bringt Verluste mit sich. Wenn Du Strom aus Kohle nutzt, dann wird die chemische Energie erst durch Verbrennung in Wärmeenergie, dann in der Turbine in Bewegungsenergie und im Generator erst in elektrische Energie gewandelt. Diese wird auf dem Herd oder im Wasserkocher wieder in Wärme umgesetzt. Wenn man Gas verbrennt, wird die chemische Energie durch Verbrennung direkt in Wärme gewandelt.

        Aber wenn Du Strom aus regenerativen Quellen nutzt, ist die Ökobilanz besser als bei Gas, das ja eine fossile und damit endliche Energiequelle ist.

    • Hallo Khendra!

      Da gab es schon mal Diskussionen. Meiner Meinung nach hängt dieser Vergleich von so vielen Faktoren ab, dass er kaum realistisch darstellbar ist.

      Wenn z.B. Herr Widerstand seinen Kaffee auf der Herdplatte kocht und anschließend den Teekessel mit 1 l aufsetzt, wird das vermutlich weniger brauchen. Lasse ich dann auch noch die Produktion vom Wasserkocher einfließen, welche sich auf die Lebensdauer aufteilt, dann wird es richtig komplex.

      Ich denke mir, den Teekessel habe ich ewig lange und somit ist hier die Produktion wesentlich umweltschonender. Außerdem habe ich ihn gebraucht gekauft.

      Wasserkocher habe ich schon den 3. oder 4. also ist das nicht so optimal.

      lg
      Maria

  7. Ich bin ehrlich gesagt ein Fan von schwarzem Tee, vor allem Darjeeling. Nachdem ich auch schon die Fairtrade-Plantagen dort besichtigt habe tue ich das auch mit einem ruhigeren Gewissen. Am liebsten würde ich ja alles selbst anbauen… 🙂 In Mariagrün gibt es übrigens viel Kamille neben den Wanderwegen.

    P.S.: Wegen des Wasserkochers: Wir haben jetzt einen von Ottoni Fabbrica, wenn man direkt von denen kauft und dazu sagt, dass man das Sieb auch aus Metall will, kommt das Wasser gar nicht mehr mit Plastik in Berührung. Und es gibt dafür Ersatzteile.

    • Hallo Dalia!

      Danke für Deine ergänzenden Hinweise, wenn ich mich richtig erinnere, dann wurde dieses Modell schon von anderen ebenfalls empfohlen.

      Ich hatte lange eine Suchanzeige nach einem gebrauchten Teekessel aus Edelstahl und habe den gekauft und mich dafür entschieden.

      Fairtrade ist meiner Meinung nach auf jeden Fall sehr wichtig. Meine Entscheidung gegen den „echten Tee“ hängt jedoch nicht damit zusammen, ich nehme kein Koffein zu mir. Aber sonst würde ich auch auf jeden Fall fairtrade kaufen!

      lg
      Maria

    • Ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen 🙂 Wir haben auch einen Zitrobenbaum, der trägt.
      Wenn die neugierige Nachfrage erlaubt ist: Wo hast du Fairetrade-Plantagen besucht?

  8. Hallo Maria
    Toller Beitrag um Thema Tee.Ich trinke leider so gut wie gar keinen Tee mehr. Da in fast allen tee Äpfel als erste Zutat angegeben ist und ich auf Äpfel allergisch bin ,fallen nahe zu alle Früchtetees flach. Daher wenn ich Tee trinken will mache ich mir aus meinem Garten einen Tee aus Salbei, Indianernessel,Ringelblumen, uvm.
    Und auch das mit den doppelt verpackten Teebeuteln finde ich auch zu viel.
    LG Marion
    P:S: Bin auf den sendeknopf gekommen , ohne das ich es wollte. Also wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten 🙂

    • Hallo Marion!

      Ich habe mal Deine beiden Kommentare zusammen gefügt, der Einfachheit halber 😉

      Danke dafür und dass Du nicht aufgegeben hast trotz der Tücken der Technik!

      Ich mag ja den Kräutertee aus dem eigenen Garten wirklich am aller liebsten.

      Wie schade, dass Du Äpfel so gar nicht verträgst! Es ist sicher schwierig damit zu leben, weil gerade in fertigen Sachen oft was drin ist.

      lg
      Maria

      • Ja du ich habe Stimmband Probleme und soll daher täglich was warmes trinken um mein Stimme warm zuhalten. Ich trinke heißes Wasser mit Zucker und Vanille trin. Aber danke dir werde ich noch ein über Trockenfrüchte zum Tee machen ausprobieren.
        LG Marion

  9. Hallo Maria!
    Im WDR gab es letztens einen Bericht über gekaufte Kräutertees. Die enthalten u.U. bedenkliche Stoffe durch Beimengung von Unkräutern. Eventuell doch ein Grund, Tees lose in Apotheken zu kaufen, was man nicht selber sammeln kann. Wichtig finde ich den Hinweis, dass die meisten Kräutertees sehrwohl eine medizinische Wirkung haben und man grundsätzlich keine Tees (auch nicht Pfefferminze o.Ä. über einen längeren Zeitraum (4-6Wochen) trinken sollte. Abwechselung ist ja auch gut möglich: Jetzt informieren, entscheiden, was man gerne sammeln möchte und gleich im Kalender festhalten, wann die Beste Zeit zum Trocknen ist (oft kurz vor der Blüte mittags). Schon im Frühjahr die Augen offenhalten und Sammelgebiete erkunden (Vielleicht hat auch die Nachbarin Erdbeeren, ungespritzte Rosen…)

    • Hallo!

      Danke, dass Du diesen Punkt noch einmal aufgreifst!

      In der Apotheke bekommt man den Tee meist auch lose, noch ein positiver Nebeneffekt.

      Das mit den Beikräutern habe ich vor kurzem beim Spinat entdeckt. Ich habe losen Spinat gekauft und da waren komische Blätter dabei, die kein Spinat waren. Habe ich dann aussortiert, das war mir nicht geheuer!

      lg
      Maria

  10. Ein sehr interessantes Thema, vielen Dank für den ausführlichen Beitrag!

    Früher habe ich Kräuter immer bei Kräuter-Kühne gekauft, dort wurden sie lose in Papiertüten abgefüllt, aber bestimmt kann man auch seine eigene Teedose mitbringen und befüllen lassen. Man kann sich dort auch gut beraten und abgestimmte Mischungen zusammenstellen lassen.

    Ingwerwurzeln kaufe ich lose im Supermarkt, schneide sie in Scheiben und übergieße sie mit kochendem Wasser. Nach dem Trinken des Aufgusses esse ich die Scheiben einfach auf.

    Minze und Zitronenmelisse nehme ich aus dem Garten, man kann sie trocknen oder einfach frisch überbrühen, das ist vor allem für „Eistee“ im Sommer hübsch.

    Bei Deinem Wasserkocher muss ich mal nachfragen:
    Wie machst Du Deinen Haushalt eigentlich in Bezug auf Steckdosen und Stecker plastikfrei?

    Liebe Grüße,
    Henriette

    • Hallo Henriette!

      Danke für dieses sehr interessante und informative Kommentar! Das stimmt, man kann die Kräuter natürlich auch gleich frisch (so wie ich es manchmal mit den Apfelschalen mache) für den Tee verwenden. Guter Tipp!

      Nun zu Deiner Frage – mein Haushalt ist nicht plastikfrei, das würde heute nur mit SEHR großen Einschränkungen funktionieren. Ich müsste wohl auf Strom und somit Kühlschrank, TK-Schrank, Waschmaschine und auch den PC verzichten.

      Dazu sind mir keine Alternativen bekannt. Ich versuche es halt in der Küche so gut es geht und halte es grundsätzlich auch hier mit der 80:20 Regel. Um auf 100% zu kommen müsste ich viel zu viel Aufwand betreiben, so bin ich auch mit 80% zufrieden!

      lg
      Maria

  11. Ein sehr gut geschriebener Artikel, schon seit Jahren kaufe ich losen Tee. Nicht ohne Grund! Folgende Informationen habe ich auf der Seite vom BUND-Chemieteam (http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/stell_die_giftfrage/verbraucherforum/?tx_skpagecomments_pi1%5Boffset%5D=1) am 30.09.2015 gefunden:
    Teetrinker legen sich demnach tatsächlich häufiger als gedacht Plastik ins kochende Wasser. So finden sich neben Aufgussbeuteln aus der Naturfaser Abacá auch Beutel aus Polylactiden (auch Polymilchsäure oder kurz PLA genannt). Das aus Maisstärke hergestellte PLA wird zwar als biologisch abbaubar beworben, der Abbau vollzieht sich jedoch nur unter industriellen Kompostbedingungen, in der Natur wird sich PLA in den meisten Fällen nicht zersetzen.
    Daneben kommt noch eine ganze Reihe anderer synthetischer bzw. halbsynthetischer Materialien zum Einsatz, wie z.B. Nylon, Viskosefaser, PVC und das von Ihnen erwähnte Polypropylen (PP) oder andere thermoplastische Kunststoffe. Ein Großteil der im Supermarkt erhältlichen Teebeutel ist aus Nylon oder Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt.
    Viele Grüße
    Annabella

  12. Liebe Maria,
    hab ganz vielen Dank, dass du dir so viel Mühe gemacht hast und so ausführlich auf meine Frage eingegangen bist.
    Ich bin leider grad etwas im Unistress, deswegen werde ich demnächst nochmal atnworten.
    Aber danke sagen, wollte ich dir jetzt schon mal.

    LG Franzi

  13. Wieder mal ein sehr informativer Beitrag. Den Unterschied zwischen „echtem“ und unechtem Tee kannte ich bisher noch gar nicht.

    Ich kaufe gerne die Kräutertees von Sonnentor. Viele davon gibts auch lose im Beutel zu kaufen. Einzeln verpackte Teebeutel möchte ich in Zukunft nicht mehr kaufen, da grade die Bio-Anbieter auf Aromaschutzbeutel aus einem Kunststoff-Papier(?)-Gemisch bauen. Find ich schade, Papierbeutel taten ihren Dienst früher doch auch?!

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Also in Wahrheit steckt ja hinter der Sache mit den Beuteln noch etwas, was dagegen spricht.

      In die Beuteln wird minderwertige Qualität verarbeitet. Hauptsächlich der Teebruch, also das, was übrig bleibt, wenn der lose Tee abgepackt wurde. Die Bröseln sozusagen. Die färben stärker, haben aber weniger Geschmack. Sie rauchen auch viel schneller aus. Deshalb ist man halt dazu über gegangen, mehr Plastik rund herum zu machen, damit der Duft und das Aroma stärker erhalten bleiben. Aber zu welchem Preis!

      lg
      Maria

      • Ich hab damals begonnen beutellosen Tee zu kaufen einfach weil er in Summe viel günstiger war als der vorverpackte. Es gibt ja auch die Teebeutel aus Papier zum Selberbefüllen (da werd ich nur noch die Restbestände aufbrauchen und für mich dann einen hübschen Dauerfilter kaufen).
        Wenn man sich auf der Verpackung herkömmlicher (Früchte-)Tees durchliest, was so drin ist, findet man immer die gleichen als Hauptzutaten: Apfel, Hagebutte und ein Kraut (vielleicht Salbei? oder Minze?) das recht günstig sein dürfte.
        LG, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Genau so ist es, das kann man ja wirklich einfach selber machen finde ich.

        Zu Hause habe ich auch noch ein paar Restbestände von Papier-Teefiltern, die habe ich seinerzeit geschenkt bekommen. Selbst habe ich immer lieber ein Tee-Ei verwendet.

        lg
        Maria

      • Mein „Tee-Ei“ hat leider so große Löcher, dass der feine Tee rausfällt und im Aufgussgetränkt landet…. Da wird noch mal eine Ersatzinvestion fällig.
        Aber wieder mal ein geniales Beispiel für ein totales Versagen beim Produktdesign….

        LG, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Mir geht bereits das Einfüllen ins Tee-Ei total auf die Nerven, weil ich ständig was daneben brösle.

        Am liebsten gebe ich den Tee daher direkt in die Kann, ich habe inzwischen zusätzlich noch ein ganz feines Edelstahlsieb, das ich direkt auf das Häferl gebe beim Eingießen.

        lg
        Maria

  14. Toller Artikel! 🙂 Aber nicht zu vergessen, Heiltees haben nur mit richtiger Zubereitung auch ihre Heilwirkung!!! Verschiedene Möglichkeiten dazu sind:1. Aufguss,2. Kaltansatz und erwärmen am nächsten Morgen,3. 10 min. kochen lassen, und auch aufzupassen ist bei Heiltees mit mehreren Komponenten, teilweise Aufguss oder Kaltansatz. Es gibt Tees aus Blättern, Blüten, Rinde, Wurzeln, oder allen Teilen gemeinsam.:)
    Die Zubereitungsarten sind wichtig für die Heilwirkung, da die verschiedenen Bestandteile verschieden wirksam werden, wie z.B. Schleimstoffe, Saponine, Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe und vm. Vielleicht sind diese Infos interessant zu wissen!! Lg.

    • Hallo Brigitte !

      Da werde ich wohl noch ein wenig bei Dir in die Lehre gehen müssen!

      Was für ein Glück, dass ich es gar nicht weit habe um auf Dein umfassendes Wissen zurück greifen zu können.

      Die Fenchelsamen aus Deinem Garten habe ich noch immer gut in Erinnerung, so einen guten Fencheltee habe ich vorher noch nie getrunken!

      lg
      Maria

  15. Ich musster gerade erstmal hundert Jahre runterscrollen, bis ich meinen Kommentar machen konnte. 😛
    Es ist wirklich sehr konsequent wie du das mit dem Tee machst. Tatsächlich ist mir noch nie in den Sinn gekommen die Zutaten für meinen Tee selbst zu trocknen. Aber definitiv nachahmenswert. Und sobald mein Teevorrat (Der noch sehr groß ist) aufgebruahct ist, wird das sofort ausprobiert.
    Danke für den Beitrag.
    Julia.

    • Hallo Julia!

      Ja, da ist heute einiges los und ich habe ganz schön zu tun 😉

      Freut mich total, dass der Beitrag so gut ankommt!

      Und es freut mich ganz besonders, dass Du das auch einmal ausprobieren willst. Ist wirklich einfacher als man denkt und ganz müllfrei 🙂

      lg
      Maria

  16. Also ich trink ja auch viel Tee aus dem eigenen Garten – alle möglichen Teesorten bekomm ich sonst nur geschenkt 🙂 Aber das mit den Obstschalen… ab jetzt landen keine Mandarinenschalen, Bananenschalen oder oder oder mehr im Biomüll – das ist ja mal ne super Idee !

    • Hallo!

      Also von Bananenschalen möchte ich abraten, die sind mit so viel Chemie behandelt, dass ich davon keinen Tee machen würde.

      Die Zitrusfrüchte sollten unbehandelt und in Bioqualität sein, das hätte ich vielleicht noch deutlicher in meinem Beitrag erwähnen sollen.

      lg
      Maria

  17. Hallo Maria,
    endlich ein übersichtlicher und sehr informativer Bericht über Tee bzw. Aufguss – Danke :-).
    Ich vertrage seltsamerweise keinen Schwarztee bzw. weißen Tee – konnte ich zuerst nicht glauben, aber es ist so… Finde ich eigentlich schade, aber andererseits vermisse ich ihn überhaupt nicht. Im Garten und auf den Wiesen/Wald gibt es so viele Kräuter und Blüten, Früchte, die Geschmacksvielfalt ist so hoch, dass ich mir den „Tee“ viel lieber selber mache (danke übrigens für das Verlinken zum Apfeltee-Post :-)).
    Was mich am gekauften Früchtetee/Kräutertee, den es zu kaufen gibt, schon immer stört, ist die Tatsache, dass die meisten Tees aromatisiert sind. Man muss schon genau hinsehen, um puren Geschmack ohne Zusätze zu finden.
    Also bleibe ich doch beim eigenen Tee, meine Tochter hingegen hat z.Zt. Geschmack am Rotbuschtee gefunden.. ;-).
    Liebe Grüße, Birthe

    • Hallo Birthe!

      Wie schön wieder von Dir zu lesen. Jetzt, wo der Garten schläft, ist es naturgemäß viel ruhiger bei Dir. Ich hoffe, Du genießt die Auszeit!

      Danke schön für das Lob für den Beitrag. Ich habe mir schon gedacht, dass Du nicht nur Apfelschalentee selbst machst sondern viel mehr. Dein wundervoller Garten wird Dir sicher viel schenken.

      lg
      Maria

  18. Liebe Maria,

    zu einem weiter oben von dir geäußerten Kommentar fällt mir folgender Tipp ein:
    Kompromisse in Sachen Umwelt und Technik (die Meistens sind zwar nicht komplett plastikfrei, aber doch deutlich reduziert) findet man bei Büroartikeln, deren Gehäuse statt aus PVC aus Bambus oder Kork gefertigt wurde. Erhältlich z.B. beim grünen online-Anbieter vireo. Wenn irgendwann mal wieder eine Ersatzanschaffung fällig wird, könnte man dort nach interessanten Alternativen stöbern.

    LG

    Virginia

    • Hallo Virginia!

      Danke für Deinen Tipp. Kommt für mich zwar vermutlich nicht in Frage, da ich aus Ö bin, aber vielleicht kann jemand anderer damit was anfangen.

      Hoffentlich setzen sich grüne Anbieter langsam besser durch!

      lg
      Maria

    • Hallo Cornelia!

      Wie recht Du hast! Ich habe in manchen Bereichen noch Restbestände, da weiß ich noch nicht einmal mehr, wann die bei mir eingezogen sind.

      Aber meine Lieblingssorten gehen dafür weg wie die warmen Semmeln. Gekauft wird schon lange nichts mehr. Entweder aufbrauchen oder aus dem Garten selbst gemacht.

      lg
      Maria

  19. Hallo,
    danke für die schöne Teeseite! Ich selbst liebe Kräutertees und habe in meinem Garten viele verschiedene Minzsorten. Qm liebsten benutze ich frische Kräuter, jedoch ist das im Winter nicht ganz einfach und da greife ich auf meine getrockneten Schätze zurück.Im letzten Sommer habe ich erstmals Kräuter, Blumen und Blüten für einen Erkältungstee gesammelt. Mitte vergangener Woche spürte ich so ein Kratzen im Hals. Da wurde die Teedose herausgekramt.
    Also darin sind Lindenblüten und -Blätter, Salbeiblüten und . Blätter,
    Minze, Ringelblumenblüten, Gänseblumenblüten, Kamilleblüten und Lavendel.
    Alles gut getrocknet und in einer Dose aufbewahrt. Ich benutze ein Metalllsieb und beim ziehen decke ich das Sieb mit einem Glasdeckel zu, damit der Tee nicht zu kalt wird. Hinein gebe ich noch einen Schuss Löwenzahnhonig.
    Richtig heiß in kleinen Schlückchen getrunken, Da wird einem richtig warm und mehr als das Kratzen im Hals habe ich nicht bekommen.
    Im nächsten Herbst werde ich mich mit Apfelschalentee eindecken.

    • Hallo!

      Aus Deinem Kommentar ist richtig heraus zu spüren, wie liebevoll Du die Kräuter für Deinen Tee pflückst und trocknest.

      Ich möchte nächstes Jahr unbedingt mehr mit frischen Kräutern experimentieren. Das habe ich bis jetzt noch nicht gemacht, dabei trinke ich doch auch im Sommer Tee. Danke für die Anregung!

      lg
      Maria

  20. Ich bin bekennender Schwarztee-Trinker und habe als solcher ein Problem: Fairtrade-Tee habe ich bisher nur abgepackt gefunden, nie lose. Die Teeläden hier haben schon eher selten Bio-Tees, aber mit Bio und Fairtrade und dann noch lose sieht’s ganz mau aus :-/
    Also schwanke ich derzeit immer zwischen lose und bio, oder Fairtrade und verpackt…
    Aber Teebeutel hab ich dafür schon länger nicht mehr, was u.a. auch Qualitätsgründe hat. In Deutschland kommt wirklich nur das Zusammengekehrte vom Boden in die Teebeutel. In Großbritannien wird „komischerweise“ auch in die Beutel guter Tee gefüllt.
    Hierzulande wird leider in Cafés immer mehr Tee in Nylonbeuteln verabreicht (die noch mal in Plastik verpackt sind). Auch wenn der Tee darin qualitativ besser ist als in den Papierbeuteln, das ärgert mich immer wieder. Hatte es leider erst gestern wieder.
    Sehr schön fand ich dagegen das Vorgehen in einem belgischen und einem französischen Café (ja, in Frankreich kann man richtig guten Tee bekommen, zumindest in der Normandie!): die hatten ein paar der großen Teedosen da wie in einem Teeladen, man konnte die Sorte aussuchen und bekam die Kännchenportion in ein Teeei abgefüllt (diese praktischen zangenförmigen). Ergebnis: sehr guter Tee, kein Zusatzmüll 🙂

    Kräutertee ziehe ich mir auch großenteils im Garten und auf dem eigenen Balkon: wir haben eine ganze Sammlung verschiedener Minzen, die alle recht lecker sind. Dann noch die Zitronenmelisse, die sich jedes Frühjahr explosionsähnlich verbreitet. Bei Halsschmerzen Salbei aus dem Garten und in guten Thymianjahren habe ich schon mal 2 Liter Thymiantee gebraut und ins Badewasser gekippt (auch bei einer Erkältung).
    Neulich habe ich die Schalen von den Kuchenäpfeln für Tee getrocknet, der ist auch recht lecker.
    Ab und zu kaufen wir auch Fenchel im Gewürzhandel (neuerdings bei uns auch lose)

  21. Huch, zu früh abgeschickt:
    Das ganze aromatisierte Zeug (egal ob Schwarztee, Kräuter oder Früchte) ist mir zuwider. Da riecht man die künstliche Aromaproduktion schon 3 Meilen gegen den Wind. Daher komme ich erst gar nicht in die Versuchung, sowas zu kaufen.

    Insgesamt finde ich Tee für mich kein schwieriges Thema, von dem Fairtrade-Dilemma beim Schwarztee mal abgesehen.
    Viel schwieriger finde ich Säfte, weil ich da halt Orangensaft und Mangosaft sehr gern mag und mich zügeln muss, mir nicht schon wieder sowas Weitgereistes zu kaufen, das auch noch viel mehr wiegt als Teeblätter.

    • Hallo Fussel!

      Ich antworte mal auf Dein zweites Kommentar direkt für beides.

      Ein ähnliches Problem wie Du habe ich beim Kakao, denn es ist schwierig fairtrade+Bio ohne Plastikverpackung zu bekommen.

      Für mich geht ganz klar fairtrade und Bio vor gegenüber unverpackt. Denn ich möchte kein Produkt verzehren, wo andere Menschen für mich zu leiden haben.

      Daher achte ich auf jeden Fall auf fairtrade bei den Produkten wie Kakao, Kaffee und Tee.

      Saft habe ich zum Glück gar kein Problem, weil wenn ich wirklich Saft möchte, dann trinke ich den, den ich selbst gemacht habe 🙂

      Deine Abneigung gegen künstliche Aromastoffe kann ich sehr gut nachvollziehen, mir wird immer ganz übel, wenn ein Tee so parfumiert ist.

      lg
      Maria

  22. Ziemlich genial für Kräutertee ist auch Zitronenverbene – herrlich südländisch und mit einem wunderbaren Zitronenbonbon-Aroma. Den Sommer über ernte ich sie am liebsten frisch und sobald der Herbst kommt, beschneide ich die Büsche und trockne den Rest.
    Wenn man die Pflanzen frostfrei überwintert kommen sie jedes Jahr wieder und werden immer üppiger.

    Obwohl ich mir das Trinken von süßem Tee fast komplett abgewöhnt, peppe ich Kräuter oder Früchtetees gelegentlich mit ein paar Steviablättchen auch dem Garten auf … für den kleinen süßen Kick ohne Reue 😉

    Liebe Grüße
    Jana

  23. Pingback: Für Freunde | Tee herstellen – einfach und gesund

  24. Ich trinke fast überhaupt keinen Tee, wenn, dann Kräutertee, am liebsten Mischungen. Aber du hast einen tollen Artikel zusammengestellt (was sicher wieder viel Arbeit war) und die Kommentare dazu sind sehr interessant und ergänzend.
    Liebe Grüße, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Dafür trinke ich keinen Kaffee. Mein Tag beginnt auf jeden Fall mit einer Tasse Tee, ich habe sogar in Griechenland eine Thermoskanne für Tee mit gehabt, obwohl es da ja wirklich sehr heiß ist.

      So hat halt jeder seine Gewohnheiten.

      Danke für das Lob für meinen Beitrag, der diesmal wirklich sehr aufwändig war.

      lg
      Maria

  25. Hallo Maria,

    das war mal wieder sehr umfassend! Ich habe mir zugegebener Maßen noch gar nicht so viele Gedanken um meinen Teekonsum gemacht.

    Ich trinke sehr gern Tee, bekomme aber tatsächlich immer welchen geschenkt. Die einzige Situation, in denen ich Tee kaufe, ist in Cafés oder Restaurants. Am liebsten frischen Minztee. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

  26. Hallo Maria.

    Ich liebe Tee.
    Ich liebe Ingwerwasser.
    Ich liebe Heiße Zitrone.
    Und manchmal ist alles zusammen in einer Kanne.
    Im Winter heiß und im Sommer mit selbsteingefrorenem Obst gekühlt (Ohh ich hab noch Erdbeeren ,-) )

    Aber Tee ist bei mir noch sehr oft im Beutelchen.
    Ich kaufe aber Sorten die nicht Aroma Dicht und in Plastikpyramiden sind.

    Wenn ich mir im Lokal Tee bestelle frage ich immer welche Beutel sie nehmen.
    Ich hab das im Urlaub auf die Spitze getrieben.
    Bio Tee im Alubedampften Aroma Schutz Tütchen.

    Nee hab ich mir gedacht
    und letztlich kam meine Minze frischgezupft aus der Küche.
    Die Bedienung war echt fix, ich hätte auch eine Heiße Zitrone genommen.

    Aber die Minze meines Lebens habe ich in Mastricht bekommen.
    Spearmint Stengel ( ein halber Busch) mit Wasser aufgegossen mit Honig gesüßt,
    Wir fahren auf alle Fälle nochmal da hin.

    Liebe Grüße
    Andrea, heute mit Hollunder Minze Tee

    • Hallo Andrea!

      Vielen lieben Dank für Dein langes und ausführliches Kommentar!

      Ist ja recht außergewöhnlich, dass da so auf Deinen Wünsche eingegangen wurde, sehr vorbildlich flexibel. Der Kunde ist König, so sollte es immer sein!

      Heiße Zitronen in Lokale ist immer gefährlich, weil sie so oft industriell hergestellten Zitronensaft verwenden den finde ich einfach eklig.

      lg
      Maria

      • Ach, da kann ich auch einen Reisetipp geben:
        Im Ristorante Stazione Da Agnese in Intragna (Centovalli im Tessin, dort kann man ganz wunderbar wandern) bekommt man auch ein aufgebrühtes Bündel frische Minzeblätter, wenn man Pfefferminztee bestellt:

        Überhaupt ist die Küche dort zwar wirklich teuer, aber jeden Franken wert.

  27. Ich liebe Tee. Sowohl echten als auch Kräutertee.
    Losen FairTrade Bio-Tee (schwarzen und grünen Darjeeling) bekommt man über die Teekampagne (teekampagne.de) Durch den Direkthandel ist der Tee auch noch unschlagbar günstig (ab knapp 20 EUR pro Kilo (!)), bei guter Transparenz zu Herkunft, Preisgestaltung etc. Ich weiss nur nicht ob die ausserhalb DE liefern.
    Mit reinen Edelstahlsieben bin ich nicht glücklich geworden. Nutze im Moment ein Plastiksieb mit Metallgitter und nehme den Plastikanteil in Kauf. Mein Wasserkocher hat zumindest keine Plastikteile die direkt mit dem Wasser in Kontakt kommen, aber Deckel und „Fuss“ sind doch aus Plastik… Wasser auf dem Herd zu kochen dauert mir zu lange. Auf einem Induktionsherd geht das aber rasend schnell, da wäre der klassische Pfeifenkessel ideal. Da ich aber einen normalen Herd habe bleibt der Wasserkocher.
    Kräutertee kommt bei mir meistens noch aus dem (hoffentlich) Paierbeutel. Da will ich aber auch etwas ändern. Am liebsten wäre mir eigener Anbau, aber ich wohne an einer stark befahrenen Strasse, und unser Gemüsegarten ist leider weiter weg, da bin ich nur am Wochenende. Besonders meine geliebte Kamille hat aber einen sehr begrenzten optimalen Erntezeitpunkt (ich glaube mein Kräuterbuch sprach etwas von 3 Tage nach dem ersten Aufblühen…), das lässt sich kaum realisieren. Aber ich sollte wohl trotzdem nach Alternativen suchen, vor allem da mir neu ist das Papierbeutel auch Plastik enthalten können! Andere Kräuter aus dem Garten sind da einfacher, aber ich hasse Pfefferminztee und auch Salbei und Melisse begeistern mich wenig….

    • Hallo Sabrina!

      Vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar!

      Ja, direkt neben einer viel befahrenen Straße würde ich auch nicht unbedingt Kräuter für den Tee ernten wollen. Aber mit dem eigenen Garten sollte das wohl doch eine Option sein, auch wenn Du nur am WE dort bist.

      Wir sind auch meist nur 1 x pro Woche dort und es war kein Problem mit dem Ernten der Kräuter.

      Pfefferminze mag ich auch nicht, aber Du kannst ja selbst wählen, was Du anbaust.

      Bezüglich dem Plastik bei den Beuteln: Es gibt eine neue Art von Beutel, die aus Kunststoff sind. Gesehen habe ich das vor allem bei diesen modernen „Pyramidenbeuteln“.

      lg
      Maria

      • Du hast wohl Recht… auch wenn ich meine Kamille nicht optimal ernten kann wird es sicher dennoch besser als gekauft. Mein Mann hat mir einen Flecken im Garten reserviert und ich habe eine Tüte Samen gekauft. Mit der Aussaat muss ich mich leider noch mindestens 2 Monate gedulden…
        Danke für den virtuellen Tritt in den Hintern. Mein Hang zum Perfektionismus ist nicht immer hilfreich…!

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  31. Hallo Maria,
    das ist ja ein allumfassender Beitrag geworden, toll! Ich muss sagen, dass ich „echten“ Tee noch nie als „echten“ wahrgenommen habe. Für mich war Tee immer nur Kräuter- oder Früchtetee, diese merkwürdige Mischung aus Koffein und Tee (*hihi*) hat mich nie sonderlich interessiert.
    Vor meiner Haustür befindet sich übrigens ein kleines Kräuterteeanbaugebiet. Das Schöne daran ist, dass es immer schön duftet, abwechselnd nach Kamille und Pfefferminze und was sonst noch auf die Felder und in die Trockenhallen kommt. Ich hab aber auch angefangen wie du, meine wichtigsten Teesorten einfach selbst zu pflücken und zu trocknen, weil der Garten von ganz alleine mit Melisse praktisch zugewuchert war. Es macht Spaß, die eigene Ernte zu trinken 🙂
    Viele Grüße,
    Marlene

    • Hallo Marlene!

      Ja, die Melisse kann man schon fast als Unkraut bezeichnen, so fleißig wie sie sich vermehrt. Sie zu pflücken und für Tee zu verwenden zählt schon fast zu Gartenpflege 😉

      Das muss toll sein so ein gut duftendes Kräuterteeanbaugebiet vor der Türe zu haben.

      Ich kann mich an Spaziergänge mit meiner Oma erinnern, wo am Weg Kamillenpflanzen gewachsen sind und die eigenen Schritte den Duft ausgelöst haben.

      lg
      Maria

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