selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Gemüsesäckchen nähen

Eines der ersten Hilfsmittel für den verpackungsfreien Einkauf, das ich selbst genäht habe, waren Gemüse- bzw. Obstsäckchen, um die dünnen Plastiksäckchen im Supermarkt zu ersetzen.

Da ich die Fummelei beim Einziehen von Bändern hasse, habe ich den Einkaufsbeutel bewusst schlicht gehalten und darauf verzichtet. Dass ich sie nicht zubinden kann ist mir auch noch nie abgegangen wenn ich ehrlich bin.

Bei den meisten Anleitungen, die man im Internet findet, sind jedoch Bänder eingezogen. Und auch Daniela vom Blog „Green Bird“ hat mir rückgemeldet, dass sie ihr gemeinsam genähtes Säckchen aus diesem Grund nicht so gerne verwendet.

Anlässlich meines Bloggeburtstages habe ich darüber nachgedacht, welche Blogaktion ich dieses Jahr machen möchte. Nach zwei Jahren Herzkissen nähen gemeinsam mit Gabi von „made with Blümchen“ wollte ich diesmal etwas direkt für Dich machen. Und da sind mir diese kleinen Einkaufshilfen eingefallen.

Daher wird es heute eine neue Anleitung für Gemüsesäckchen mit Bändern geben, die man jedoch nicht einziehen muss. Dadurch sind sie besonders einfach zu nähen und man erspart sich die Fummelei. Zusätzlich möchte ich an eine meiner treuen Leserinnen bzw. Leser das heute gezeigte Set Gemüsesäckchen verschenken.

Anleitung:

Material:

Für die Säckchen habe ich einen dünnen, eng gewebten Vorhangstoffrest verwendet. Zusätzlich wurden Satinbänder, die ich aus Kleidungsstücken heraus geschnitten habe, angenäht.

Diese Satinbänder befinden sich oft am Halsausschnitt, damit die Teile im Geschäft nicht vom Kleiderbügel rutschen. Da sie mich beim Tragen kratzen, trenne ich sie immer heraus.

Upcyclingprojekt: dünner Vorhangrest und Satinbänder

Zuschnitt:

kleiner Beutel: 25 cm x 60 cm
mittlerer Beutel: 30 cm x 70 cm
größerer Beutel: 35 cm x 85 cm

Das sind Richtwerte, so genau ist es jedoch nicht. Meistens orientiere ich mich am vorhandenen Vorhangrest und nehme das, was sich ergibt. Dadurch habe ich keinen Verschnitt.

Wenn der Stoff nicht so groß ist, kann man die doppelte Höhe auch halbieren, muss dann jedoch die Nahtzugabe für die Bodennaht dazu rechnen.

Bei den gezeigten Beuteln sind nur die beiden Seitennähte nötig, da der Boden sich durch das Halbieren vom Stoff automatisch ergibt.

Nähanleitung:

1. Der Stoff wird mit der schönen Seite nach außen in der Hälfte zusammen gelegt und die beiden gegenüber liegenden Seiten mit Stecknadeln zusammen gesteckt. Durch den Bug entsteht der Boden, die gegenüber liegende Seite vom Bug bleibt offen.

2. Das Satinband wird ebenfalls in der Hälfte gefaltet und im oberen Drittel vom Stoff wie am Bild zu sehen fest gesteckt

gefaltetes Satinband feststecken

3. Die beiden Seiten werden mit geraden Stichen zusammen genäht. Wenn man mag kann man beim Satinband ein kurzes Stück zurück nähen, damit es fester hält. Die obere Kante bleibt natürlich offen.

die erste Naht ist schon fertig

4. Das Teil wird nun gewendet, gebügelt und der Rand abermals mit Hilfe von Stecknadeln festgesteckt. Das Satinband kommt dadurch innen zu liegen, denn die zweite Naht wird auf der linken Seite (Innenseite) gesetzt.

nun wird auf der linken Seite gesteckt für die Naht

5. Nun wird wieder genäht. Durch die zweite Naht kann der Stoff nicht mehr ausfransen und hält auch besser das Gewicht vom Obst und Gemüse aus. Man nennt das „französische Naht“.

Die genaue Anleitung habe ich schon einmal beim Nussmilchbeutel gezeigt. Schau gerne beim Beitrag vorbei, wenn Du mit diesen Bildern nicht zurecht kommst. Bei der Anleitung für den Nussmilchbeutel sind bessere Übersichtsbilder zu sehen als diesmal, wo ich hauptsächlich Detailbilder zeige.

nach dem Wenden auf die schöne Seite

6. Auf die rechte Seite wenden und die Ränder gut zurecht zupfen, bevor Du alles noch einmal gut bügelst. Danach den oberen Rand doppelt einschlagen, stecken und mit geraden Stichen nähen.

der obere Saum wird doppelt umgeschlagen

7. Schneide die Enden der Satinbänder schräg ab, damit sie nicht ausfransen. Fertig!

beim Einkauf

Wenn Du einkaufst füllst Du Obst, Gemüse oder Nüsse in den Beutel und kannst ihn sodann mit dem Band zubinden. Das meist nötige Preisschild klebst Du einfach auf den Stoff. Es lässt sich danach wieder sehr gut ablösen.

ab sofort gibt es keine Plastiksackerln mehr!

Der kleine Beutel eignet sich besonders gut für Nüsse, Maroni und andere kleinere Früchte. Der mittlere Beutel ist ein Universalbeutel für fast alles und im größten Beutel kannst Du auch einen großen Salatkopf ohne Plastikbeutel einkaufen.

doppelt Müll sparen durch Upcycling

Geburtstagsgeschenk

Unter allen Kommentaren hier auf meinem Blog und auf Facebook verlose ich anlässlich des 4. Bloggeburtstages das gezeigte Set für Deinen verpackungsfreien Einkauf.

mein Geschenk zum Bloggeburstag

Wenn Du die Gemüsesäckchen gerne von mir geschenkt bekommen und auch verwenden möchtest, dann schreibe mir das in Deinem Kommentar bis spätestens Sonntag 21.1.2018 (24h). Der Gewinner/die Gewinnerin wird von mir persönlich per Mail verständigt.


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Hier geht es zur aktuellen Linkparty.


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

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78 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Gemüsesäckchen nähen

  1. Prima Idee, vor allem mit den Bändern, so geht das nähen noch einfacher! Was für ein Zufall, ich habe gestern aus einem Geschirrtuch einen Brotbeutel genäht, aber mit Tunnelzug und Kordelstopper am Band. Deine Idee werde ich gleich als nächstes umsetzen für Gemüsebeutel. Danke! Da ich ja selbst nähe, nehme ich mich mal von der Verlosung aus ;-).
    Liebe Grüße, Jana

    • Hallo Jana!

      Freut mich sehr, dass Dir meine Idee mit den Bändchen gefällt. Wenn Du gerade selbst einen Brotbeutel mit Tunnel genäht hast, ist Dir ja noch gut in Erinnerung die Sache mit dem Einziehen. Mir fehlt da scheinbar die Geduld dazu 😀

      Viel Spaß beim selber nähen!

      lg
      Maria

      • Warum eigentlich Geduld beim Einziehen?
        Solange der Tunnel weit genug ist, ist das sooo einfach und schnell: Sicherheitsnadel in den Anfang des Bändchens einstechen, schließen und dann durch den Tunnel schieben. Damit geht es wirklich schnell und einfach, die feste Sicherheitsnadel läßt sich da gut durchschieben. Probleme gibt es eigentlich nur, wenn man den Tunnel zu eng gemacht hat.

      • Liebe Maria! De Tunnelzug fällt bei mir immer sehr großzügig aus und ich mache vor dem Vernähen zwei 15mm Ösen rein (alternativ Knopflöcher), so dass das Einfädeln keine Mühe macht. Aber wie ich in Deinem neuesten Beitrag lese, hast Du es nun auch super hingekriegt mit dem Tunnelzug, das freut mich! Mein Tipp noch zu den Gemüsesäckchen, wenn kein passender Stoff im Haus ist, kann man auch Dreieckstücher aus alten Verbandskästen nehmen. Davon habe ich mir sogar Nussmilchbeutel genäht und ein paar Handwäschen haben diese auch überstanden. Wie langlebig die sind bzw ob die auch Maschinenwäsche überstehen, probiere ich gerade aus. Ich wollte nicht extra Gardinen kaufen für die Beutel und eine Menge Dreieckstücher aus alten Verbandskästen hatte ich noch hier rumliegen, also hab ich einfach mal aus der Not eine Tugend gemacht 😉
        Herzliche Grüße, Jana

  2. Gute Idee mit den angenähten Satinbändern!
    Ich benutze bei meinen immer Gummis (z.B. Von Bundmöhren, mit denen die Beutel sich auch in der Tasche kleingeknuddelt zusammenhalten lassen.
    Wie schwer sind deine Beutel? Bezahlt man die großartig beim Wiegen mit?
    Ich habe für kleine leichte Sachen Beutel aus Resten von Faschingstüll genäht – die wiegen ca. 3 Gramm und sind problemlos mitzuwiegen.
    Für größere Sachen oder „Stacheliges“ mit Stielen, die den feinen Tüll kaputtmachen, habe ich einen schnöden orangenen Gewebesack von Kartoffeln. Der war von unserem Biobauern und darum nicht doof zugenäht sondern lang genug zum Zuknoten.
    Der ist super für größere Mengen Äpfel etc. und wiegt auch nur 4 Gramm.
    LG Kaddi

    • Hallo Kaddi!

      Faschingstüll ist sicher auch ein guter Stoff dafür. Meine Säckchen wiegen – je nach Größe – auch so 3-4 Gramm. Hält sich also in Grenzen. 2 Gramm werden sowieso abgezogen.

      Das mit dem alten Kartoffelsack ist auch eine gute Lösung! Wir heben die immer für den Garten auf um wieder Kartoffeln (aus Eigenbau) einzufüllen.

      lg
      Maria

  3. Liebe Maria!
    Jetzt ist es auch bei mir soweit – ich werde mir endlich solche Beutel nähen. Habe ich doch gerade gestern wieder das nicht mehr verwendete „Moskito-Netz“ entdeckt. Das ist bestimmt auch gut für diese Beutel zu gebrauchen.
    Danke für die Anregung
    LG Karin

  4. Super Idee mal wieder. Gern mach ich bei deiner Verlosung mit. Ich habe letztes Jahr auch einen Brotbeutel genäht. Allerdings mit Tunnelzug. Wenn man den Tunnel groß genug macht klappt es auch mit dem einziehen. Lg Starlights

    • Hallo Starlights!

      Das mit dem Tunnel und mir ist so eine Sache. Wir lieben uns einfach nicht. Auch wenn ich ihn groß genug mache, ist es immer lästig gegen Ende hin, wenn der Stoff sich so einwuzelt.

      Es ist mir sogar schon passiert, dass die Sicherheitsnadel aufging und ich alles noch einmal von vorne machen musste.

      Mir fehlt einfach die Geduld dazu wenn ich ehrlich bin!

      lg
      Maria

  5. Hallo,

    Alles Gute zu deinen vier Jahren Blog! Ich habe ihn letztes Jahr entdeckt und freue mich immer über neue Anregungen.
    Ich würde gerne bei der Verlosung mitmachen, da ich überhaupt nähbegabt bin. Bisher habe ich bei Kleinkram doch zur Plastiktüte gegriffen, da es ohne Tüte/Beutel drumherum sehr umständlich zum Einkaufen ist.
    LG enna

  6. Ich bin Handarbeitslegasthenikerin und nicht in der Lage diese geniale Idee umzusetzen. In unserem Supermarkt werde ich immer komisch angeschaut, da ich Obst und Gemüse ohne Plastiksack nehme (außer es fällt sonst durch das Gitter vom Einkaufswagen) und die Verkäuferinnen sind etwas genervt, wenn sie zum dritten Mal einen einzelnen Apfel abwiegen müssen. LG Uta

    • Hallo Uta!

      Das stimmt, meist schauen die Verkäuferinnen etwas genervt, wenn man Obst und Gemüse lose im Wagen hat. Wenn ich mal meine Sackerln vergessen habe, dann mache ich das aber trotzdem so.

      lg
      Maria

  7. hallo Maria! Habe deinen Blog über Facebook gefunden und finde die Idee mit den Säckchen genial! Da ich leider nicht nähen kann, möchte ich mich zum Gewinnspiel anmelden! Ich würde sie dann immer in meiner Tasche dabei haben!

    So. Nun stöbere ich noch ein bisschen weiter durch deinen Blog! 😄

    Liebe Grüße Miriam

  8. Moin Moin,

    danke für Deine vielen „Stubser“ und Anregungen. Die Gemüsebeutel sind auch so etwas, besonders mit den Satainbändchen. Die trenne ich auch immer raus und fand es schade sie zu entsorgen, da sie ja eigendlich hübsch sind.
    Da ich sowohl Stoff, Bändchen und auch eine Nähmaschine zur Verfügung habe mache ich mich selbst ans Werk und überlasse die Teilnahme am Gewinnspiel denen, die diese Möglichkeit nicht unbedingt haben.

    Danke und unbedingt weiter machen und Achtsam bleiben,

    Mim

    • Hallo Mim!

      Schon ganz viele Leute haben mir rückgemeldet, dass sie die Bändchen auch heraus trennen. Für diese Säckchen ist das natürlich eine perfekte Möglichkeit. Ich habe sie immer auf und habe auch schon Aufhänger für Abwaschtücher daraus genäht.

      Viel Freude beim Nähen und natürlich bei der Verwendung!

      lg
      Maria

  9. genau – da war noch was … solche Beutel wollte ich mir auch noch nähen, aber vielleicht kann ich es mir ja sparen, wenn ich gewinnen sollte 😉
    da ich das meiste Obst und Gemüse entweder in meiner Bio-Kiste geliefert bekomme oder beim örtlichen Händler mit einem Korb einkaufe, brauche ich nur sehr selten Verpackungsmaterial …
    LG Brigitte

    • Hallo Brigitte!

      Hängt natürlich immer von den eigenen Gewohnheiten ab. Bio-Kiste ist super, vor allem, wenn dabei Obst und Gemüse lose drin sind. Meist kann man das auch dazu sagen.

      Am Markt ist es auch einfacher ohne Verpackungsmüll einzukaufen. Zumindest wenn man es rechtzeitig dazu sagt 😀

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  10. Echt prima Idee… nur bin ich wohl zu ungeschickt, um die Idee selbst umzusetzen…Mit Nähen hab ich’s bisher nicht so bzw. keine Erfahrungswerte !!

    • Hallo Nicole!

      Kleiner Tipp, falls Du nicht gewinnst: Es gibt die Säckchen auch zu kaufen. Alternativ kann man auch Wäschenetze verwenden. Das ist doppelt sinnvoll, weil sie dadurch doppelt verwendet werden. Und sauber werden sie auch gleich bei der nächsten Wäsche 😀

      lg
      Maria

  11. Vielen Dank für die Anleitung. Nun ist es wirklich an der Zeit mich auch daran zu setzen. Das einzige Problem dass ich bisher hatte, war den richtigen Stoff zu finden. Also dass er auch leicht durchsichtig ist. Und bisher findet sich nichts in meiner Stoffkiste.
    Aber da du von Vorhangstoff geschrieben hast, dachte ich an alte Gardinen… vielleicht funktionieren die auch.
    Viele Grüße
    Nisi

  12. Gerne würde ich dein Set gewinnen und es dann an meinen 20jährigen Sohn für seine frisch bezogene Erstwohnung weitergeben. Damit er keine Ausreden mehr hat (wenn es keinen Aufwand für ihn bedeutet, ist er nämlich gerne bereit, die „umweltfreundlichere“ Variante zu wählen. Ich persönlich komme ganz ohne Beutel aus.) 😉

    • Hallo Virginia!

      Oh finde ich ja total super, dass Du versuchst Deinen Sohn auch dazu zu motivieren!

      Ich war vor kurzem mit meinem bei einem Unverpacktladen und habe ihm alles gezeigt und bei der Gelegenheit ebenfalls einen Einkaufsbeutel geschenkt 🙂 Er ist 21 Jahre 🙂

      lg
      Maria

  13. Tolle Idee! Ich ärgere mich dauernd, das bei der Edeka immer noch die blöden Rollenbeutel ( Knotenbeuel) rumliegen. Man bekommt nicht mal die Alternative Papiertüte. Bei meinem letzten Einkauf habe ich eine andere Kundin gefragt, ob sie die Bananenschale mit isst, weil sie ihre Bananen in eine Plastiktüte gemacht hat zum abwiegen. Da habe ich mich nicht gerade beliebt gemacht. Aber das kann ich ab 😀Meinst du mit Vorhangstoff eine Gardine? Ich muss mal in meinen Stoffresten nach passenden Stoff gucken.
    Danke fürs teilen deiner Idee.
    Viele Grüße
    Silke

    • Hallo Silke!

      Ja genau, Gardine 🙂 Für mich ist alles, was vor dem Fenster hängt, ein Vorhang 😉

      Bananen in Plastik einpacken ist ja schon sehr kühn. Kann ich gut verstehen, dass Du darauf reagiert hast, aber leider auch den Unmut der anderen, darauf angesprochen zu werden. Aber vielleicht denkt sie das nächste Mal daran und macht es nicht mehr.

      lg
      Maria

      • Moin,
        Ich habe mir, nach deiner Anleitung, 7 Gemüsesäckchen aus einer ausrangierten Gardine einer Freundin genäht. 3 für mich, 4 für sie 😀. Ich habe auch die französischen Nähte gemacht, weil ich wissen wollte wie es geht.
        Echt praktisch beim einkaufen 😄
        Gruß Silke

      • Hallo Silke!

        Finde ich ja total super, dass Du das mit Deiner Freundin gemeinsam durchgezogen hast. Das nenne ich mal eine sinnvolle Arbeitsteilung. Einer spendet den Stoffe, der andere näht und beide haben was davon 🙂

        Viel Freude damit!

        lg
        Maria

    • Ich hab von Kolleginnen schon Kommentare gehört, dass sie es ja SO EKLIG fänden, wenn Kunden Obst oder Gemüse unverpackt auf das Kassenband legen würden. Auf die Frage, ob sie ihr Gemüse denn zu Hause nicht waschen oder schälen würden, haben sie dann aber nicht reagiert. Motto: Komm mir nicht mit Fakten, ich hab mir meine Meinung gebildet!

      Aber zur Papiertüte: Dazu habe ich kürzlich gelesen, daß die leider gar nicht umweltfreundlicher ist als Plastik, wenn man sie nicht mehrfach benutzt. Insofern ist die Königslösung wirklich, entweder gar nichts zu nehmen oder wiedererwendbare Säckchen.

      • Hallo Fussel!

        Das stimmt leider, die Papiertüten schneiden von der Ökobilanz leider wirklich nicht gut ab. Deshalb – so wie Du schreibst – wieder verwendbare Säckchen sind die einzige sinnvolle Lösung!

        Dein Beispiel mit „komm mir nicht mit Fakten“ gefällt mir!

        lg
        Maria

  14. Hallo Maria,
    ich würde mich sehr über das Säckchen- Set freuen. Endlich kann ich meinem Mann den Verzicht der sinnlosen Büddel schmackhaft machen. Ich bin leider noch nicht selbst dazu gekommen- habe noch nicht den passenden Stoff gefunden.
    Liebe Grüße 🍀

    • Hallo NIna!

      Scheinbar sind die Männer oft ein Hemmschuh. Das habe ich zumindest gestern und heute aus vielen Kommentaren raus gelesen.

      Aber eigentlich gehen doch die meisten Frauen einkaufen, da sollten doch auch die Frauen bestimmen können, wie es läuft?

      Viel Erfolg beim Umsetzen Deiner Ideen!

      lg
      Maria

      • Bei uns zu Hause gehen wir erfreulicherweise beide einkaufen, je nachdem, wie gerade die anderen Arbeiten anfallen. Mein Freund braucht aber meist einen detaillierten Einkaufszettel, also mit genauen Grammangaben und so. Und falls die Reise nicht direkt zum Unverpacktladen geht, muß ich auch dafür sorgen, daß er z.B. für Mozzarella den ausgewaschenen Behälter vom Supermarkt mitnimmt (leider aus Plastik, aber die haben nur dafür ein Tara auf ihren Waagen und andere Behälter werden nicht akzeptiert), sonst gibt’s wieder nen neuen…
        Aber ich freu mich schon, daß er z.B. auf dem Weg von der Arbeit beim Unverpacktladen vorbeigeht, das spart mir viel Weg.

  15. Hallo, Maria!

    Ich habe mir auch aus einer alten Tischdecke Säckchen in verschiedenen Größen genäht. Mit Tunnelzug. Da der Stoff (Baumwolle) aber recht dick ist, krieg ich das nicht komplett zugezogen, was aber nicht so schlimm ist. Für sehr kleine Sachen wie Bulgur oder Sonnenblumenkerne muss ich dann aber immer auf Papiertüten zurückgreifen. Deshalb überlege ich, Säckchen mit Reißverschluss zu nähen. Mein Problem: Ich habe keine Nähmaschine, weil ich eigentlich nicht gerne nähe, und muss deshalb alles mit der Hand machen. Dadurch bin ich an einem Säckchen ewig dran.

    Jedenfalls wurde ich anfangs an den Supermarktkassen komisch angeschaut. Mittlerweile bekomme ich viele Komplimente dafür („tolle Idee“). Im Bioladen gibt es nun auch Säckchen zu kaufen, nachdem die Verkäuferinnen meine gesehen haben. 🙂

    Ich habe noch einen dünnen Vorhang hier rumliegen, der auf jeden Fall noch verarbeitet wird. Es kann so einfach sein, auf Verpackung zu verzichten – vorausgesetzt, die Ware ist lose.

    Liebe Grüße
    Yvonne

    • Hallo Yvonne!

      Finde ich gerade voll super, dass Du trotzdem Du keine Nähmaschine hast, Dir selbst Säckchen genäht hast und noch weitere nähen möchtest!

      Da sieht man wieder mal, keine Nähmaschine ist wirklich kein Hinderungsgrund!

      Danke für Dein Kommentar und viel Freude beim Nähen!

      lg
      Maria

  16. schön, dass du dir die mühe einer anleitung gemacht hast.
    ich nähe wäschebeutel aus ähnlichen stoffen und setze einen reißverschluss ein, obwohl ordentlich zubinden auch genügen sollte.

    • Hallo!

      Mein erstes Wäschesäckchen habe ich auch selbst genäht. Wie schon in dem Beitrag beschrieben bin ich zu faul für Tunnel und Band einziehen. Zip einnähen ist auch nicht gerade meine Stärke, daher habe ich es stets mit einem Haargummi verschlossen. Hat super funktioniert!

      lg
      Maria

  17. Eine tolle Idee, liebe Maria. Ich habe aus einem Reststück eines Vorhangs solche Säckchen als Wäschenetze genäht und verschenkt. Die Idee, sie als Ersatz für die „Hemdchenbeutel“ zu nehmen, gefällt mir richtig gut. Ob mein Mann sie nehmen würde, weiß ich nicht (ich sage nur: Spülschwamm *lach*), ich aber in jedem Fall. Also will ich mein Losglück versuchen und gratuliere dir zudem zu deinem Bloggeburtstag. Weiter so!!!!!

    Alles Liebe und Herzensgrüße zu dir nach Österreich ♥ Anni

    • Hallo Anni!

      Ja, Wäschenetze kann man natürlich auch genau so nähen. Man kann sie ja auch doppelt verwenden. Einerseits zum Einkaufen und wenn nötig zum Waschen von BHs etc. Dann spart man sich das extra waschen, wenn sie mal schmutzig sind 🙂

      Danke für die lieben Wünsche und Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  18. wow, eine super Idee
    ich mag die ganzen Plastikbeutel eigentlich nicht beim Einkaufen, hätte aber gedacht, dass sie an der Kasse da meckern
    vor allem, weil heute meist an den Kassen gewogen wird und man kein Etikett mehr auf die Tüten klebt
    aber einen Versuch ist es wert
    du hast mich angeregt, mal in meinem Altstoff-Fundus zu suchen, ob ich was passendes finde, weil Beutel gerade noch in meinen Nähfähigkeiten liegen müssten

    danke für die Inspiration und lieben Gruß
    Uta

  19. Hallo,
    ich überlege auch schon länger, ob ich mir solche Tüten selbst mache. Kam bisher aber nicht dazu.
    Ich würde mich freuen, wenn ich ein Set gewinne.
    LG Elke

  20. Hallo Maria,

    herzlichen Glückwunsch zum Bloggergeburtstag!
    Diese Säckchen stehen schon so lange auf meiner Liste…
    Die Idee mit den französischen Nähten finde ich toll. so sehen die Beutel viel schöner aus, das werde ich dann wohl auch so machen. Danke für die Anleitung!

    Liebe Grüße
    Lara

  21. Hi,
    ich bin heute zum ersten Mal auf deinem Blog und das Gelesene inspiriert mich sehr. Es ist schön zu sehen, dass es Menschen wie dich gibt, die sich ebenfalls dafür einsetzen, dass man durch kleine Beiträge im Alltag so viel Gutes für die Natur und somit auch für uns selbst tun kann.
    Ich freue mich schon auf weitere Tipps zu einem verpackungsfreien Einkauf. Herzliche Glückwünsche zum 4. Geburtstag,
    Dominique

  22. Hups, da hab ich es mit meiner Blogrunde ja gerade noch rechtzeitig vor dem Einsendeschluss bis zu dir geschafft! Erstens mal herzlichen Glückwunsch zu diene Bloggeburtstag, liebe Maria – und zweitens: ja, supertoll, da hüpf ich doch auch in den Lostopf! Denn da ich nicht gut nähen kann, wäre so ein gewonnenes Sackerl für mich ein ECHTER Gewinn! Und du kannst davon ausgehen, dass ich sie verwende. Aktuell mach ich es so, dass ich die Papiersackerln vom Hofladen immer wieder verwende, aber da sie teilweise vom Gemüse feucht werden, halten sie halt nicht ewig…
    Ganz herzliche Grüße aus Rostrosenhausen, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2018/01/spanische-tage-1-naturpark-salinas-de.html

  23. Ich hab das Glück, das ich mein Gemüse mit der Regiokiste unverpackt geliefert bekomme und wenn ich doch mal im Supermarkt bin, lege ich alles einfach so in den Korb. Es sei denn, es ist wie die meisten Bio-Produkte im Supermarkt, eingeschweißt in Folie 😦
    Viele Grüße,
    Marlene

    • Hallo Marlene!

      Ich hatte auch lange Zeit eine Biokiste, das war echt praktisch. Seitdem ich bei foodsharing mit arbeite hat sich das allerdings verändert. Weil ich unregelmäßig und nicht einschätzbar Lebensmittel bekomme, kaufe ich nur noch spontan wenn ich etwas zusätzlich brauche.

      lg
      Maria

      • Liebe Maria,
        dann musst du beim Kochen aber auch immer improvisieren, je nachdem, was du gerade bekommst, nicht wahr? Aber darin bist du ja gut 🙂 Sind bei den geretteten Lebensmitteln manchmal auch Bio-Waren dabei?
        Viele Grüße,
        Marlene

      • Hallo Marlene!

        Ja, ich bekomme sogar sehr viele Biowaren, Großteils sogar 🙂

        Scheinbar ist der „Abfall“ bei der Bioware größer als bei der konventionellen, weil weniger Leute das kaufen. Ich selbst freue mich natürlich darüber!

        Und ja, ich improvisiere beim Kochen eigentlich mittlerweile fast ausschließlich. Das nenne ich „kreativ kochen“ und macht mir inzwischen viel mehr Spaß als nach Rezept zu kochen 🙂

        lg
        Maria

      • Hallo Maria,
        ich koche auch gerne kreativ, man bekommt mit der Zeit ein Gefühl dafür, was zusammenpassen könnte und was nicht 🙂
        Zum Thema Bio-Ware und mehr Abfall fällt mir ein, dass die Leute, wenn sie dafür mehr zahlen müssen, eben oft auch erwarten, dass es noch besser aussieht als das konventionelle. Wenn dann der Salat schon etwas welk ist, will ihn erst recht keiner mehr. Dabei ist das auch ein Zeichen für Naturbelassenheit…
        Liebe Grüße,
        Marlene

  24. geniale idee – so ein dünner stoff wiegt ja auch nicht mehr wie so ein plastikbeutel.
    danke fürs teilen ❤
    liebe grüße
    gusta

  25. Das ist wirklich eine klasse Idee. Meistens komme ich ohne Tüte aus und verstaue den ganzen Obst-/Gemüseeinkauf komplett in einem Jutebeutel für den Transport nach Hause. Aber manchmal benötigt man doch eine Tüte, wie z. B. bei losen Nüssen. Da griff ich bis jetzt immer zur Papiertüte zurück, die ich aber ddann aufgehoben und wiederverwendet habe, bis sie auseinandergefallen ist. Doch so ein Beutel wäre das Ende des Ressourcenverschwendens. Mittlerweile gibt es ja auch welche zu kaufen, aber selbst gemacht lassen sich so noch viel besser Stoffreste verwerten. Jetzt muss ich mir nur noch zeigen lassen, wie man richtig näht.
    Liebe Grüße
    Chrissie

    • Hallo Chrissie!

      Falls Du Wäschebeutel hast, kannst Du auch ein Wäschesäckchen dafür verwenden.

      Ansonsten viel Erfolg, dass Du jemanden findest, mit dem Du selbst ein Säckchen nähen kannst!

      lg
      Maria

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  29. … schade, sehr schade, aber ich habe einfach kein Talent zu nähen….
    ich krieg einfach nichts hin, was mit Nadel und Faden oder Nähmaschine zu tun hat ….
    😦 😦 😦
    Alles Liebe dir und Segen!
    M.M.

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