was passiert mit unserem Biomüll? [Abfallberater – Exkursion #3]

Nach dem Besuch der Plastiksortieranlage und des Recyclingcenter Sturzgasse haben wir in unserer nächsten Exkursion zu sehen bekommen, was mit unserem Biomüll passiert.

Dazu sind wir mit einem Bus gemeinsam nach Dobl gefahren, um eine professionelle Kompostieranlage zu besichtigen. Ein wenig hatten wir ja Sorge, dass das unglaublich stinken wird. Aber weit gefehlt, die Geruchsbelästigung in der Plastiksortieranlage war deutlich intensiver!

die Anlieferung vom Biomüll

Täglich werden einige Tonnen Biomüll an die Kompostieranlage geliefert. Der Biomüll wird in der sogenannten Mietenkompostierung verrottet. Das sind diese langen Reihen von aufgeschütteten biogenen Abfällen.

Um einen guten Kompost als Endprodukt zu erhalten, müssen ganz schön viele Arbeitsschritte erledigt werden und auf die Bedingungen während der Kompostierung geachtet werden. Mehr dazu später.

ein erster Blick auf die Kompostieranlage

ein erster Blick auf die Kompostieranlage

Aufbereitung vom Biomüll

Zuerst kommt gleich der allerschlimmste Teil. Leider gibt es gerade im Biomüll extrem viele Fehlwürfe. Das heißt, es sind Stoffe zwischen dem Biomüll, welche nicht verrotten können.

Für den Betreiber der Kompostieranlage bedeutet das intensive Handarbeit, was echt nicht lustig ist. Alles, was nicht kompostiert werden kann, muss nämlich händisch aussortiert werden!

Fehlwürfe müssen händisch aussortiert werden

Fehlwürfe müssen händisch aussortiert werden

Was da alles drin ist im Biomüll, ich habe gleich nur so geschaut. Eine ganze Wurst in Plastikhaut habe ich entdeckt, jede Menge Plastiksäcke, aber auch Aludosen und vieles mehr.

Aber auch Papiersäcke und Biokunststoffsäcke können nicht kompostiert sondern müssen entfernt werden, da dieses Material zwar grundsätzlich biologisch abbaubar ist, aber nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit.

all das kann nicht kompostiert werden und muss aussortiert werden

all das kann nicht kompostiert werden und muss aussortiert werden

Große Augen haben wir gemacht, als wir erfahren haben, wie viel wirklich aussortiert werden muss. Auf dem Gelände stand ein riesiger gelber Container, in dem die händisch aussortierten Fehlwürfe zu sehen waren.

Das ist nicht etwas die Menge von einigen Monaten sondern von wenigen Tagen. Unglaublich!

unglaubliche Mengen an Plastikmüll wurden aus dem Biomüll aussortiert

unglaubliche Mengen an Plastikmüll wurden aus dem Biomüll aussortiert

Daher war die Bitte von Herrn Pongratz, dem Betreiber der Kompostieranlage, ausschließlich Bioabfälle in die Biotonne zu füllen. Angesichts dieser Mengen ist das wirklich gut nachvollziehbar, denke ich.

Wenn nun endlich die ganzen Fehlwürfe aussortiert sind, wird der angelieferte Biomüll mit Baum- und Strauchschnitt sowie Laub durchmischt und zu den sogenannten Mieten aufgeschüttet. Über die Kompostierung muss Buch geführt werden, dazu werden alle Mieten mit Nummern versehen und mit Tafeln gekennzeichnet.

die gekennzeichneten Mieten

die gekennzeichneten Mieten

der Kompostiervorgang

Der eigentliche Kompostiervorgang dauert rund 4-6 Wochen. Während dieser Zeit kann Herr Pongratz allerdings nicht Däumchen drehen, sondern muss die Feuchtigkeit kontrollieren und regulieren, damit die Rotte mit der korrekten Temperatur ablaufen kann. Das ist deshalb wichtig, damit alle Keime und auch die Unkrautsamen abgetötet werden.

Um ausreichend Sauerstoff für den Verrottungsvorgang zuzuführen, werden die Mieten alle paar Tage mit Hilfe von großen Maschinen umgeschichtet. Das ist auch das Geheimnis, warum es in der Kompostieranlage nicht stinkt. Wenn ausreichend Luft dazu kommt, dann entstehen keinen Fäulnisgase.

die Verrottungshitze lässt sich am Dampf erahnen

die Verrottungshitze lässt sich am Dampf erahnen

Abwasser

Die Kompostieranlage steht auf befestigtem Untergrund, damit die während des Kompostiervorgangs entstehende Flüssigkeit das Grundwasser nicht verschmutzen kann.

die Flüssigkeit rinnt zwischen den Mieten ab

die Flüssigkeit rinnt zwischen den Mieten ab

Der Boden ist leicht schräg verlaufend angelegt, sodass alles in eine befestigte Grube fließen kann. Diese Flüssigkeit wird in weiterer Folge wiederum zur Bewässerung der Mieten verwendet.

hier sieht man die Grube, in der die Flüssigkeit gesammelt wird

hier sieht man die Grube, in der die Flüssigkeit gesammelt wird

Nachrotte

Wenn die Temperatur zurück geht und der Verrottungsprozess abgeschlossen ist, wird der frische Kompost ausgesiebt, wodurch auch kleinste Verunreinigungen entfernt werden.

was da noch alles zu finden ist...

was da noch alles zu finden ist…

Der frische Kompost wird nun abgedeckt, damit er nicht austrocknet, und muss noch einige Tage bis Wochen nachreifen, bis er abgeholt werden kann.

Verkauf und Verwendung

Der Abnehmer kommt mit einem Anhänger und holt den reifen Kompost lose ab. Dieser kann sodann unter die Erde gemischt werden. Dadurch verbessert sich die Fähigkeit der Erde, Feuchtigkeit zu speichern und Nährstoffe werden zugeführt.

der nährstoffreiche Kompost ist nun abholbereit

der nährstoffreiche Kompost ist nun abholbereit

Fortsetzung folgt…

Was passiert mit unserem alten PC?


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Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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46 Kommentare zu “was passiert mit unserem Biomüll? [Abfallberater – Exkursion #3]

  1. Cool, mensch lernt nie aus. Danke, das ist wertvolles wissen, ich dachte immer, das dauert mindestens ein jahr. Könnte mensch nicht auch gleich die entstandene wärme als energiequelle, oder wassererwärmung nutzen?
    Lovis

    • Hallo Lovis!

      Eine interessante Frage, ich weiß gar nicht, ob das schon einmal jemand untersucht hat.

      Die Kompostmieten kommen so auf rund 70°, das gibt schon was her. Aber vermutlich ist es eher schwierig umzusetzen, weil die Häufen ja ständig umgeschichtet werden.

      lg
      Maria

      • In einem #Biomeiler wird im Grunde genommen genau das gemacht und die Wärme des Verkompostierung zur Warmwasserbereitung genutzt – sei es zum Duschen oder auch „nur“ als Gewächshausheizung. So ein Biomeiler liefert glaube ich über rund 2 Jahre ziemlich viel Wärme… 🙂

      • In dem Film, den ich weiter unten verlinkt habe, wird das entstehende Gas aufgefangen und in einem kleinen Kraftwerk genutzt, um die ganze Kompostieranlage zu betreiben und auch noch den benachbarten Ort mit Strom zu versorgen.

    • Die Wärmeenergie wird ja gebraucht um die Miete aufzuheizen und die Wärmeverluste an die Umgebung auszugleichen.
      Wenn zuviel Wärmeenergie entnommen wird, reicht die Temperatur in der Miete nicht mehr aus um alles abzutöten.

      Aber das Konzept „Heizen mit Kompost“ ist bereits entwickelt und wird angewendet. Das Stichwort hierfür ist „Biomeiler“.

  2. Ich hab zwar keine braune Tonne sondern selbst ein(ig)e Kompostmiete(n) im Garten, aber wenn ich das so lese, ärgere ich mich einmal mehr, dass es immer nur „plastik“kompostsäcke zu kaufen gibt- die papiersäcke sind kaum zu kriegen! Das ist ja geradezu widersinnig!!!

    • Hallo!

      Ich sammle meinen Biomüll in einem großen alten Topf mit Deckel. Der Müll kommt dann lose in die Biotonne.

      Durch den Deckel riecht es gar nicht und der Edelstahltopf lässt sich wirklich einfach sauber machen!

      lg
      Maria

    • Interessant dein Beitrag. Wie andere finde ich es auch erstaunlich, dass so viel anderer Müll im Kompost landet. Als ich noch Kompost trennen konnte, sammelte ich ihn in Papiersäcke. Erstaunlich ist auch, dass die Plastikkompostierbaren zwar im Handel extra darauf hinweisen für Kompost zu sein. Es steht direkt auf dem Etikett. Gleich daneben lagen diejenigen aus Papier und ohne den expliziten Hinweis. Das finde ich etwas erstaunlich, denn es existieren bestimmt Leute, die zwar kompostieren und eben diese Säcke verwenden. Sie denken, dass es ja auf dem Etikett steht. Irgendwie ist das schon eine kleine Lüge.
      Bin auf deine Fortsetzung gespannt. Vor allem , da mein PC sich verabschiedet hat. So kann ich deinen Rat gleich umsetzten.

      • Hallo!

        Ja das mit den Bioplastikbeuteln ist so eine Sache, ich finde auch dass das so nicht korrekt dargestellt wird.

        Natürlich ist es richtig, dass der Beutel kompostierbar ist, er kann biologisch abgebaut werden im Gegensatz zu den konventionellen Plastikbeuteln. Allerdings eben nicht im üblichen Kompost bzw. nicht in der Kompostieranlage. Aber wenn jemand z.B. einen Bioplastikbeutel in der Natur liegen lässt, wird kein Schaden angerichtet, weil er mit der Zeit zerfällt und abgebaut wird.

        Also insofern natürlich ein Fortschritt. Umgekehrt muss ich sagen, persönlich halte ich sowieso nichts davon, Müllbeuteln zu kaufen. Ich finde es ziemlich absurd dass etwas hergestellt wird, was ausschließlich für den Müll bestimmt ist. Wenn man den Müll sehr gut trennt, dann braucht man nur die entsprechenden Behälter und keine zusätzlichen Beuteln.

        lg
        Maria

  3. Wir haben auch keine Biotonne sondern einen eigenen Komposthaufen. Allerdings würde mich interessieren, was mit den aussortierten kompostierbaren „Plastiksackerl“ passiert? Wir haben zB die Gewürze von Sonnentor in kompostierbarer Folie und kompostierbare Windeln .. Natürlich vom ökologischen her keine Frage auf jeden Fall besser als Plastik!! Aber wenn es sowieso im den Restmüll kommt, frage ich mich, warum sowas nicht kommuniziert wird?!
    Greets Cao

    • Hallo Cao!

      Das, was in der Kompostieranlage aussortiert wird, kommt auf jeden Fall in die Verbrennung, denn das lässt sich nicht mehr sortieren aufgrund der Verunreinigungen.

      Nach meinem Wissensstand ist es so, dass kompostierbare Kunststoffsäcke noch keiner Wiederverwertung zugeführt werden. Der einzige Vorteil, den ich sehe, ist, wenn kompostierbare Plastiksäcke in der Natur landen, sie keine 500 Jahre brauchen um zu verrotten.

      Aus Sicht der Abfallwirtschaft selbst gibt es gar keine Vorteile, im Gegenteil. Sie werden sorgloser verwendet und können nicht recycelt werden.

      lg
      Maria

      • Die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt. Unseren Biomüll aus dem Haus sammeln wir auch in einer Schüssel und dann auf dem Hauseigenen Kompost, aber wenn wir mit dem Hund rausgehen kommen wir nicht umher seinen Hinterlassen zu entfernen. Hier haben wir guten Gewissens extra zu kompostierbaren Beuteln gegriffen. Wenn diese nun aber auch zur Verbrennung müssen?
        Hat dazu jemand einen Tipp??

      • Hallo Laura!

        Deine Frage kann ich nur an umweltbewusste Hundebesitzer weitergeben, ich habe (derzeit) keine Haustiere.

        Papier/Karton ist vermutlich keine Alternative kann ich mir wegen dem Geruch vorstellen.

        lg
        Maria

    • Zumindest auf unseren Windeln steht drauf, dass sie zu langsam verotten für den Biomüll. Bei den abbaubaren Sackerln wusste ich es auch, aber ich glaube das war aus einem Zeitungsartikel.

  4. Liebe Maria,
    danke für diesen interessanten Beitrag! Das würde ich mir gerne mal live ansehen.
    Grüße
    Annett

  5. sehr interessant und wohl eine vorbildliche Anlage..
    es ist wohl nicht immer an dem.. es gab Zeiten in denen hier das ganze Tal gestunken hat weil oben auf dem Berg Kompost ausgebracht wurde
    und auch die Rabatten in denen er verwendet wurde stanken ..
    auch wird nicht überall so gründlich ausgesiebt und es landen zerquetschte Trinkfläschchen ect. auf den Feldern 😦
    ich bekomme auch immer wieder die Krise wenn ich in die Biotonne schaue..
    da wird der schimmlige Joghourt mit samt dem Becher eingeworfen
    die überzälige Wurst in der Verpackung wie du es ja auch gesehen hast
    was denken die Leute eigentlich wie Kompost ensteht.. ??
    die meisten haben wohl keine Ahnung..
    irgenwelcher Abfall entsorgt weil die Biotonne am nähesten stand.. manno..
    da könnte man sich nur aufregen..
    ich packe meinen Abfall in Zeitungspapier und verwahre ihn dann in einem Plastikbeutel (weil die Mülltonnen weiter weg sind und ich nicht jeden Tag dort hin laufe)
    den ich in die Tonne umleere
    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Ich hatte auch den Eindruck, dass es sich wirklich um eine sehr vorbildliche Anlage handelt. Herr Pongratz hat mich im Vortrag auch sehr beeindruckt durch seine Leidenschaft, er macht das wirklich gerne!

      Die Fehlwürfe haben mich auch sehr schockiert, ich hätte mit den aufgenommenen Fotos eine Vielzahl von Collagen füllen können 😦

      Ich nehme an, dass Du den Plastikbeutel entleerst und nur den Biomül in die Tonne kippst. Wir haben das früher (vor ewigen Zeiten) auch so gemacht. Leider ist mir ab und zu ein Sackerl in die Tonne gefallen, die so leer war, dass ich nicht mehr hinein gereicht habe. Das hat mich so geärgert, dass ich das nicht mehr gemacht habe.

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,

    zumindest bei meinen Eltern habe ich Zugriff auf einen Komposthaufen. Wobei auch hier die Frage ist, wie lang manche Dinge zum Verrotten benötigen. Zahnbürstengriffe aus Bambus beispielsweise? Haare (die ja eigentlich eine Alternative für BPA-frei Plastikborsten sein könnten, dann allerdings nicht mehr vegan sind) werden wohl auch nicht so schnell kompostiert.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    PS: In meiner derzeitigen WG hat sich etwas getan: Neulich habe ich sauber getrennten Müll in den von mir aufgestellten Behältern gefunden. Ausdauer zahlt sich also doch aus! (Auch, wenn jemand nach wie vor einfach alles in den Restmüll schmeißt. Aber Schritt für Schritt…)

    • Hallo Philipp!

      Der Hauskompost dauert natürlich viel länger als die professionelle Kompostherstellung.

      Wir haben uns allerdings sagen lassen, dass das Um und Auf die richtige Mischung, die gute Durchlüftung, das Wenden und die richtige Feuchtigkeit ist.

      Im Privaten fängt das Problem ja schon mit der richtigen Mischung an. Nicht immer fällt genug Strauchschnitt an, dann hat man einen Rasenüberhang und die Feuchtigkeit kann man nur schwer regulieren. Den Komposthaufen ständig zu wenden ist natürlich echt viel Arbeit.

      Ich hätte nie gedacht, dass das wirklich so eine Kunst ist!

      Danke für den Erfolgsbericht von Deinen Mülltrennungsbemühungen! Finde ich total super, dass Du da so hartnäckig bist und was erreichen konntest!

      lg
      Maria

  7. Immer wieder interessant und informativ sind deine Exkursionen in die Welt des Recyclings. Ich kann nur staunen, wieviel Plasik in den Biomülltonnen landet.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    • Hallo Claudine!

      Ja, das hat mich auch richtig umgehaut, das hätte ich nicht erwartet!

      Leider ist das, was für mich und viele, die auf diesem Blog lesen, so üblich ist, für andere gar nicht selbstverständlich.

      lg
      Maria

  8. Pingback: Monatscollage Juni 2016 und #Blog.Pause | widerstandistzweckmaessig

  9. Hast du eigentlich gefragt ob Zeitungspapier in der Biotonne okay ist? Wir stellen immer Tüten daraus her, wo der Biomüll rein kommt und raus getragen wird.

    Ich finde ja, dass man bei den Biotonnen auf den Deckel in Rot schreiben sollte, was nicht reindarf. In unserer Anlage gibt es auch so Deppen die Biomüll im Plastikbeutel reinwerfen, denken die da nimmt sich jemand die Zeit den aufzumachen oder was?

    • Hallo Dalia!

      Zeitungspapier – solange es keine Hochglanzzeitung oder ein Prospekt ist – ist okay.

      Stark gefärbte Prospekte sind von den Druckfarben her problematisch und das Hochglanzpapier ist sowieso ein Problem wegen der Beschichtung.

      lg
      Maria

  10. Hoch interessant. Danke für diese Informationen. Wie viel leichter es doch wäre, wenn die Menschen ein bisschen disziplinierter wegwerfen würden! Wir haben hier auch Biotonnen und ich würde mal gerne wissen, ob das so ähnlich geht.
    LG, Ingrid

      • Wir haben ja hier eine richtig gute Mülltrennung, allerdings auch eine Müllverbrennungsanlage, aus der auch Wärme gewonnen wird. Das sind alles gute Ansätze und lobenswerte Aktionen. Letzten Endes gibt es aber nur eines: nicht unsinnig konsumieren. Ich kann da jetzt immer öfter ’nein‘ sagen.

  11. Ich wollte dir gerade mal sagen, dass ich es richtig klasse finde, dass du dich damit beschäftigst, was mit unserem Müll, der ja leider doch in Massen anfällt, passiert.
    Bei Bio-Müll versuchen wir immer, möglichst wenig vom Gemüse/Obst abzuschneiden, verfüttern viel an die Tiere… aber wenn dann die eigenen Apfelbäume reif sind, dann haben wir immer Unmengen von Faulobst, da sich einfach nicht alle Äpfel einlagern lassen…

    Dass so viel Zeug, was nicht in den Biomüll gehört, zwischen dem Kompostierbaren ist, hätte ich nicht gedacht. Wir sind da nämlich sehr konsequent und werfen nur Gemüse- und Obstabschnitte, Strauchzeug, und vergammelte Lebensmittelreste in diesen Mülleimer.

    Dass das Kompostieren selbst so schnell geht, hätte ich auch nicht erwartet… und das mit dem Umschichten ist auch interessant, weil ich davon noch nie gehört hatte. Das sollte man dann doch sicher auch machen, wenn man selbst einen Komposthaufen anlegt, oder?

    Auf die Fortsetzung hast du mich jetzt aber unheimlich neugierig gemacht!!

    Liebe Grüße

    • Hallo Tabea!

      Wir haben bei der Exkursion auch hinsichtlich Heimkompostierung nachgefragt. Und auch hier ist es so, dass die Kompostierung durch das Umlagern beschleunigt wird. Der Kompost wird besser, wenn er gut durchlüftet ist, weil das Faulen dadurch verhindert wird. Es geht auch schneller.

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  12. Liebe Maria!

    Danke dir für den mal wieder sehr informativen Beitrag!
    Ich habe mich schon immer gefragt, wie es auf einer Biomüllanlage ausschaut und wie das eigentlich funktioniert. Bezüglich der Bio-Müllsäcke (die ja angelblich teilweise zu 100% abbaubar sind) bin ich genauso schockiert wie die anderen, obwohl ich davon schon gelesen hatte.
    Da bleibt einem eigentlich fast keine andere Möglichkeit, als den hauseigenen Biomüll gleich zu kompostieren oder mithilfe einer Wurmkiste in Humus umzuwandeln, oder?

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hallo Jenni!

      Also ich könnte nur mit großen Problemen selbst kompostieren, einfach weil bei mir gar nicht alles anfällt, was man für eine gute Kompostierung braucht. Es kommt nämlich auch auf die Mischung an wurde mir gesagt. Der konventionelle Biomüll aus der braunen Tonne muss nämlich nicht nur von Plastik befreit werden, sondern auch mit Strauchschnitt und Häckselmaterial vermischt werden, damit er gut unterlüftet ist. Das hätte ich nicht zur Verfügung. Wurmkiste will ich auch keine haben ehrlich gesagt.

      Ich sammle meinen Biomüll in einem alten Topf und werfe ihn gleich direkt in die Tonne. Den Edelstahltopf kann man gut säubern und durch den Deckel habe ich kein Geruchsproblem in der Küche und auch keine Mücken. Das ist für mich eine gute Lösung.

      lg
      Maria

  13. Liebe Maria,
    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Was man selbst beim Bio-Müll alles falsch machen kann! Eine genaue Liste was alles nicht rein darf wäre wirklich sinnvoll. Bei uns ist früher immer mal wieder Küchenpapier darin gelandet, geht das? Wie sieht es mit den Papiertüten aus, gibt es unterschiede, weil Zeitung zum Teil ja auch geht…?
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Hallo Jenni!

      Zeitungspapier ist bedingt tauglich, wegen der Druckerschwärze. Papier darf nur solches rein, das wirklich schnell zerfällt, also kein beschichtetes und kein bunt bedrucktes Papier. Wenn Du mit Küchenpapier die Küchenrolle meinst, die kann in geringem Maß hinein also z.B ein Blatt zum Bedecken vom Boden des Biomüllgefäßes.

      Tierknochen und Fleischreste sollen auch nicht rein, das zieht nicht nur Maden sonder auch Ratten an.

      Gefunden habe ich z.B. dieses PDF http://www.landkreis-guenzburg.de/uploads/tx_z7lkce/Bioabfaelle.pdf

      Es kann aber je nach Abfallsammler ein kleines bisschen unterschiedlich sein.

      lg
      Maria

  14. Meine Kinder lieben diesen Film von der Sendung mit der Maus über den Biomüll:

    Allerdings kompostieren wir selbst fast alle Küchen- und Gartenabfälle mit unserem Thermokomposter. Das geht wirklich einfach und ist für die Kinder schön zu sehen, dass alles wieder zu Erde wird, aus der wieder neues wachsen kann.

    Liebe Grüße,
    Henriette

    • Hallo Henriette!

      Das ist natürlich die beste Lösung für den Biomüll, wenn man ihn selbst kompostieren kann und dann auch gleich den perfekten Dünger für die Pflanzen hat. Finde ich super, dass Du die Möglichkeit hast, den Kreislauf der Natur Deinen Kindern so direkt zu zeigen.

      lg
      Maria

      PS: Danke für den Videotipp, ich liebe die Maus!

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