Re-Use boomt! [Impressionen von der Re-Use Konferenz 2016]

Der bewusste Umgang mit den Dingen ist ein Thema, das auf meinem Blog schon seit langem sehr viel Raum einnimmt, da mir das Thema wirklich sehr am Herzen liegt.

Re-Use und Reparieren sind die zentralen Punkt für mich und daher war klar, dass ich unbedingt mit dabei sein will, wenn auf einer Konferenz innovative Projekte gezeigt werden.

LogoIch möchte Dich natürlich nicht mit vielen Fakten langweilen und daher wird es keine chronologische Aufzählung geben, wer worüber gesprochen hat. Wer das doch möchte kann im Internet nachlesen. Auf der Seite der Arge sind die Fakten sowie alle Präsentationen, Links und Bilder zu finden.

Weiterverwendung der Dinge

Übergeordnetes Thema der Konferenz war die Abfallvermeidung aus der Perspektive der Abfallwirtschaft. Trotzdem möchte ich gleich vorweg ein Thema heraus greifen, das am Ende bei der Podiumsdiskussion besprochen wurde.

Re-Use ist nicht nur ein Thema der Abfallwirtschaft sondern findet lange davor in vielen Bereichen statt.

Das fängt damit an, dass sich jemand entschließt ein Ding weiter zu verwenden, statt sich etwas Neues zu kaufen, geht weiter mit der Hose, die vom älteren Geschwisterkind an das jüngere „vererbt“ wird und endet noch lange nicht damit, dass ich ein bereits gelesenes Buch an die Freundin verschenke.

Daneben gibt es sowohl den realen als auch den Internet-Flohmarkt, um alte Sachen zu verkaufen und ich kann Dinge persönlich oder über einen Kostnixladen bzw. eine Givebox verschenken. Aber auch Tauschkreise sowie Tauschpartys boomen derzeit und auf Facebook sind Gruppen wie „share und care“ zu finden.

Aber egal ob entgeltlich oder unentgeltlich, das alles ist re-use und trägt zur Abfallvermeidung bei.

Und auch die Möglichkeit des Leihens fällt meiner Meinung nach in diesen Bereich hinein, immer mehr Leihläden werden eröffnet wie z.B. der AllerLeihladen Graz oder Leila Wien, worüber ich bereits berichtet habe.

Impressionen
wenn etwas kaputt geht

Dem Bereich der Abfallwirtschaft nähern wir uns, wenn ein Ding kaputt wird und dadurch nicht mehr verwendet werden kann. In vielen Fällen ist das Reparieren angeblich nicht mehr wirtschaftlich und daher wird im Handel vielfach empfohlen, das defekte Gerät gleich auszutauschen.

Da sind wir natürlich gleich bei meinem Lieblingsthema angelangt und ich war auf den Vortrag von Lars Gauster, der das „Gauster-Haus“ leitet besonders gespannt.

Am meisten fasziniert hat mich, dass Lars einen Reparaturbetrieb führt, damit sein Geld verdient und gleichzeitig der Mitbegründer vom örtlichen Repair-Café ist. Aber nicht nur das, auf Facebook veröffentlicht er jede Menge Reparaturvideos, die anleiten, wie man es selbst machen kann. Ist das nicht genial?

viele interessante Referate wurden gehalten

viele interessante Referate wurden gehalten

Wie so ein Repair-Café abläuft, kannst Du übrigens in meinem Beitrag über das Repair-Café Graz nachlesen.

Die Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ ist ja auch so eine Art virtuelles Repair-Café, nur dass es bei mir halt keine Kaffee gibt. Dafür habe ich mittlerweile weit über 100 Anleitungen gesammelt, wie man etwas reparieren kann. Alle Bilder samt Verlinkungen sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Vorbereitung zur Wiederverwendung

Grundsaetze der AbfallwirtschaftSo heißt jene Stufe in der Abfallwirtschaft, die neben der Vermeidung (die nicht nur beim beim Einzelnen stattfindet!), als die wichtigste gesehen wird.

Das ist nun auch das zentrale Thema der Konferenz und es werden viele „best practice“ Beispiele vorgestellt. Gezeigt wird u.a. das Konzept der Re-Use-Zentren in Flandern, über die Anne Vandeputte mit großer Begeisterung spricht, aber auch der Re-Use-Shop in Leoben sowie der 48er Tandler (Tandler = Händler) in Wien sind gute Beispiele für eine sehr gelungene Umsetzung von Re-Use.

Graz hat ausgesprochen engagierte Projekte entwickelt, um das Sammeln von gebrauchsfähige Gegenstände zu erleichtern. Auf der einen Seite gibt es die „Re-Use-Box“ (siehe Bild ganz oben) und andererseits wurde der „Re-Use Friday“ eingeführt, wo man gebrauchsfähige Gegenstände abgeben kann, die von „BAN“ im „Re-Use Shop“ verkauft werden. Der Besuch des Sammelzentrums sowie des Verkaufsshops von BAN war auch Teil meiner Ausbildung als Abfallberater, der Bericht über diese Exkursion ist schon fertig und wird demnächst veröffentlicht werden.

Wichtig ist natürlich, dass es auch Menschen gibt, die sich für die Dinge interessieren und diese dann im Re-Use-Shop kaufen. Von Franziska Howorka, die den 48er Tandler vorgestellt hat, wurde ein Video gezeigt, in dem Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird – sogar der Bürgermeister von Wien und andere Prominente gehen in den Re-Use-Shop einkaufen.

es geht noch deutlich mehr

Aber bei der Abfallvermeidung geht es nicht nur darum gebrauchsfähige Gegenstände weiterzugeben sondern auch Dinge mit einem leichten Defekt vor dem Müll zu bewahren. Dazu wurden neue sehr innovative Konzepte entwickelt. Unter anderem werden von „BAN“ Gegenstände repariert, bevor sie weiter gegeben werden, aber auch Upcycling ist eine viel genutzte Möglichkeit. In meinem Beitrag „Impressionen vom GrazerUmweltZirkus 2015“ sind zwei Collagen von den vielen Upcyclingprojekten von BAN zu sehen.

Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Sepp Eisenriegler „OREG – Optimales Ressourcenmanagement von Elektro-Geräten“. Nachhaltig in Erinnerung geblieben ist mir die Aussage über die Sinnhaftigkeit ein funktionierendes Elektrogerät wie z.B. eine Waschmaschine zu ersetzen, weil das neue eine (angeblich) bessere Energieeffizienz hat.

Über 50% der Umweltbelastung durch ein Elektrogerät entsteht bei der Herstellung desselben und diese muss zur Verbrauchsbelastung hinzugerechnet werden. Daraus ergibt sich folglich, dass es sinnvoll ist ein Gerät so lange wie möglich zu nutzen, da sich dadurch die Gesamtbelastung der Umwelt automatisch reduziert.

Als Maßnahme dazu wird das mobile Sammelzentrum vorgestellt. Mit diesem Containerwagen werden Elektrogeräte gesammelt, die serviciert, nötigenfalls repariert und danach weiter verkauft werden. Nicht nur der Umwelt ist gedient, es werden auch Arbeitsplätze für den zweiten Arbeitsmarkt geschaffen, wie das übrigens auch bei anderen Projekten wie z.B. „BAN“ der Fall ist.

die mobile Elektrogerätesammlung

die mobile Elektrogerätesammlung

Speziell bei Geräten wie PCs, wo sich die Technik rasch weiterentwickelt und oftmals der Anlass für einen Austausch derselben ist, kann durch entsprechende Projekte sehr viel bewegt werden. Altgeräte von Firmen werden überarbeitet und für die Weitergabe aufbereitet. Verwendung finden sie in Schulen und anderen sozialen bzw. gemeinnützigen Organisation. Oder sie werden im Re-Use-Shop angeboten, wodurch sich eine sehr einfache Möglichkeit ergibt, einen ökologisch nachhaltigen PC zu erwerben. Auch dazu wird es demnächst einen Bericht von einer meiner Exkursionen zur Firma Compuritas geben.

nachhaltiges Buffet

Die Gäste der Konferenz wurden mit einem großartigen, sehr nachhaltig gestalteten Buffet vom Catering der Firma „Tischlein deck dich“ versorgt. Abgesehen davon, dass es hervorragend geschmeckt hat, wurde ich davon überrascht, dass die Reste vom Vormittagsbuffet auch beim Mittagessen angeboten wurden und auch der Nachmittagskuchen durch übrig gebliebene Brötchen ergänzt wurde. Zwischenzeitig gekühlt konnten sie danach hübsch angerichtet wieder angeboten werden.

nicht nur optisch ein Genuss

nicht nur optisch ein Genuss


Natürlich wurde auf Einweggeschirr verzichtet und das „hauseigene“ Geschirrservice von der Aktion „G’scheit feiern“ verwendet. Die Getränke wurden aus wieder befüllbaren Glasflaschen angeboten.

Auf die Nachfrage nach den dennoch möglichen Resten vom Buffet wurde mitgeteilt, dass auf keinen Fall etwas weg geworfen sondern alles weitergegeben wird.

Upcycling-Geschenke

Jeder Gastredner hat ein Geschenk erhalten, das von den Mitarbeitern von „BAN“ angefertigt wurde. Verwendet wurden dazu Holzreste aus anderen Upcycling-Projekten und die Glaskuppel stammt von Weingläsern aus dem Geschirrservice von „G’scheit feiern“. Immer wieder gehen einiges Stile von den Weingläsern kaputt und dadurch können zumindest die Oberteile der Gläser weiterverwendet werden. Eine wirklich geniale Idee finde ich!

Aufmerksam machen möchte ich auch auf den Spruch, der auf dem Upcycling-Objekt auf sehr kreative Weise geschrieben steht „If not now then when“ als Motto für die Konferenz.

Verpackt wurden die Geschenke in Hüllen von alten Schallplatten, die sonst zu Müll werden würden, denn die Schallplatten selber dienen einem anderen Upcycling-Projekt.

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

Podiumsdiskussion

Abgerundet wurde der sehr dichte Konferenztag – was sich auch in der Länge dieses Beitrages widerspiegelt – mit einer Podiumsdiskussion, woran unter anderem Sandra Krautwaschl (links im Bild) teilgenommen hat. Leider war der zeitlich geplante Rahmen bereits weit überschritten und das Publikum entsprechend müde und ausgedünnt.

die Gäste der Podiumsdiskussion

die Gäste der Podiumsdiskussion

Alles in allem war es ein Tag, der sehr viel Hoffnung gemacht hat, denn es wird wirklich sehr viel auch von öffentlicher Hand getan, um Müllbewusstsein zu schaffen und die Menge an Abfällen zu reduzieren.

Gezeigt wurde vor allem auch, dass Re-Use keinesfalls eine Konjunkturbremse ist, sondern im Gegenteil Arbeitsplätze schaffen kann.

Das war für mich eine sehr wichtige Information, da beim Thema Müllvermeidung, Reduzieren, Konsumauszeit etc. immer wieder damit argumentiert wird, dass es der Wirtschaft schade. Es handelt sich jedoch vielmehr um ein Umlageprinzip, das Geld wird anders verwendet bzw. kann man es auch so sehen, dass durch meine Arbeitszeitreduktion sogar ein neuer (Teilhzeit-)Arbeitsplatz frei wird.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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30 Kommentare zu “Re-Use boomt! [Impressionen von der Re-Use Konferenz 2016]

  1. Ein wunderbarer und allumfassender Beitrag, liebe Maria. Ich werde mich hier noch in den ein oder anderen Link reinklicken und bin schon neugierig, was ich alles Neues lernen und erfahren werde. Danke dafür! Und danke auch für deine vielen fix-it-Anleitungen, die ich immer wieder anklicke, wenn hier eine Jeans ausgerissen ist, die aber noch zu gut ist, um eine Tasche oder ein Buchstabe oder was auch immer zu werden, ist. 😉
    Hab einen feinen Tag und liebe Grüße
    Anni

    • Hallo Anni!

      Freut mich sehr, dass Dir mein Beitrag gefällt. Ich habe so viele tolle Eindrücke mitnehmen dürfen und hoffe, dass ich das ein wenig rüber bringen konnte.

      Mir als Müllvermeiderin gefällt das natürlich sehr, dass auch im Großen immer mehr getan wird!

      lg
      Maria

  2. Hallo Maria,
    lieben Dank für den Beitrag, wirklich interessante Themen, schade, dass es so weit weg war, das hätte mich auch interessiert.
    Wir lösen gerade einen Riesenhaushalt auf und ich recherchiere auch gerade zu diesem Thema, da wir die vorhandenen Sachen möglichst gut weiter geben möchten. Schon spannend, was man da alles findet. Gestern habe ich Hörgeräte beim Hörgeräteakusiker abgegeben, die bauen die entsprechend um und geben diese dann weiter an Menschen mit geringerem Einkommen. Eine gute Sache wie ich finde. Das kannte ich bisher nur von Brillen
    LG Uta

  3. Hallo Maria!

    Das klingt ja nach einer sehr spannenden Konferenz! Die Re-Use Boxen haben wir Studenten damals in unserer Lehrveranstaltung konzeptionell mitentwickelt. (Eigentlich hätten wir nämlich noch vieeeeel kompliziertere und aufwändigere Re-Use-Boxen, im Stile der Kleiderspendentonnen, erdacht).

    Die Argumente „das schädigt die Wirtschaft“ und „wer bezahlt dann deine KV-Beiträge“ kommen immer mal wieder.
    Deine Uminterpretation finde ich ganz gut. Wenn Unternehmen viel mehr Teilzeitstellen verfügbar machen würden (und die Mieten gleichzeitig nicht so teuer wären, dass man Vollzeit arbeiten gehen muss) würde das unsere Arbeitslosenquote sicherlich runterholen.

    Zurück zu Re-Use: sämtliche Initiativen habe ich bisher interessiert verfolgt. Bin schon gespannt, was da noch alles so kommt, auch von öffentlicher Seite. Vielleicht hat irgendwann ja mal jede Kleinstadt ein kleines Re-Use-Zentrum/Geschäft.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Gestartet ist das Projekt Re-Use-Shop mit dem Wunsch, dass jede Abfallregion ihr eigenes Re-Use-Zentrum hat. Das wurde bisher weiter übertroffen, in der Präsentation von Herrn Dr. Himmel ist eine „Landkarte“ zu sehen. Das erste Ziel wurde weit übertroffen und daran wird weiter gearbeitet. Also Deine Idee ist bereits in der Umsetzungsphase!

      Finde ich ja total genial, dass Du an der Re-Use-Box mit gearbeitet hast! Das wusste ich ja noch gar nicht! Wie toll!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria!
        Ja, damals im interdisziplinären Praktikum ist mein Interesse für Abfallmanagement noch vertieft worden. Interessiert hat es mich ja vorher schon. Ich war dann bei der Endpräsentation etwas erstaunt, als die liebe Frau Hammerl dann die Re-Use-Boxen aus Karton präsentiert hat (ähnlich der Ökoboxen). Wir haben ja wahnsinnig komplizierte Skizzen für Container erstellt 😀 Anscheind waren wir alle unfähig, die einfachst Lösung zu sehen.

        Ach, das find ich toll mit der Landkarte. Gibts die irgendwo auch online oder steckt die noch in der Planungsphase?

        Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Das weiß ich leider nicht so genau. Hier ist der Link zur Präsentation, auf Seite 8 ist die Karte zu sehen

        http://www.arge.at/file/001805.pdf

        Die Re-Use Box aus Karton hat halt den Vorteil, dass sie klein zusammenlegbar ist, die Größe eines Siedlungskartons hat und sicher auch dafür eingesetzt wird und danach vermutlich aber auch befüllt wieder abgegeben wird.

        lg
        Maria

  4. Wow…ein sehr ausführlicher Bericht und ich merke, dass dort, wo ich wohne, das meiste echt noch tiefste Steinzeit ist. Das Umdenken findet hier nur ganz langsam statt, aber es findet statt. Und das finde ich gut.

  5. Hallo Maria,

    ich bin mal wieder begeistert vom Grazer Aktivismus!

    Wenn ich allerdings ein Redner gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich über das Geschenk geärgert, weil es ein Staubfänger ist…

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Ja ich gestehe, dass ich auch ähnliche Gedanken hatte, aber nur kurz.

      Die meisten haben eine Firma, wo sie das Teil „ausstellen“ können und da hat es dann einen Bewusstseinsschaffenden Wert für die Sache.

      lg
      Maria

  6. Tolle Konferenz und tolle Initiativen!

    Bei der deutschen Abfallwirtschaft habe ich bisher leider nicht den Eindruck, als würde die Re-Use fördern wollen. Ganz selten mal hat man einen „Recyclinghof“, wo gebrauchsfähige Sachen auch wirklich wieder ausgegeben werden. Auf dem Lande in Mini-Höfen kann das gut funktionieren (z.B. in dem Dorf, wo meine Schwiegereltern wohnen, da haben wir auch schon Fahrräder, Gartengeräte und Holz „containern“ dürfen), aber in großen Städten eher nicht.
    In unserem Recyclinghof (Großstadt) habe ich mal in einem Container für „gemischten Sperrmüll“ einen kompletten fast neuen Edelstahl-Topfsatz gesehen, den jemand wohl weggebracht hatte, weil die Töpfe auf Induktionsherden nicht funktionieren. Da meine Tochter grad zum Studium gegangen war und einen schönen Topfsatz sicher hätte gebrauchen können, wollte ich mir die Töpfe wieder aus dem Container fischen. Da bekam ich einen Anpfiff von einer Angestellten, daß das Diebstahl wäre und ich die Töpfe wieder reinwerfen sollte. Meine Frage, ob man die Töpfe denn nicht dem Hof für kleines Geld abkaufen könnte, wurde verneint. Aus der Art, wie das gesammelt wurde (einfach alles in einen Riesencontainer schmeißen, egal was drauf landet und ob was kaputt geht) schloss ich, dass die Sachen auch nicht durchsortiert werden würden und somit einfach alles auf die Kippe geht 😦

    Da bleibt wohl noch viel zu tun, bis sich solche Sichtweisen ändern.

    • Hallo Fussel!

      Oh – das finde ich aber auch ganz furchtbar. Ich habe den Eindruck, dass das in D sowieso viel strenger gesehen wird mit dem Müll. Das ist ja auch beim Lebensmittel retten aus den Containern ein größeres Problem als in Ö.

      Ewig schade drum! Ich hoffe, dass wenigstens ganz viele Umsonstläden gegründet werden, die können das dann auch ein wenig auffangen.

      Auch Giveboxen und Verschenkregale sind dann eine gute Alternative.

      lg
      Maria

  7. Vielen Dank für den interessanten Bericht!

    Kleine Ergänzung: Ewiges Wirtschaftswachstum ist ja auch weder erstrebenswert noch möglich. Viel schöner ist doch, wenn wir alle etwas mehr Freizeit haben, um mit unseren Lieben zusammen sein zu können, mehr zu lesen, mehr zu schlafen, mehr für unsere Gesundheit zu tun. DAS ist doch Lebensqualität! Nicht mehr Geld, Statussymbole und Stress…

    Liebe Grüße,
    Henriette

    • Hallo Henriette!

      Ganz klar und da läufst Du offene Türen bei mir ein!

      Vielleicht ist das ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, es geht nur darum, dass man den Kritikern ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen kann.

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria!
    Das klingt echt interessant döse Konferenz und es ist schön zu hören, dass es anscheinend immer mehr Interesse und Bewegung an dem Thema gibt, auch auf öffentlicher Ebene. Kann man denn zu dieser Konferenz als Besucher einfach so hin, oder ist die nur für geladene Gäste? Würde mich nämlich auch mal interessieren, vorausgesetzt es gibt 2017 auch wieder eine.
    Liebe Grüße,
    Miss Margarite

    • Hallo Miss Margarite!

      Das ist eine öffentliche Konferenz, jeder kann hingehen, man muss sich nur anmelden. Allerdings muss man Eintritt bezahlen, es ist nicht kostenlos.

      2017 gibt es sicher wieder eine Re-Use-Konferenz, das wird jedes Jahr durchgeführt.

      lg
      Maria

  9. Hallo Maria,
    ich finde es klasse, dass es diese Bewegung gibt und dass offenbar tatsächlich ein Umdenken stattfindet! Man hört so viele negative Umweltnachrichten, da muss man auch mal innehalten und sehen, dass viele Leute schon was machen. Ich hoffe, der Trend geht so weiter und viele helfen mit!
    Gerade über Produkte, für die eine Reparatur nicht vorgesehen ist vom Hersteller und wo es keine Ersatzteile zu kaufen gibt, könnte ich mich MASSLOS ärgern.
    LG, Marlene

    • Hallo Marlene!

      Mittlerweile hat sich eine richtige Reparaturbewegung gegründet. Nicht nur mit Repair-Cafés sondern auch auf FB gibt es Gruppen, wo man sich gegenseitig hilft, Dinge zu reparieren.

      Oder auch auf Blogs bekommt man immer wieder ganz viele gute Tipps (nicht nur bei mir meine ich).

      lg
      Maria

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