fix it – Reparieren ist nachhaltig #21

Linkparty April 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im April. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Reparaturbeitrag des Monats März

Der am häufigsten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „Kleenes Notizbuch“. Zu sehen sind eine ganze Fülle von verschiedenen Reparaturarbeiten. Es werden Flecken am T-Shirt auf sehr kreative Weise kaschiert, das Badetuch erhält einen neuen Saum und die Handtücher neue Aufhänger.

(c) Kleenes Notizbuch

Eine sehr einfache Variante Aufhänger zu ersetzen habe auch ich schon einmal in meinem Beitrag „fix it – reparieren ist nachhaltig #11“ gezeigt.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im April

In „fix it #2“ habe ich davon erzählt, dass man mit wenigen Handgriffen gestrickte Teile sehr gut reparieren kann, selbst wenn sie nicht von Hand gestrickt wurden.

Der Strickpulli meiner Tochter hatte laufende Maschen bei einer Tasche. Diese habe ich aufgefangen und wieder verstrickt, sodass man nicht einmal mehr erkennen konnte, dass der Pulli jemals kaputt war.

Daran habe ich mich erinnert, als ich diese Wollsocken zur Reparatur bekommen habe, denn Stopfen konnte man dieses riesige Loch nicht mehr (für das Foto habe ich ein Taschentuch eingelegt, damit man es besser erkennen kann).

Dadurch ist mir sehr schnell eine ganz andere Lösung eingefallen und diese möchte ich Dir heute zeigen.

ein riesiges Loch im Wollsocken

Übrigens ist jetzt gerade die beste Zeit, um die eigenen Wollsocken auf Reparaturbedürftigkeit durchzusehen. Es wird warm und sie können nach dem Waschen langsam „eingesommert“ werden. Davor kann man kleine oder auch größere Defekte reparieren.

Da ich die Socken nicht selbst gestrickt habe, war der erste Schritt sie mit von mir handgestrickten Socken zu vergleichen.

links sieht man den von mir gestrickten Socken, rechts die kaputte Socke

Schnell war klar, dass ich üblicherweise etwas fester stricke. Außerdem ist die Wolle etwas dicker als die meist von mir verwendete Sockenwolle.

Die Größe der Maschen kann man über die Wahl der Stricknadeln steuern, daher habe ich eine halbe Nadelstärke mehr gewählt, damit meine Maschen etwas lockerer werden.

Durch das große Loch war die Wolle an der Spitze nicht mehr zu verwenden und daher habe ich sie einfach abgeschnitten. Die zerschnittenen Maschen werden abgezupft und die Maschen mit dem gewählten Nadelspiel aufgefangen.

schnipp schnapp Spitze ab…

Das ist bei bereits getragenen Socken einfacher als man denkt, denn die Maschen halten recht fest aneinander und man kann sie gut aufnehmen ohne dass sie „zu laufen“ beginnen.

Ganz wichtig ist darauf zu achten, dass man die Mitte der Fersenkappe wieder als den Anfang der ersten Nadel festlegt. Auf dem Bild habe ich das durch den Faden angedeutet.

Die selbe Wolle hatte ich natürlich nicht, aber einen kleinen Rest, der von der Stärke gut dazu gepasst hat. Damit habe ich dann eine neue Spitze gestrickt.

die Wollsocke ist gerettet

I did it again

Und weil ich gerade so gut in Schwung war mit dem Reparieren von Socken, habe ich mich gleich noch über ein zweites Paar gemacht.

Der Freund meiner Tochter hat sie von jemandem als Geschenk bekommen, aber sie waren leider eine Spur zu klein geraten. Dadurch haben sich die Maschen bei der Abnahme zur Spitze auseinander gezogen.

hier entsteht gerade ein Loch

Über kurz oder lang wäre hier ein Loch entstanden und um das zu verhindern, habe ich die Socken verlängert und eine neue Spitze gestrickt.

Die Erfahrungen der ersten Sockenreparatur konnte ich einbringen und wusste daher bereits, welche Stricknadeln nötig waren. Da die Socken noch kein echtes Loch hatten, konnte ich diesmal die Wolle der bisherigen Spitze verwenden.

Daher habe ich im ersten Schritt vorsichtig die Spitze aufgetrennt und die Maschen – wie oben bereits beschrieben – aufgefangen.

Spitze abgetrennt und Maschen aufgefangen

Mit der aufgetrennten Wolle wurden die Socken verlängert und mit einer farblich passenden Wolle die neue Spitze gestrickt.

Damit die Spitze stabiler wird, habe ich eine etwas dünnere Wolle doppelt genommen und sie dadurch verstärkt. So schnell bekommen diese Socken nun keine Löcher!

Da der Besitzer es bunt mag, habe ich zwei verschiedene Beifäden verwendet, sodass sie sich ein klein wenig unterscheiden.

Die linke Sockenspitze wurde mit schwarz-bunter Wolle und grauem Beifaden und die rechte Sockenspitze mit schwarz-bunter Wolle und blauem Beifaden gestrickt.

an der Spitze habe ich die Wolle doppelt genommen

Extratipp für Kindersocken

Die Füße der Kinder wachsen schneller, als sie Socken auftragen können. Nach der vorhin beschriebenen Anleitung kann man Kindersocken um 2-4 Größen verlängern.

dem Zahn der Zeit ein Schnippchen schlagen

Mir macht es sehr viel Spaß, Dinge vor dem Müll zu retten. Es ist lange nicht so aufwändig und zeitintensiv, wie es vermutlich klingt, wenn man diese Anleitung liest.

Für den ersten Socken habe ich rund eine halbe Stunde gebraucht und der Zeitaufwand für das Paar Socken lag bei einer schwachen Stunde. Strickarbeiten mache ich immer während ich mir etwas ansehe, was mich interessiert. Das geht so nebenbei. Meine Hände brauchen immer was zu tun, da mir sonst langweilig wird, wenn ich ein Video schaue.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende April 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

Verlinkt zu EiNaB, Create in Austria, alt trifft neu und ANL
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26 Kommentare zu “fix it – Reparieren ist nachhaltig #21

  1. WOW, das finde ich ja großartig, wie du die Socken repariert hast. Ich bewundere diese handwerklichen Fähigkeiten sehr, Socken stricken (und damit auch reparieren) kann ich leider nicht. Toll, Maria.

    Schönes Wochenende und viele viele Grüße ♥ Anni

  2. Gut gemacht mit der Reparatur der Stricksocken. Meine Socken stricke ich auch immer selbst. Dabei benutze ich immer Regiagarn. Das ist sehr strapazierfähig und hält praktisch ewig, auch wenn es möglicherweise etwas teurer ist als andere Garne.
    Gruß Silke

    • Hallo Silke!

      Regia verwende ich auch sehr gerne. Mir gefallen die Farben auch voll gut.

      Wenn man Wollsocken tatsächlich auch in Schuhen trägt, dann werden sie natürlich schon strapaziert und gehen mit der Zeit kaputt.

      Manchmal wird im dem Fall geraten von vornherein mit Fallmaschen (jede 2. Reihe in die untere Masche stechen) zu arbeiten und so Ferse und Spitze zu verstärken.

      Ich nehme dazu lieber doppelten Faden.

      Meine eigenen Socken halten auch ewig, denn ich trage sie nur zu Hause wenn mir kalt an den Füßen ist (oder im Bett *lach*)

      lg
      Maria

      • Meine Stricksocken trage ihn fast das ganze Jahr in den Schuhen, außer im Sommer:-). Eine verstärkte Ferse habe ich aber noch nie gestrickt. Muss in mal ausprobieren.
        Viele Grüße
        Silke

      • Also ich trage meine Socken auch von Herbst bis Frühjahr in den Schuhen. Wichtig ist, dass sie nicht zu dick sind, und dass recht fest gestrickt wird, das erhöht die Haltbarkeit. Das vierfädige Garn stricke ich mit Nadelstärke 2mm.
        Meine Socken gehen aber auch kaum kaputt. Die ältesten aus Sockengarn habe ich so 12-13 Jahre und die sind immer noch prima.
        Nur die dickeren Socken, die aus anderem Garn sind (einmal ein eigentlich völlig ungeeignetes Pullovergarn, einmal was dickes Handgesponnenes), bekommen ab und zu Löcher. Die stopfe ich dann im Maschenstich und es sieht wieder alles wie vorher aus.
        Meine Tochter hat es aber mal geschafft, ein Paar Socken aus Regiagarn an Zehen und Ferse durchzulaufen. Da habe ich dann auch Spitze und Ferse abgetrennt, mit dem Rest Originalgarn, der noch da war, wieder eine neue Ferse angestrickt, dann im Maschenstich mit dem Mittelfußteil verbunden, und dann noch die Spitze angestrickt. Geht hervorragend.

  3. Pingback: Sonntags Top 7 #54 | antetanni sagt was | antetanni

  4. Hallo Maria!
    Danke für die Anleitung zur Stricksockenreperatur! Um Löcher in den Stricksocken zu vermeiden, ziehe ich immer noch ein paar „normale“ Socken über die Stricksocken. Frau hat eh immer kalte Füße. 😉 Sollten die Socken demnächst dann doch mal ein Loch bekommen, weiß ich mir jetzt zu helfen.

    • Hallo M@ria!

      Ich mache es eher umgekehrt, ich ziehe unterhalb der Stricksocken normale Socken an. Meine Löcher kommen meist von den Zehennägeln. Aber das ist vermutlich bei jedem anders.

      Danke für Dein Kommentar, schön Dich wieder einmal zu lesen!

      lg
      Maria

  5. Ich finde, die Socken vom Freund deiner Tochter haben jetzt so richtig Pfiff mit der andersfarbigen Spitze. Das mag ich sehr. Repariert und verschönert ist natürlich genial! LG Undine

  6. „Strickarbeiten mache ich immer, wenn ich mir was anschaue, da meine Hände was zu tun brauchen.“ Oh, wie sehr finde ich mich in diesem Satz wieder! Ich stricke meist auch abends (außer ist es wirklich dunkle Wolle im Spiel), das entspannt (meistens) und ich hab die Zeit vor dem Schlafengehen noch gut genutzt.

    Deine Tipps fürs Socken Reparieren find ich wieder einmal klasse. So ähnlich hab ich die Ärmel von einem Strickpullover angepasst. Am schwierigsten finde ich, einen geraden Schnitt zu bekommen, damit das Stück später keinen schiefen Abschluss hat. Ich hab mal wo gelesen, dass es helfen kann, einen Faden als Hilfslinie einzuziehen…

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Das ist eine super Idee mit dem Faden! Ich habe nämlich einfach drauf los geschnitten und dann die Fäden heraus gezupft. Danach musste ich noch eine halbe Reihe trennen, weil ich irgendwo etwas tiefer geschnitten hatte.

      Gerade habe ich über Deinen genialen Beitrag über die Anpassungsarbeiten bei Kleidungsstücken gelesen. Das ist ja auch voll mein Thema. Gerade habe ich auch wieder einige Teile in Arbeit!

      lg
      Maria

    • Einfach nicht so knapp abschneiden und dann lieber noch 1-2 Reihen ribbeln, dann spart man sich die elende Friemelei mit dem Hilfsfaden.

  7. Die Socken sehen zu cool aus :))) cool, wie du alles selbst reparierst. Ich baue zu Hause meine eigenen Möbel und repariere auch viel. Ich verursache so gut wie keinen Müll, da ich ohne Plastik lebe. Ich bin froh, dass es Blogs wie deinen gibt und sich wirklich mehr als nur ein Trend zur nachhaltigen Lebensweise auf tut 🙂

    Beste Grüße,
    Christoph

    • Hallo Christoph!

      Vielen herzlichen Dank für Dein nettes Kommentar!

      Du hast ja auch einen sehr interessanten Blog habe ich gesehen und daher wollte ich Dich fragen, ob Du unsere Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“ schon kennst?

      In der rechten Seitenleiste von meinem Blog findest Du ganz oben mehr Infos.

      Soviel vorab – in der Linkparty werden Links zu Beiträgen gesammelt, die sich alle mit dem Thema nachhaltig leben beschäftigen. Jeder, der sich dafür interessiert, findet dadurch am Blog eine Übersicht von interessanten Beiträgen und findet dadurch zum Blog, auf dem sie veröffentlicht wurden.

      Würde mich freuen, wenn Du auch einmal mit dabei bist!

      lg
      Maria

  8. Das ist besser als Socken zu stopfen. beim Stopfen ist das immer so rau und dick und wirklich nicht so toll. aufribbeln und neu stricken ist da wirklich viel besser.
    toll gerettet.
    liebe grüße
    gusta

    • Man kann Socken auch im Maschenstich stopfen, das sieht dann aus wie gestrickt und verhält sich beim Tragen auch so. Dünne Stellen z.B. nähe ich so nach, bevor ein richtiges Loch drin ist (wenn ich’s rechtzeitig bemerke).
      Das mache ich übrigens auch bei Pulloverellenbogen so (bei den selbst gestrickten Pullovern), wenn das Gestrick dünn geschubbert ist. Man muß natürlich was vom Originalgarn übrighaben.

      Wenn Du wissen willst, wie das geht, google mal nach „Swiss darning“.

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