Vorstellung: Das Gramm

Graz bekommt einen Unverpacktladen

Bald kann man in Graz unverpackt einkaufen, denn im Frühjahr diesen Jahres wird der erste gänzlich verpackungsfreie Lebensmittelladen in Graz eröffnet werden.

“Das Gramm” soll er heißen, weil man hier seine Lebensmitteleinkäufe grammgenau auf den eigenen Bedarf abstimmen kann. Das spart neben Einweg-Verpackungs-Müll auch noch Lebensmittelabfälle.

die Waage als Symbol für "das Gramm"

die Waage als Symbol für „das Gramm“

Müll reduzieren beim Einkauf

Für den Einkauf bringt man entweder eigene Behälter mit oder leiht bzw. kauft sich diese im Geschäft. Die Gefäße werden zuerst an der Kasse abgewogen und mit der Tara versehen, welche danach selbstverständlich wieder abgezogen wird.

Und für ganz Spontane wird es auch Papiersackerl geben, die man beim nächsten Einkauf selbstverständlich wieder mitbringen kann.

was wird es zu kaufen geben?

Neben saisonalem Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukten, Fleischwaren, Tee, Kräutern, Gewürzen und frischem Brot werden auch Getreide und Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchte verkauft werden.

Ergänzend dazu soll es eine Müsli- und eine Snackecke sowie Flüssiges wie z.B. Säfte, Bier, Wein, Essig, Öl u.ä. sowie Haltbares wie Marmelade und Honig geben.

auf dem Gruppenfoto ist ein Teil des Teams rund um "Das Gramm" zu sehen

auf dem Gruppenfoto ist ein Teil des Teams rund um „Das Gramm“ zu sehen

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Neben dem Verkauf von Lebensmitteln will das engagierte Team rund um „das Gramm“ auch heiße und kalte Getränke sowie einen Mittagsteller anbieten.

Hier werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Anstatt Obst und Gemüse bei Herannahen des Verfallsdatums wegwerfen zu müssen, wird es zu Eintöpfen, Suppen, Currys, Aufläufen und Quiches verkocht bzw. das Obst zu Smoothies gemixt.

schon bald wird hier "Das Gramm" zu finden sein

schon bald wird hier „Das Gramm“ zu finden sein

wo?

Das Geschäft wird sich an einem Radweg und mit Blauzonen-Parkmöglichkeiten vor der Haustüre in der Innenstadt von Graz befinden. Für die warmen Monate ist auch ein kleiner Gastgarten eingeplant.

Edit 16.2.2016

Der Knackpunkt der Finanzierung wurde erreicht und so konnte heute mit großer Freude die offizielle Anschrift bekannt gegeben werden.
„Das Gramm“ wird in die Neutorgasse 7, ganz in der Nähe von Hauptplatz und Hauptbrücke, einziehen.

Die Personen hinter dem Projekt

Verena Kassar und Sarah Reindl (v.l.n.r.)

Verena Kassar und Sarah Reindl (v.l.n.r.)

Verena Kassar und Sarah Reindl wollen mit ihrem geplanten Unverpacktladen etwas Gutes von früher ins Jetzt zu holen und das Kostbare von Lebensmitteln begreifbar zu machen.

Lebensmittel sind wertvoll, ein Schatz, der von großen Ketten und Konzernen auf eine Weise dargestellt wird, die nicht mit ihren Wertvorstellungen zusammenpasst.

„Das Gramm“ soll auch ein Zeichen für selbstbestimmten Konsum sein und Einkaufen mit Hirn ermöglichen.

Startnext

Das ganze Projekt befindet sich gerade in der Finanzierungsphase, welche mittels Crowdfunding abläuft. Alle Infos dazu sind auf „Start next“ zu finden.

der Konsument hat die Macht

Ich betone es immer wieder in meinen verschiedenen Beiträgen, dass der Konsument die Macht hat. Diesmal ganz unmittelbar, denn wer unverpackt einkaufen will, der kann durch die Unterstützung von „das Gramm“ ein Zeichen setzen.

Durch den Kauf von u.a. Einkaufsgutscheinen über „Start next“ wird dieses sehr ambitionierte Unternehmen vorfinanziert, um auch ein Stückchen Unabhängigkeit von den Banken zu erreichen.

Und Du kannst morgen mit dem Geld einkaufen gehen, das Du heute zur Verfügung gestellt hast. Drei Fliegen mit einer Klappe – gut für Dich, für die Umwelt und für „das Gramm“.

Weil ich mich sehr darüber freue, dass es künftig einen Unverpacktladen in Graz geben wird, habe ich gleich am zweiten Zeichnungstag ein Paket Einkaufsgutscheine erworben.

Linktipp:

Homepage „Das Gramm“
„Das Gramm“ auf Facebook
„Start next“

start next

Mit diesem Beitrag möchte ich auf meine Art dieses tolle Projekt unterstützen, damit es in Zukunft noch mehr Möglichkeiten gibt, in Graz unverpackt einkaufen zu gehen.

Alle Bilder wurden von „Das Gramm“ zur Verfügung gestellt, das Copyright liegt bei Tinksi.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog „foolfashion“ durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.


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38 Kommentare zu “Vorstellung: Das Gramm

    • Hallo Sabrina!

      Oh – Du kommst nach Graz? Wie schön! Bleibst Du länger?

      Wenn Du noch Tipps brauchst, melde Dich sehr gerne.

      Ich bin ja auch schon sehr gespannt auf das Geschäft. In Wien habe ich Lunzers auch selbst besucht, hat mir voll gut gefallen und ich freue mich sehr, dass wir dann auch in Graz einen Unverpacktladen haben werden.

      Einzelne Geschäfte mit einem offenen Teilsortiment haben wir ja schon ganz lange, aber vor allem Flüssiges hat bis jetzt gefehlt.

      lg
      Maria

      • Ja, ich komm zur fairgoods-Messe und Veggienale, die am 9. und 10.4. in der Seifenfabrik stattfinden. Werde schon am 8.4. anreisen, damit ich Graz noch ein bisschen „unsicher“ machen kann und werde, so wie in Linz letztes Jahr, ein paar tolle Geschäfte besuchen und mir die Konzepte anschauen. Also wenn du Tipps für mich hast nur her damit 😀 Lunzers in Wien habe ich auch schon besucht, leider ist die Greisslerei nicht gerade ums Eck und liegt auch auf keinem Weg (z.B. zwischen Arbeit und Büro). In Linz habe ich holis besucht, ist auch ein sehr spannenden Konzept. Und deshalb wär ich auf das Gramm seeeehr neugierig! Denn bis ich dann wieder nach Graz komme, wird vermutlich wieder einige Zeit vergehen.

        LG Sabrina

        LG Sabrina

      • Hallo Sabrina!

        Ich habe Dir mal eine Freundschaftsanfrage auf FB geschickt, wir können uns da gerne abseits vom Blog einmal unterhalten.

        Finde ich super, dass Du Deine Ausflüge mit Zusatznutzen gestaltest!

        lg
        Maria

  1. sehr toll, schade nur dass wir doch ein stückal von graz entfernt wohnen. weil extra hinzufahren ist wohl auch nicht sehr sinnvoll… werden aber auf jeden fall mal vorbei schauen!
    greets cao

    • Hallo!

      Ja, extra hinfahren von weit weg macht keinen Sinn. Wohl aber, wenn man sowieso da ist, einen Besuch/Einkauf dran hängen.

      Ich denke, Ihr habt sicher auch in Eurem Umfeld schon gute Möglichkeiten gefunden, müllreduziert einzukaufen.

      lg
      Maria

      • müllreduziert funktioniert zwar schon, aber bei einigen dingen wie nudeln oder hülsenfrüchten bekommt man statt papier leider nur plastikverpakung, das bekannte dilemma halt 😦
        aber wer weiß, falls es in graz gut läuft, vielleicht haben wir dann auch bald einen unverpackt laden in leibnitz 🙂

  2. Hallo Maria!

    Toll, dass du mit dieser Vorstellung das Projekt unterstützt – ich liebe Unverpackt-Läden! 🙂
    Leider ist Graz doch ein bisschen sehr weit weg, aber falls ich mal auf Urlaub da bin, weiß ich nun, wo ich mit gutem Gewissen einkaufen kann.

    Liebe Grüße
    Jenni

  3. das ist ja eine tolle initiative! habe mir fest vorgenommen, wenigstens am biohof was möglich unverpackt einzukaufen. ist bei meinen spontanen einkäufen bis jetzt immer zu kurz gekommen. bei gemüse, obst, fleisch und wurst klappt das, alles andere ist leider auch dort verpackt … und nach wien zu fahren bedeutet bei einer dreiviertel stunde hin und auch wieder zurück mit dem auto einen ganz üblen footprint.
    manchmal seid ihr städter halt doch besser dran!
    lieben gruß, susi

    • Hallo Susi!

      So weit mit dem Auto zu fahren, nur um unverpackt einzukaufen ist ganz und gar Unfug. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass 1 km Fahrt 2 Plastiksackerln entspricht.

      Deshalb sollte man möglichst gar nicht mit dem Auto zum Einkaufen fahren.

      lg
      Maria

  4. Ich bin auch schon sehr gespannt auf den Laden. Eine der Initiatorinnen kenne ich von der Uni, darum hab ich das Projekt bislang auch recht intensiv verfolgt.
    Da ich beim Einkaufen viel zu faul bin in mehrere Geschäfte laufen zu müssen, bis alles beisammen ist, freue ich mich schon auf einen ersten Besuch. Lend/Gries ist zwar nicht gerade ums Eck für mich, aber vielleicht lässt sich so ein Einkauf irgendwie in der Routine etablieren.

    Liebe Grüße, Daniela

  5. Hallo Maria,

    ich wünsch dem Laden viel Glück und Erfolg, auf daß er Euch lange erhalten bleibe!
    Hier bei uns gibt es seit etwa einem Jahr so einen Laden und ich bin sehr glücklich darüber. Ich bin mal gespannt, wie das bei Euch mit den Frischwaren funktioniert. Fleischwaren gibt es bei uns gar nicht und auch einiges von den frischen Milchprodukten musste wieder aus dem Programm genommen werden, weil zuviel schlecht wurde und der Absatz nicht adäquat war. Z.B. saure Sahne, sehr zu meinem Leidwesen :-/
    Etwa einmal pro Woche fährt einer von uns da vorbei (mit der Bahn) und schleppt einen Rucksack voll nach Hause. Zusammen mit dem Gemüse von unserer SoLaWi brauchen wir ansonsten kaum noch einzukaufen. Und es ist sehr nett und persönlich, dort einzukaufen.

    • Hallo Fussel!

      Toll wie Ihr Euch das organisiert habt!

      Wenn man ein bisschen vorausschauend das Essen plant, dann geht das recht gut.

      Dass die saure Sahne aus dem Programm genommen wurde, wundert mich. Das ist etwas, was ich echt ständig brauche.

      Beim Gramm wird viel auch selbst verkocht. Dafür wird nicht extra eingekauft sondern das verwendet, was dringend im Laden weg muss. Ein wirklich geniales Konzept!

      lg
      Maria

  6. @ Fussel: Danke für den Hinweis. Dann werde ich das mal weiter im Auge behalten, auch wenn die Südstadt von mir aus ziemlich weit weg ist. Vom Laden in Bonn habe ich gelesen, aber dorthin zu fahren – das müsste ja dann mit dem Auto sein -halte ich für nicht vertretbar. Schade, aber man muss die Hoffnung ja nicht aufgeben.

  7. kleinere Menge = höhere preise denn, die Verrechnung ist ja pro Stück bzw nach Gramm bzw Kg-Preise und wird allzuoft aufgerundet im Betrag ohne wahrzunehmen ob dieser Preis mir zu Hoch ist oder nicht. Höheren Aufwand ohne Preisvergleich ????? höhere Mengen = kleineren Preise. Das schaue ich mir gerne an !

    • Hallo Raul!

      Danke für Dein Kommentar, auch wenn ich ehrlicherweise jetzt nicht ganz nachvollziehen kann, worum es Dir geht.

      Im normalen Supermarkt ist das sicher so, dass kleinere Mengen mehr kosten, das habe ich schon lange so beobachtet.

      Beim Gramm gibt es nur einen Preis unabhängig von der Menge, die man kauft.

      Vielleicht ist das ja gerade für Singlehaushalte ein zusätzlicher Vorteil?

      lg
      Maria

    • Man kann ja erst mal einen Preisvergleich machen. Im normalen Laden mit Verpackung muß ich ja auch nachrechnen, um vergleichen zu können, ob ein neues Produkt jetzt teurer/billiger pro Stück oder Kilo ist als das, was ich bisher gekauft habe. Die Entscheidung nimmt einem eh keiner ab, egal ob mit oder ohne Verpackung.
      Wenn ich aber lose kaufen kann, kann ich auch „krumme“ Mengen kaufen, also gerade so viel, wie ich brauche (z.B. 100g geriebene Mandeln statt einer Tüte mit 250 Gramm), so daß einem dann nicht die nicht benötigte Menge ewig im Küchenschrank „rumfliegt“ und sie womöglich schlecht wird, weil man die Zutat selten braucht.
      Finde ich schon sehr praktisch.
      Es gibt durchaus ein paar Produkte, die mir in meinem Unverpacktladen zu teuer sind (Dinkelvollkornmehl zum Beispiel), aber da kann ich mir ja überlegen, was mir dann jeweils wichtiger ist. In meinem Fall ist das Mehlkaufen in Papiertüte, bzw. gleich 10-20 kg bestellen (ich backe mein Brot selbst, da geht das schon gut weg).
      Den Unverpacktladen gleich ganz abzulehnen, weil ja was teurer sein KÖNNTE, find ich schon ziemlich abwegig.

      • Hallo Fussel!

        Vielen Dank für Dein langes und ausführliches Kommentar.

        Ich finde Dein Beispiel mit den Mandeln sehr gut. Ganz oft kommt es vor, dass solche Rest dann in der Lade herum kugeln und irgendwann dann weg geworfen werden.

        Abgesehen davon, dass niemand von uns sagen kann, ob künftig im Gramm billiger/teurer/gleich teuer einzukaufen ist, muss man offen sagen, wenn die kleinere Menge etwas teurer ist, kommt es in Summe immer noch billiger, wenn man nichts weg wirft.

        lg
        Maria

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