selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Upcycling Trinkflasche

In den letzten Monaten habe ich meine selbst gemachte plastik- und aluminiumfreie Trinkflasche für unterwegs noch weiter verbessert. Das möchte ich Dir natürlich nicht vorenthalten und heute gerne meine letzten Werke zeigen.

eine kleine Chronologie

Im Beitrag „Mein treuer Begleiter – die Trinkflasche“ findest Du meinen ersten Versuch eine plastikfreie Trinkflasche selbst zu machen. Sie entstand aus einer alten Glasflasche und einem selbst angefertigten Flaschenkleid.

Nachdem ich mit dem Verschluss nicht so zufrieden war, habe ich mich einige Zeit später mit einer gekauften Flasche belohnt, die ich allerdings auch umstrickt habe. Zu sehen in meinem Beitrag „Ich habe einen neuen treuen Begleiter“.

Die Anleitung für das Flaschenkleid ist schließlich im Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Trinkflasche“ zu finden.

hier siehst Du einen Überblick über meine bisherigen Trinflaschen

hier siehst Du einen Überblick über meine bisherigen Trinflaschen

meine Trinkflasche entwickelt sich weiter

Mit der Edelstahlflasche war ich grundsätzlich sehr zufrieden, aber diese Variante entspricht mittlerweile nicht mehr meinem üblichen Konsumverhalten, weil ich lieber das nutze, was ich bereits besitze bzw. was sonst zu Müll wird.

Die anderen beiden Flaschen hatten für mich das Problem, dass ich mit dem Verschluss nicht ganz glücklich war. Einerseits war ein kleiner Aluminium- und Kunststoffanteil in der Kappe und andererseits war vor allem die erste Flasche nicht ganz dicht.

Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, alte Bierflaschen zu verwenden, wo der Deckel direkt dran ist. Das hat nicht nur den Vorteil, dass er nicht verloren gehen kann, sondern die Flaschen sind endlich richtig dicht.

meine neue Upcycling-Trinkflasche ohne Plastik

meine neue Upcycling-Trinkflasche ohne Plastik

neues Design

Zusätzlich habe ich das Design vom Flaschenkleid verändert und eine sehr nette Alternative geschaffen. Das Lochmuster gefällt mir sehr gut und ist deutlich dekorativer finde ich.

Anleitung:

Die Grundanleitung bleibt gleich wie bei der ursprünglichen Anleitung nachzulesen ist.

Statt den fortlaufenden glatten Runden strickt man jede vierte Runde folgenden Mustersatz:

*1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen stricken* so lange wiederholen, bis alle Nadeln abgestrickt sind

Nach 3 Runden glatt den Mustersatz versetzt stricken

1 M glatt *1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen stricken* so lange wiederholen, bis alle Nadeln abgestrickt sind. Es bleibt eine Masche übrig, die mit der ersten Masche von der Vorreihe zusammen gestrickt wird. Achtung: vorher einen Umschlag machen!

Die letzten paar Runden nach der Runde für den Durchzug der Kordel werden glatt gestrickt.

use what you have ist mein Motto

use what you have ist mein Motto

aus alt mach neu

Wie man sieht ist auch ein früheres Flaschenkleid wieder zum Einsatz gekommen. Es passt perfekt auch auf die neuen Flaschen drauf.

Die Bierflaschen habe ich übrigens in einem Park gefunden. Jemand hat sie dort neben einer Parkbank stehen lassen, statt sie ins Geschäft zurück zu bringen. Das war natürlich sehr perfekt für mich, weil ich kein Bier trinke. Und ich habe wirklich Müll verwendet, denn die Flaschen wären im Müll gelandet, wenn ich sie nicht gerettet hätte.

Trinkflasche als Geschenk

Falls Du Dich wunderst, warum ich so viele Trinkflaschen brauche, dann hast Du damit völlig recht. Ich zeige heute meine „Weihnachtscollection“, die ich Ende letzten Jahres verschenkt habe.

in nur wenigen Stunden fertig gestrickt

in nur wenigen Stunden fertig gestrickt

ergänzender Tipps:

Wenn man im Supermarkt fragt, kann man leere Pfandflaschen mitnehmen und braucht nur das Pfand zu bezahlen. Man muss daher kein Bier trinken, um eine Upcycling-Trinkflasche anzufertigen.

So ein Flaschenkleid ist auch eine ganz wunderbare Gelegenheit, Wollreste zu verwerten. Man kann damit lustige bunte Flaschenkleidchen anfertigen.


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

Müll reduzieren beim Schenken #6

Wie jedes Jahr vor Weihnachten möchte ich mich dem Thema Müll reduzieren beim Schenken widmen, ein paar meiner Gedanken in diesem Beitrag zusammen fassen sowie meine bisherigen Beiträge in Erinnerung rufen.

Advent, die stressigste Zeit des Jahres?

Leider ist das Besinnliche der angeblich schönsten Zeit am Ende des Jahres der Hektik und dem Stress gewichen. Viele Menschen irren durch die Stadt und stöhnen darüber, dass es so schwierig ist, andere zu beschenken, da jeder bereits alles besitzt.

Trotzdem wird zu Weihnachten jedes Jahr noch mehr Geld auszugeben um Dinge zu kaufen, die scheinbar niemand braucht!

Das muss nicht so sein

Ich mache da schon lange nicht mehr mit und das hat viele Gründe, über die ich unter anderem in meinem Beitrag „Ich bin ein Weihnachtsverweigerer“ geschrieben habe.

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

Ich will nichts kaufen, was andere nicht brauchen und was dann sowieso zu Müll wird. Diese ungeliebten Geschenke haben bei der Herstellung Ressourcen verbraucht, wurden teilweise unter fragwürdigen Bedingungen produziert, haben einen weiten Transportweg hinter sich und zusätzlich entsteht auch noch jede Menge Müll.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Dieses Jahr hat sich meine Tochter Yogasocken gewünscht. Ich freue mich sehr, dass sie selbst gemachte Sachen so schätzen kann.

Yogasocken für meine Tochter

Yogasocken für meine Tochter

Im letzten Jahr habe ich einige selbst gestrickte Teile verschenkt wie z.B. Ministulpen für die Schuhe, einen zweifärbigen Möbiusloop sowie einen Sommerloop und Handstulpen.

Voriges Jahr zu Weihnachten sind meine selbst entworfenen gehäkelten cord keeper sehr gut angekommen.

liebevolle Handarbeitsgeschenke

liebevolle Handarbeitsgeschenke

Geschenke aus der Küche

Immer mehr Menschen gestalten ihr Leben so, dass keine Zeit mehr für das Selbermachen, ja manchmal noch nicht einmal fürs Kochen, bleibt. Die Lebensmittel werden abgepackt und vorgekocht gekauft. Alles muss schnell gehen, viele Einkäufe werden aus Zeitmangel online im Internet bestellt.

Trotzdem werden gerade selbst gemachte Geschenke sehr geschätzt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nachdem ich im Gegensatz zu vielen anderen gerne koche, bereite ich mich bereits im Laufe des Jahres auf Weihnachten vor. Das macht mir schon bei der Zubereitung Freude, weil ich während der Arbeit an jene denke, die ich gerne beschenken möchte und gleichzeitig habe ich in der Adventszeit keinen Stress.

Ob gebrannte Nüsse, Vanillekipferl, selbst gemachter Schokoaufstrich, Kräutersalz oder Kuchen im Glas – mit einer Leckerei aus der Küche haben die meisten Menschen Freude.

Noch mehr Rezeptideen sind in meinem Index „selbst.gemacht“ zu finden.

Geschenke aus meiner Küche

Geschenke aus meiner Küche

Zeit statt Zeug

Gemeinsame Zeit zu schenken ist eine Möglichkeit zu sagen, ich verbringe gerne Zeit mit Dir, diese Zeit ist mir wertvoll. Zusätzlich zeigt das Geschenk, dass ich mir viele Gedanken gemacht haben und mit Liebe und von Herzen schenke.

Aber nicht nur gemeinsame Zeit kann man schenken, sondern auch seine eigene Zeit verschenken, indem man dem anderen eine Arbeit abnimmt. Das kann zum Beispiel ein Gutschein für einmal Auto putzen sein.

Weitere Anregungen kannst Du nicht nur in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Schenken #2“ finden sondern auch auf der Seite „Zeit statt Zeug“.

müllreduzierte Verpackung

Am meisten unnötiger Müll entsteht zu Weihnachten durch die Verpackung der Geschenke. Dabei gibt es wirklich viele Möglichkeiten, Geschenke liebevoll zu verpacken, ohne dass dabei Müll entsteht.

Müll ist bereits Müll

Auch Müll kann als kreatives Verpackungsmaterial dienen. Viele Geschenke kann man in alte Kalenderblätter, Zeitungspapier, Nudel-, Reis- oder Cornflakeskartons, einen passenden Schuhkarton, WC-Papierrollen (für Kleinigkeiten) oder eine Einkaufstüte aus Papier verpacken.

In Zeichnungen von unseren lieben Kleinen verpackt, hat das Geschenk eine sehr persönliche Note.

alternative Verpackungsmöglichkeiten

alternative Verpackungsmöglichkeiten

Das Geschenk ist die Verpackung

Ein Teil vom Geschenk kann auch als Verpackung dienen. Das kann zum Beispiel eine Einkaufstasche aus Stoff sein. Oder ein Handtuch, in dem ein Geschenk für das Bad eingepackt wird. Eine gute Idee ist auch ein Geschenk für die Küche in ein Geschirrtuch zu verpacken.

Gerade unförmige Geschenke lassen sich in Tücher besonders gut einwickeln – unter dem Seidentuch am Bild verbirgt sich zum Beispiel eine Keramikgießkanne.

Upcycling – Verpackungen

Der Ärmel von einem alten Pullover oder einem alten Hemd, das mittlerweile Flecken hat oder kaputt ist, kann als Verpackung für eine Flasche selbst gemachten Sirup dienen.

Aber auch das Hosenbein einer am Knie bereits zerrissenen Kinderjeans gibt eine tolle Verpackungstasche ab. Dazu muss man gar keine Nähmaschine besitzen, einfach abschneiden, wenden, auf der Innenseite mit der Hand zunähen, umdrehen, befüllen und mit einem Band zubinden. Fertig ist die kreative Geschenkverpackung.

Lebensmittelmüll vermeiden

Aber nicht nur Geschenke werden gekauft, auch bei den Lebensmitteln wird zu den Festtagen häufig nicht gespart. Schließlich ist Weihnachten ja das größte Fest des Jahres.

Oft wird viel zu viel eingekauft, die Geschäfte sind ja ein paar Tage geschlossen. Eingeladen ist man auch noch, da gibt es dann zusätzlich noch leckere Weihnachtskekse zum Kaffee. Und wenn man dann endlich wieder zu Hause ist, mag man das geplante Abendessen gar nicht mehr.

verwenden statt verschwenden

verwenden statt verschwenden

Zu keiner Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten

Aber das muss nicht so sein, denn mit etwas Organisation und gutem Willen kann man das Essen gut planen. Mit diesem Thema habe ich mich in meinem Beitrag „aktiv gegen Lebensmittelverschwendung – Weihnachten ohne Lebensmittelmüll“ ausführlich beschäftigt.

Leben mit der Natur

In der Natur wird es gerade sehr still. Es ist die dunkle Zeit des Jahres, eine Zeit des Rückzugs. Die grellen Lichter der Weihnachtsbeleuchtung und der Lärm der Adventmärkte und Feiern steht dazu im Gegensatz.

Ich möchte lieber Einkehr halten, nachdenken, was im letzten Jahr gut gelaufen ist und wo es mich im nächsten Jahr hinzieht.

Wenn ich achtsam in mich hinein höre, dann spüre ich wie gut es mir tut, mich nicht in den sonst üblichen Weihnachtstrubel hinein ziehen zu lassen.


Hier kommen die Beiträge aus den letzten Jahren zum Nachlesen

Müll reduzieren beim Schenken #1DIY Geschenkideen

selbst gemachte Geschenke

selbst gemachte Geschenke

Müll reduzieren beim Schenken #2Geschenkalternativen

alternative Geschenkideen

alternative Geschenkideen

Müll reduzieren beim Schenken #3Verpackungsmüll vermeiden

alternative Verpackungsideen

alternative Verpackungsideen

Müll reduzieren beim Schenken #4neue DIY Geschenkideen

Walnusskekse vegan

LebensmittelverschwendungWeihnachten ohne Lebensmittelmüll

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

gelesen im Juni – Buchtipp #21

statt-plastik-coverstatt Plastik
Schöne Sachen zum Selbermachen –
das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle

von Jutta Grimm
Pala Verlag

Der Titel des Buchs ist meiner Meinung nach ja wirklich sehr genial gewählt und beschreibt den Inhalt sehr treffend. Geht es doch ganz genau darum zu zeigen, wodurch die verschiedenen Dinge aus Plastik im Alltag ersetzt werden können.

Da ich dem Blog von Jutta schon seit längerer Zeit folge, war ich natürlich auf das Buch schon sehr gespannt. Ist es doch auch mein persönlicher Weg zu einem plastikreduzierten Leben, so viele Produkte wie möglich durch DIY zu ersetzen.

Einleitend wird im ersten Kapitel beschrieben, worin die Motivation liegt, Plastik zu ersetzen. Ergänzt durch eine kleine Warenkunde („Welche Arten von Plastik gibt es?“) sowie einem Exkurs zum Thema Bioplastik werden gute Gründe beschrieben, warum Plastik vermieden werden sollte.

Danach gibt es praktische Tipps zu den einzelnen Projekten wie z.B. welche Geräte und Zutaten benötigt werden, wie lange selbst gerührte Kosmetikprodukte und Reiniger haltbar sind und vieles mehr. Natürlich darf auch eine Abkürzungstabelle für die vielen DIY Anleitungen nicht fehlen.

Die verschiedenen Bereiche des Alltags wurden in 5 Kapiteln zusammen gefasst. Zu finden sind Anleitungen für den plastikfreien Einkauf, das plastikfreie Bad, die plastikreduzierte Reinigung der Wäsche und des Haushalts sowie allerlei gute Tipps rund um die Babypflege.

Durch einleitende Worte und ein wenig Theorie dahinter werden die einzelnen Kapitel abgerundet.

Zu finden sind verschiedene Nähanleitungen wie z.B. Brotbeutel, Gemüsenetz, Einkaufsnetz, Einkaufstasche, Lunch Bag etc., Strick- und Häkelanleitungen wie z.B. Badeschwamm, Spültuch, Topfkratzer, Windelhöschen und vieles mehr. In der „Hexenküche“ gebraut werden allerlei Nützliches für das Bad wie z.B. Zahnpasta, Mundwasser, Shampoo, Deo und Lippenbalsam aber auch Waschmittel, Fleckenstift und Bügelwasser.

Natürlich dürfen Spülmittel für das Geschirr sowie Reinigungsmittel auch nicht fehlen. Für den Nachwuchs ist Baby-Puder, Popo-Creme, Babyöl und noch viel mehr zu finden.

Alle Anleitungen sind reich bebildert und ausführlich beschrieben sowie vor allem die Nähanleitungen durch liebevolle Zeichnungen, welche die Umsetzung erleichtern, ergänzt.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Theorieteil hält sich in Grenzen, wodurch man das Buch, sofern man nicht jede Anleitung gleich ausführlich lesen will (was ich jedoch schon gemacht habe), rasch durch hat.

Es ist eine ganze Fülle an Inspirationen darin zu finden, die Bilder sind wunderschön anregend und zeigen, dass ein plastikfreies Leben ganz und gar nichts mit Verzicht zu tun hat.

Da ich mittlerweile seit 3 Jahren plastikreduziert lebe und für alle Bereiche bereits Lösungen gefunden habe, gab es für mich naturgemäß nicht mehr so viel Neues zu entdecken.

Getestet habe ich das Rezept für die Zahnpasta und war damit wirklich sehr zufrieden. Das bisher getestete Rezept aus dem Internet hat mich nicht so zufrieden gestellt, die Anleitung von Jutta Grimm aus dem Buch hat mich aber restlos überzeugt und auch Herr Widerstand war begeistert.

Wir verwenden die Zahnpaste nun seit über 4 Monaten und auch der Langzeittest hat uns überzeugt.

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

Selbst bin ich ein Fan von sehr einfachen Rezepten für selbst gerührte Reiniger und Kosmetik, wo ich die Zutaten tunlichst alle bereits zu Hause habe.

Das trifft in dem Buch leider nicht überall zu, auch für die Zahnpaste musste ich weiße Tonerde aus der Apotheke besorgen, welche leider in einem Plastikbeutel verpackt war und somit wurde die Zahnpaste nicht wirklich so plastikfrei, wie ich mir das gewünscht hätte.

Vermutlich wird das auch bei einigen anderen verwendeten Zutaten so sein. Das ist auch mit ein Grund, warum ich von den DIY-Rezpten noch nicht mehr ausprobiert habe, obwohl mein Lippenbalsam gerade beim Ausgehen ist und ich auf der Suche nach einer einfachen Alternative bin.

Die Nähanleitungen sind durch sehr nette Zeichnungen ergänzt und so einfach gehalten, dass auch Anfänger sehr gut zurecht kommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, wirklich alle Anleitungen ganz genau zu lesen und fand sie sehr verständlich geschrieben und auch für Näheinsteiger geeignet. Ich kann mir vorstellen, dass man z.B. die Gemüsesäckchen (siehe Bild oben) auch sehr gut mit der Hand nähen kann. Besonders gut gefallen hat mir die Tasche für den Fahrradkorb und die sehr einfach Anleitung für die Furoshiki-Tasche.

Gerade für Menschen, die erst beginnen ihren Haushalt zu „entplastifizieren“, werden im Buch sehr übersichtlich die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, wie man einfach und unkompliziert die einzelnen Bereiche umstellen kann. Mit dem Buch hat man einen sehr guten Ratgeber zur Hand, wo viele Anregungen und Anleitungen auf einem Blick zusammen gefasst sind.

Linktipp:

Grimmskram – persönlicher Blog von Jutta Grimm
statt Plastik – der Blog zum Buch



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Besser leben ohne Plastik

Das Thema „Plastik“ war von Anfang an auf meinem Blog sehr präsent. In verschiedenen Beitragsserien habe ich gezeigt, wie ich meine Küche von Plastik befreit habe und wie ich möglichst ohne Verpackungsmüll einkaufe.

Schon seit langer Zeit folge ich unter anderem dem Blog von Nadine Schubert (davor bekannt als „Frau Schubert bloggt“), da sie einen sehr ähnlichen Ansatz wie ich verfolgt. Plastik lässt sich sehr einfach vermeiden, indem man sehr viel selbst macht.

Vor kurzem hat sie gemeinsam mit Anneliese Bunk ein Buch *) geschrieben und ich war natürlich unglaublich neugierig darauf, sind das doch genau die Themen, die mich in den letzten 3 Jahren am meisten beschäftigt haben.

besser leben ohne PlastikBesser leben ohne Plastik
Tipps und Rezepte, die zeigen wie es anders geht
von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
Verlag oekom

Gleich im ersten Kapitel zeigt das Buch sehr deutlich, warum wir am Thema Plastik nicht vorbei schauen können. Die Auswirkungen von unserem Plastikkonsum auf die Umwelt sind einfach zu gravierend.

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

In logischer Folge aufgebaut geht es weiter mit den ersten Schritten, wie man durch bewussten Konsum zu einem besseren Leben kommt. Dazu gehören Kapitel wie „Plastik sparen ohne Aufwand“ ebenso wie Lebensmittel plastikfrei einkaufen und einfache Tipps zum Selbermachen. Auch mein neuer Lieblingsbegriff ziert eine Kapitelüberschrift „Selfcycling“, der Gedanke von „use what you have“ prägt die Tipps hier, und natürlich darf auch das Thema Reparieren nicht fehlen.

Aber die beiden Autorinnen gehen noch einen Schritt weiter und machen sich Gedanken über das Leben mit Kindern ohne Plastik und wie man in Bad und Haushalt bestmöglich Plastik vermeiden kann. Im letzten Kapitel vor dem Rezeptteil kommt noch ein sehr wichtiges Thema zur Sprache, nämlich Textilien und Kleidung. Das Problem mit dem Microplastik im Wasser wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Kunstfaserkleidung verursacht.

Nicht nur bei den plastikfreien Rezeptideen sondern auch in den einzelnen Kapiteln sind zahlreiche Anregungen zu finden, wie man etwas selber machen kann, um Plastik zu vermeiden.

Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, wo häufig gestellte Fragen beantwortet werden sowie Tipps, wie man nicht so übliche Zutaten bzw. plastikfreie Gegenstände am besten beziehen kann.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch, welches klimaneutral auf 100% Recycling-Papier ohne Folienkascherung und mit mineralölfreien Druckfarben hergestellt wurde (muss bei dem Thema wohl sein), gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche, wo unser Leben durch Plastik beeinträchtigt wird. Gleichzeitig werden einfache und auch im Alltag praktikable Lösungen gezeigt, wie man diesen umweltbelastenden Stoff vermeiden kann.

Dabei geht es nicht darum, ein Verpackungsmaterial durch das andere auszutauschen sondern im Gegenteil Lösungen zu zeigen, die möglichst ganz ohne Verpackung auskommen. Dabei kommt man ums Selbermachen natürlich nicht herum, das ist ja auch mein eigener Lösungsansatz und so findet man im Buch auch einige ähnliche Rezepte, die ich selbst auf meinem Blog schon veröffentlicht habe.

Einblick in meinen Alltag

Einblick in meinen Alltag

Sehr gut gefällt mir der Rat, nicht einfach alles Plastik aus dem Haushalt zu entfernen und weg zu werfen, denn das würde die Umwelt ja noch viel mehr belasten. Vielmehr wird empfohlen, Dinge umzufunktionieren und z.B. die Vorratsdose aus Plastik künftig für die Aufbewahrung von Seife auf der Reise zu verwenden oder Gegenstände im Sozialkaufhaus zu verschenken.

Das war auch mein Weg, nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt nach Lösungen zu suchen und auch den von mir ungeliebten Gegenständen ein neues Heim bei jemand anderem zu geben. Das mag auf den ersten Blick widersinnig klingen, ist es aber nicht. Denn dieser Mensch würde vermutlich den selben Gegenstand sonst neu kaufen und insofern tut man auch damit der Umwelt etwas Gutes.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich natürlich nicht mehr wirklich neue Tipps für mein Leben finden konnte. Dafür bin ich einfach schon viel zu tief in der Materie drinnen. In meiner Anfangszeit vor gut 3 Jahren allerdings wäre es vermutlich zu meiner Bibel geworden, da es wirklich eine ganze Fülle an guten Tipps und Rezepten zeigt.

Linktipp:

ausführliche Leseprobe im pdf-Format
Besser leben ohne Plastik – der Blog
Besser leben ohne Plastik auf Facebook



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*) herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar


Müll reduzieren beim Schenken #5

das Osterfest

Nicht nur zu Weihnachten ist das Thema Schenken sehr eng mit dem Thema Müll verbunden. In konventionellen Osternestern steckt sogar eine ganze Menge Müll drin – und damit meine ich nicht einmal nur die Verpackungen, sondern auch teilweise den Inhalt derselben.

die Oster-Müll-Katastrophe...

die Oster-Müll-Katastrophe…

Die Osterhasen und andere Hohlfiguren werden in Aluminium oder jede Menge Plastik verpackt, was im nächsten Augenblick zu Müll wird.

Und das Schlimmste ist, dass die Qualität der Schokolade nicht einmal besonders gut ist, die meisten Beschenkten die liebevoll ausgesuchten Osterhasen gar nicht essen wollen und sie manchmal so, wie sie sind, im Müll landen.

Man könnte die ungeliebten Hasen wenigstens noch über die Fairteiler von Foodsharing verschenken finde ich.

make chocolate fairmake chocolate fair!

Nicht nur zu Ostern ist es wichtig beim Kauf von Schokolade und Kakao darauf zu achten, dass diese aus fairem Anbau stammt.

Das Thema ist mir schon lange ein großes Anliegen wie auch in meinem Beitrag Videotipp: für faire Ostern – make chocolate fair nachzulesen ist.

Aus diesem Grund – und natürlich auch um Aluminium und Plastik zu vermeiden – verschenke ich schon seit Jahren keine handelsübliche Osterschokolade mehr.

Für mich ist es ein guter Anlass, einmal etwas ganz Besonderes zu suchen, um dem Beschenkten wirklich eine Freude zu machen.

Es gibt eine reiche Auswahl an wohlschmeckender Bioschokoladeprodukten aus fairem Handel, die auch müllreduziert angeboten werden.

Mein Motto: Klasse statt Masse!

Linktipp:

Mehr Infos dazu sind im Beitrag „Faire Ostern für alle! – Schluss mit Hunger, Armut und Kinderarbeit“ von der „Make Chocolate Fair! Kampagne“ zu finden.

Videotipp:

auch das Osterei hat seine Tücken

Seit einigen Jahren werden im Handel immer mehr bereits gefärbte Ostereier angeboten. Abgesehen davon, dass diese Eier teilweise von Hennen stammen, die unter fragwürdigen Umständen ihr Leben fristen, werden sie auch mit einem Lack besprüht, damit sie besonders lange haltbar sind.

Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, nutzt der Handel am liebsten Verpackungen aus Plastik, damit der Konsument die bunten Eier von außen gut sehen kann und zum Kauf angeregt wird.

Ostern ohne Plastik

Ostern ohne Plastik

Die Eier am rechten Bild sind übrigens mit Zwiebelschalen gefärbt. Die hellen Stellen entstehen durch Blätter und andere Pflanzenteile, die mit Hilfe von einem Strumpf oder Tuch um das Ei gewickelt wurden. Mir persönlich gefallen diese kreativen Eier bei weitem besser als die bunte Massenware.

einfach Lösungsansätze

Selbst wenn jemand so gar keine Lust hat, Eier zu färben, gibt es immer Alternativen, wie man das alles etwas umweltfreundlicher gestalten kann.

Die einfachste Lösung ist, die Hühnereier gar nicht zu färben. Ich finde ja, dass die braunen Eier durchaus ihren Charme haben. Mit etwas Kaffee kann man übrigens der braunen Farbe sehr gut nachhelfen.

Eine andere Möglichkeit sind die zahlreichen Bauernmärkte, wo auf einigen Ständen handgefärbte Eier angeboten werden. Diese stammen aus regionaler Hühnerhaltung und sind meist mit einfachen Eierfarben aus Papiertüten gefärbt. Den Eierkarton bringst Du am besten selbst mit, dann landet noch weniger Abfall im Mülleimer.

einfache müllreduzierte Alternativen für das Osternest

einfache müllreduzierte Alternativen für das Osternest

Es gibt auch sehr einfache und durchaus dekorative Alternativen für die bunten Schoko-Osterhasen. Aus einem leckeren Mürbteig kann man Kekse ausstechen, diese nett dekoriert backen und dann ins Osternest legen.

Basisrezept für feine Mürbteigkekse

Zutaten:

240 gr Mehl
160 gr Butter
80 gr Zucker
2 Dotter
1 Prise Salz

zusätzlich: Eiklar, Hagelzucker, Rosinen, Schokostreusel u.ä.

Zubereitung:

Alle Zutaten gut verkneten und danach 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Der Teig wird sodann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausgerollt und Kekse in beliebiger Form ausgestochen.

Die Kekse auf ein leicht befettetes Backblech legen, mit dem verschlagenen Eiklar bestreichen und nach Lust und Laune dekorieren.

Bei schwach 200° 8-10 Min goldgelb backen und flach liegend auskühlen lassen.

Kurzanleitung: Eier natürlich färben

Zwei Hände voll Zwiebelschalen mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen und anschließend 1-2 EL Essig hinzufügen.

Die Eier gut reinigen, damit sie gleichmäßig die Farbe aufnehmen können, und anschließend 10 Minuten in dem Zwiebelsud gemeinsam mit den Zwiebelschalen kochen.

Danach aus dem Topf heben und sofort eiskalt abschrecken, damit sie sich gut schälen lassen.

Mir gefällt die Farbe am besten, wenn ich rote und braune Zwiebelschalen miteinander vermische.

Wer die Eier glänzend mag, kann sie anschließend noch mit einem Tropfen Öl (z.B. Olivenöl) einfetten.

Ähnlich kannst Du die Eier auch mit Karotten, Spinat, Kaffee oder Rotkraut färben. Gestern habe ich ultralastminute in einem Beitrag entdeckt, dass man Ostereier auch mit Tee färben kann.

Farbwirkung von verschiedenen Pflanzen

Curcuma, Safran oder Kamille – gelb
Zwiebelschalen – rotbraun
Kaffee – dunkelbraun
Spinat – grün
Rotkraut – rotviolett
Rote Rüben (rote Beete) – rot

bunte Deko am Tisch

Voriges Jahr habe ich meine Ostereier mit bunten Huhneierwärmern „gefärbt“. Diese leben natürlich noch immer und sind auch eine sehr nette Dekoration am Ostertisch.

die Hühner warten schon wieder auf das Osterfest

die Hühner warten schon wieder auf das Osterfest

selbst gebackenes Osterbrot

Was wäre Ostern ohne leckeres Osterbrot? Natürlich backe ich unser Osterbrot selbst, da die Osterpinze und das Osterbrot im Handel meist in Plastik verpackt angeboten werden.

Das Rezept dafür habe ich bereits vor langer Zeit einmal in meinem Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Osterbrot“ veröffentlicht.

Die Form wählst Du danach aus, wie Du es am liebsten magst. Der Teig kann sowohl zum Striezel als auch zum Kranz, wie unten zu sehen, oder zur Pinze geformt werden.

Osterbrot zum Kranz geflochten

Osterbrot zum Kranz geflochten

Blogpause

Ich wünsche Dir ein frohes Osterfest und ein paar schöne Feiertage. Lass es Dir gut gehen und genieße die Tage mit dem, was Du am liebsten machst.

Mein Blog macht nun ein paar Tage Pause. Wir lesen uns bald wieder mit dem gewohnten Monatsrückblick.

frohe Ostern


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Weiters verlinkt zu praktisch. plastikfrei. leben, ANL, Create in Austria, zauberhaftes Ostern, Freebie-Freitag und zur Rezeptelinkparty bei Gusta.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Huhneierwärmer
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Videotipp: für faire Ostern – make chocolate fair

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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Spültücher

Heute zeige ich einen neue Variante, wie man aus alten Handtüchern ganz einfach und schnell plastikfreie Abwaschtücher selbst nähen kann.

Anfang des Jahres ist ein guter Zeitpunkt um neue Spültücher zu nähen, das habe ich auch im letzten Jahre gemacht und eine ausführliche Anleitung veröffentlicht. Die darin gezeigte Variante sieht etwas hübscher aus, ist dafür aber etwas aufwändiger zu nähen.

Abwasch mit der Hand

Seitdem wir keinen Geschirrspüler mehr haben, sind die Abwaschtücher natürlich viel häufiger im Einsatz und verschleißen daher etwas schneller.

Beim Sortieren der Geschirr- und Handtücher in der Küche habe ich wieder einmal 3 Handtücher aussortiert, die nicht mehr ganz so schön, aber natürlich perfekt geeignet sind, als Abwaschtücher ihren Lebensabend zu verbringen.

Da die Handtücher etwas dicker sind, ist mir ein Kommentar in den Sinn gekommen, die Spültücher einfach statt doppelt zu nähen. Daniela hat dazu vor einiger Zeit auch einen eigenen Beitrag verfasst.

Also kommt heute eine weitere Anleitung, wie man wirklich ganz einfach und schnell Spültücher selber nähen kann.

Anleitung:

Du benötigst alte Handtücher, idealerweise in der Größe 50 cm x 100 cm.

1. Zuschneiden

Das Handtuch in der Mitte teilen, dann noch 2 weitere Male in der Mitte geteilt ergibt das acht relativ quadratische Abwaschtücher mit den Maßen ungefähr 25 cm x 25 cm.

Die Ränder habe ich gleich dran gelassen, dadurch brauche ich nicht so viele Seiten versäubern. Ist nicht ganz so hübsch, aber zum Schönheitswettbewerb wollen meine Abwaschtücher sowieso nicht, sie sind vor allem praktisch.

aus 3 Handtüchern werden 24 Abwaschtücher

aus 3 Handtüchern werden 24 Abwaschtücher


2. Aufhänger

In vielen Shirts sind dünne Bänder eingenäht, die das Shirt auf dem Kleiderbügel halten. Ich schneide diese Bänder immer heraus, weil ich sie so kratzig finde. Auch die Etiketten an der Rückseite der Shirts entferne ich aus dem selben Grund.

Die Bänder werden für Nähprojekte wie diese aufgehoben, sind dadurch kein Abfall und finden nun eine gute Verwendung.

Müllvermeidung im Kleinen

Müllvermeidung im Kleinen

2. Vorbereitung

Alle Aufhänger werden an einer Ecke festgesteckt. Es gibt mehrere verschiedene Möglichkeiten, sie zu befestigen. Ursprünglich hatte ich mich für diese Variante entschieden, während dem Nähen jedoch umdisponiert.

alle Aufhänger wurden festgesteckt

alle Aufhänger wurden festgesteckt


3. Nähen

Nun werden die Ränder mit ZickZack-Stichen versäubert.

nur die abgeschnittenen Ränder müssen versäubert werden

nur die abgeschnittenen Ränder müssen versäubert werden

Wenn Du zum Aufhänger kommst, nähst Du ein paar Stiche zurück und wieder nach vor, dadurch wird der Aufhänger besser befestigt.

zwei Mal hin und her nähen beim Aufhänger

zwei Mal hin und her nähen beim Aufhänger

Aufhängervarianten

Hier siehst Du noch einmal die verschiedenen Möglichkeiten, wie der Aufhänger befestigt werden kann.

3 Varianten zur Befestigung der Aufhänger auf einen Blick

3 Varianten zur Befestigung der Aufhänger auf einen Blick

Turboabwaschtücher

Das sind richtige Turboabwaschtücher, denn in nicht einmal einer halben Stunde hatte ich alle 24 Spültücher fertig genäht.

die reichen für das nächste Jahr

die reichen für das nächste Jahr

die neue Variante hat Vorteile

Bei meinen ersten Spültüchern habe ich sehr dünne Handtücher verarbeitet, dadurch war es tatsächlich besser, sie doppelt zu nähen, da sie sonst nicht sehr lange überlebt hätten.

Die Variante mit den etwas dickeren Handtüchern einfach genommen hat allerdings nicht nur den Vorteil, dass die Spültücher schneller genäht sind, sie trocknen auch etwas schneller.

Ich liebe meine selbst genähten Abwaschtücher, sie fühlen sich viel besser als ihre Geschwister aus Plastik an. Vor allem riechen sie nie schlimm, denn ich verwende jeden Tag ein frisches Abwaschtuch, um die Keimbildung zu reduzieren.

meine plastikfreie Küche

meine plastikfreie Küche

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten. Mit dem Rückwärtspfeil des Browsers kommst Du zum Text zurück.

Abwaschtuecher Collage


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

Müll reduzieren beim Schenken #4

Vor einem Jahr habe ich passend zur Weihnachtszeit meine Serie Müll reduzieren beim Schenken begonnen.

Dieses Jahr möchte ich meine Serie durch eine kleine Ideensammlung für selbst gemachte Geschenke aus dem letzten Blogjahr ergänzen, sowie die Beiträge aus dem Vorjahr in Erinnerung rufen. Man muss das Rad nicht jedes Mal neu erfinden, denke ich.

Übrigens hatte auch Marlene eine ganz ähnliche Idee und hat gestern den Beitrag „Alle Jahre wieder: nachhaltig schmücken und schenken“ veröfentlicht.

Weihnachtsgeschenke aus der Küche

Am liebsten verschenke ich Dinge, die ich selbst gemacht habe. Nachdem ich sehr gerne koche, jedoch so viele Menschen keine Zeit mehr finden, um selbst zu kochen, kommen meine liebsten Geschenke aus der Küche.

Hier also einige Geschenkideen aus meiner Reihe „selbst.gemacht statt selbst.gekauft“, die ich dieses Jahr verfasst habe.

Bärlauchpaste
getrocknete Apfelspalten
gebrannte Nüsse
grüne Tomatenmarmelade
Melissensirup
Rhabarbersirup
rote Rübensalat
Vanillekipferl

PS: Auch bei Birthe ist heute ein ganz liebevolles Nikolausgeschenk aus der Küche zu sehen.

selbst gestrickte und genähte Kleinigkeiten

Wenn man gerne näht oder strickt ist noch Zeit, um ein paar Geschenke selbst zu nähen. Hier einige Anregungen, mehr ist im Index „selbst.gemacht statt selbst.gekauft“ zu finden.

Buchstütze #1
Buchstütze #2
selbst gemachtes Deo
Einkaufstasche
Gemüsesäckchen nähen
Hülle für Kalender, Notizblock, Buch, e-reader oder Tablet
Spültücher
Trinkflasche

Weiterlesen:

Und hier kommen die Beiträge aus dem letzten Jahr zum Nachlesen:

Müll reduzieren beim Schenken #1DIY Geschenkideen

selbst gemachte Geschenke

selbst gemachte Geschenke

Müll reduzieren beim Schenken #2Geschenkalternativen

alternative Geschenkideen

alternative Geschenkideen

Müll reduzieren beim Schenken #3Verpackungsmüll vermeiden

alternative Verpackungsideen

alternative Verpackungsideen



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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Trinkflasche

Wenn man sich mit dem Thema „Müllvermeidung“ und „Plastikreduktion“ beschäftigt, kommt man nicht daran vorbei, eine alternative Möglichkeit zu suchen, wie man etwas zu trinken mitnehmen kann, wenn man länger unterwegs ist.

In den Geschäften werden Getränke fast ausschließlich in Plastikflaschen oder Tetrapack verkauft. Beides ist keine gute Lösung für die Umwelt.

Gerade wenn man auch Aluminium vermeiden will, kommt eigentlich nur noch Glas oder Edelstahl in Frage. In meinem Beitrag „Mein treuer Begleiter – die Trinkflasche“ habe ich die DIY-Variante mit Glasflasche und im Beitrag „Ich habe einen neuen treuen Begleiter“ meine Trinkflasche aus Edelstahl gezeigt.

meine beiden Trinkflaschen für unterwegs

meine beiden Trinkflaschen für unterwegs

Beide Flaschen habe ich zusätzlich mit „einem Kleid“ ausgestattet. Erstens macht mir stricken sehr viel Freude und zweitens finde ich es einfach viel angenehmer. Die Glasflasche ist zumindest weitgehend vor Bruch geschützt und die Edelstahlflasche vor Fingertapsern.

langsam verbreiten sich meine Ideen

Mittlerweile habe ich auch meine beiden erwachsenen Kinder mit meinen Gedanken angesteckt. Ich habe nie darauf gedrängt, das ist ganz von alleine passiert, worüber ich mich wirklich sehr freue.

Als wir im Gespräch auf das Thema „Trinkflasche ohne Plastik“ kamen, habe ich angeboten ein Kleid für die DIY-Variante zu stricken.

Diese Gelegenheit habe ich genutzt um eine Anleitung für meinen Blog zu schreiben.

Material:

1 alte Glasflasche mit wasserdichtem Verschluss
ca. 50 gr Wolle
1 Nadelspiel und 1 Häkelnadel in der passenden Stärke
1 Wollnadel

Ich habe dafür eine 500 ml Flasche von einer Kaffeemilch verwendet.

1. Teil – Bodenfläche

1. Runde – Maschenring aus 4 Luftmaschen
2. Runde – 6-8*) feste Maschen
*) je nach Stärke der Wolle (je dünner die Wolle desto weniger Maschen)
3. Runde – jede Masche verdoppeln = 12-16 feste Maschen (+6-8 M)
4. Runde – *1 feste Masche 2 feste Maschen in die nächste Masche* = 18-24 feste Maschen (+6-8 M)
5. Runde – *2 feste Masche 2 feste Maschen in die nächste Masche* = 24-32 feste Maschen (+6-8 M)
5. Runde – *3 feste Masche 2 feste Maschen in die nächste Masche* = 30-40 feste Maschen (+6-8 M)

Maschensatz zwischen den ** wiederholen

Das Schema ist also, dass man jede Runde so viele Maschen zunimmt, wie man in der ersten Reihe gehäkelt hat.

Die dadurch entstehende Kreisfläche sollte ein kleines bisschen kleiner sein als der Boden der Flasche.

Falls sich das mit 5 Runden noch nicht ausgehen, nach dem Schema so lange weitermachen, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Ich habe in dem Fall ein relativ dickes Baumwollgarn verwendet (Nadelstärke 4-5), mit 8 Maschen im Maschenring begonnen und hatte nach 5 Runden und 40 Maschen den gewünschten Kreisdurchmesser erreicht.

Mit einer dünneren Wolle (z.B. Sockenwolle) würde ich mit 6 festen Maschen in der 2. Runde beginnen, jeweils 6 Maschen zunehmen und vermutlich 8-10 Runden benötigen.

der Boden des Flaschenkleides wird gehäkelt

der Boden des Flaschenkleides wird gehäkelt


2. Teil – Maschen zum Stricken aufnehmen

Mit Hilfe der Häkelnadel aus dem hinteren Glied der Masche jeweils eine Luftmasche ziehen und auf die Stricknadeln gleiten lassen, sodass auf jeder Nadel 1/4 der Maschen (in meinem Fall 10) zu liegen kommen.

es wird immer in das hintere Glied der Masche eingestochen

es wird immer in das hintere Glied der Masche eingestochen

3. Teil – Körper der Flasche

Nun wird mit rechten (glatten) Maschen immer im Kreis gestrickt, ähnlich wie bei Socken. Dadurch, dass keine Zunahmen mehr erfolgen, geht der Strickteil wie ein Zylinder in die Höhe.

Man strickt so lange hoch, bis – gemessen an der Flasche – die Verengung zum Hals der Flasche beginnt.

4. Teil – Lochreihe

*1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen stricken* so lange wiederholen, bis alle Nadeln abgestrickt sind.

In der nächsten Runde werden die Umschläge rechts abgestrickt. Dadurch entsteht eine Lochreihe für die gehäkelte Kordel.

die Lochreihe für die Kordel entsteht

die Lochreihe für die Kordel entsteht


5. Teil – Fertigstellung vom „Kleid“

Weitere 2-5 Runden (je nach Dicke der Wolle) darüber stricken und alle Maschen locker abketteln. Anschließend werden Anfangs- und Endfaden vernäht.

gehäkelte Kordel

Eine Luftmaschenkette anschlagen, die ungefähr 4 x so lang ist wie die Breite des Flaschenkleides. Eine Reihe feste Maschen darüber häkeln und danach Anfangs- und Endfaden vernähen.

Kordel gehäkelt aus Luftmaschen und festen Maschen

Kordel gehäkelt aus Luftmaschen und festen Maschen


Fertigstellung:

Nun wird noch die Kordel durch die Lochreihe gezogen, ein halber Knoten gemacht und danach die Enden der Kordel miteinander verknotet.

Durch entsteht eine Art Trageschlaufe.

Trinkflasche Collage 2

Fertig, das ist keine Hexerei, sieht nett aus, ist praktisch und eine wirklich gute Möglichkeit, um Getränke für unterwegs mitzunehmen.

meine Geschenkidee für Weihnachten

Wenn man z.B. einen leckeren Holunderblütensirup in einer passenden Flasche eingekocht hat, dann kann man diese Flasche gemeinsam mit dem Kleid zu Weihnachten verschenken.

Das ist eine wirklich nette Geschenkidee finde ich. Zuerst dient das Strickkleid als Verpackung und danach kann der Beschenkte die Flasche samt Kleid als Trinkflasche für unterwegs nützen.

Hollerblütensaft Geschenk Collage



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Trinkflasche Collage

Nachtrag:

Aufgrund dieses Beitrages bekam ich von Andrea Egelkraut, mit der ich seit einiger Zeit immer wieder einmal in Kontakt bin, Bilder von ihren Flaschenkleidern zugeschickt. Sehr gerne nehme ich das Angebot an und zeige sie hier auf meinem Blog.

Links sieht man eine gehäkelte Variante und rechts das absolut geniale Minions-Flaschenkleid, das sie genäht hat.

Flaschenkleid Andrea Egelkraut


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3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge

In den ersten 3 Wochen im Oktober habe ich an der „sugar free challenge“ teilgenommen und auf Industriezucker verzichtet.

Über meine Motivation und mein Vorhaben habe ich hier geschrieben und heute möchte ich erzählen, wie es mir ergangen ist.

kein Zucker mehr für mich

kein Zucker mehr für mich

aller Anfang ist nicht immer schwer

Obwohl ich in den Tagen davor einige Ausrutscher gehabt habe, ist es mir gar nicht so schwer gefallen, den Zucker gänzlich weg zu lassen. Ich war sehr motiviert und vor allem neugierig, neue Wege zu gehen und Alternativen auszuprobieren.

Gesüßt habe ich mit der natürlichen Süße von Früchten. In meinen morgendlichen Porridge habe ich eine kleine zuerdrückte Banane gemengt. Um etwas Abwechslung zu haben, kann man auch ein paar Rosinen mitkochen.

Ich habe sogar Rezepte für gänzlich zuckerfreie Kuchen bzw. Muffins gefunden und gebacken. Hier das von mir selbst adaptierte Rezept, das ich sehr lecker finde.

zuckerfreie Muffins

zuckerfreie Muffins

Rezept

95 g Dinkelvollkornmehl
95 gr weißes Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
80 ml Öl
3-4 sehr reife Bananen
1 handvoll gehackte Trockenfrüchte/Rosinen gemischt (ohne Zucker)
etwas Trester von der Walnussmilch oder ein paar gehackte Nüsse

Alle trockenen Zutaten mischen, alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel mischen, danach die Flüssigkeiten zu den trockenen Zutaten schütten, alles rasch vermengen und in Muffinsformen ca. 25 Min backen.

das Verlangen nach Zucker reduziert sich

Mit der Zeit wurde das Verlangen nach Zucker deutlich weniger. Ich hatte nicht einmal mehr sehr viel Lust auf den süßen Geschmack von den Früchten, es hat sich mein Bedürfnis total verändert.

Das hat mich dann doch überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Mit der Zeit ging es mir immer besser, ich habe mich einfach nur noch wohl gefühlt in meiner Haut.

Vor allem ist mir aufgefallen, dass meine manchmal vorkommenden Unruhezustände total verschwunden sind. Zuerst habe ich das gar nicht in Verbindung mit dem Zucker gebracht, bis ich den Beweis durch einen ganz großen Ausrutscher hatte.

wieder aufstehen und Krönchen richten

Die Challenge war vorbei und mit den Erfahrungen der 3 Wochen dachte ich, mir kann nichts passieren, wenn ich ab und zu etwas Süßes esse.

Aber denkste, ganz falsch. Ich war plötzlich auf einem ganz komischen Trip und hatte mein Essverhalten nicht mehr unter Kontrolle. Kaum habe ich eine süße Kleinigkeit gegessen, schrie alles in meinem Körper nach mehr.

Und da waren sie wieder, diese seltsamen Unruhezustände, die ich in den drei Wochen davor gar nicht vermisst hatte.

Also habe ich alles, was mich in Versuchung führen könnte, in eine Tasche gepackt und in einen Fairteiler von Foodsharing gebracht. Seitdem lebe ich wieder ohne Industriezucker und bin sehr froh darüber.

nur noch natürliche Süße

Ich werde daher weiter damit fortsetzen, dass ich auf Industriezucker verzichte. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man etwas süßen Geschmack in sein Leben bringen kann, dazu braucht man keinen Industriezucker.

natürliche Zuckeralternativen

natürliche Zuckeralternativen

Mit Obst oder Trockenfrüchten kann man eigentlich überall ein bisschen Süße hinein bringen. In den 3 Wochen haben ich sehr viel experimentiert und herausgefunden, dass man Industriezucker sehr gut vermeiden bzw. reduzieren kann.

Hilfreich für mich ist, dass ich nichts nach Hause bringe, was mich in Versuchung führt. Dann kann ich ganz gut ohne Zucker leben.

Wenn ich eingeladen bin, werde ich mir (so wie gestern) aber trotzdem ab und zu ein kleines Stück Kuchen gönnen. Wichtig ist mir, den Zucker nicht mehr in meinen Alltag zu lassen.

gesunder süßer Snack für Zwischendurch

Ich nasche wirklich sehr gerne und liebe es vor allem, zum Abschluss vom Mittag- oder Abendessen noch einen kleinen süßen Happen zu essen.

Aus diesem Grund habe ich nach einer gesunden Alternative gesucht und bin auf die Idee der getrockneten Apfelspalten gekommen. Selbst gemacht aus regionalen Äpfeln sind sie eine gute Möglichkeit gesund zu naschen.

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

Rezept:

3-4 Äpfel gut waschen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Apfelchips erhältst Du, wenn sie wirklich GANZ dünn geschnitten sind.

Ich habe ein wenig herum experimentiert und herausgefunden, dass ich mich nicht festlegen mag. Ich mache sie daher einmal dünner und das andere Mal dicker, damit habe ich gleichzeitig Abwechslung beim Geschmack.

Die Apfelscheiben werden mit Hilfe von einem Blatt Backpapier (ich habe verwende das selbe immer wieder) auf das Gitter gelegt. Nachdem mein Backrohr Heißluft hat, kann ich mehrere Lagen hinein schieben.

Dann werden die Apfelscheiben bei ca. 70° Heißluft für 2-3 Stunden getrocknet. Das Backrohr wird dabei mit Hilfe von einem Kochlöffel oder ähnlichem einen Spalt breit offen gelassen.

Anschließend die getrockneten Apfelstücke auskühlen lassen und in ein Glas füllen.

Fertig ist die gesunde Nascherei! Und ganz ohne Plastik sowie frei von Verpackungsmüll ist sie auch noch.

zuckerfreies Naschen ist möglich

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