selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kräutersalz

Verpackungsmüll und unnötige Zusatzstoffe in unserer Nahrung zu vermeiden steht wie so oft bei meinem „selbst.gemacht statt selbst.gekauft“-Tipp in dieser Woche wieder einmal im Vordergrund.

Vor einiger Zeit habe ich Euch bereits mein selbst.gemachtes Suppengewürz vorgestellt. Und heute will ich Euch einen weiteren „all-time-favorite“ beim Würzen von Speisen vorstellen.

Ein Alleskönner

Kräutersalz sollte in keinem Haushalt fehlen. Man kann es wirklich universell einsetzen und durch die beigefügten Kräuter reduziert sich der Salzanteil bzw. ist nicht mehr so viel Salz nötig, um mehr Geschmack aus dem Essen herauszuholen. Die Kräuter unterstreichen den Eigengeschmack der Zutaten statt ihn zu überdecken.

Im Handel wird Kräutersalz meist sehr teuer und häufig in Plastik verpackt angeboten und kann doch in Wirklichkeit so einfach selbst hergestellt werden. Vor allem wenn ich eigene Kräuter verwende, kann ich viele verschiedene Varianten von Kräutersalz herstellen.

Die Wildkräutersaison hat begonnen

Auch Bärlauch und Giersch – die ersten Wildkräuter im Jahreslauf – eignen sich hervorragend um Kräutersalz herzustellen. Die Kräuter werden gesammelt, gewaschen, getrocknet und auf die gewünschte Größe zerkleinert. Wer die Kräuter ganz fein gemahlen haben will, verwendet einen Mörser.

mein schwerer Mörser aus Granit

mein schwerer Mörser aus Granit

Basisrezept

500 gr. Salz
50 gr getrocknete Kräuter im Mörser fein gemahlen

Alle Zutaten gut vermengen und in ein Glas abfüllen.

Die Mengen können natürlich anteilig verringert werden. Mehr auf einmal würde ich nicht zubereiten, da sich sonst die Kräuter mit dem Salz schwerer homogen vermengen lassen.

Meine Lieblingsmischung

jeweils 10 gr Basilikum, Dill, Petersilie, Oregano und Thymian auf 500 gr Salz

Kräutersalz im Glas mit Holzschaufel

Kräutersalz im Glas mit Holzschaufel

Achtung!
Die Aufbewahrung sollte immer luftdicht in einem Glas mit Glasdeckel erfolgen. Durch das Salz werden Metallteile angegriffen, daher sind Twist-Off-Gläser nicht geeignet.

Haltbarkeit

Das Kräutersalz hält mindestens 1 Jahr. Wie lange wir jedoch wirklich mit dieser Menge auskomme, kann ich gar nicht sagen, weil meine Schwiegereltern und meine Tochter regelmäßig ihre Salzstreuer bei mir auffüllen.


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11 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kräutersalz

  1. Eine super Idee, kann man bestimmt auch schön verschenken. Werde ich mich bei Gelegenheit auch mal dran versuchen. Danke für das Basisrezept.

  2. Oh, schöne Idee! Und so kann man ganz wunderbar selbst entscheiden, welche Kräuter man reintut.

    Ich mache ja auch seit geraumer Zeit meinen Vanillezucker mit frischen Schoten selbst – zwischen dem und den Tütchen liegen wirklich Welten (auch wenn es wirklich seine Zeit brauchte, um mein konditioniertes Hirn vom Vanillin-Geschmack wegzubringen …)

    VG, Saranesu

  3. Ja, es ist komisch, wie man an eingefahrenen Dingen festhält wie z.B. Vanillinzucker oder Brühwürfel. Es ist ein etwas längerer Prozess, alte Gewohnheiten loszuwerden und durch neue zu ersetzen. Es geht wohl auch nur nach und nach. Ich arbeite dran und habe mir dein Rezept gemerkt/abgespeichert. Danke fürs Teilen.

  4. Ich mache seit einem Jahr mein Kräutersalz auch selbst. Ich hatte das Rezept aus einer Zeitschrift. Es ist möglich, die Kräuter frisch zu hacken und dann mit dem Salz(grobkörnig) zu vermengen. Die Kräuter bewahre ich en in einem Marmeladenglas im Keller auf und fülle meine Salzmühle damit auf. Die Kräuter schimmeln garantiert nicht!(ich war auch skeptisch), die Arbeit beschränkt sich auf das Zerkleinern der Kräuter(Schneiden reicht), mühseliges Trocknen entfällt und es können alle denkbaren Kräuter aus dem Garten verwendet werden. Probiert es aus, ich habe noch kein besseres Kräutersalz gehabt. Mischung
    50:50 oder noch mehr Kräuter möglich.

    • Hallo Sabine!

      Interessanter Ansatz! Dass Salz konserviert ist klar, das habe ich ja auch beim Suppengewürz so.

      Das Mischungsverhältnis 50:50 gilt für frische Kräuter, das wollte ich jetzt mal für andere Leser hervorheben. Bei getrockneten Kräutern wären es viel zu viel Kräuter.

      Danke für den Tipp, werde ich diesen Sommer sicher mal ausprobieren.

      lg
      Maria

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