selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Nudelteig

Da man Nudeln meist in Plastik, selten auch in Kartons verpackt zu kaufen bekommt, war ein Projekt zur Müllvermeidung den Nudelteig selbst zu machen. Das ist gar nicht so schwierig wie man denkt!

Es gibt eine Vielzahl von Rezepten mit unterschiedlichen Zutaten. Der große Unterschied ist jedoch, ob man Nudeln mit Ei oder ohne Ei zubereitet.

Wir haben uns für ein ganz einfaches Nudelrezept ganz ohne Ei entschieden, die Nudeln sind also vegan. Der Teig ist dadurch lange haltbar und lässt sich wunderbar verarbeiten.

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

Rezept:

200 gr Mehl
200 gr Weizengries
180 ml Wasser
1-2 EL Öl
1/2 TL Salz

Zubereitung:

Mehl und Gries werden auf der Arbeitsfläche aufgetürmt und in der Mitte eine Mulde gemacht.

Das Öl sowie nach und nach insgesamt 180 ml warmes Wasser hinzufügen und von innen beginnend alles gut miteinander vermengen. Langsam den Rest vom Mehl-Griesgemisch hinzufügen und mit den Händen alles durchkneten bis ein schöner, elastischer und glatter Teig entsteht.

Nach rund 10 Minuten Kneten ist der Teig geschmeidig und homogen. Wenn der Teig nicht mehr klebt und die Hände trocken bleiben, dann hast Du genug geknetet.

Am besten stülpt man über den Teigklumpen eine kleine Schüssel, die nur wenig größer ist als die Teigmenge, damit der Teig nicht austrocknet während der mindestens 30 Minuten Ruhezeit. Das ist aber nicht so genau, er kann auch gerne länger rasten.

Danach wird der Teig mit Hilfe von einem Nudelwalker (Nudelholz) ausrollt und in die gewünschte Form geschnitten.

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

Wenn man eine Nudelmaschine hat, kann man diese statt dem Nudelholz verwenden und damit die Teigplatten auf die gewünschte Dicke bringen.

Der Teig ist für alle Nudelarten geeignet, man kann damit sowohl Beilagennudeln wie z.B. Bandnudeln als auch Lasagneplatten oder gefüllte Nudeln zubereiten.

Für gefüllte Nudeln braucht man kein eigenes Werkzeug, ein rundes Glas reicht zum Ausstechen. In die Mitte kommt ein Teelöffel Fülle und anschließend wird der Teig in der Mitte zusammen geklappt. Mit Hilfe von einer Gabel werden die Ränder zusammen geklebt und bekommen dieses hübsche Muster wie am Bild zu sehen ist.

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

Tipp zum Kochen von selbst.gemachten Nudeln

Im Gegensatz zu getrockneten Nudeln werden die selbst gemachten Nudeln nur für ca. 3-4 Minuten gekocht. Sie kommen in nicht mehr sprudelnd kochendes Wasser, sondern werden eher an der Siedegrenze gegart.

für den Vorrat

Wenn man die Nudeln lagern möchte, muss man das Salz weglassen, da Salz Feuchtigkeit anzieht. Die Nudeln werden in die gewünschte Form geschnitten und anschließend an der Luft getrocknet.

Am besten legst Du die Nudeln lose auf, damit sie nicht aneinander kleben bleiben (siehe Bild oberhalb). Sie behalten genau die Form, in der Du sie aufgelegt hast.

Wenn die Nudeln ganz trocken sind, können sie in einem Vorratsglas aufbewahrt werden und sind mindestens 6 Monate haltbar.


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Manchmal kann ich Menschen verstehen, die sagen „Dazu haben ich einfach keine Zeit“, wenn es darum geht, etwas selbst zu machen statt das fertige Produkt zu kaufen.

Es ist ja so praktisch! Es wird uns so viel Arbeit abgenommen! Der Kuchen ist schon gebacken, ich brauche nur noch die Kunststoffverpackung zu öffnen und schon kann ich mir ein Stück abschneiden und genießen.

Kein Trennen von Eiern, schaumig rühren von Butter, Unterheben vom Mehl, kein Ausfetten der Backform, kein Warten bis der Kuchen gebacken und ausgekühlt, gefüllt und verziert ist. Und vor allem auch kein Berg Geschirr abzuwaschen.

Der Faktor Zeit ist heute sehr wichtig

Es gibt ja so einen Fülle an Möglichkeiten, was wir alles tun könnten! Und der Alltag raubt uns die Zeit. Will ich wirklich in der Küche stehen um mein Essen zuzubereiten, wenn ich deshalb so viel anderes verpasse?

Wo finde ich die Zeit für das, was mir wichtig ist?

Wo finde ich die Zeit für das, was mir wichtig ist?

Beispiel Kohlsprossen (Rosenkohl)

In letzter Zeit habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit für Foodsharing ab und zu Kohlsprossen bekommen. Wir lieben Kohlsprossen, daher habe ich mich darüber sehr gefreut.

Übrigens – so sehen die Kohlsprossen aus, wenn sie noch im Garten oder am Feld wachsen.

so wachsen die Kohlsprossen im Garten

so wachsen die Kohlsprossen im Garten

Und so sehen sie aus, wenn man sie im Geschäft oder beim Bauern kauft. Die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden, damit man sie weiterverarbeiten kann.

die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden

die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden

Eines Abends als ich Kohlsprossen kochen wollte, hat sich in mir ein Widerwille geregt. Da war der Gedanke „Nicht schon wieder eine halbe Stunde vor den Kohlsprossen stehen, nur damit sie geputzt sind. Gekocht wollen sie ja auch noch werden.“

Irgendwie hatte ich auf einmal sehr viel Verständnis dafür, dass manche Menschen lieber Fertigprodukte statt das Gemüse vom Bauernmarkt kaufen, weil es danach noch vorbereitet werden muss.

eine halbe Stunde Arbeit später

eine halbe Stunde Arbeit später

Diese Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen, während die ich äußeren Schalen abgeschnitten habe. Eine halbe Stunde später hatte ich dann endlich eine Schüssel voll kochfertiger Kohlsprossen und habe mir gedacht, das wäre wirklich sehr viel einfacher gegangen. Ein einziger Schnitt mit der Schere und ich hätte ein halbe Stunde Zeit gehabt um zu lesen oder Spazieren zu gehen oder was auch immer.

tiefgekühle convenience food

tiefgekühle convenience food

Ich gestehe es unumwunden – in dem Moment habe ich jene Menschen beneidet, die einfach einen Beutel tiefgekühltes Gemüse nehmen und diese Zeit für was auch immer haben.

Und gar nicht über die ganze Problematik mit dem Plastikmüll und die Umwelt nachdenken. Denen es vielleicht noch nicht einmal bewusst ist, wie problematisch der ganze Müll für die Umwelt wirklich ist und die Art, wie wir uns heute ernähren (Art des Anbaus, Düngung/Insektenschutz, industrielle Aufbereitung, Verpackung, lange Transportwege…).

das Essen ist fertig

das Essen ist fertig

Als ich die Kohlsprossen in der Pfanne gebraten und anschließend gedünstet habe, der Geruch in meine Nase stieg und ich mich auf das Kartoffelpüree als Beilage gefreut habe, wusste ich wieder, warum ich mich doch in die Küche stelle. Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt.

Ja, manchmal kann ich Menschen verstehen, die sagen „Dazu haben ich einfach keine Zeit“. Ich hätte auch gerne etwas mehr davon und überlege manchmal, wo ich sie herbekomme, die Zeit um all das zu machen, was ich gerne machen möchte. Aber meistens denke ich anders darüber.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

gelesen im Juni – Buchtipp #21

statt-plastik-coverstatt Plastik
Schöne Sachen zum Selbermachen –
das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle

von Jutta Grimm
Pala Verlag

Der Titel des Buchs ist meiner Meinung nach ja wirklich sehr genial gewählt und beschreibt den Inhalt sehr treffend. Geht es doch ganz genau darum zu zeigen, wodurch die verschiedenen Dinge aus Plastik im Alltag ersetzt werden können.

Da ich dem Blog von Jutta schon seit längerer Zeit folge, war ich natürlich auf das Buch schon sehr gespannt. Ist es doch auch mein persönlicher Weg zu einem plastikreduzierten Leben, so viele Produkte wie möglich durch DIY zu ersetzen.

Einleitend wird im ersten Kapitel beschrieben, worin die Motivation liegt, Plastik zu ersetzen. Ergänzt durch eine kleine Warenkunde („Welche Arten von Plastik gibt es?“) sowie einem Exkurs zum Thema Bioplastik werden gute Gründe beschrieben, warum Plastik vermieden werden sollte.

Danach gibt es praktische Tipps zu den einzelnen Projekten wie z.B. welche Geräte und Zutaten benötigt werden, wie lange selbst gerührte Kosmetikprodukte und Reiniger haltbar sind und vieles mehr. Natürlich darf auch eine Abkürzungstabelle für die vielen DIY Anleitungen nicht fehlen.

Die verschiedenen Bereiche des Alltags wurden in 5 Kapiteln zusammen gefasst. Zu finden sind Anleitungen für den plastikfreien Einkauf, das plastikfreie Bad, die plastikreduzierte Reinigung der Wäsche und des Haushalts sowie allerlei gute Tipps rund um die Babypflege.

Durch einleitende Worte und ein wenig Theorie dahinter werden die einzelnen Kapitel abgerundet.

Zu finden sind verschiedene Nähanleitungen wie z.B. Brotbeutel, Gemüsenetz, Einkaufsnetz, Einkaufstasche, Lunch Bag etc., Strick- und Häkelanleitungen wie z.B. Badeschwamm, Spültuch, Topfkratzer, Windelhöschen und vieles mehr. In der „Hexenküche“ gebraut werden allerlei Nützliches für das Bad wie z.B. Zahnpasta, Mundwasser, Shampoo, Deo und Lippenbalsam aber auch Waschmittel, Fleckenstift und Bügelwasser.

Natürlich dürfen Spülmittel für das Geschirr sowie Reinigungsmittel auch nicht fehlen. Für den Nachwuchs ist Baby-Puder, Popo-Creme, Babyöl und noch viel mehr zu finden.

Alle Anleitungen sind reich bebildert und ausführlich beschrieben sowie vor allem die Nähanleitungen durch liebevolle Zeichnungen, welche die Umsetzung erleichtern, ergänzt.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Theorieteil hält sich in Grenzen, wodurch man das Buch, sofern man nicht jede Anleitung gleich ausführlich lesen will (was ich jedoch schon gemacht habe), rasch durch hat.

Es ist eine ganze Fülle an Inspirationen darin zu finden, die Bilder sind wunderschön anregend und zeigen, dass ein plastikfreies Leben ganz und gar nichts mit Verzicht zu tun hat.

Da ich mittlerweile seit 3 Jahren plastikreduziert lebe und für alle Bereiche bereits Lösungen gefunden habe, gab es für mich naturgemäß nicht mehr so viel Neues zu entdecken.

Getestet habe ich das Rezept für die Zahnpasta und war damit wirklich sehr zufrieden. Das bisher getestete Rezept aus dem Internet hat mich nicht so zufrieden gestellt, die Anleitung von Jutta Grimm aus dem Buch hat mich aber restlos überzeugt und auch Herr Widerstand war begeistert.

Wir verwenden die Zahnpaste nun seit über 4 Monaten und auch der Langzeittest hat uns überzeugt.

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

Selbst bin ich ein Fan von sehr einfachen Rezepten für selbst gerührte Reiniger und Kosmetik, wo ich die Zutaten tunlichst alle bereits zu Hause habe.

Das trifft in dem Buch leider nicht überall zu, auch für die Zahnpaste musste ich weiße Tonerde aus der Apotheke besorgen, welche leider in einem Plastikbeutel verpackt war und somit wurde die Zahnpaste nicht wirklich so plastikfrei, wie ich mir das gewünscht hätte.

Vermutlich wird das auch bei einigen anderen verwendeten Zutaten so sein. Das ist auch mit ein Grund, warum ich von den DIY-Rezpten noch nicht mehr ausprobiert habe, obwohl mein Lippenbalsam gerade beim Ausgehen ist und ich auf der Suche nach einer einfachen Alternative bin.

Die Nähanleitungen sind durch sehr nette Zeichnungen ergänzt und so einfach gehalten, dass auch Anfänger sehr gut zurecht kommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, wirklich alle Anleitungen ganz genau zu lesen und fand sie sehr verständlich geschrieben und auch für Näheinsteiger geeignet. Ich kann mir vorstellen, dass man z.B. die Gemüsesäckchen (siehe Bild oben) auch sehr gut mit der Hand nähen kann. Besonders gut gefallen hat mir die Tasche für den Fahrradkorb und die sehr einfach Anleitung für die Furoshiki-Tasche.

Gerade für Menschen, die erst beginnen ihren Haushalt zu „entplastifizieren“, werden im Buch sehr übersichtlich die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, wie man einfach und unkompliziert die einzelnen Bereiche umstellen kann. Mit dem Buch hat man einen sehr guten Ratgeber zur Hand, wo viele Anregungen und Anleitungen auf einem Blick zusammen gefasst sind.

Linktipp:

Grimmskram – persönlicher Blog von Jutta Grimm
statt Plastik – der Blog zum Buch



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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Essig

Bis Ende letzten Jahres habe ich Essig in Glasflaschen gekauft. Der Ausguss war trotzdem aus Plastik und auch der Metallstöpsel hatte eine Plastikauskleidung.

Als mir Brigitte, eine ganz liebe Bekannte, einen Kombuchapilz zur Essigherstellung angeboten hat, wurde ich gleich ganz begeistert hellhörig und habe mich nach einigen Recherchen ans Werk gemacht.

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

Rezept:

8 gr Tee
1 l Wasser
70 gr Zucker

Kombuchapilz, mind. 100 ml Ansatzlösung (vom ursprünglichen Getränk)
ein großes Glasgefäß mit mind. 1,4 l Fassungsvermögen z.B. ein Glaskrug

Zubereitung:

Das Wasser aufkochen und über den Tee gießen. Den Tee 15 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen und den Zucker im noch heißen Teewasser auflösen.

Danach die Flüssigkeit auf Handwärme abkühlen lassen. Am besten stellt man das Gefäß in kaltes Wasser, dann geht es schneller.

Während dessen wird der Kombuchapilz unter fließendem Wasser gewaschen. Die Ansatzflüssigkeit wird sodann mit dem Tee vermengt und anschließend gibt man den Kombuchapilz in die lauwarme Zuckerlösung.

Das Gefäß wird mit einem Mulltuch abgedeckt, ich verwende dazu einen alten Vorhangstoff, den ich doppelt nehme und mit einem Gummiringerl befestige.

Nun heißt es geduldig sein, der Pilz muss seine Arbeit tun und den Zucker zuerst in Alkohol umwandeln. Das dauert je nach Zimmertemperatur ca. 8 – 14 Tage. Wenn keine Gärbläschen mehr aufsteigen ist das Kombuchagetränk fertig.

Nun wird der Pilz entnommen, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter abgeseiht und in einem weiteren Glasgefäß mit relativ breitem Hals aufbewahrt.

Danach ist weitere Geduld erforderlich, denn es dauert – je nach Zimmertemperatur – weitere 4-6 Wochen bis aus dem Kombuchagetränk der Essig entsteht. Dazu braucht die Flüssigkeit Sauerstoff, daher decke ich auch diese Flasche nur mit einem Mulltuch ab.

Erst der fertige Essig wird in eine alte Tomatenflasche gefüllt und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Je nachdem welchen Tee man verwendet, hat der Essig eine unterschiedliche Farbe und schmeckt auch unterschiedlich.

In vielen Rezepten wird ausschließlich Schwarztee oder Grüntee empfohlen. Ich habe schon alle möglichen Teesorten verwendet. Man kann hier sehr erfinderisch sein und vor allem auch Teesorten verwenden, die endlich verbraucht werden sollten. Auch verschiedene Kräuter aus dem Garten eignen sich hervorragend um einen Tee zuzubereiten, mehr dazu in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ geschrieben.

Vermehrung

Der Kombuchapilz vermehrt sich während er den Tee und den Zucker umwandelt. An der Oberfläche der Flüssigkeit sammelt sich eine schleimige Masse, die mit der Zeit immer dicker wird. Das nennt man Kombuchababy. Wenn der Kombucha lange genug reift, wird das Baby so fest, dass es mit der Zeit ein neues „Kombuchauniversum“ gründen kann.

Angefangen habe ich mit 2 Scheiben, mittlerweile haben sich diese verdoppelt und ich kann bereits 2 Gefäße mit Kombucha ansetzen. Da der gesamte Reifungsprozess bis zum Essig doch rd. 8 Wochen benötigt, ist das auch gut so, denn ich komme mit einer Flasche Kombuchaessig nicht so lange aus.

Je kürzer er reift, desto milder ist er. Nachdem Herr Widerstand den Salat nicht so sauer mag, genießt er es sehr, dass ich nun einen deutlich milderen Essig in der Küche verwende.

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

ergänzende Infos und Tipps

Der Zucker ist nötig, um zuerst in Alkohol und danach zu Essig abgebaut zu werden. Der Essig selbst ist nicht süß sondern sauer. In einigen Rezepten im Internet wird eine höhere Zuckermenge angegeben. Ich verwende die geringste Menge, die ich jemals gefunden habe.

Der Kombuchapilz mag kein Metall, daher habe ich in allen Anleitungen den Hinweis gefunden, dass man ein Sieb aus Plastik und keinen Metall-Löffel verwenden sollte. Das ignoriere ich und habe bis jetzt keine nachteiligen Erfahrungen damit gemacht. Allerdings weise ich trotzdem darauf hin und übernehme keine Garantie dafür, dass das bei jedem Kombuchapilz so ist.

Manchmal hat das Kombuchagetränk noch ein ganz wenig gegärt, als ich den Pilz bereits entnommen habe, weil ich den Reifegrad falsch eingeschätzt hatte. Das hatte jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Endergebnis vom Essig.

Nicht benötigte Kombuchababys können im Freudeskreis verschenkt werden. Umgekehrt kommt man durch Nachfragen im Bekanntenkreis oder in Verschenkgruppen zu einem Kombuchababy.

einfach.nachhaltig

Ich bin sehr begeistert von dieser einfachen und gleichzeitig nachhaltigen Möglichkeit, Essig selbst herzustellen. Es fällt vor allem noch weniger Müll an als bisher und der Geschmack ist auch hervorragend.

Die Arbeit hält sich sehr in Grenzen, denn einen Tee aufstellen und etwas Zucker darin aufzulösen ist nun wirklich nicht sehr zeitaufwändig.

Der Pilz selbst ist sehr unempfindlich, genügsam und vermehrungsfreudig. Ich bin wirklich sehr begeistert!

Linktipp:

weiterführende Infos zu Kombucha
Die Selbstversorger – Essigherstellung


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Müll reduzieren im Haushalt Teil 8.

minimalistisch und müllreduziert putzen

Wie alle wissen ist für mich Müllvermeidung ein ganz besonders wichtiges Thema. In meinem heutigen Beitrag für #EiNaB zeige ich eine sehr einfache Möglichkeit, wie man Bad und Küche strahlend sauber und frei von Kalkflecken bekommt, ohne Müll zu verursachen.

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag

Mit einem Klick auf das obere Bilder oder * hier * kommst Du zum Beitrag und erfährst, wie ich mein Bad und meine Küche ganz ohne Müll zu verursachen putze.

#EiNaB im Mai

In diesem Monat bin ich Gastgeber und eröffne mit meinem Beitrag die nächste Runde der Blogparade „einfach.nachhaltig.besser.leben“. Die Linkparty findet bereits zum dritten Mal auf unserem gemeinsamen Blog statt. Bis einschließlich 10.6.2016 hast Du die Möglichkeit Deine grünen Ideen und Gedanken zu teilen.

Putzmittel nein danke!

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Besser leben ohne Plastik

Das Thema „Plastik“ war von Anfang an auf meinem Blog sehr präsent. In verschiedenen Beitragsserien habe ich gezeigt, wie ich meine Küche von Plastik befreit habe und wie ich möglichst ohne Verpackungsmüll einkaufe.

Schon seit langer Zeit folge ich unter anderem dem Blog von Nadine Schubert (davor bekannt als „Frau Schubert bloggt“), da sie einen sehr ähnlichen Ansatz wie ich verfolgt. Plastik lässt sich sehr einfach vermeiden, indem man sehr viel selbst macht.

Vor kurzem hat sie gemeinsam mit Anneliese Bunk ein Buch *) geschrieben und ich war natürlich unglaublich neugierig darauf, sind das doch genau die Themen, die mich in den letzten 3 Jahren am meisten beschäftigt haben.

besser leben ohne PlastikBesser leben ohne Plastik
Tipps und Rezepte, die zeigen wie es anders geht
von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
Verlag oekom

Gleich im ersten Kapitel zeigt das Buch sehr deutlich, warum wir am Thema Plastik nicht vorbei schauen können. Die Auswirkungen von unserem Plastikkonsum auf die Umwelt sind einfach zu gravierend.

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

In logischer Folge aufgebaut geht es weiter mit den ersten Schritten, wie man durch bewussten Konsum zu einem besseren Leben kommt. Dazu gehören Kapitel wie „Plastik sparen ohne Aufwand“ ebenso wie Lebensmittel plastikfrei einkaufen und einfache Tipps zum Selbermachen. Auch mein neuer Lieblingsbegriff ziert eine Kapitelüberschrift „Selfcycling“, der Gedanke von „use what you have“ prägt die Tipps hier, und natürlich darf auch das Thema Reparieren nicht fehlen.

Aber die beiden Autorinnen gehen noch einen Schritt weiter und machen sich Gedanken über das Leben mit Kindern ohne Plastik und wie man in Bad und Haushalt bestmöglich Plastik vermeiden kann. Im letzten Kapitel vor dem Rezeptteil kommt noch ein sehr wichtiges Thema zur Sprache, nämlich Textilien und Kleidung. Das Problem mit dem Microplastik im Wasser wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Kunstfaserkleidung verursacht.

Nicht nur bei den plastikfreien Rezeptideen sondern auch in den einzelnen Kapiteln sind zahlreiche Anregungen zu finden, wie man etwas selber machen kann, um Plastik zu vermeiden.

Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, wo häufig gestellte Fragen beantwortet werden sowie Tipps, wie man nicht so übliche Zutaten bzw. plastikfreie Gegenstände am besten beziehen kann.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch, welches klimaneutral auf 100% Recycling-Papier ohne Folienkascherung und mit mineralölfreien Druckfarben hergestellt wurde (muss bei dem Thema wohl sein), gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche, wo unser Leben durch Plastik beeinträchtigt wird. Gleichzeitig werden einfache und auch im Alltag praktikable Lösungen gezeigt, wie man diesen umweltbelastenden Stoff vermeiden kann.

Dabei geht es nicht darum, ein Verpackungsmaterial durch das andere auszutauschen sondern im Gegenteil Lösungen zu zeigen, die möglichst ganz ohne Verpackung auskommen. Dabei kommt man ums Selbermachen natürlich nicht herum, das ist ja auch mein eigener Lösungsansatz und so findet man im Buch auch einige ähnliche Rezepte, die ich selbst auf meinem Blog schon veröffentlicht habe.

Einblick in meinen Alltag

Einblick in meinen Alltag

Sehr gut gefällt mir der Rat, nicht einfach alles Plastik aus dem Haushalt zu entfernen und weg zu werfen, denn das würde die Umwelt ja noch viel mehr belasten. Vielmehr wird empfohlen, Dinge umzufunktionieren und z.B. die Vorratsdose aus Plastik künftig für die Aufbewahrung von Seife auf der Reise zu verwenden oder Gegenstände im Sozialkaufhaus zu verschenken.

Das war auch mein Weg, nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt nach Lösungen zu suchen und auch den von mir ungeliebten Gegenständen ein neues Heim bei jemand anderem zu geben. Das mag auf den ersten Blick widersinnig klingen, ist es aber nicht. Denn dieser Mensch würde vermutlich den selben Gegenstand sonst neu kaufen und insofern tut man auch damit der Umwelt etwas Gutes.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich natürlich nicht mehr wirklich neue Tipps für mein Leben finden konnte. Dafür bin ich einfach schon viel zu tief in der Materie drinnen. In meiner Anfangszeit vor gut 3 Jahren allerdings wäre es vermutlich zu meiner Bibel geworden, da es wirklich eine ganze Fülle an guten Tipps und Rezepten zeigt.

Linktipp:

ausführliche Leseprobe im pdf-Format
Besser leben ohne Plastik – der Blog
Besser leben ohne Plastik auf Facebook



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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

*) herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar


selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Spültücher

Heute zeige ich einen neue Variante, wie man aus alten Handtüchern ganz einfach und schnell plastikfreie Abwaschtücher selbst nähen kann.

Anfang des Jahres ist ein guter Zeitpunkt um neue Spültücher zu nähen, das habe ich auch im letzten Jahre gemacht und eine ausführliche Anleitung veröffentlicht. Die darin gezeigte Variante sieht etwas hübscher aus, ist dafür aber etwas aufwändiger zu nähen.

Abwasch mit der Hand

Seitdem wir keinen Geschirrspüler mehr haben, sind die Abwaschtücher natürlich viel häufiger im Einsatz und verschleißen daher etwas schneller.

Beim Sortieren der Geschirr- und Handtücher in der Küche habe ich wieder einmal 3 Handtücher aussortiert, die nicht mehr ganz so schön, aber natürlich perfekt geeignet sind, als Abwaschtücher ihren Lebensabend zu verbringen.

Da die Handtücher etwas dicker sind, ist mir ein Kommentar in den Sinn gekommen, die Spültücher einfach statt doppelt zu nähen. Daniela hat dazu vor einiger Zeit auch einen eigenen Beitrag verfasst.

Also kommt heute eine weitere Anleitung, wie man wirklich ganz einfach und schnell Spültücher selber nähen kann.

Anleitung:

Du benötigst alte Handtücher, idealerweise in der Größe 50 cm x 100 cm.

1. Zuschneiden

Das Handtuch in der Mitte teilen, dann noch 2 weitere Male in der Mitte geteilt ergibt das acht relativ quadratische Abwaschtücher mit den Maßen ungefähr 25 cm x 25 cm.

Die Ränder habe ich gleich dran gelassen, dadurch brauche ich nicht so viele Seiten versäubern. Ist nicht ganz so hübsch, aber zum Schönheitswettbewerb wollen meine Abwaschtücher sowieso nicht, sie sind vor allem praktisch.

aus 3 Handtüchern werden 24 Abwaschtücher

aus 3 Handtüchern werden 24 Abwaschtücher


2. Aufhänger

In vielen Shirts sind dünne Bänder eingenäht, die das Shirt auf dem Kleiderbügel halten. Ich schneide diese Bänder immer heraus, weil ich sie so kratzig finde. Auch die Etiketten an der Rückseite der Shirts entferne ich aus dem selben Grund.

Die Bänder werden für Nähprojekte wie diese aufgehoben, sind dadurch kein Abfall und finden nun eine gute Verwendung.

Müllvermeidung im Kleinen

Müllvermeidung im Kleinen

2. Vorbereitung

Alle Aufhänger werden an einer Ecke festgesteckt. Es gibt mehrere verschiedene Möglichkeiten, sie zu befestigen. Ursprünglich hatte ich mich für diese Variante entschieden, während dem Nähen jedoch umdisponiert.

alle Aufhänger wurden festgesteckt

alle Aufhänger wurden festgesteckt


3. Nähen

Nun werden die Ränder mit ZickZack-Stichen versäubert.

nur die abgeschnittenen Ränder müssen versäubert werden

nur die abgeschnittenen Ränder müssen versäubert werden

Wenn Du zum Aufhänger kommst, nähst Du ein paar Stiche zurück und wieder nach vor, dadurch wird der Aufhänger besser befestigt.

zwei Mal hin und her nähen beim Aufhänger

zwei Mal hin und her nähen beim Aufhänger

Aufhängervarianten

Hier siehst Du noch einmal die verschiedenen Möglichkeiten, wie der Aufhänger befestigt werden kann.

3 Varianten zur Befestigung der Aufhänger auf einen Blick

3 Varianten zur Befestigung der Aufhänger auf einen Blick

Turboabwaschtücher

Das sind richtige Turboabwaschtücher, denn in nicht einmal einer halben Stunde hatte ich alle 24 Spültücher fertig genäht.

die reichen für das nächste Jahr

die reichen für das nächste Jahr

die neue Variante hat Vorteile

Bei meinen ersten Spültüchern habe ich sehr dünne Handtücher verarbeitet, dadurch war es tatsächlich besser, sie doppelt zu nähen, da sie sonst nicht sehr lange überlebt hätten.

Die Variante mit den etwas dickeren Handtüchern einfach genommen hat allerdings nicht nur den Vorteil, dass die Spültücher schneller genäht sind, sie trocknen auch etwas schneller.

Ich liebe meine selbst genähten Abwaschtücher, sie fühlen sich viel besser als ihre Geschwister aus Plastik an. Vor allem riechen sie nie schlimm, denn ich verwende jeden Tag ein frisches Abwaschtuch, um die Keimbildung zu reduzieren.

meine plastikfreie Küche

meine plastikfreie Küche

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten. Mit dem Rückwärtspfeil des Browsers kommst Du zum Text zurück.

Abwaschtuecher Collage


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R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen – Leben ohne Geschirrspüler

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Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Sauerkraut

Seitdem ich denken kann liebe ich Sauerkraut (Sauerkohl). Am liebsten esse ich es roh als Salat aber auch gekocht als Szegediner-Gulasch jedoch ohne Fleisch mag ich es sehr.

Allerdings bin ich sehr heikel, denn das Sauerkraut darf auf keinen Fall aus dem Plastikpackerl kommen. Abgesehen vom Plastikmüll finde ich, dass das wirklich nicht gut schmeckt.

Vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass man auch zu Hause im Kleinen Sauerkraut machen kann. Das hat mich natürlich gleich fasziniert, wie Du Dir denken kannst.

Heute möchte ich Dir daher eine ganz einfache Möglichkeit vorstellen, wie Du selbst Sauerkraut machen kannst. Damit entsteht dann wirklich fast kein Müll und es schmeckt unglaublich lecker!

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

wastecooking

Im Winter hat das Weißkraut (Weißkohl) saison, man bekommt es derzeit wirklich sehr günstig. Oft sind die Krautköpfe einfach riesig, für Singles gar nicht zu schaffen, aber auch für kleine Familien viel zu groß.

Mein Rezept ist daher hervorragend geeignet, um die 2. Hälfte vom Krautkopf zu konservieren und daraus Sauerkraut zu machen. Das ist dann auch wirklich nicht sehr aufwändig. Man schneidet einfach das ganze Kraut klein, die eine Hälfte verkocht man, die andere Hälfte wird zu Sauerkraut und hat dadurch keine Chance mehr zu verderben.

Basisrezept:

1 kg Weißkraut (Weißkohl)
12 gr Salz
optional: Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt etc.

Zubereitung:

Wenn nötig werden zuerst die äußeren Blätter vom Krautkopf entfernt. Je nach Größe vom Kopf wird dieser halbiert oder geviertelt, der Strunkt entfernt und danach gehobelt, mit dem Messer oder mit der Küchenmaschine klein geschnitten.

Die Dicke wählt man nach den persönlichen Vorlieben. Ich mag das Sauerkraut eher dünn.

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

Nun wird das geschnittene Kraut abgewogen, die nötige Menge an Salz berechnet und darüber gestreut. Jetzt kommt der handwerkliche Teil, mit den bloßen Händen knetest Du das Kraut gemeinsam mit dem Salz so lange gut durch, bis es weich wird und deutlich Wasser lässt. Wenn es die gewünschte Konsistenz hat, dann werden die restlichen Gewürze gut vermengt.

Das nunmehr weiche Kraut wird gemeinsam mit der ausgetretenen Flüssigkeit ganz fest in die sauber vorbereiteten Gläser eingefüllt. Ich habe dazu wie immer meinen Edelstahltrichter verwendet, aber man kann alles natürlich auch mit den Fingern in das Glas füllen.

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

Die Gläser werden mit etwas Frischhaltefolie abgeckt und danach mit dem Deckel zugeschraubt.

Warum ist die Frischhaltefolie nötig? Durch das Salz und die milchsaure Gärung würden die Deckel von den Gläser zerstört und die Plastikfolie verhindert das.

Ich habe noch eine Packung Frischhaltefolie zu Hause, die ich vor ca. 15 Jahren gekauft habe. So lange hält die schon bei mir, weil ich sie nur 1 x im Jahr brauche, nämlich genau für dieses Rezept. Wenn die Folie jemals leer wird, werde ich natürlich keine mehr kaufen und statt dessen Bügelgläser verwenden.

Ich empfehle die Gläser in eine Auflaufform oder einen großen Topf zu stellen, da es sein kann, dass etwas Flüssigkeit austritt wenn die Gärung einsetzt.

Für 3 – 6 Tage bleiben die Gläser bei ca. 18 – 20° stehen und kommen anschließend zur weiteren Reifung und Lagerung in den Keller. Nach 2-3 Wochen kann man das erste Glas öffnen und sich über das leckere Sauerkraut freuen.

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

es darf auch ein bisschen mehr sein

Kerstin hat voriges Jahr auf ihrem Blog „Moorblume“ gezeigt, wie sie gemeinsam mit ihrer Mutter Sauerkraut macht. Sie hat eine richtig professionelle Ausrüstung mit einer großen Schneidemaschine und mehreren Steinguttöpfen für die Aufbewahrung.

Haltbarkeit:

Das Sauerkraut ist zwar rund 1 Jahr haltbar, ich verbrauche aber immer alles bis spätestens März, weil ich mich dann schon auf das Frühlingsgemüse freue und Kraut nicht mehr so gerne esse.

PS: Wäre das nicht auch noch ein schnelles DIY-Weihnachtsgeschenk?

Sauerkraut im Glas Collage


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R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen

Seit über einem halben Jahr waschen wir das Geschirr mit der Hand ab. Im März ging der Geschirrspüler kaputt und wir haben beschlossen, aus ökologischen Gründen keinen neuen Geschirrspüler zu kaufen.

ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht

Es war eine sehr bewusste Entscheidung und wir gehen mit dem benötigten Wasser auch sehr bewusst um, worüber ich auch in meinem seinerzeitigen Beitrag geschrieben habe.

Trotzdem gab es darauf einige Kommentare worin kritisiert wurde, dass es ökologisch besser wäre, das Geschirr im Geschirrspüler zu reinigen. Verwiesen wurde mehrmals auf Studien im Internet, die besagen, dass das Spülen mit der Maschine weniger Wasser und weniger Strom verbraucht.

Nachforschend habe ich allerdings in dem Zusammenhang entdeckt, dass diese Studien von den namhaften Geschirrspüler-Herstellern finanziert wurden, was die Aussagekraft vielleicht dann doch ein wenig in Frage stellt. Abgesehen davon, dass die Herstellung des Geschirrspülers auch sehr ressourcenintensiv ist, was in diese Studien nicht einfließt.

Auf jeden Fall wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe daher meine schon seit vielen Jahren geführte Stromverbrauchsliste mit großem Interesse beobachtet.

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

ich weiß es jetzt ganz genau

Schon seit fast 10 Jahren führe ich eine monatliche Statistik über unseren Stromverbrauch, die Verbrauchsaufzeichnungen gehen sogar 15 Jahre zurück. Ich habe 2 Stromzähler, einen für den sogenannten Tagstrom und einen für den Nachtstrom.

Mit dem Nachtstrom wird ausschließlich der Heißwasserboiler betrieben, der in der Nacht aufheizt. Der gesamte restliche Stromverbrauch läuft über den Tagstrom.

Jedes Monat lese ich am 1. den Stromverbrauch beider Zähler ab, trage das in eine Tabelle ein und vergleiche es mit dem jeweiligen Monat im Vorjahr. Seitdem ich das mache konnte ich durch ergänzende Maßnahmen den Stromverbrauch um über 40% reduzieren.

Durch den laufenden Monatsvergleich mit dem Vorjahr kann ich plötzlich auftretende Probleme besser beurteilen und rasch in den Griff bekommen.

Dadurch kann ich nun direkt vergleichen, wie sich das Ableben des Geschirrspülers bzw. der Umstieg auf Handwäsche auf den Stromverbrauch auswirkt.

Besonders genau habe ich natürlich den Nachtstrom beobachtet, da ich wissen wollte, ob wir tatsächlich viel mehr Warmwasser verbrauchen als vorher. Von einer Reduktion des Tagstromverbrauchs bin ich sowieso ausgegangen. Spannend war für mich vor allem der Gesamtvergleich, ob sich der Verzicht auf den Geschirrspüler auch wirklich auszahlt.

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

das überraschende Ergebnis

Nicht erwartet hatte ich, was sich letztendlich herausgestellt hat. Der Verbrauch an Nachtstrom ist in diesem Jahr unverändert gleich geblieben und der verbrauchte Tagstrom hat sich deutlich reduziert (rd. 300 kWh).

Wie kann es das geben? Auf den ersten Blick konnte ich mir das nicht erklären, da sich andere Gewohnheiten nicht verändert haben.

Bei genauerem Hinschauen wurde mir jedoch die Ursache klar. Da wir einen 45 cm Geschirrspüler hatten, wurden die Töpfe und großen Auflaufformen meist mit der Hand abgewaschen. Im Geschirrspüler wurden hauptsächlich Gläser, Besteck und Teller gewaschen.

Ganz offensichtlich ist es effizienter mehr Geschirr mit der Hand abzuwaschen als einzelne Teile. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass wir für den Abwasch vom restlichen Geschirr kein zusätzliches Wasser verbraucht haben und uns dafür die Spülgänge mit dem Geschirrspüler erspart haben.

Bei näherem Hinblicken hat mich das gar nicht mehr überrascht, auch wenn ich wirklich nicht damit gerechnet hatte.

Fazit

Ich bin total zufrieden mit unserer Entscheidung. Das Abwaschen mit der Hand ist nicht so viel Mehraufwand und wir verbrauchen weniger Strom und gleich viel Wasser wie vorher. Ein neuer Geschirrspüler musste nicht angeschafft werden.

Also war das aus ökologischer Sicht eine ganz und gar sinnvolle Maßnahme.

nun bin ich wieder zufrieden

nun bin ich wieder zufrieden

räumliche Lösung

Am Anfang hat mich sehr gestört, dass das Geschirr nun länger im Weg herum steht. Wir waschen meist nur 1 x pro Tag ab, auch das ist ökologisch durchaus sinnvoll.

Nachdem klar war, dass die Situation bleiben wird, wurde der Geschirrspüler ausgebaut und durch ein Regal, das durch meine letzten Entrümpelungsaktionen im ehemaligen Zimmer meiner Tochter leer wurde, ersetzt.

Das Regal musste nur ein klein wenig adaptiert werden, um in das Loch zu passen, das der Geschirrspüler hinterlassen hat. Insbesondere die Höhe und Tiefe des letzten Brettes wurde genau an die Abschlussleiste der Küchenzeile angepasst. Auf dem oberen Bild ist das vielleicht zu sehen.

Nun stellen wir das schmutzige Geschirr in dieses Regal hinein und es stört nicht mehr auf der Arbeitsfläche.

Alles in allem für mich eine perfekte widerstandistzweckmaessig Aktion!

ich liebe mein neues Regal in der Küche

ich liebe mein neues Regal in der Küche



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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – grüne Tomatenmarmelade

Langsam wird es richtig kalt draußen, es hat sogar schon das erste Mal gefroren. Die letzten Tomaten werden es wohl nicht mehr schaffen rot zu werden.

Trotzdem sind die grünen Tomaten wunderschön, viel zu schade zum Wegwerfen!

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

Wer kennt nicht den Film „grüne Tomaten“ (ich LIEBE ihn!!!), daher schwirrte es schon lange in meinem Kopf herum, endlich etwas aus den grünen Tomaten zu machen. Leider waren meine Tomaten sehr klein, daher kamen die im Film immer wieder zitierten „fried green tomatoes“ nicht in Frage.

Nach einigem Hadern und vielen Überlegungen habe ich mich für grüne Tomatenmarmelade entschieden.

Rezept:

1 kg grüne Tomaten
2-3 süße Äpfel
500 gr Gelierzucker 2:1
1 gute Prise Salz
frischer Ingwer oder Ingwerpulver

Zubereitung:

Die Tomaten werden geschält, ich habe das mit einem scharfen Messer wie bei Äpfeln gemacht. Grüne Tomaten sind sehr hart, da geht das ganz einfach. Auch die Äpfel schälen und alles in kleine Stücke schneiden.

Danach mit etwas Wasser in einem Topf aufkochen, ca. 5-10 Minuten unter Rühren kochen lassen und danach mit dem Pürierstab zerkleinern.

In die pürierte Masse werden die restlichen Gewürze und der Gelierzucker untergemengt und nach Packungsvorschrift (meist 3-5 Min.) sprudelnd kochen gelassen.

Die noch heiße Marmelade rasch in die sauber vorbereiteten Gläser abfüllen und sofort verschließen. Wie immer verwende ich zum Abfüllen meinen Edelstahltrichter, damit der Glasrand sauber bleibt.

gruene Tomaten

Verwendung:

Grüne Tomatenmarmelade ist recht würzig, daher verwendet man sie zu Gegrilltem, kurz gebratenem Fleisch und natürlich auch zu Getreide- oder Gemüselaibchen.

Es ist somit eine gute Alternative zu fertigem Ketchup, ein perfektes Wastecooking-Rezept, das keine Konservierungsstoffe enthält und verursacht keinen Plastikmüll.

Haltbarkeit:

Die grüne Tomatenmarmelade hält mindestens ein Jahr.


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