Müll reduzieren im Haushalt

Gestern habe ich in meinem Beitrag auch ein langer Weg beginnt… darüber geschrieben, dass ich im August 2013 beschlossen hatte, Plastik so weit wie möglich aus meinem Leben zu verbannen.

Aber Plastik und vor allem Plastikmüll/Plastikverpackungen zu vermeiden, schien mir dann doch zu wenig weit gegriffen.

Mein Anliegen ist es, Müll erst gar nicht entstehen zu lassen und wirkliche Alternativen statt Ersatzprodukte zu suchen, die dennoch Papier- oder anderen Müll verursachen.

Stoffalternativen_quer

Papiertaschentücher

Beim Thema Papiertaschentücher ist es für mich daher keine Alternative statt in Plastik verpackte Papiertaschentücher auf Papiertaschentücher in einer Kartonbox umzusteigen (Abgesehen davon, dass dort auch eine Plastiklasche angebracht ist.) Denn Papiertaschentücher sind auch Müll!

Dieser Schritt war sehr einfach für mich, da ich bereits seit vielen Jahren Stofftaschentücher verwende. Ich musste also nur noch meinen Partner davon überzeugen, auch auf Stofftaschentücher umzusteigen, um diesen Müll im Haushalt zu beseitigen.

Das erwies sich leichter als gedacht, ich habe ihm eines von meinen Stofftaschentüchern mit den Worten in die Hand gedrückt „Probiers einfach mal aus, wenn Du nicht zurecht kommst, ist das auch kein Problem. Schau einfach mal, wie Du damit zurecht kommst.“

Einen Tag später strahlt er mich an und meldet zurück „Stofftaschentücher sind viel besser als Papiertaschentücher! Die kann ich sogar verwenden während ich mit dem Fahrrad unterwegs bin.“

Mein Anliegen ist aber auch, keine neuen Dinge zu kaufen, um Plastik zu verbannen und Müll zu vermeiden. Ich selbst hatte genügend Stofftaschentücher, also für mich war es kein Thema. Wohl aber für meinen Partner. Während der Zeit der Suche hat er meine verwendet, bis wir auf die Idee kamen, seine Eltern zu befragen. Die hatten genügend im Kasten, die sie nicht mehr brauchten. Problem gelöst.

Härtetest Schnupfen: Was mich vor ca. 15 Jahren zu Stofftaschentücher wechseln ließ, war ein wilder Schnupfen. Die Nase und sogar die Lippen waren rot und offen.
Ich erinnerte mich daran, dass ich als Kind nur Stofftaschentücher verwendet habe. Die waren doch noch irgendwo in einer Schublade. Also habe ich getestet, ob Stofftaschentücher schonender zu meiner Nase sind als Papiertaschentücher. Was soll ich sagen, kein Vergleich und seitdem verwende ich Stofftaschentücher.

Für die Umstellung von Papiertaschentüchern auf Stofftaschentücher konnte Bestehendes verwendet und es musste nichts Neues für uns produziert werden, es wurde kein Geld ausgegeben. In Zukunft fällt kein Verpackungsmüll an und es landen auch keine Papiertaschentücher mehr im Müll. Kostenpunkt 0.
Die Stofftaschentücher werden mit der normalen Wäsche mitgewaschen. Da sie so dünn sind, fallen sie nicht ins Gewicht, sodass ich auch keine Kosten für das Waschen ansetzen würde.

Papierservietten

Schon seit vielen Jahren verwende ich Papierservietten fast ausschließlich, wenn wir Gäste haben. Selbst habe ich meistens ein Papiertaschentuch verwendet, wenn ich doch mal meinen Mund oder die Finger abwischen wollte.

Angesport durch den Stofftaschentucherfolg denke ich, dass Stoffservietten wohl auch hier eine Alternative wären. Ich erinnere mich, dass sich in den unendlichen Tiefen meines Dachbodens unter den Erbstücken Stoffservietten befinden.

Ich suche und finde und wasche und verwende – perfekt!

Nachdem ich genügend Stoffservietten habe, kann ich diese nicht nur für mich sondern auch für meine Gäste verwenden.

Auch hier die Ökobilanz sensationell – es kann Bestehendes verwendet und es muss wiederum nichts Neues für uns produziert werden, es wurde kein Geld ausgegeben. In Zukunft fällt kein Verpackungsmüll mehr an und es landen auch keine Papierservietten mehr im Müll. Kostenpunkt 0.
Die Stoffservietten werden mit der normalen Wäsche mitgewaschen. Da ich eine Stoffserviette für mich selbst meist eine ganze Woche lang verwenden kann, fallen sie bei der Wäsche nicht ins Gewicht, sodass ich auch hier nicht einmal Kosten für das Waschen ansetzen würde. Auch wenn wir 2-3 x pro Jahr Gäste haben, sind die Kosten für das Waschen von rd. 8 Stoffservietten zu vernachlässigen denke ich.

Küchenrolle

Nachdem ich gerade so schön im Schwung war, habe ich gleich die nächste sehr einfach Veränderung durchgezogen. Auch die Küchenrollen produzieren doppelt Müll. Einmal die Plastikverpackung und dann ist natürlich auch die Küchenrolle selbst für den Müll. Und auf Recycling-Küchenrolle umzusteigen, die vielleicht – wenn man das überhaupt noch findet – in Papier verpackt ist, ist einfach nicht mein Weg.

Also muss eine praktikabel Alternative unter den genannten Bedingungen her (verwenden was vorhanden ist, möglichst nichts Neues kaufen).

Dazu musste ich das Einsatzgebiet der Küchenrolle einmal genauer betrachten. Küchenrolle verwende ich genau für 3 Zwecke.

1. Schnelles abwischen von Küchenoberflächen während des Kochens
2. Beim Gemüseputzen um die Gemüseschnippeln zu sammeln
3. Zum Entfetten von Getreidelaibchen u.ä.

Punkt 1. war schnell zu lösen, ich habe eine ganze Menge Gästehandtücher – so viele Gäste habe ich nie im Leben. Also habe ich die Gästehandtücher kurzerhand zu Küchenrollenersatz erklärt. Damit wische ich also die Küchenoberflächen ab.

Punkt 2. war auch einfach zu lösen, denn man kann einfach ein Zeitungsblatt verwenden, um darauf die Bioabfälle z.B. beim Kartoffel schälen zu sammeln. Altpapier fällt genügend an, auch wenn wir keine Zeitung abonniert haben.

Punkt 3. ist schon schwieriger. Dazu ist mir bis jetzt keine brauchbare Alternative eingefallen, aber durch die beschichtete Pfanne brauchen die Laibchen auch nicht mehr entfettet werden und kann aus jetziger Sicht dieser Punkt ersatzlos gestrichen werden.

Die Ökobilanz ist auch hier sensationell – Bestehendes wurde einer neuen Verwendung zugeführt, es musste daher nichts Neues für uns produziert werden, es wurde kein Geld ausgegeben. In Zukunft fällt kein Verpackungsmüll an und es landen auch keine Küchenrollenabrisse mehr im Müll. Kostenpunkt 0.
Die Gästehandtücher werden mit der normalen Wäsche mitgewaschen. Ich nehme jeden Tag ein frisches Gästehandtuch für die Küche, das heißt es fällt schon etwas mehr Wäsche an. Die Kosten sind jedoch überschaubar klein.

Fazit

Die hier beschriebenen Umstellungen erfolgten bereits im Sommer 2013. Nach einem halben Jahr im Einsatz sind wir nach wie vor begeistert und alles klappt wie angedacht. Jede einzelne Verwendung gibt ein gutes Gefühl.

Die laufenden Kosten wurden reduziert, es fällt wie geplant deutlich weniger Müll an.

Der Aufwand hält sich in Grenzen und ist deutlich unter der Schmerzgrenze, das bisschen Wäsche, das zusätzlich anfällt, belastet nicht.

Postiver Nebeneffekt – beim Waschen gibt es NIE WIEDER diese bösen kleinen weißen Wutzeln, wenn einer sein Taschentuch im Hosensack vergessen hat…

Zur Nachahmung empfohlen!

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47 Kommentare zu “Müll reduzieren im Haushalt

  1. Gute Ideen! Ich habe auch sehr viel Stoffservietten im Fundus, bei uns kriegen auch Gäste eine Stoffserviette, das wird sogar sehr geschätzt! Das mit der HH Papier (wie wir es nennen) Rolle muss ich nochmal überdenken. Danke für Deinen Beitrag!

    • Ja, die Küchenrolle ist echt ein Problem. Ich benutz die, wenn ich aufgetauten Fisch oder einfach Huhn vor dem Anbraten abtupfe. Da Stoff zu benutzen habe ich Angst den Bakterien perfekten Nährboden zu bieten…

      • Hallo Janine!

        Man kann dafür auch alte Servietten aus Papier verwenden. Die sammle ich, wenn ich wo eingeladen bin oder ein einem Restaurant esse und sie nicht benutze. Die werden sonst eh weg geworfen.

        lg
        Maria

  2. Pingback: Müll reduzieren im Haushalt – Teil 2.

  3. Danke für deinen Beitrag. Beim Lesen solcher Artikel sehe ich immer, dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe 😉 Früher haben wir auch immer Stofftaschentücher benutzt… müsste mir mal überlegen, diese wieder einzuführen. (Musste die als Kind immer bügeln…. habe darum wohl etwas schlechte Erinnerungen) 😉

  4. Oh ja, Du weckst Erinnerungen! Ich durfte als Kind auch immer die Taschentücher bügeln. Da konnte ich wohl nicht so viel kaputt machen und habe trotzdem bügeln gelernt 😉

    Ich denke es ist wichtig, sich nicht von schlechten Erinnerungen am jetzigen Leben hindern zu lassen. Das macht uns viel glücklicher…

    lg
    Maria

  5. Pingback: Müll reduzieren in der Küche Teil 2.

  6. Hallo Maria,
    Ich freue mich sehr, deine Seiten gefunden zu haben!
    Auch ich versuche etwa seit August 2013 anders zu leben. Zunächst ging es auch mir „nur“ um Plastikvermeidung, mittlerweile geht es wie bei dir auch um Müllvermeidung generell. Ein langer und – zumindest für mich – sehr einsamer Weg!
    Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen!!
    Liebe Grüße,
    Inga.

    • Hallo Inga!

      Schön, dass Du zu meinem Blog gefunden hast!

      Schade, dass es für Dich ein einsamer Weg ist und Du bisher keine Weggefährten gefunden hast.

      Hier im Internet gibt es sehr viele, die sich Gedanken für die Umwelt machen.

      Schau Dir doch mal den Gesamtindex aller „Beiträge“ an, vielleicht findest Du noch etwas, was Dich interessiert.

      lg
      Maria

  7. Hallo,
    hätte noch eine Idee für Toilettenpapier. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit dieses nicht in Plastik verpackt zu finden. Dachte dann auch mal dran es komplett zu vermeiden, man kann ganz einfach auf Stofftücher zurück greifen. Auch Lisa auf Experimentselbstversorgung hat schon darüber berichtet. Aus alten Stoffresten, kann man ganz schöne Tüchlein zaubern.

    Grüße aus Bayern
    Maria

    • Hallo Maria!

      Das Thema Toilettenpapier habe ich für mich nach hinten gestellt, nachdem ich nicht alles auf einmal machen kann, habe ich Prioritäten gesetzt.

      Danke für Deinen Tipp. Soweit meine Gedanken gereift sind, kann ich es mir nur für „das kleine Geschäft“ vorstellen.

      Vielleicht werde ich einmal einen Versuch starten

      lg
      Maria

      • es gibt noch eine möglichkeit. die kommt aus dem muslimischen raum: man wäscht sich mit wasser. deswegen stehen in solchen haushalten immer giesskannen neben der toilette. finde ich super!

      • Hallo Ninette!

        Danke für den Tipp, diese Methode kenne ich insofern, als ich darüber auch im Buch von Vanessa Farquharson gelesen habe. Für mich selbst passt es jedoch nicht so gut. Trotzdem vielen Dank für Deinen Tipp!

        Als perfekte Möglichkeit für mich selbst habe ich mittlerweile die waschbaren Toilettentücher gefunden. Damit bin ich sehr zufrieden und das ist auch auswärts für mich praktikabel.

        lg
        Maria

      • Im arabischen Raum sind normalerweise Wasserschläuche oder einfach Bidets. Da das Wasser meist mit ordentlichen Druck kommt, kann man sich super säubern. So hygienisch. Da braucht man gar kein Klopapier. Wirklich.
        Ich kann es mir echt nicht vorstellen, selbst fürs kleine Geschäft Handtücher aus Stoff zu sammeln und das in meine WaMa zu stecken. Man kann sich ja nach dem Abspülen mit einem Handtuch abtrocknen…

      • Hallo Janine!

        Ja, diese Möglichkeit wird auch von vielen genutzt. Meist einfach „nachgemacht“ mit einer kleinen Flasche, weil bei uns ja nicht so die Möglichkeiten da sind. Klappt auch ganz gut!

        Danke für Dein Kommentar und die Anregung!

        lg
        Maria

  8. Pingback: meine plastikfreie Küche Teil 6.

  9. Hallo, ich les mich grad ein wenig durch dein Blog. Sehr positiv dein Bericht pro-Stofftaschentücher. Ich bin ein absoluter Stofftaschentuch-Fan und beglückwünsche jedeN, die diesbezüglich auf dem „rechten Weg“ gelandet ist 🙂

    Bei Küchentüchern bin ich immer wieder auf der Suche nach welchen aus Altpapier – bislang hab ich noch nirgends keins gefunden. Ich selbst benutze gar keins, mein Liebster allerdings schon. Dass gerade solche Dinge nicht aus Recycling-Rohstoff hergestellt werden (z.B. auch Abfalltüten – warum werden die nicht _wenigstens_ aus Recycing-Plastik hergestellt? Wenns schon Plastik sein muss? Begreif ich im Leben nicht…) – kapier ich nicht. In tausend kalte Winter net…

    Was mir total auffällt: Wie häufig sich passende Alternative bereits im Haus befinden. Man muss sie nur nutzen! Das ist sicher ein guter Anreiz für all deine LeserInnen (incl. mir selber *g*), auch mal im Keller zu guggen, was da so an verwertbaren rumliegt…

    Alle Daumen hoch für dein Blog, deine Hingabe ans Thema und dass du uns darüber berichtest!

    • Hallo Zauberweib!

      ich freue mich sehr, dass Dir mein Blog so gefällt!

      Bei der Küchenrolle ist es – glaube ich – so, dass in Recycling zu viele Rückstände drinnen sind und da sie vor allem auch für Lebensmittel verwendet wird, geht das nicht.

      lg
      Maria

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  15. Servus Maria!
    Bin durch einen glücklichen Zufall auf deine Seite gestoßen und wühle mich nun durch die Beiträge. Finde sehr interessant, was du schreibst.
    Ich selbst bin auch am Umstellen, aber lang nicht in dem Tempo wie du. Jedoch habe ich hier gute Ansätze gefunden.
    Z.B. was die Küchenrolle anbelangt. Zeitungen als Werbung gibt es ja immer. Die möchte ich künftig teilen, sodass ich in etwa „Küchenrollengröße“ erreiche und in der Küche lagern. Dann kann ich immer ein Blatt für die Abfälle nehmen.
    Und mit dem Abwischen klappt das sicher auch mit Küchenhangerln, die geteilt werden (evtl. weil sie ein Loch haben?). Ist mir grad beim Schreiben eingefallen.
    Aber einen „Kritikpunkt“ muss ich loswerden: Du verwendest eine beschichtete Pfanne?? 😉
    Ist nicht bös gemeint…
    Ich stöbere mich weiter durch und lerne!!
    Alles Liebe
    Romana

    • Hallo Romana!

      Erst mal herzlich willkommen auf meinem Blog und freut mich sehr, dass Dir meine Beiträge so gut gefallen und ich Dich anregen konnte, ein paar Dinge anders zu machen.

      Die beschichtete Pfanne ist fast nicht mehr im Einsatz seitdem mir bewusst wurde, dass das ja auch wieder eine ganz schlechte Sache ist mit der Beschichtung.

      Ich hatte sie mir auch erst ein Jahr davor gekauft, weil ich unbedingt abnehmen wollte. Jetzt bin ich wieder bei meinen alten Pfannen gelandet, mit denen ich schon seit vielen Jahren zufrieden bin!

      lg
      Maria

  16. Hallo Maria,
    ich verfolge Deinen Blog über meine Mailoption und bin total begeistert. Ich kann mich noch an meine umhäkelten Kindertaschentücher erinnern, manche mit Monogramm . Und ich fand das Bügeln der Taschentücher immer total toll und fühlte mich sehr wichtig.
    Servietten … oh ja, die verbrauchen wir in unserem 4-9 Personenhaushalt auch oft und viel. Klar, müsste ich jetzt neue Stoffservietten anschaffen, aber warum nicht ? Ich werde sehen, was sich in meinem Haushalt machen lässt. Den großen Kindern sind Stofftaschentücher zu unhygienisch und im Kindergarten möchte man auch,dass die Kinder Taschentücher benutzen, vor allem in der Erkältungszeit. Beginnen wir mit kleinen Schritten …

    Liebe Grüße
    die Sammlerin

    • Hallo!

      Schön, dass Du Dich meldest, ich freue mich sehr über Deine lieben Worte!

      GANZ wichtig – immer mit kleinen Schritten beginnen. Niemals an jemandem messen, der schon seit Jahren etwas macht. Auch dieser jemand hat einmal klein angefangen. (ich meine damit nicht (nur) mich, sondern generell)

      Manches hätte ich mir vor 2 Jahren auch noch nicht so vorstellen können, wie ich es heute mache. Vieles entwickelt sich erst aus dem Tun.

      Stoffservietten bekommt man ganz sicher am Flohmarkt oder in Kostnixläden.

      Stofftaschentücher kann man Kindern anbieten, wenn sie es nehmen ist es gut, wenn nicht, dann nicht. Erst einmal bei sich selbst anfangen und dann ergibt sich manches von selbst.

      Meine Kinder haben die Stofftaschentücher geliebt, die ich für sie aus meiner eigenen Kindheit aufbewahrt habe.

      Nie mit jemandem anlegen, der in einer Organisation am längeren Ast sitzt (Kindergartentante).

      Alles Gute!

      lg
      Maria

  17. Pingback: waschbare Toilettentücher [Langzeiterfahrung] | widerstandistzweckmaessig

  18. Hm. Ich hatte mal als junge Frau einen „Fimmel“ und habe damals nur Stofftaschentücher verwendet. Ich kann mich aber erinnern, dass ich die rotzig-feuchten Stofftaschentücher, die bei argem Schnupfen sehr schnell anfallen, sehr grauslich gefunden habe, vor allem wenn ich unterwegs war. Wie handhabst Du das? Allerdings hätte ich große Lust, den Stofftaschentüchern eine zweite Chance für den Alltag zu geben. (Wenn ich sie noch finde.) Und bei argem Schnupfen Schachtelweise Papiertaschentücher zu verbrauchen…? Ich denke, ich werde das einfach mal ausprobieren. Worüber Du Dir alles Gedanken machst… Ich finde Deine Beiträge immer wieder sehr anregend.

    • Hallo Gabi!

      Gerade bei starkem Schnupfen empfinde ich die Stofftaschentücher so angenehm. Mit Papier habe ich sofort eine rote, wunde Nase und das passiert mit Stoff nicht.

      Noch ein Vorteil ist, dass in der Waschmaschine kein Problem entsteht, wenn man einmal eines in der Jacke oder Hose vergisst.

      Ich habe sehr viele Stofftaschentücher, wenn ich stärkeren Schnupfen habe, dann wechsle ich sie öfters am Tag, das ist kein Problem finde ich.

      lg
      Maria

      • Ja, öfter am Tag wechseln, schon klar. Aber wie bewahrst du die angerotzten auf, wenn du unterwegs bist, damit sie nicht die Tasche und alles, was drinnen ist, feucht machen? In einer kleinen Plastikdose?

      • Hallo Gabi!

        Ein paar Plastiksackerl habe ich noch herumliegen, die ich immer wieder verwende. Auch für die Stoffbinden für unterwegs brauche ich immer wieder einmal eines. Alternativ kann man auch eine kleine Plastikdose verwenden.

        Aber wenn ich ehrlich bin, wenn ich wirklich so einen wilden Schnupfen habe, dann bleibe ich im Bett und dann ist das von daher auch kein Thema.

        lg
        Maria

  19. Wenn jemand Schnupfen hat und mit dem Stofftaschentuch die Bakterien so richtig verteilt; Stofftaschentuch benutzen, in die Tasche stecken, benutzen, in die Tasche stecken, dem Baby den Mund wischen, die Türklinke anfassen, die Tastatur benutzen…
    Bei aller Liebe zu umweltfreundlichen Denken, aber bei der Hygiene?
    Hier noch einige Denkanstöße für die ganz hartgesottenen:
    Was ist mit Slipp einlagen aus Stoff? Wer Stofftaschentücher benutzt, kann doch auch darüber nachdenken das Toilettenpapier auf beiden Seiten verwenden…

    • Hallo!

      Stell Dir vor, ich benutze Slipeinlagen bzw. Binden aus Stoff und auch waschbare Toilettentücher.

      Ich kann verstehen, dass das nicht für jeden etwas ist.

      Mangelnde Hygiene ist nicht das Problem, denn auch in den Papiertaschentüchern sind nach dem Schnäuzen die selben Keime drin wie in Stoff. Es hängt halt immer davon ab, wie man etwas verwendet ob es hygienisch oder nicht ist.

      lg
      Maria

  20. Hallo Maria,

    nachdem ich jetzt schon so positive Erfahrungen mit den Toilettentüchern gemacht habe wage ich mich jetzt auch an Stofftaschentücher. Die kommen bei mir zu allerletzt beim Thema Hygiene, denn als Kleinkind hat meine Oma mir (unabsichtlich) einen richtigen Ekel gegenüber allem was aus der Nase kommt anerzogen. Als Kind war es dann schon schwer mich überhaupt zum Nase putzen zu kriegen. Ich erinnere mich das ich sogar mal vom Nikolaus deswegen eine Rüge bekommen hab… So habe ich bisher immer nur Papiertaschentücher verwendet, obwohl sogar meine Eltern schon immer (und immer noch) Stofftaschentücher benutzen. Raus aus der Nase, und schnell weg damit. So kommt dieser Selbstversuch nach der Menstruationstasse, waschbaren Slipeinlagen und den Toilettentüchern, statt als „Einstiegsdroge“.

    Bei einem richtigen Schnupfen (der mit dem grünen, zähen Schleim…) kann ich mir immer noch nicht vorstellen Stofftaschentücher zu nehmen. Aber oft läuft ja die Nase einfach nur ein bisschen, ich habe das Gefühl das ist fast nur Wasser. Da habe ich bisher auch Papiertaschentücher mehrfach verwendet. Und jetzt sollen es Stofftaschentücher werden. Papiertaschentücher machen bei mir bisher nämlich noch einen ordentlichen Müllberg.

    Um mich etwas zu überlisten habe ich mir ein Set der Stofftaschentücher von Kulmine bestellt. So was edles kann ich jetzt nicht einfach ignorieren. Und das Versprechen „wo andere Stofftaschentücher schon nass sind bleiben hier die Finger trocken“ war auch nicht unschuldig.

    Der erste vorsichtige Test: die Finger bleiben tatsächlich trocken, die Taschentücher fühlen sich angenehm an. 100% geheuer ist mir die Sache noch nicht, aber ich glaube das schaffe ich…!

    Als Motivation und Inspiration hilft jedenfalls immer wieder ein Besuch auf Deinem Blog!

    Einfache Stoffservietten habe ich auch im Einsatz, aus Stoffresten genäht. An die Küchenrolle muss ich noch ran, aber da brauche ich im Moment vielleicht noch 2 Rollen im Jahr… am meisten um die Scheibe der Ofentür zu putzen, dafür fällt mir noch keine wirkliche Alternative ein… völlig verrusste Lappen möchte ich dann doch nicht in der Wäsche haben… Aber vielleicht hast Du ja eine Idee?

    LG,
    Sabrina

    • Hallo Sabrina!

      Vielen herzlichen Dank für Dein ausführliches Kommentar!

      Ich finde es super, wie Du das machst, genau richtig und deshalb freue ich mich doppelt über Deine Worte.

      Man soll sich nie selbst „vergewaltigen“ und zu einer Zeit, wo man noch nicht bereit ist, zu einer Maßnahme zwingen. Das ist sowieso zum Scheitern verurteilt denke ich.

      Irgendwann kommt der Punkt, wo man bereit ist, neugierig ist, ob es funktioniert.

      Nachdem ich genug Stoff-Taschentücher hatte, habe ich mich gar nie nach Quellen umgeschaut. Das mit den Kulmine-Taschentüchern klingt interessant!

      Gut finde ich auch, einen moderaten Weg zu wählen statt „schwarz“ oder „weiß“ – Dein Beispiel mit dem wilden Schnupfen. Man kann sich ja in jeder Situation neu entscheiden bzw. unterschiedlich handeln!

      Im Winter kenne ich das auch, wenn ich von der Kälte rein komme, dann rinnt die Nase, aber das ist wirklich nur Wasser.

      Für das Problem mit der Ofentür kann ich nur einen Test mit Zeitungspapier empfehlen. Vielleicht klappt das ja damit oder zumindest könntest Du damit die Menge der benötigten Küchenrolle reduzieren?

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,
        das mit dem Zeitungspapier habe ich ausprobiert. Wir kriegen immer noch diese kostenlosen Wochenzeitungen, mein Mann liebt es die Angebotszettel zu studieren. Aber das Papier ist echt komisch, zum Putzen taugt es genausowenig wie zum Ofen anzünden…
        Ich habe für mich jetzt erstmal einen Kompromiss gefunden. Ich nehme einfach dafür die wenigen Papiertaschentücher, die noch anfallen, wenn sich meine Nase „rotzig“ anfühlt, was vor allem morgens der Fall ist. Da kann ich mich immer noch nicht zu Stofftaschentüchern hinreissen, was vielleicht auch daran liegt das so ein Stofftaschentuch dann sofort in die Wäsche wandern würde und ich noch nicht so viele Stofftaschentücher habe. Lieber morgens ein, zwei Papiertaschentücher und dann über den Tag ein Stofftaschentuch als morgens ein Stofftaschentuch und dann über den Tag eine Packung Papiertaschentücher! Aber Nachschub ist unterwegs, die Taschentücher von Kulmine haben mich echt überzeugt. Selbst beim Urlaub an der Küste, bei kaltem Wind, habe ich kein Papiertaschentuch benötigt, und meistens hat sogar ein einzges Stofftaschentuch gereicht, weil es so saugfähig ist und trotzdem schnell wieder trocken war!
        LG
        Sabrina

      • Hallo Sabrina!

        Ich freue mich gerade sehr über Deine Rückmeldung nach so langer Zeit mit Deinem Update 🙂

        Da hast Du wirklich einen sehr guten persönlichen Weg gefunden finde ich, super!

        lg
        Maria

  21. Hallo Maria,
    ich bin über die Smarticular Seite auf Deinen Blog gekommen – ist schon abonniert!
    Falls Du noch keine Lösung für Punkt 3 gefunden hast (der Artikel ist ja schon älter) möchte ich Dir gerne meine anbieten:
    Meine „Küchenrolle“ besteht zum Teil aus ausgedienten T-Shirts, die ich zerschneide. Mein Mann bringt bei der Arbeit so einige T-Shirts durch, und auch gebraucht gekaufte Kindersachen sind oft nicht mehr sinnvoll weiter zu geben. Somit wandern diese Shirts in den „Lumpenkorb“ (wir sind aus Bayern 😉 )
    Der T-Shirtstoff saugt gut und wenn man was sehr fettiges/ekliges hat, kann man zur Not mal auch einen kleinen Lappen entsorgen.
    Aber eigentlich ist es nicht notwendig, ich hänge sehr fettige oder schmutzige Lappen einfach an einen kleinen Wäscheständer bis zur nächsten 60 Grad Wäsche, und da kommen die mit rein. Entsorgt hab ich eigentlich noch keinen bisher.
    Nachhaltige Grüße sendet
    Katja

    • Hallo Katja!

      Herzlich willkommen auf meinem Blog, ich freue mich, dass Du zu mir gefunden hast und Dir mein Blog so gut gefällt.

      Und vielen lieben Dank für Deinen Tipp, das ist eine ganz wunderbare Idee! Gefällt mir sehr gut. Bis jetzt habe ich noch nicht danach gesucht, weil ich noch immer etwas Küchenrolle habe. Ja, vor über 3 Jahren gekauft! Nicht so große Vorräte, nein es war eine 4 Rollen-Packung, die noch immer reicht bis jetzt. Wir brauchen es so selten.

      Aber Deinen Tipp werde ich mir unbedingt merken, klingt hervorragend praktisch!

      lg
      Maria

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