grün grün grün sind alle meine Kleider

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

Wäsche waschen ist viel mehr als alle schmutzigen Kleidungsstücke in die Waschmaschine werfen, Waschmittel dazu, die Maschine wäscht von selbst und dann muss alles nur noch getrocknet werden.

Ich habe lange über den Titel für diesen Beitrag nachgedacht. Ist gar nicht so einfach, wenn man ein umfangreiches Thema in einen einzigen Beitrag packen möchte. Das Thema ist ganz schön komplex, vor allem, wenn man es aus ökologischer Sicht betrachtet.

alles beginnt mit einer weitreichenden Entscheidung

Wenn man sich dem Thema Wäschepflege nähert, fängt alles in Wirklichkeit mit der Entscheidung an, welches Kleidungsstück gekauft wird.

Klingt vielleicht seltsam, ist es aber nicht. Denn das Material des Kleidungsstücks nimmt ganz entscheidenden Einfluss auf die Intensität des Pflegeerfordernisses und damit auf die Umweltbelastung durch die Wäschepflege.

Ein Pullover aus reiner Wolle braucht zum Beispiel sehr wenig Pflege. Die Wolle nimmt kaum Gerüche an und ist auch schmutzabweisend. Das bedeutet, dass man einen Wollpullover sehr lange tragen kann, ohne dass er gewaschen werden muss. Und mit lange meine ich mehrere Tage bis Wochen! Das einzige Erfordernis ist, ihn immer wieder nach dem Tragen zu lüften.

Anders verhält es sich mit einem Teil aus Kunstfaser. Oft reicht es schon, wenn wir ein Shirt aus Polydingsbums einige wenige Stunden anhaben, dass es streng riecht und nach einem Wechsel schreit. Du brauchst vermutlich mehr Deo und das gute Stück wird nach jedem Anziehen sofort in der Wäsche landen.

Es gibt auch Kleidungsstücke aus Naturmaterialien, die sehr pflegeintensiv sind. Baumwolle nimmt sehr schnell Gerüche an und Flecken lassen sich nur schwer entfernen.

Einige Kleidungsstücke kann man nicht selbst waschen, da sie nur chemisch gereinigt werden können. So etwas kaufe ich gar nicht, denn abgesehen von den Kosten finde ich es auch unheimlich, so viel Chemie am Körper zu tragen.

In jedem Kleidungsstück findest Du (zumeist in der linken Seitennaht) eine Pflegeanleitung eingenäht, der Du entnehmen kannst, was zu beachten ist.

entgegen meiner Gewohnheit sollte man die Pflegeanleitung nicht entfernen

Du siehst, das Thema ist so komplex, dass ich es hier gar nicht im Detail beleuchten kann. Wichtig ist mir zu sagen, dass die Wahl des Kleidungsstücks ganz entscheidenden Einfluss auf den „ökologischen Fußabdruck“ desselben hat.

Dieser hängt nicht nur vom Material bzw. dessen Produktion (Wolle, Baumwolle, Seide, Viskose etc.) und von der Herstellung (Verarbeitung, Design, Nähen) ab, sondern auch vom darauf folgenden Pflegebedarf und von der Lebensdauer – sprich davon, wie oft man das Teil tragen kann, bevor es im Müll landet.

gehen wir einen Schritt weiter

Immer wieder ist im Internet die Rede davon, dass alternative Waschmittel nicht so gut wie konventionelle Waschmittel waschen. Vor allem der Geruch ist oft ein Thema. Viele kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Mir ist das ehrlich gesagt noch nicht passiert und daher habe ich lange darüber nachgedacht, ob das Geruchsproblem möglicherweise andere Ursachen haben könnte.

Das hat mich dazu veranlasst, diesen Beitrag zu schreiben und einmal ganz genau zu erzählen, wie man Kleidungsstücke richtig pflegt und wäscht.

Warum schreibe ich immer wieder Wäschepflege und nicht einfach Wäsche waschen? Das hat den Grund, dass es nicht mit dem Waschen in der Waschmaschine alleine getan ist.

aller Anfang ist die Fleckenbehandlung

Wenn Du Flecken in Deiner Kleidung hast, sollten diese so schnell wie möglich vorbehandelt werden. Wenn ich zu Hause bin, ziehe ich das Kleidungsstück sofort aus und wasche den Fleck mit der Hand heraus. Dazu verwende ich meist die Olivenölseife, die sich im Bad befindet.

Gallseife hat sich als wahres Fleckenwunder erwiesen, damit bekommt man fast jeden Fleck heraus.

Der Fleck wird mit klarem Wasser so gut wie möglich heraus gewaschen, anschließend mit Seife eingerieben und diese wieder ausgewaschen. Der Vorgang wird 2-3 x wiederholt, bis der Fleck entfernt ist.

Um hartnäckige Flecken zu entfernen, weiche ich das Kleidungsstück in Wasser ein, nachdem ich den Fleck wie oben beschrieben vorgereinigt habe. Vor dem Einweichen kommt noch einmal Gallseife direkt auf den Fleck.

Nach einigen Stunden einweichen ist der Fleck meist verschwunden.

links: lüften der feuchten Wäsche rechts: Utensilien zur Fleckenbehandlung

Um Blutflecken von Stoffbinden zu entfernen, darf nur kaltes Wasser verwendet werden, da das Blut sonst gerinnt und nur mehr schwer zu entfernen ist.

Am besten wird das Kleidungsstück im Anschluss an das Einweichen direkt gewaschen ohne vorher noch einmal getrocknet zu werden. Vor dem Waschen reibe ich noch einmal Gallseife auf die Stelle wo vorher der Fleck war.

Wenn man nicht gleich zum Waschen kommt, kann man das Einweichen auch über mehrere Tage ziehen. Man muss in dem Fall jedoch das Wasser einmal pro Tag wechseln.

Fleckige Kleidungsstücke gebe ich nie unbehandelt in die Waschmaschine. Dadurch kann ich die Waschmitteldosierung niedrig halten.

Abgesehen davon gehen Flecken am besten dann heraus, wenn man sie so schnell wie möglich entfernt. Wenn sie einmal eingetrocknet sind und mehrere Tage auf das Kleidungsstück „eingewirkt“ haben, sind sie nur noch ganz schwer zu entfernen.

Extratipp:
Wenn Du Deine Olivenöl- oder Gallseife in ein Seifensäckchen gibst und damit den Fleck einreibst, hast Du eine sehr gute Wirkung durch die raue Oberfläche vom Seifensäckchen. Damit bekommst Du Flecken aus unempfindlichen Stoffen sehr gut heraus.

Fettflecken lassen sich mit Hilfe von Soda sehr gut entfernen. Am besten wird der Fleck als erste Hilfe zuerst mit Seife wie oben beschrieben behandelt und anschließend in eine Sodalösung eingelegt.

Aufpassen muss man jedoch unbedingt mit Stoffen, die nicht farbecht sind. Wenn man eine Stelle ganz besonders intensiv mit Seife und Co behandelt, wird diese Stelle möglicherweise aufgehellt und dagegen ist dann kein Kraut mehr gewachsen.

Exkurs: Farbechtheit

Es empfiehlt sich generell keine Kleidungsstücke zu kaufen, die nicht farbecht sind, nicht nur in Hinblick auf die Fleckbehandlung. Man erkennt das daran, dass auf dem Pflegeetikett der Hinweis steht „wash with similar colours“ oder „nur mit ähnlichen Farben waschen“. Meist betrifft das billig produzierte Kleidungsstücke.

Diese Stoffe „bluten“ ins Waschwasser und können andere Kleidungsstücke verfärben. Außerdem werden sie naturgemäß recht schnell unansehnlich aufgehellt, sehen dadurch abgetragen bzw. alt aus und landen viel zu schnell im Müll. Aus ökologischer Sicht eine kleine Katastrophe.

natürlich bleichen

Die Bleichkraft der Sonne sollte nicht unterschätzt werden. Viele Flecken lassen sich durch die Einwirkung von Sonne entfernen. Dafür ist natürlich nicht jedes Kleidungsstück geeignet, da die Sonne auch empfindliche Farben verändert.

Flecken von steirischem Kernöl gehen in der Sonne problemlos weg.

Trocknen und Lüften

Hose beim Lüften

Getragene Wäsche gehört nicht in den Schmutzwäschekorb sondern muss als erstes getrocknet und gelüftet werden (siehe Bild weiter oben).

Wenn Du Dich ausziehst, solltest Du daher alle Kleidungsstücke als erstes zum Trocknen und Lüften aufhängen. Entweder Du hängst das Teil über die Kastentüre wie auf dem Bild oben zu sehen ist oder Du verwendest ganz ordentlich den Kleiderbügel. Hosen können auf Klemmbügeln hängend gelüftet werden (Bild rechts).

Wenn Du am nächsten Tag befindest, dass die Teile gewaschen werden müssen, dann lege sie in den Schmutzwäschekorb. Wichtig ist, dass hier nur trockene Kleidung rein kommt.

Dieser Punkt ist von sehr großer Bedeutung für den Geruch der Wäsche. Getragene Wäsche ist immer ein wenig feucht vom Körper und fängt dadurch unweigerlich im Wäschekorb zu riechen an. Dieser Geruch geht auch beim Waschen nicht so einfach heraus und wird von den meisten Menschen durch Weichspüler überdeckt.

Schadstellen

Bevor Du das Kleidungsstück in den Wäschekorb legst, solltest Du es auf Schadstellen untersuchen. Damit meine ich beispielsweise aufgegangene Nähte oder kleine Löcher.

Durch das Waschen werden die Schadstellen nämlich meist größer, daher empfiehlt es sich, diese noch vor dem Waschen zu reparieren. Mein Motto ist „wehret den Anfängen“ – je kleiner ein Loch ist, desto einfacher und unscheinbarer kann es geflickt werden.

Sortieren der Wäsche

Nun labere ich schon ewig und bin noch immer nicht beim Wäsche waschen angelangt. Der nächste wichtige Schritt ist nämlich das Sortieren der Wäsche.

Da gibt es viele Kriterien, nach denen die Wäsche sortiert werden sollte. Am besten macht man das schon so gut wie möglich vorab, immer dann wenn man ein Teil zur Schmutzwäsche gibt. Auch wenn ich das selbst nicht so handhabe, da ich den anderen Familienmitgliedern nicht vertraue *lach* und für unseren Haushalt ein alternatives System entwickelt habe.

Zuerst einmal also ein paar grundsätzliche Worte dazu und dann erzähle ich noch, wie wir das handhaben. Die Schmutzwäsche sollte zuerst einmal nach dem Material sortiert werden. Empfindliche Wäsche, Wollbekleidung und alles für die Handwäsche wird separat aufbewahrt.

Wenn man genug Platz hat, kann man die restliche Wäsche in unterschiedlichen Schmutzwäschebehältern nach Farbe oder Waschtemperatur trennen. In meinem Haushalt sortiere ich nach den Farben weiß, hellbunt, dunkelbunt und schwarz/rot. Schwarz und rot waschen wir meist gemeinsam, außer wir hatten wenig Zeit zu waschen und es ist mehr angefallen, dann wird auch schwarz und rot getrennt gewaschen.

links: Wäschesack für weiße Wäsche rechts: 2 Schmutzwäschebehälter für den Rest

Denjenigen, die nicht so viel Platz für das getrennte Aufbewahren von Schmutzwäsche haben, empfehle ich das von uns angewendete System.

Da in unserem Haushalt extrem wenig weiße Wäsche anfällt, habe ich einen Stoffsack für die weiße Wäsche. In diesem Sack wird sie getrennt von der restlichen Wäsche gesammelt, damit kein Teil versehentlich zur anderen Wäsche hinein rutscht. Sobald der Sack voll ist, wird gewaschen. Das dauert erfahrungsgemäß 4-6 Wochen, mehr Weißwäsche fällt nicht an.

Bis vor kurzem hatte ich eine Hängeaufbewahrung, in der ich Handwäsche und Feines getrennt von der anderen Wäsche aufbewahrt habe. Diese Hängeaufbewahrung ist nun meinem Entrümpelungsprojekt zum Opfer gefallen, statt dessen sammle ich diese Wäschestücke in meinem Wäschekorb.

Auf dem Wäschekorb steht eine Klappbox, in der die gesamte restliche Wäsche unabhängig von der Farbe gesammelt wird. Wir sind faul und wollen die Wäsche schnell rein werfen, ohne einen Deckel öffnen zu müssen. Das hat auch zusätzlich den Vorteil, dass die Wäsche recht luftig gelagert wird und nicht so leicht zu muffen beginnt.

Wenn die Box voll ist (meist nach 5-7 Tagen), werfe ich alles auf den Boden und sortiere nach Farbe direkt in die Wäschewanne. Meist sind dann 2-3 Maschinen Schmutzwäsche zusammen gekommen.

Das nachträgliche Sortieren hat für mich den zusätzlichen Vorteil, dass ich alle Säcke und Taschen noch einmal auf Fremdkörper (wie beispielsweise Taschentücher oder Geldstücke in den Hosensäcken) durchsuchen und diese entfernen kann. Weiters werden bei dieser Gelegenheit die Kleidungsstücke wenn nötig in Wäschesäcke gepackt und auf die linke Seite gedreht (siehe weiter unten) sowie alle Reißverschlüsse geschlossen.

der Verschmutzungsgrad

Viele Menschen sortieren die Wäsche auch nach dem Verschmutzungsgrad. Wenn man Flecken wie oben beschrieben vorbehandelt, dann ist das nicht mehr nötig.

Insbesondere stark verschmutzte Wäschestücke wie z.B. Jeans von Kindern, die im Sand gespielt haben oder an den Knien Grasflecken haben, müssen unbedingt mit der Hand vorgewaschen oder getrennt von der anderen Wäsche mit einem Spezialprogramm gewaschen werden.

was macht die Wäsche sauber?

Jetzt muss ich noch einmal ein wenig ausholen. Wenn man Leute danach fragt, was die Wäsche sauber macht, dann werden vermutlich die meisten sagen, dass es das Waschmittel ist.

Das stimmt aber nicht so ganz. Die Wäsche wird durch ein Zusammenwirken von mehreren Faktoren sauber und das Waschmittel ist daher nur ein kleiner Teilaspekt davon.

Das zu wissen ist besonders wichtig, wenn man mit alternativen Waschmitteln waschen möchte. Erfolg oder Misserfolg hängen davon ab, dass man den Rest richtig angeht und deshalb schreibe ich hier so ausführlich über dieses an sich recht langweilige und trockene Thema.

Wasser

Wasser ist der wichtigste Faktor und deshalb haben so viele Menschen heute Probleme mit der Sauberkeit der Wäsche. Fast alle Waschmaschinen haben einen Wassersparmodus eingebaut und verwenden extrem wenig Wasser zum Waschen der Wäsche. Das macht das Waschen grundsätzlich problematisch, da das Wasser zum Lösen der Schmutz- und Geruchsstoffe benötigt wird. Wenn das Wasser gesättigt ist, kann der Rest vom Schmutz nicht mehr gelöst werden. Und dann hilft das beste Waschmittel nicht mehr!

Der Techniker hat daher bei meiner Waschmaschine den Wasserpegel dauerhaft erhöht. Alternativ gibt es bei vielen Maschinen eine „Wasserplus“-Taste, die man dafür verwenden kann. Beim Kauf einer neuen Maschine sollte man darauf achten, dass es sich um keine ultrawenig-Wasser-Maschine handelt.

Stark verschmutze Wäsche kann man vor der eigentlichen Wäsche für einige Stunden in warmes Wasser einweichen um diesen Effekt zu nutzen. Es ist auch möglich, das Vorwaschprogramm zu verwenden, um den gröbsten Schmutz vor dem eigentlichen Waschgang heraus zu spülen.

Man kann natürlich darüber diskutieren, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen. Wenn ich allerdings die Problematik des virtuellen Wassers mit einbeziehe, kommt es auf 2 l Wasser mehr oder weniger in der Waschmaschine nicht an.

Deutlich mehr Wasser spare ich nämlich, wenn ich weniger Kleidungsstücke nutze und diese länger trage bevor sie endgültig im Müll landen. Die Herstellung von neuer Kleidung benötigt extrem viel Wasser!

mechanische Einwirkung

Der nächste wichtige Punkt ist die mechanische Einwirkung, wodurch die Wäsche gesäubert wird. Früher hatte man für die Handwäsche zu diesem Zweck eine Waschrumpel, heute macht das die Waschmaschine. Durch die Bewegung der Trommel entstehen Verwirbelungen, wodurch die Wäscheteile aneinander reiben. Damit das funktioniert ist es jedoch notwendig, dass der Inhalt der Waschtrommel richtig zusammen gestellt und bemessen wird.

Wenn sich nur große Teile in der Trommel befinden, dann können die Wäschestücke nicht aneinander reiben, weil sie sich kaum bewegen lassen durch die Umdrehungen der Waschmaschine. Befinden sich jedoch nur kleine Wäschestücke in der Waschmaschine, funktioniert das ebenfalls nicht, da der Reibungswiderstand zu gering ist.

Es ist daher wichtig eine gute Mischung von großen, mittleren und kleinen Wäschestücken gemeinsam zu waschen. Wenn man farblich aufeinander abgestimmte Kleidung trägt, entsteht meist von selbst eine gute Mischung. Frotteehandtücher erhöhen die Waschwirkung durch die raue Oberfläche. Wenn man (vorbehandelte) Flecken bei der Wäsche hat, sollte man unbedingt einige Handtücher mitwaschen.

Aufpassen muss man auf jeden Fall bei der Bettwäsche. Natürlich neigt man dazu, alles in eine Maschine zu packen. Passt ja auch farblich so gut zusammen. Es ist jedoch zu empfehlen, die beiden Bettwäschegarnituren und die Leintücher extra zu waschen und beispielsweise mit den Handtüchern zu kombinieren.

Am besten wäscht man daher einen Kopfpolsterüberzug, einen Tuchentüberzug und ein Leintuch gemeinsam mit der Hälfte der Handtücher und einigen anderen Teilen, die dazu passen. Die zweite Maschine ergibt sich aus dem Rest. Die Anzahl der Wäschen erhöht sich dadurch nicht, aber alles wird deutlich sauberer.

Bei Bettwäsche gebe ich fast immer einen Löffel Soda dazu, damit sich das Körperfett insbesondere aus den Kopfpolsterüberzügen gut löst.

In dem Zusammenhang ist der Füllstand der Waschmaschine ein wichtiger Aspekt. Sie sollte genau richtig voll sein, nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Grund ist aus den bereits genannten Punkten abzuleiten. Wenn der Füllstand zu gering ist, reduziert sich die mechanische Waschwirkung ebenso wie wenn die Waschmaschine überfüllt ist. Aus meiner Erfahrung sollte oberhalb der Wäsche eine gute Handbreite aufgestellt Platz haben.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Kleidungsstücke locker geknüllt in die Waschmaschine eingelegt werden. Insbesondere sollte man vermeiden, zusammengefaltete Teile zu waschen, da dies die mechanische Waschwirkung verhindert und die Wäsche meist nicht richtig sauber wird.

Temperatur

Meiner Meinung nach wird die Waschtemperatur meist überschätzt. Ich wasche die meiste Wäsche mit 40° und hatte noch nie ein Problem mit der Sauberkeit.

Noch stärker auf die Temperatur achten muss man bei der empfindlichen Wäsche. Wollsachen sollten ausschließlich mit dem Wollwaschprogramm gewaschen werden. Da die Wolle vor allem durch den Temperaturwechsel verfilzt, wähle ich meist kalt oder maximal 30°.

Bei der Feinwäsche ist zu beachten, dass die Maschine nur zur Hälfte beladen werden darf, damit sie genug Platz im Wasser hat um nicht so stark zu knittern. Auch bei der Feinwäsche ist es wichtig, die Temperatur so niedrig wie möglich zu wählen. Besonders Kunstfaserkleidung wird durch zu hohe Temperaturen möglicherweise dauerhaft geschädigt, da sie dadurch Knitterfalten bekommen kann, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Waschmittel

Natürlich braucht es ein Waschmittel, um die Wäsche sauber zu bekommen. Ich stelle es aber bewusst ans Ende, da es wirklich nur ein Teilfaktor und nicht der wichtigste Punkt ist. Manche Menschen dosieren das Waschmittel zu hoch, da sie denken, dass es dann sauberer wäscht. Aber leider stimmt das nicht, oft ist das Gegenteil der Fall.

Durch die stärkere Schaumentwicklung wird die mechanische Waschwirkung der Waschtrommel reduziert und man erreicht damit das Gegenteil!

Auf den Waschmittelpackungen liest man unterschiedliche Dosierungsangaben je nach Verschmutzungsgrad. Da man meist keine eigene Maschine mit stark verschmutzter Wäsche hat, sondern nur einige fleckige Teile, kann man durch die Vorbehandlung von Flecken die Dosierung des Waschmittels gering halten. Eine höhere Dosierung ist nicht notwendig.

Eine Übersicht über die verschiedenen alternativen Waschmittel werde ich in wenigen Tagen veröffentlichen. Das würden den Rahmen dieses Beitrags noch mehr überstrapazieren.

coming soon…

Erhöhen der Lebensdauer der Kleidung

Wie oben bereits ausgeführt, ist ein nicht unerheblicher Teil der Waschwirkung auf die mechanische Einwirkung auf die Wäsche zurück zu führen.

Daraus folgt umgekehrt, dass die Wäsche durch das Waschen verschleißt. Kleidungsstücke werden nicht nur durch das Tragen sondern vor allem auch durch das Waschen „abgetragen“.

Aus ökologischer Sicht macht es daher ganz viel Sinn, Kleidung so selten wie möglich zu waschen. Es wird dadurch weniger Strom und Waschmittel verbraucht und die Kleidungsstücke selbst werden geschont.

Daher ist die Wahl des Kleidungsstücks auch aus diesem Aspekt heraus besonders wichtig. Wenn man es durch Lüften öfter tragen kann bevor es gewaschen werden muss, erhöht sich dadurch die Lebensdauer.

Schwere Kleidungsstücke wie Jeanshosen und Jacken sollten unbedingt vor dem Waschen auf die linke Seite gedreht werden, um die unschönen „Waschstreifen“ zu vermeiden. Speziell bei schwarzen Jeanshosen ist das wichtig.

Auch empfindliche Kleidungsstücke mit Aufdrucken oder aufgenähten Perlen o.ä. sollten zumindest umgedreht auf links gewaschen werden. Noch besser ist es solche Teile in einen Wäschesack zu stecken, damit sie beim Waschen geschont werden. Man kann statt dessen auch einen Kopfpolsterbezug verwenden.

Auch (Bügel-)BHs gehören in einen Wäschesack, da ein verlorener Bügel zwischen die Trommelwand geraten und die Waschmaschine völlig ruinieren kann.

Feinstrumpfhosen werden ebenfalls in einem Wäschesack gewaschen, damit sie nicht überdehnt werden und vor anderen Kleidungsstücken, die sie zerreißen könnten, geschützt sind (Zip, Knöpfe!).

Reißverschlüsse bei Hosen und Jacken müssen immer geschlossen sein, damit andere Kleidungsstücke nicht verletzt werden.

das Trocknen der Wäsche

Nun ist die Wäsche endlich gewaschen und es geht darum sie wieder trocken zu bekommen. Auch dazu habe ich einiges zu sagen aus ökologischer Sicht.

Ich benutze keinen Wäschetrockner, sondern trockne die Wäsche an der Luft. Das hat den Vorteil, dass man keine eigene Maschine kaufen muss, was per se die Umwelt schont und vor allem auch kein Strom fürs Trocknen verbraucht wird. Leider hat der Wäschetrockner auch auf die Lebensdauer der Kleidung einen negativen Einfluss, da sie stärker abgenutzt wird. Wer das Flusensieb eines Wäschetrockners einmal gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

Wenn man auf die Umwelt achtet, ist es daher nicht empfehlenswert einen Wäschetrockner zu nutzen.

Für das Trocknen der Wäsche verwende ich mehrere Wäscheständer und Wäscheklammern aus Holz um diese zu befestigen.

Für lange Kleidungsstücke, wie beispielsweise Hosen und Handtücher, nutze ich einen Turmwäscheständer. Dieser hat den Vorteil, dass er recht hoch ist und wenig Platz einnimmt. Der Großteil der Wäsche wird auf einem Flügelwäscheständer getrocknet. Die Kombination der beiden Arten hat sich sehr bewährt.

hier siehst Du meine beiden Turmwäschständer

Alle Kleidungsstücke werden gut ausgebeutelt und zurecht gezupft, damit sie so glatt wie möglich sind und anschließend mit Wäscheklammern an der Leine befestigt.

Der befüllte Wäscheständer wird zum Trocknen auf die Terrasse oder den Balkon gestellt. Aufgrund der Bewegung durch den Wind spart man sich den Weichspüler, die Wäsche wird dadurch weich und riecht frisch. Die Wäscheklammern verhindern, dass die Kleidungsstücke vom Wind vertragen werden.

Entscheidend für den guten Geruch ist, dass die Wäsche so schnell wie möglich wieder trocken wird. Kleidung fängt zu muffeln an, wenn sie sich länger in feuchtem Zustand befindet. Auch aus diesem Aspekt ist es gut die Wäsche an einem schönen, sonnigen Tag zu waschen, an dem sie schnell trocknet.

Damit das noch schneller geht, mische ich kurze und lange Wäschestücke auf der Wäscheleine und lasse zwischen den Leinen oftmals eine aus. Dadurch kann feuchte Luft rasch abtransportiert werden und die Wäsche wird schneller trocken.

Wollsachen und Feines können auf dem Turmwäscheständer gut liegend getrocknet werden (siehe Bild oben). Dadurch verhindert man das Überdehnen der zarte Wäschestücke.

Der Wäscheständer sollte möglichst nicht lange in der prallen Sonne stehen, da auch schon in kurzer Zeit die Farben angegriffen werden können. Ausnahme ist – wie weiter oben beschrieben – das bewusste Bleichen von Wäscheteilen in der Sonne. Das mache ich jedoch meist nur mit der weißen Wäsche. Alle anderen Kleidungsstücke trocknen im Schatten oder Halbschatten.

Auch im Winter kann man die feuchte Wäsche ins Freie stellen. Sie friert zwar manchmal an, aber das ist kein Problem, da sie trotzdem gut übertrocknet. Danach steht bei mir der Wäscheständer im Wohnzimmer bis alles vollständig trocken ist.

minimalistisch: Wäscheleine im Garten

Bügeln reduzieren

Bei ganz vielen Kleidungsstücken erspart man sich das Bügeln, wenn man sie schön aufhängt. Blusen und Hemden werden hängend auf einem Bügel getrocknet, Hosen klammere ich am Bund fest und sie können danach ebenfalls hängend trocknen (siehe Bild oben).

Weniger Wäsche zu bügeln reduziert den Stromverbrauch und ist daher gut für die Umwelt.

der Hygienefaktor

Viele Menschen meinen, dass sie wegen möglicher Keime einige Wäschestücke besonders heiß waschen müssen. Abgesehen davon, dass unser Körper mit Keimen ganz gut umgehen kann, da wir täglich davon umgeben sind, möchte ich trotzdem noch kurz darauf eingehen.

Insbesondere bei Stofftaschentüchern kommt das Thema „Keime“ immer wieder auf. Ich bin der Meinung, dass es nicht nötig ist Stofftaschentücher mit 90° zu waschen um sie keimfrei zu bekommen. Wem das Thema wichtig ist, der kann die Stofftaschentücher heiß bügeln, dann sind sie auf jeden Fall steril!

herzlichen Dank fürs Durchhalten

Ich glaube, das ist nun der längste Beitrag geworden, den ich jemals veröffentlicht habe. Trotzdem ich versucht habe, die verschiedenen Punkt so straff wie möglich zu behandeln, ist der Text aufgrund der Komplexität sehr lang geworden.

Wenn ich eine Dir wichtige Fragestellung trotz epischer Länge nicht behandelt habe, kannst Du mir gerne in den Kommentaren Dein Problem schildern und ich werde versuchen bestmöglich zu antworten.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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79 Kommentare zu “grün grün grün sind alle meine Kleider

  1. Hi Maria,

    ich habe Deinen Artikel grade von vorne bis hinten aufgesaugt! Vielen Dank für die ausführlichen Infos.

    Es ist sehr interessant zu erfahren wie andere so waschen 😊
    Ich mache vieles ähnlich und bin beim Wäschetrockner vollkommen Deiner Meinung! Wir sind nur zu zweit im Haushalt, da würde ich den Trockner fast schon dekadent empfinden. Bügeln hasse ich… 😉 Daher versuche ich empfindliche Materialien durch eine geringere Schleuderzahl und Aufhängen möglichst glatt zu bekommen.

    Bezüglich der Keimfreiheit/-reduktion ist mir noch eingefallen, dass es mal Leitlinien vom Ökoinstitut gab, die genau Deine Aussage stützen. Ab 42C sterben die meisten Bakterien ab. Übrigens wirkt Ozon auch stark keimreduzierend. Noch ein Vorteil, wenn man die Wäsche draußen trocknet.😉

    Liebe Grüße Emi

    • Hallo Emi!

      Danke für die Ergänzung zu der Sache mit den Keimen. Ich habe ehrlich gesagt nie so genau darüber nachgedacht, denn ich bin mit Stofftaschentüchern aufgewachsen. Wir hatten alle Stofftaschentücher, als junge Erwachsene habe ich Papier verwendet und bin nach kurzer Zeit reumütig zurück gekehrt, weil es so viel angenehmer zur Nase ist.

      Wir hatten nie ein Problem mit Ansteckung deshalb.

      Danke für die Ergänzung zur empfindlichen Wäsche mit der geringen Schleuderzahl, das mache ich auch so, habe bei meinem Beitrag aber nicht daran gedacht, weil meine Maschine die Drehzahl automatisch herunter reguliert.

      lg
      Maria

  2. Servus Maria,
    danke für die ausführliche Anleitung zum Umgang mit Kleidung und Wäsche. Da war auch für mich noch Neues dabei – bisher ist bei uns noch keiner auf die Idee gekommen, die Kleidung VOR dem Waschen auszulüften. Da ist was dran.

    Nicht so oft waschen und dafür lüften predige ich zu Hause schon lange. Hat leider speziell bei meiner 15jährigen nur homöopatische Wirkung…höchstens mal ein genervtes „jaaaa Papaaaa“
    VG, Dieter

    • Hallo Dieter!

      Pubertierende 15jährige sind ein Kapitel für sich. Da hat man gar keinen Einfluss als Elternteil und erreicht leider meist das Gegenteil. Zum Glück geht das vorüber 🙂

      Danke für Dein Kommentar! Ich finde es großartig, gerade bei diesem Beitrag von einem Mann etwas zu lesen!

      Wobei in unserem Haushalt Herr Widerstand auch einen sehr großen Anteil an der Wäsche übernommen hat.

      lg
      Maria

  3. Guten Morgen Maria,
    Das ist ein sehr sehr toller, informativer, umfassender und wichtiger Blogbeitrag!
    Natürlich hakt man beim Lesen seine Schritte des Waschvorgangs ab, die genauso gehandhabt werden. Der Prozentsatz ist hoch und ich bin zufrieden 🙂 ein Punkt hat mir gefehlt: Wasserhärte – es gibt genügend Hausmittelchen dagegen, aber bei hartem Wasser muss man dennoch anderes beachten als bei weichem. Hast du etwa das Glück von weichem?
    Ich freu mich auch schon auf den nächsten Beitrag dieser Reihe, da ich seit kurzem endlich wieder eine eigne Maschine habe und nun auch endlich das Waschmittel unproblematisch wechseln kann. Allein die Vorratshaltung mit der Schwiegermutter war nicht so einfach…
    Neu war für mich das Trennen der Bettwäscheelemente – mal sehen ob ich da im Zweipersonenhaushalt auch genügend Wäsche zusammenbekomme (ein großes für die Decke, ein großes Laken und zwei Kopfkissenüberzüge lassen sich nicht so gut aufteilen und wir brauchen nicht viele Handtücher im gleichen Zeitraum…).
    Und ich hab eine Wassersparmaschine und dachte eigentlich, das wäre gut….die misst den Dreckgehalt und sowas…

    Hast du zufällig noch ne Ahnung zu verfilzten Achselnpartien bei reinen Wollpullover? 2 von 3 meiner haben nun das Problem nach dem intensiven Tragen letzten Winter und es schrängt den Tragekonform stark ein. Diese zwei habe ich 2-4 Mal in ihrem zweijährigen Leben mitbedenkt Hand sanft gewaschen, es liegt tatsächlich am Tragen…

    Danke nochmal für deinen tollen Betrag,
    liebe Grüße aus der Ferne,
    Maria

    • Liebe Maria,

      ich habe zuhause auch sehr hartes Wasser und da ich Öko-Waschmittelpulver nach Baukastensystem benutze, bei dem der Enthärter – anders als bei „normalen“ Vollwaschmittel – separat gekauft wird, kann ich immer mit mehr Enthärter (nach Anleitung) bei hartem Wasser regulieren.
      Leider hatte ich dadurch trotzdem das Problem, dass ich weiße Rückstände auf dunkler Wäsche habe. Seit ich nun 1-2 Eßlöffel Essigessenz ins Weichspülerfach gebe, ist dieses Problem nun auch beseitigt.
      Ich hoffe, das gibt Dir neue Ideen fürs Waschen. 🙂

      LG,
      Nikuscha

      • Hallo Nikuscha!

        Essig im Spülwasser macht auch die Wäsche weicher. Ich habe allerdings das Problem, wie das zum richtigen Zeitpunkt in der Waschmaschine landet, weil der Essig so flüssig ist, dass er nicht im Weichspülerfach bleiben mag.

        Wie machst Du das?

        lg
        Maria

    • Hallo Maria!

      Die Wasserhärte habe ich deshalb nicht zum Thema gemacht, weil es für mich keines ist. Insofern keines, weil man ja doch kaum einen Einfluss darauf hat, was aus der Leitung kommt.

      Wir haben sehr hartes Wasser und ich hätte mich beim Wäsche waschen noch nie besonders eingeschränkt gefühlt. Ich mache auch nichts Besonderes. Habe auch seinerzeit mit konventionellem Waschmittel nicht so hoch dosiert, wie angegeben und keine Nachteile erkannt.

      Meine Waschmaschine lebt nun seit ca. 17 Jahren gut und hat nie Mucken gemacht. Ich denke, das liegt auch daran, dass ich mit niedrigen Temperaturen wasche. Da heizen die Heizstäbe ja nicht so wild auf.

      Zu Deinem Wollpulloverproblem. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich am Tragen liegt. Wolle ist bezüglich Wäsche wirklich sehr empfindlich. Sie reagiert vor allem auf Temperaturunterschiede.

      Wenn Du z.B. mit warmem Wasser wäscht und dann mit kaltem Wasser schwemmst, dann kann das alleine schon reichen dass die Wolle verfilzt.

      Das passiert vor allem bei der Handwäsche recht leicht, weil man zwar warm wäscht aber beim schwemmen gerne darauf verzichtet.

      Wenn es vor allem um den Tragekomfort geht, könntest Du versuchen die Wolle mit Wollfett/Wollwachs/Lanolin (ist alles das selbe) wieder geschmeidiger zu machen.

      Bekommt man in gut sortierten Drogeriemärkten oder in Läden, die viel Wollkleidung führen.

      lg
      Maria

    • Zu den verfilzten Pullovern:
      Noch mal waschen mit Wollwaschmittel und dann feucht ausrecken (also an den betroffenen Stellen lang und breit ziehen).
      Falls es Pilling-Knötchen gibt, diese vor dem Waschen entfernen (mit Fusselrasierer oder Pillingkamm).
      Dann sollte es wieder etwas besser werden. Wie neu wird es natürlich nicht mehr.

  4. Wenn du schon so genau auf den Kauf der Wäsche eingehst noch ein wichtiger Tipp:
    Wer seine Wäsche nach Farben sortieren will, sollte beim Kauf schon überlegen, ob die neuen Teile farblich zu der übrigen Wäsche passen. Ein T-Shirt, welches sowohl weiße als auch knallbunte Stellen hat, stellt mich beim Sortieren immer vor ein Problem. Oft ist es dann nötig, das überwiegend weiße Shirt mit der schwarzen Wäsche zu waschen, um die übrige Weißwäsche vor den schwarzen Ärmeln zu schützen. Das führt unweigerlich dazu, dass das Shirt frühzeitig wegen Grauschleier entsorgt wird.
    Allerdings wäre es für mich unmöglich die Wäsche so genau zu sortieren, wie hier beschrieben. Wir haben einfach nicht genug Teile, um fünf oder sechs verschiedene Wäschearten getrennt zu waschen. Meine Wollsocken liegen jetzt über den Sommer in der Wäschekiste und warten sehnsüchtig darauf, dass im Winter wieder neue Socken dazukommen, damit endlich gewaschen werden kann.

    • Hallo Claudia!

      Danke für Deinen Tipp mit den starken Farbunterschieden. Das mag ich definitiv auch nicht.

      Ich hatte auch mal ein rotes Shirt mit weißen Abschlüssen. Das war auch furchtbar, nach kurzer Zeit waren sie rosa. Solche Kleidung ist wirklich nicht zu empfehlen. Herzlichen Dank für Dein Ergänzung!

      Das mit dem Trennen ist nicht immer einfach, mir geht es mit der weißen Wäsche so. Seitdem ich sie extra halte, funktioniert es besser. Mir ist es immer so auf die Nerven gegangen, jedes Mal die selben Teile wieder zurück zu werfen.

      Spätestens nach 3 Wochen habe ich meist „das Handtuch geworfen“ und eine halbe Maschine gewaschen. Das mache ich nun nicht mehr, weil es mich im Extrasack nicht stört.

      Wollsocken wasche ich meist mit der Hand, sonst müsste ich warten, bis ich uralt werde 😉

      lg
      Maria

  5. Spannend! Auch ich habe innerlich beim lesen „abgehakt“. Ich bin längst nicht so sorgfältig, und deshalb ists natürlich gut zu lesen, daß wir ohne es zu wissen aus purer Bequemlichkeit manches richtig machen (zB schmeiße ich meine Schmutzwäsche abends einfach erstmal locker auf den Boden – schon ist sie nicht mehr feucht im Behälter *g*) Auch habe ich mir schon länger angewöhnt, wirklich nur noch nach Verschmutzung/ Geruch zu waschen, nicht mehr „nach Routine“, weil „man“ halt ein Unterhemd nicht so lange trägt zB. Und auch über 40°-Wäsche sowie gefaltetes in der Trommel gibt es bei uns nicht. Und immer schon haben meine Sachen ewig lang gehalten, jetzt gerade trage ich eine Jacke, die auch schon ihre mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ein Unterhemd, das ca 10 Jahre alt ist (und eine Leggins, die „neu“ vom Flohmarkt kommt)
    Aber Reißverschlüsse/ Knöpfe schließen? Sachen auf links drehen? Sowas hab ich noch nie gemacht und – Stichwort Bequemlichkeit – werde nun mal in mich gehen, denn ich kann durchaus den Sinn sehen…..
    Also, ich fands nicht zu lang, aber interessant!

    • Hallo Fjonka!

      Das mit dem am Boden werfen ist gar nicht so schlecht. Also mir ist es lieber die Sachen landen am Boden und sind trocken als sie landen feucht in der Wäsche!

      Schön, wieder einmal von Dir zu lesen und herzlichen Dank für Deine nette Rückmeldung!

      Das mit der Umstellung auf notwendig statt routinemäßig finde ich eine gute Einstellung. Ich versuche das auch so zu machen.

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,
    Du hast Dir wirklich viel Mühe gemacht und ich finde, das hat sich total gelohnt! Das ist ein wirklich toller Beitrag geworden. Ich finde es super, dass Du vorallem das Thema noch vor dem Waschen, also den Einkauf mit einbeziehst. Das wird oft vergessen und macht aber unheimlich viel aus!!
    Dabei ist der Einkauf sogar nicht nur in Bezug auf die Pflege wichtig, sondern auch in anderen Bereichen: Haltbarkeit oder Mikroplastik, das beim Waschen von Kunststoffmaterialien entstehen kann. Daran sieht man eigentlich, wie wichtig es ist, schon beim Einkaufen die richtigen Entscheidungen zu treffen
    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Hallo Stefanie!

      Herzlichen Dank für Deine Ergänzungen und es freut mich sehr, dass Dir genau dieser Punkt auch so wichtig ist.

      Mir ist in den letzten Jahren verstärkt aufgefallen, dass es Materialien gibt, die einfach stärker zu riechen anfangen als andere. Da versuche ich noch dahinter zu kommen, woran das liegt. Es ist nämlich scheinbar nicht nur das Material alleine, sondern hat möglicherweise auch mit der Färbung zu tun. Ich bin mir nicht sicher.

      lg
      Maria

      • Hi Maria,
        wegen dem unterschiedlich stark Geruch annehmen ist mir noch aufgefallen, das konventionelle Deos stärkeren Schweißgeruch in der Wäsche lassen. Ist mir aufgefallen seit ich auf die Deocreme von Sauberkunst umgestiegen bin, seit dem riechen meine Shirts nämlich nicht mehr so extrem sondern nur noch minimal.

      • Hallo Aurelia!

        Ah, das ist eine sehr interessante Beobachtung! Sehr spannend, noch ein Grund mehr auf Deo zu verzichten finde ich.

        Übrigens – ich verzichte ganz auf Deo und kann meine Kleidung – obwohl ich dabei wirklich pingelig bin – trotzdem oft noch ein zweites Mal anziehen!

        lg
        Maria

  7. Liebe Maria,
    vielen Dank für diesen tollen und wirklich aufschlussreichen Artikel! Ich habe ihn mit viel Interesse gelesen und fand ihn auch nicht zu lang. Und ich freue mich schon auf den Waschmittelartikel. Vieles kannte ich und wende es an, aber Einiges war auch neu (Soda gegen Körperfett, werde ich gleich anwenden!).
    Die Kleidung zu lüften bevor ich sie in den Wäschekorb lege habe ich bisher nur bei regennasser oder durchgeschwitzter Kleidung gemacht. Aber deine Erklärung, warum man es immer machen sollte, leuchtet mir ein. Geruch in der Wäsche bildet sich jedoch auch, wenn das Waschmittelfach nicht hin und wieder gereinigt wird und sich durch die Feuchtigkeit dort Bakterien vermehren. Das Schubfach nach dem Waschen offen zu lassen hilft, weil dann die Feuchtigkeit trocknet. Ebenso wie die Waschmaschinentür offen zu lassen, damit die Trommel trocknet.
    Zudem soll man ja auch gelegentlich eine 95 Grad-Wäsche durchlaufen lassen, um die Trommel von Bakterien zu befreien und so Müffeln zu vermeiden. Gerade bei z. B. Kastanienwaschmittel, da sich immer ein bisschen Restwasser unter der Trommel sammelt.
    Das Waschmittel dosiere ich nach Gefühl, nicht nach der Anleitung auf der Packung und nehme VIEL weniger als da draufsteht. Die Firmen wollen möglichst viel von ihrem Zeug verkaufen und lassen die Leute viel zu hoch dosieren, damit die Packung bald alle ist und nachgekauft werden muss.
    Liebe Grüße

    • Hallo Aeris!

      Zwei ganz wichtige Punkte bzw. Ergänzungen von Dir, die ich unbedingt hervorheben möchte.

      Das Waschmittelfach und das Bullauge/die Türe – wie Du sagst unbedingt offen lassen und immer wieder reinigen!

      Auch im Gummi zwischen Bullauge und Trommel sind Wasserreste, die zu müffeln beginnen!

      Vor allem kommt es dadurch auch immer wieder zu Verunreinigungen bei der Wäsche durch Schmutzschlieren, wenn die Gummidichtung bzw. das Bullauge schmutzig sind!

      Vielen herzlichen Dank für Deine Ergänzungen!

      lg
      Maria

    • Seltsam – obwohl mir genau das Waschmittelfach so unangenehm aufgefallen ist, als wir letztens nach ca 20 Jahren leider die alte Waschmaschine doch entsorgen mussten UND wir die Tür zur Trommel immer zum trocknen offen lassen, bin ich auf diese einfache Idee noch nicht von selbst gekommen!
      Manchmal hat man ein Brett vor’m Kopf *g*
      Dankeschön!

  8. Hallo Maria, vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Wir machen es hier ähnlich, nur zwei Dinge handhabe ich anders. 1. Da wir keine Küchenrolle benutzen, sammelt sich ca. alle zehn Tage ein ordentlicher Haufen „Lumpen“ an, diesen wasche ich auf 60° Grad. Die benutzten Lumpen werden luftgetrocknet, und wandern dann ohne Vorbehandlung in einen Wäschekorb in der Küche bis zur Wäsche.
    Alle andere Wäsche wasche ich auf 30-40°, aber ich bilde mir ein, dass ich die Lumpen lieber „keimfrei“ haben will, da wir ja wirklich alles mit denen aufwischen, was in einem Haushalt mit Kind, Hund und Katz so anfällt. Vielleicht ist es auch für die Sauberkeit in der Maschine an sich nicht schlecht, wenn ab und an mal richtig heiß gewaschen wird. Aber meistens reicht echt geringe Temperatur.

    2. Ich trage als Oberteile am liebsten relativ dünne langarmige Baumwollshirts. Bei diesen hatte ich immer wieder kleine Löcher drin, und musste sie entsorgen, da man so dünne Teile nur schwer reparieren kann, ohne dass es sichtbar ist (selbst für eine gelernte Damenschneiderin wie mich).
    Ich hab dann im Netz gestöbert um rauszufinden, was ich falsch machen könnte. Und fand den Tipp, Sachen mit Reißverschlüssen oder Metallteilen extra zu waschen. Das mache ich jetzt seit einem Jahr und siehe da, keine Löcher mehr in meinen Shirts. Vermutlich könnte ich auch die Methode mit den Wäschesackerln nutzen, aber da mein Mann hauptsächlich robuste Wäsche mit Metallteilen produziert, hat es sich so ergeben, dass es „Er“ und „Sie“ Waschgänge gibt 🙂 Unser Kind ist noch in der Rosa/lila Phase, ihre Wäsche hat also sowieso einen eigenen Waschgang.

    Ich freu mich schon auf den Beitrag mit den Waschmitteln. Wir machen das Flüssigwaschmittel von Smarticular und sind sehr zufrieden damit.

    Liebe Grüße,
    Katja

    • Hallo Katja!

      Das mit der „Lumpenwäsche“ kann ich gut verstehen. Ich habe mir das auch schon mal überlegt, denn mir geht es ganz ähnlich. Ich nutze Gästehandtücher statt Küchenrolle und die sind schon immer etwas schmutziger.

      Aber ich habe mich daran gewöhnt, dass diese Teile halt nicht ganz sauber werden. Wobei das ja nicht der richtige Ausdruck ist, sie werden ja schon sauber, aber haben noch Flecken.

      Das mit dem Trennen von Er und Sie Wäsche ist auch eine gute Anregung. Ich überlege gerade, ob es bei mir so gut funktioniert, weil Herr Widerstand hauptsächlich rot/schwarz trägt und ich eher Buntwäsche. Daher ist bei uns durch die Farben alleine eine solche Trennung gegeben.

      Und wie im Beitrag geschrieben – ich schließe alle Knöpfe und Reißverschlüsse. Ich denke, das macht auch viel Unterschied aus!

      Danke für Dein langes Kommentar und Deine Gedankenanstöße!

      lg
      Maria

      • Hallo Fussel!

        Bodentücher wasche ich auch nicht mit der übrigen Wäsche mit. Wenn ich putze, dann gleich mehr und dann brauche ich so viele, dass ich diese Lappen gleich in die Maschine werfe und gut ist es. Spare ich mir einmal feuchte Luft in der Wohnung 😉

        Ah ja, an den Beitrag erinnere ich mich noch. Mir blieb allerdings vor allem der Regenschirm in Erinnerung. So habe ich vor kurzem auch einen Schirm repariert.

        Aus den Löchern eine Tugend zu machen ist immer eine gute Lösung finde ich 🙂

        lg
        Maria

  9. Liebe Maria,
    ganz toller Beitrag!
    Habe wie die meistens beim lesen auch alles abgehakt, ob ich es auch so mache und ja passt fast zu Hundertprozent 🙂 Grad auch was das länger tragen von Kleidung angeht und sie einfach mal zu lüften und nicht gleich immer zu waschen habe ich von zuhaus übernommen. Und das Waschmittel, wie übrigens auch ganz viele andere Reiniger, ruhig viel niedriger als die Angaben der Hersteller dosiert werden können, das habe ich auch einfach probiert vor langer zeit schon weil ich die Schaumberge in der Maschine gruselig fand und auch wußte das sie verhindern das die Wäsche in der Trommel gut gewalkt wird. Denn denkt man zurück ans Uroma Wäsche waschen mit dem Waschbrett dann weiß man wie Wäsche eigentlich sauber wird, durch reiben und walken und dazu natürlich Wasser und ein bissel Seife.
    Mit den Reißverschlüßen zu machen beim Waschen bin ich vor kurzem angefangen denn die Dinger gehen selber auch schneller kaputt wenn sie offen bleiben hab ich festgestellt.
    Freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil.
    Hab einen schönen Tag
    liebe Grüße
    Aurelia

    • Hallo Aurelia!

      Ja das stimmt, Reißverschlüsse gehen selbst auch leichter kaputt, wenn sie nicht geschlossen sind. Weil so viel Zuglast auf dem Zahn ist, wo der Schlitten gerade steht.

      Ich finde es auch gruselig, wenn die Wäsche zu viel schäumt. Das ist mir letztes Jahr in der Toskana so bewusst geworden, als ich gesehen habe, wie das Schwemmwasser heraus kommt.

      lg
      Maria

  10. Liebe Maria,

    vielen vielen Dank für diesen tollen, detaillierten und aufschlussreichen Beitrag!!
    Besonders wichtig ist mir, dass in Deutschland endlich die Wassersparmentalität kritisch überdacht wird. Was in Californien oder von mir aus auch Italien ein wichtiger Punkt ist, lenkt im wasserreichen Deutschland von wichtigeren Kriterien (wie eben der versteckte Wasserverbrauch bei der Herstellung) ab. Danke daher, dass Du das also zur Sprache gebracht hast!

    Mir ist erst vor Kurzem bewusst geworden, dass Plastik-Textilien auch beim Waschen problematisch sind, weil sie Mikroplastik in den Abfluss abgeben… daher überlege ich nun schon lange und intensiv, ob ich meine Garderobe (z.T. auch Second-Hand-Kleidung aus Plastikfasern) auf Naturfasern umstellen soll. Nur fühle ich mich unwohl dabei, Kleidung deswegen wegzuschmeißen, aber ich fühle mich auch unwohl dabei, diese Kleidung zu waschen.. was tun!? Hast Du eine Idee? Was würdest Du prioritisieren? Ich bin gespannt!

    Sonnige Grüße,
    Nikuscha

    Übrigens, ich könnte mir vorstellen, dass auch ein Beitrag zum Thema „Geschirr spülen aus ökologischer Sicht“ interessant wäre. 🙂

  11. Ein verdammt toller Post!

    Also ich versuche immer, mein Waschpulver nicht zu hoch zu dosieren – auch, weil das ja sonst RÜckstände hinterlässt. Allerdings konnte ich viel aus deinem Post mitnehmen – beispielsweise, das Lüften für Wolle ab und zu ausreicht. Ich habe Wolle eigentlich nämlich immer eher gemieden, da ich die im Winter nicht schnell genug trocken kriege… so blöd Flies auch für die Umwelt ist, das Zeug mag ich Dank der schnellen Trocknung echt gern.

    Damit, welche Materialien die Umwelt wie belasten, habe ich mich vor 3 Jahren auseinander gesetzt – eigentlich für die Schule, aber weil das Thema so spannend war, wurde ein Blogpost draus und seitdem kaufe ich fast nur noch Second Hand, um die Umwelt zu schonen 🙂

    Liebe Grüße und danke für all diese Tipps – das wird Ende Juni in meinen Link-Empfehlungen landen!

    • Hallo Tabea!

      Wolle trocknet auch sehr schnell bzw. nimmt leichte Feuchtigkeit gar nicht auf.

      Das habe ich bei meinem Sohn gemerkt, als er ein Baby war. Ich habe ihn mit einem Wolljackerl bekleidet, wenn er ein wenig gespuckt hat, habe ich das mit einem Baumwolltuch abgetupft und gut war es.

      Meine Tochter (die ältere) hatte ein Baumwolljackerl, das musste ich meist wechseln wenn es feucht wurde.

      Wolle ist wirklich ein geniales Material!

      Vielen Dank für Dein Lob und schon jetzt ein herzliches Dankeschön für die Linkempfehlung!

      lg
      Maria

      • Meine Mama hat meine Wollpullis im Winter nicht mehr gewaschen, weil die wirklich nicht trocken geworden sind. Gibt es da vielleicht unterschiedliche Wolle? Oder sind manche Pullis daraus vielleicht speziell behandelt, damit sie besser trocknen?
        Dieses Abperlen von Flüssigkeiten kenne ich aber von Wolle auch – echt praktisch. Aber sobald die Kleidung bei mir nass ist, ist sie dann auch wirklich nass…

      • Hallo Tabea!

        Wird der Wollpulli mit der Hand gewaschen? Da sie dann ja nicht geschleudert werden, sind sie schon SEHR nass.

        Ich löse das, indem ich den Wollpulli auf ein frisches Badetuch lege und dieses dann einrolle wie eine Biskuitrolle mit Marmelade 😀

        Anschließend drücke ich das Handtuch fest zusammen, nicht wringen!, und die Baumwolle zieht die Feuchtigkeit aus der Wolle heraus.

        Der Pulli ist dann meist nach kurzer Zeit trocken.

        Er wird auf jeden Fall liegend getrocknet, damit sich die Wolle nicht auszieht.

        lg
        Maria

    • Wolle ist eigentlich ein Wundermaterial. Wenn ein Textilhersteller ankündigen würde, sie hätten jetzt ein Material entwickelt, das extrem temperaturausgleichend ist, bis zu 30% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann und dabei immer noch wärmt (probiert das mal mit Baumwolle!), dich beim Schwitzen nicht oder kaum stinken lässt, einen Selbstreinigungseffekt hat und das sich ökologisch entsorgen lässt – würden sich da nicht alle drauf stürzen?
      Wolle ist all das.
      Seit etlichen Jahren gibt es übrigens auch T-Shirts aus Wolle (vor allem bei verschiedenen Trekking-Ausstattern). Mein Freund zieht die sehr gern beim Fahrradfahren an, weil man darin trotz Schwitzen nicht müffelt. Mit Zwischenlüften auf dem Balkon kann man so ein Shirt selbst im Hochsommer 2-3 Tage tragen. Mach das mal mit einem Baumwollshirt…
      Und wer den Kratzfaktor scheut: die kratzen nicht, die Wolle ist so fein, daß viele, die das nicht wissen, das Material nicht für Wolle halten.

      • Hallo Fussel!

        Herzlichen Dank für Dein Loblied auf die Wolle, genau so ist es. Super ausgedrückt!

        Ich habe mich mit dem Thema in Vorbereitung auf eine längere Wanderung beschäftigt, diese „neue Funktionswäsche“ ist wirklich großartig!

        lg
        Maria

      • Was? T-Shirts aus Wolle? Sehen die dann auch wie „normale“ Kleidung aus oder sind das eher kurzärmlige Pullover? Aber echt cool, dass es sowas gibt – ab auf die Wunschliste damit.

        Die Hersteller sollten echt mal die richtigen Dinge bewerben – und nicht den billigsten Kram, den sie mittels Ausbeutung und Umweltverschmutzung herstellen können.

        Kratzige Wolle ist mir zum Glück nur selten begegnet, denn gerade im Winter reite ich furchtbar gern in solchen Pullis, weil die den Schweiß gut aufnehmen und eben echt nicht stinken.

        Liebe Grüße

      • Hallo Tabea!

        Ja, die Wolle ist ganz fein versponnen und das Shirt sieht wie „normaler“ Jersey aus. Also ähnlich, ganz gleich nicht. Aber die Dicke vom Stoff ist ähnlich. Es fühlt sich anders an, aber ist ja auch ein anderes Material.

        Ein führender Hersteller ist icebreaker. Die Teile sind zwar meist nicht 100% Merinowolle, weil ein geringer Anteil dazu gemischt ist wegen dem Waschen in der Maschine. Diese Kleidung kann man einfach mit der normalen Wäsche mitwaschen.

        Leider haben die BH-Tops und Unterhosen einen dicken breiten Gummirand, was ich schade finde.

        lg
        Maria

      • Hallo Tabea,
        die sehen aus wie normale T-Shirts und fühlen sich auch fast so an. Wir hatten schon etliche Bekannte, die nicht drauf gekommen sind, daß das Wolle ist und es auch nach der Erklärung kaum glauben konnten. Gibt es bei vielen Outdoorausstattern (icebreaker hatte die als einer der ersten, aber es gibt inzwischen viel mehr Anbieter). G**gle mal nach T-Shirt Merino (bei „Wolle“ kommt bloß blödes Zeug, auch lauter Baumwolle).
        Die sind natürlich ziemlich teuer, aber ich finde durchaus gerechtfertigt.
        Die beliebten Buffs gibt es übrigens inzwischen auch in der Wollversion.

      • Hallo Fussel!

        Danke für den Tipp, ich habe da vor kurzem auch geschaut, weil ich den Tipp bei einer Packliste für Wanderungen gefunden habe.

        Tolle Qualität! Ich habe mir eine Unterhose fürs Wandern gegönnt.

        lg
        Maria

  12. Liebe Maria,
    danke für den Artikel. Ich mache einiges so wie du, jedoch Kleidertrennung habe ich nur in rot/orange, schwarz/blau und weiß/gelb + Kochwäsche.
    Diese kommen in separaten Wäschekörbe. Das hat den Vorteil, dass ich immer weiß, wann wieder eine Waschmaschine voll wird (früher haben wir das immer übersehen 🙂 ) Beim Kleiderkauf achte ich auch immer muss ich bügeln oder nicht. Die Kleidung wird, wenn du sie fünf Minuten trägst sowieso von selbst glatt. Seit fast 10 Jahren bügle ich nicht mehr.
    Ich habe mir, seit ich eine neue Maschine habe die kein normales Flußensieb mehr hat, Kochwäsche wieder angewohnt, wegen der Reinigung der Maschine (ca.alle 2 Monate) Seit dem haben wir bei älterer weißen Wäsche keinen Grauschleier mehr und der Geruch in der Waschmaschine geht weg.
    Bei der Kochwäsche nähme ich gerne Backpulver oder Essig (Soda geht auch) als Weichspüler, dass putzt die Waschmaschine noch einmal so richtig durch.

    Danke noch einmal für deinen Artikel. Das mit Bettzeug auf 2x waschen muss ich mal ausprobieren. Doch wie du schon gesagt hast, Bequemlichkeit.

    Alles Liebe
    Claudia

    • Hallo Claudia!

      Bei Deiner Aufzählung zum Wäsche trennen musste ich schmunzeln. Im Grunde machst Du es eh ähnlich wie ich, nur dass ich es nicht nach Farbe sondern Helligkeit eingeteilt habe. Aber im Grunde ist es m.o.w. das selbe 😉

      Ab und zu – so 1-2 x pro Jahr mache ich auch eine Kochwäsche, da dies zur Pflege der Waschmaschine empfohlen wird. Aber nicht regelmäßig.

      Danke für Dein nettes Kommentar und Deine Anregungen!

      Ich wusste gar nicht, dass es Maschinen ohne Flusensieb gibt!

      lg
      Maria

  13. Danke für diesen Artikel. Da war sehr viel Wissenswertes für mich dabei. Ich besitze zwar einen Wäschetrockner, benutze ihn aber nur für die Bettwäsche. Auf meinen zwei Wäscheständern kann ich nicht Bettwäsche von 5 Personen trocknen. Ich wasche sie früh, trockne sie im Trockner und mein Mann zieht sie abends gleich wieder auf. 90 Grad Wäsche mache ich auch gelegentlich. Das hat mir mal ein Waschmaschin- Monteur empfohlen, als meine Maschine mal kaputt war. Er meinte, das sich sonst die Schläuche mit so einer fette Paste zusetzen. Das komme u.a. vom Weichspühler. Das war dann auch bei meiner Maschine der Fall. Teures Lehrgeld 😉 Auf Weichspühler verzichte ich nun größtenteils. Mit Essig, das traue ich mir nicht, weil ich Angst habe, das er das Innenleben der Waschmaschine angreift. Vielleicht ist das auch unbegründet.
    Einen schönen Abend noch.
    Viele Grüße
    Silke

    • Hallo Silke!

      Noch ein Grund mehr auf Weichspüler zu verzichten. Super, danke für die Ergänzung!

      Wenn Du wegen dem Essig Bedenken hast, kannst Du statt dessen Zitronensäure verwenden, die ist nicht so aggressiv.

      Ich kenne einige, die den Trockner für die Bettwäsche und für die Handtücher verwenden. Wenn er schon mal da ist, macht es ja auch Sinn, ihn fallweise für besondere Wäsche zu nutzen. Oder ihn weiterzugeben und es dann doch selber anders zu machen 😉

      Aber mit 5 Leuten kann ich mir schon vorstellen, dass es hin und wieder einmal eng wird und man dann froh ist.

      lg
      Maria

      • Da muss ich dich noch mal was fragen. Was nimmt man denn da für Zitronensäure? Die kleinen Dosen aus der Apotheke oder gibt es da auch günstige “ Großpackungen“? Weichspühler hilft ja auch, das die Wäsche sich nicht auflädt und man dauernd einen Stromschlag bekommt. Wie handhabst du das?
        Viele Grüße
        Silke

      • Hallo Silke!

        Ich verwende gar nix. Habe auch mit dem Aufladen kein Problem, da ich eigentlich nur Naturfaser verwende und da passiert das bei mir nicht wirklich.

        Zitronensäure gibt es im Großhandel im Karton für Reinigungszwecke zu kaufen. Sehr günstig und ohne Plastik. In Österreich z.B. in der Metro.

        lg
        Maria

      • Hallo Silke,
        im Drogeriehandel gibt es Zitronensäure im 500g-Paket (Pappe) für einen Appel und ein Ei. Das ist zum Entkalken von Kaffeemaschinen etc. vorgesehen.

  14. Liebe Maria,
    super Beitrag, hab mir noch ein paar Tipps abgeholt.

    Hier noch was von mir (ich weiß nicht, ob das in einem der Kommentare oben schon erwähnt wurde, die hab ich nicht auch noch alle gelesen :))
    In einer Landfrauen-Zeitung stand letztens, dass weiße Wäsche wieder super weiß wird, wenn man ein paar weiße Eierschalen in einem Beutelchen mit in die Wäsche tut.

    Wir waschen fast täglich (6-Personen-Haushalt), immer nur 40°C, stets ohne Weichspüler und ohne Trockner. Wenn man will, geht alles. Und wir gehen fast vollzeit arbeiten und haben keinen Balkon oder Terrasse. Eine Wäschespinne (Superteil für drinnen von L***heit) nimmt alles auf und kann täglich neu behängt werden. Restflecken auf Kinderhosen akzeptiere ich, da sie ohnehin spätestens nach 10min wieder im Gras landen. Das mit dem Reparieren VOR dem Waschen ist ein sinnvoller Hinweis. Eigentlich logisch, aber manchmal ist halt das Brett vorm Kopf.

    Beste Grüße
    Petra

    • Hallo Petra!

      Finde ich ja voll spannend, eine Wäschespinnen für den Innenbereich. Ich wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt! Habe ich gleich einmal nachsehen müssen.

      Den Tipp mit den Eierschalen habe ich noch nie gehört. Da werde ich mal recherchieren.

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  15. Liebe Maria, ein sehr schöner Artikel, den ich von vorn bis hinten verschlungen habe. Wäsche waschen ist meine liebste Hausarbeit und wenn sie in der Sonne wedelt, bin ich immer sehr zufrieden. Ich stimme dir in allen Punkten voll zu auch wenn ich einen Trockner habe. Den benutze ich aber nur für Handtücher und zum allerletzten Nachtrocknen, wenn es mal gar nicht klappt mit der Übernachtgare im Wohnzimmer. Bei einem 4-köpfigen Haushalt mit einem Fußballjungen sei mir das verziehen, oder? 😁 LG Undine

    • Hallo Undine!

      Ich mag das Wäsche waschen auch sehr, irgendwie hat man mehr davon als vom Putzen finde ich. Die Wäsche wird nicht in der selben Geschwindigkeit wieder schmutzig, wie die Wohnung nach dem Putzen 😉

      Ich mag auch den frischen Geruch von im Freien getrockneter Wäsche.

      Als die Kinder klein waren, habe ich auch immer versucht über Nacht alles trocken zu bekommen, damit die Wäscheständer nicht den ganzen Tag herum gestanden sind. Das fand ich viel praktischer.

      lg
      Maria

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  18. Hallo Maria,

    das ist nicht nur dein bisher längster, sondern auch einer deiner hilfreichsten Beiträge! Ich habe noch nie so kompakt so viele Informationen zur Wäschepflege gefunden! Vielen Dank dafür!

    Ich bin ein wenig von Wolle abgekommen und wieder auf Baumwolle umgeschwenkt. Die großen Vorteile von Wolle habe ich zwar intus, allerdings finde ich Wollkleidung nicht sehr robust. Das merke ich besonders bei Socken. Ein Mischgewebe mit Kunstfasern möchte ich aber auch nicht. Und gerade im Sommer oder im Nahen Osten kann ich gewalkte Wollkleidung (wie ich sie besitze und als sehr robust im Vergleich zu gewebter Wolle empfinde) nicht tragen. Wie sind deine Erfahrungen damit?

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Danke für Dein Lob, freut mich sehr, dass du meinen Beitrag so hilfreich empfindest!

      Angeblich ist es so, dass Wolle auch in sehr heißer Gegend ausgleichend wirkt. Hängt halt davon ab, wie dick der Faden ist, der verarbeitet wird. Es gibt auch sehr dünne Wollkleidung.

      Gewalkte Wollkleidung ist natürlich gerade in unserer feuchten Gegend super in der Übergangszeit.

      Ich verwende Wolle hauptsächlich im Winter und taste mich gerade vorsichtig heran, auch in der wärmeren Zeit Kleidungsstücke aus Wolle zu verwenden.

      Gestern habe ich im Kostnixladen ein Kurzarm-T-Shirt aus reiner Wolle gefunden. Das werde ich mal testen, wie sich das im Sommer macht.

      Socken tragen wir viel aus selbst verstrickter Wolle. Teilweise auch an kühlen Abenden im Sommer. Ist sehr angenehm.

      lg
      Maria

    • Hallo Philipp,
      die besten leichten Herrenanzüge (oder auch Damenkostüme) sind traditionell aus Wolle. Einige Anbieter nennen diese dünnen Wollstoffqualitäten „cool wool“. Also kann die Kombination Wolle und Hitze gar nicht so verkehrt sein.
      Wenn Du bei der Arbeit kein Anzugträger bist, hilft Dir das vermutlich nicht viel 😉
      In dem Fall würde ich aber die Woll-T-Shirts von diversen Outdoorausstattern empfehlen. Da gibt es auch sehr leichte und der Anti-Stink-Faktor ist wirklich großartig, wenn man bei heißem Wetter unterwegs ist. Für T-Shirts ist die Haltbarkeit auch normal, mein Freund hat in den 3 Jahren, seit er Wollshirts hat, noch keins abgetragen und sie sehen auch noch genauso schön aus. Man muß sie halt nach Vorschrift waschen, dann passiert auch nix Schlimmes.
      Bei Socken habe ich allerdings auch noch keine aus Wolle gefunden, die dünn genug sind für wirklich heißes Wetter. Daher kann ich da auch zur Haltbarkeit nichts sagen.

      • Hallo Fussel!

        Danke für deine Empfehlung! Auf die Wollhosen von Anzuganbietern habe ich auch schon geschaut, die sind allerdings weniger für den Alltag, wobei ich gern schicke Kleidung trage.

        Von den Funktionen von Wolle bin ich total überzeugt! Nur mit der Robustheit hapert es etwas. Letztes Jahr hatte ich drei Wollshirts, die dann nach und nach eingegangen sind, obwohl ich die Pflegehinweise beachtet hatte. Ich halte da Handwäsche für die bessere Wahl. Gerade erfahre ich das auch am eigenen Leib, weil unsere Waschmaschine defekt ist. Und so schlimm finde ich das nicht mal.

        Was die Socken anbelangt, habe ich noch einmal bei dem Hersteller meines Vertrauens nachgeschaut. Sie haben mittlerweile zu einem Mischgewebe aus Wolle und Kunstfaser gewechselt. Echt schade! Ich habe auch noch keinen anderen Anbieter gefunden.

        Ich werde auf jeden Fall auch noch mal über meine Garderobe auf meinem Blog schreiben. Das Thema ist wirklich umfangreich.

        Liebe Grüße,
        Philipp

  19. Hallo Maria,

    vielen Dank für deine Ausführungen. Ja, Wolle wirkt auch bei warmen Temperaturen ausgleichend. Meine Wollsocken hinterlassen immer recht viele Flusen und sind entsprechend schnell durchgetragen, zumindest die dünneren Wollsocken. Bei dünneren Stoffen habe ich besonders an Abriebstellen Hemmungen, beispielsweise T-Shirts und Hemden, da ich jeden Tag mit Rucksack unterwegs bin und im Sommer nicht noch eine schützende Schicht aus anderem Stoff darüber trage.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  20. Hallo Maria,
    herzlichen Dank für diesen Beitrag. Seit Beginn lese ich Deinen Blog mit und kommentiere eigentlich nie.
    Eine sehr gelungene Zusammenfassung und überhaupt nicht zu lang, großes Kompliment! Sehr viel mache ich ähnlich wie Du, vom Lüften, über das Sortieren bis hin zum Trocknen, das ausschließlich an der Luft erfolgt – und sehr häufig fühle ich mich dabei als halber Exot, wenn ich mein Vorgehen und meine Einstellung mit Nachbarn oder Bekannten vergleiche.
    Schmunzeln musste ich bei dem wunderbaren Satz „…damit andere Kleidungsstücke nicht verletzt werden.“ Das zeigt doch sehr schön, welche Beziehung wir zu unseren Lieblingsstücken aufbauen:-D
    Viele Inhalte des Beitrags sollten eigentlich mit etwas gesundem Menschenverstand selbstverständlich sein. Leider ist die Mehrheit davon weit entfernt und das macht mich traurig.
    Viele Grüße,
    Andrea

  21. Pingback: Eine Empfehlung « Schreiben und lesen lassen

  22. Ich habe mich immer gewundert, warum der weiße Gi bei manchen Aikidoka eher grau ist als weiß (einige Männer haben sogar gelbe Flecken). Das läge am Öko-Waschmittel (bzw. saurem Schweiß) kann ich mir so nicht vorstellen. Meinen spendiere ich gerade eine Dosis volle Sonne. Früher gab es noch die Rasenbleiche: Weiße Wäsche auf’s Gras legen, und durch den Sauerstoff wird gebleicht. Für den Winter haben wir hier den Luxus eines Trockenbodens. Da dauert es wirklich nur bei feuchtem Nebel im Winter etwas länger.

    • Hallo!

      Am Kragen setzt sich meist Schweiß und Körperfett ab. Da hilft es, den Kragen beim ersten Mal mit Waschsoda zu behandelt, damit das Körperfett besser weg geht.

      Danach den Kragen vor dem Waschen feucht machen und mit Gallseife einreiben. Das hilft das Fett besser zu lösen.

      Ein Trockenboden ist wirklich super, das hatten wir in meiner Kindheit auch. Super Sache!

      lg
      Maria

  23. Vielen Dank für die umfassenden Informationen, und danke an Fjonka fürs verweisen auf diesen Blog.
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir eine vollumfängliche Umsetzung Deiner Tipps (insbesondere die Fleckenbehandlung) doch etwas zu aufwändig erscheint, aber trotzdem werde ich einige der Tipps beherzigen. Nen Trockner habe ich seit 15 Jahren nicht mehr, Trommel bleibt offen (immer schon), Farbtrennung und 40° mache ich auch schon ewig. Zukünftig werde ich Reißverschlüsse und Knöpfe schließen, das Waschmittelfach offen stehen lassen (obwohl ich offene Schubladen hasse 😉 ) und feuchte Wäsche nicht mehr auf einen Haufen schmeißen. Wenn ich das intus habe, sehen wir mal weiter 😉
    Herzliche Grüße

    Steffi

    • Hallo Steffi!

      Wie schön, dass Du Dank Fjonka zu mir gefunden hast! Herzlich willkommen!

      Es ist in Wirklichkeit nicht so aufwändig, wie es sich im Beitrag liest. Ganz ehrlich, das meiste geht so nebenbei.

      Aber ich finde es gut, wenn Du bei einigen Punkten beginnst und Dich daran gewöhnst, statt alles auf einmal zu versuchen und dann gleich einmal aufzugeben.

      Veränderungen Stück für Stück umzusetzen bringt auf lange Sicht viel mehr.

      Ich hoffe, wir lesen uns bald wieder!

      lg
      Maria

  24. Wahnsinn, Maria. Ich bin begeistert.
    Ich liebe das Waschen, aufhängen, den Geruch von gewaschener Wäsche (ohne Weichspüler), also quasi der Duft der Frischluft, weil draußen getrocknet wird. Auch im Winter!
    Ich glaube, weil mir das Waschen so viel Freude bereitet, haben wir uns auch für Stoffwindeln entschieden. Und jede WWW tut mir im Herzen weh!
    Danke, für deine ausführlichen Worte! Hoffentlich können sie andere auch so begeistern und lernen lassen!
    Liebe Grüße
    Anett

    • Hallo Anett!

      Ich habe auch mit Stoffwindeln gewickelt, sogar zwei Kinder gleichzeitig, weil sie nur 20 Monate auseinander sind.

      Damals haben mich viele für verrückt erklärt, aber mir war dieses Plastikzeug am Popo der Kinder unheimlich. Beide haben auch sehr empfindlich darauf reagiert und bei Stoff hatte ich dieses ganze Windelsoor- und Pilzproblem nicht.

      Freut mich sehr, dass Du so begeistert bist von meinem Beitrag, danke schön! Das sind so Momente, wo ich dann wieder weiß, warum ich so viel Arbeit rein stecke in den Blog.

      lg
      Maria

  25. Eben bin ich beim Fernsehen auf einen Beitrag gestoßen, der sich auch mit dem Waschen beschäftigt.
    Der gute Mann sagte dort, dass man das Waschmittelfach eigentlich garnicht benötigen würde (für den normalen Waschgang), da das Waschmittel ja eh mit dem ersten Wasser in die Trommel gespült würde (was auch mein Eindruck war). Also Waschmittel direkt in die Trommel, niedrig dosiert (da beim Waschen etwa 5x verdünnt und gespült wird und je mehr Waschmittel desto mehr bleibt auch zurück) und die Trommel nicht zu voll, damit es ordentlich walken kann (das stand ja hier auch schon irgendwo). Der Mann meinte, dass der Hauptanteil der Reinigung vom Walken käme. Fand ich interessant und logisch.

    • Hallo Teff!

      Ich habe es zwar nicht walken genannt sondern „mechanische Einwirkung“ und auch auf die Wichtigkeit hingewiesen.

      Meine Erfahrung ist nämlich auch, dass das – neben der Wassermenge – der wichtigste Punkt ist.

      Zu Deinem Vorschlag, das Waschmittel direkt in die Waschmaschine zu geben, möchte ich sagen, dass ich das aus folgendem Grund nicht so gut finde.

      Wenn man es direkt hinein gibt, dann nimmt das Kleidungsstück, das gerade da liegt, alles auf und das nachkommende Wasser muss es erst aus diesem Kleidungsstück lösen.

      Wenn man es in die Kammer gibt, dann wird es mit dem Wasser sofort vermengt und verteilt sich besser in der Waschmaschine.

      Wir lassen meist auch schon etwas Wasser rein laufen und geben dann erst das Waschmittel dazu.

      Aber grundsätzlich stimmt es natürlich schon, früher zu Zeiten von Pulver, hat man in jedes Fach was rein getan und es wurde dort zum richtigen Zeitpunkt abgeholt. Nun verwenden die meisten Flüssigwaschmittel, da bleibt es eh nicht dort, wo es sein soll.

      lg
      Maria

  26. Pingback: Monatscollage Juni 2017, ein Grund zu feiern und #Blog.Pause | widerstandistzweckmaessig

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