Plastik – weniger ist Meer

Heute ist plastic bag free day und passend zum heutigen Tag möchte ich die Müllkampagne vom Bund für Umwelt und Naturschutz vorstellen.

Bild: BUND Müllkampagne

Bild: BUND Müllkampagne

Der Produktion von 250 Millionen Tonnen Plastik im Jahr steht ein unzureichendes Abfallwirtschaftssystem gegenüber. Das bedeutet, dass jeden Tag mehrere tausend Tonnen Plastikabfälle weltweit in die Meere gelangen und dort für mehrere hundert Jahre verweilen.

Der nachfolgende Comicfilm ist im Zuge der BUND-Kampagne „Plastik – weniger ist Meer“ entstanden.

Kunstwerke aus Müll an den Stränden und Müllstrudel in den Weltozeanen: Der Müll in unserer Meeresumwelt ist unübersehbar. Dass die Müllmenge und der Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt drastisch zunehmen ist ein weltweites Problem für Generationen.

Der BUND will der nahezu ungehemmten Vermüllung entgegenwirken. Dabei kommt es auf ein Umdenken jedes Einzelnen an. Jetzt ist Handeln gefragt: Die Umwelt muss nicht nur wieder gereinigt, sondern der Eintrag von Plastik in die (Meeres-)Umwelt muss drastisch eingedämmt werden. Die BUND-Kampagne „Plastik – weniger ist Meer“ setzt an dieser Stelle an.



Jeden Tag gelangen Abfälle in die Flüsse und Meere, die zu einem geringen Teil wieder an die Küste gespült werden. Aus diesem Grund setzt sich der BUND nicht nur für die Entsorgung der zu größten Teil aus Kunststoff bestehenden Abfälle ein, sondern auch für die Vermeidung der Vermüllung.

Die sicherste Methode, Abfälle am Strand zu vermeiden, ist es, die Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen.

Vermeiden wir unnötige Plastikverpackungen und vermindern wir den Konsum von Einweg-Plastikprodukten, senken wir das Risiko, dass diese Stoffe in die Meeresumwelt eingetragen werden.

Kunststoffe werden allerdings auch ganz unbewusst in kleinster Form von Menschen gebraucht und in die Flüsse entsorgt. Denn in vielen Kosmetikprodukten befindet sich Mikroplastik, kleine Plastikkörner für den „Peeling-Effekt“. Der BUND fordert von den Produktherstellern und Händlern ökologisch verträgliche Alternativen zu nutzen, die in der Tat schon vorhanden sind.


Beide Filme sind sehr kurz, rund 2 Minuten und rund 5 Minuten. Bitte nimm Dir die Zeit und schaue die Filme an. Der Comic bringt die Probleme mehr auf die lustige Art, im zweiten Film bekommen wir einen Einblick in das ganze dramatische Ausmaß der Probleme.

plastic free july – mach mit und vermeide Einwegplastik. Es ist nicht wichtig, ob Du es schaffst, den Plastikmüll wirklich auf 0 zu reduzieren. JEDER Müll, der nicht entsteht, muss nicht entsorgt werden.

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28 Kommentare zu “Plastik – weniger ist Meer

  1. Danke Maria, dass du hier unermüdlich solch wichtige Beiträge postest. Ich lese immer mit großem Interesse und lerne!
    Lieben Gruß
    Reni

  2. Hm … mich ärgert grad, dass ich immer solche wichtigen Statementtage verpasse, weil sie nicht genug publik gemacht werden, aber der „Tag der Unterhose“ oder „Tag des Mumptz“ – so einen Schrott kriegt man immer mit. O_o

    • Hallo Trix!

      Ich habe es auch erst gestern im Laufe des Tages über FB mitbekommen, aber mich dann einfach hingesetzt und schnell noch diese Aktion gestartet. Besser spät als gar nicht, habe ich mir gedacht.

      Und ich mache ja sowieso automatisch mit weil 1. verwende ich sowieso seit mehreren Jahren keine Plastiksäcke mehr und 2. mache ich ja beim plastic free july mit.

      viele Grüße

      Maria

      • FB konnte ich bisher noch gut umgehen. Zieht mich gar nicht. 😉 Hat aber durchaus kommunikative Vorteile – kann ich mir vorstellen.

      • Hallo Trix!

        Ich persönlich habe mich nach einer kurzen Phase wieder von FB gelöscht und es zieht mich auch nicht wieder hin. Kann Dich also gut verstehen!

        Aber meinen Blog habe ich auf FB um anderen die Möglichkeit zu geben, über FB zu folgen.

        Von daher bekomme ich manchmal Infos mit.

        lg
        Maria

  3. Der Animations-Clip ist wirklich süß gemacht. 🙂

    Den Beitrag finde ich ebenfalls eine gute Zusammenfassung.

  4. Das Statement „Es ist nicht wichtig, ob Du es schaffst, den Plastikmüll wirklich auf 0 zu reduzieren. JEDER Müll, der nicht entsteht, muss nicht entsorgt werden.“ finde ich wichtig: Ich freue mich jedes Mal über mich selbst, wenn ich beim Bestellen meiner Cola daran denke, die Bedienung darauf hinzuweisen, dass ich keinen Plastikstrohhalm zur Cola brauche… 🙂

    • Hallo Sebastian!

      Danke schön! Und ja, auch auf den Strohhalm zu verzichten hat seine Wirkung und wenn das mehr machen würden, dann würde das Lokal vielleicht beschließen, gar keine Plastikstrohhalme mehr anzubieten!

      lg
      Maria

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  20. Das Meer und Plastik ist eine Katastrophe. Ein durchgängiger Plastik-Kontinent fast so groß wie Europa kreiselt im Pazifik. Mehrere kleine Felder (Größe Frankreich) strudeln etwas südlicher. Nur 20% schwimmen obern, der Rest sinkt an Meeresboden oder wird von Meeresbewohnern gefressen.

    „Wir brauchen das Meer, aber das Meer braucht uns nicht!“

    Ein kleiner Lichtblick: Mode-Labels entdecken Plastik-Müll als hippen Stoff für Kleidung …. Wenigstens kommt hier Wiederverwertung ins Spiel. Ein Bericht gibt es hier: http://shuu.de/s91

    Danke Maria, für Deine informativen Posts

    Ulli

    • Hallo Ulli!

      Dein Engagement zum Thema Plastik habe ich schon verfolgt und freue mich darüber.

      Der Möglichkeit alten Plastikmüll für Stoffe für Kleidung zu verwenden stehe ich jedoch sehr kritisch gegenüber, weil viele gesundheitlich problematische Stoffe über die Haut aufgenommen werden können.

      lg
      Maria

  21. Pingback: Leben auf Plastik? [stopp littering] | widerstandistzweckmaessig

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