aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #3

Lebensmittel sind kostbar

Neben der Produktion und dem Handel fällt die größte Menge an Lebensmittelabfällen in Privathaushalten an.

Durchschnittlich werfen z.B. der Wiener und die Wienerin jährlich rd. 40 kg an Lebensmitteln weg, die eigentlich gegessen hätten werden können (Quelle). Das konnte ich lange Zeit gar nicht glauben, denn in meinem Haushalt fällt so gut wie kein Lebensmittelmüll (außer Gemüseabschnitte wie z.B. Zwiebelschalen etc.) an.

Über die Fakten rund um die Lebensmittelverschwendung habe ich in meinem Beitrag „aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #2“ bereits ein wenig geschrieben.

Ich denke daher, dass man mit ein bisschen Organisation wirklich viel dazu beitragen kann, dass keine Lebensmittel mehr verderben.

Lebensmittel sind kostbar

Planung der Menüs

An erster Stelle steht natürlich die Planung dessen, was ich kochen werde. Viele Menschen sind der Meinung, das funktioniert nicht, keiner kann das Essen für eine Woche im Vorhinein planen.

Dem stimme ich sogar bedingt zu, eine Woche ist wirklich ein viel zu langer Zeitraum für viele. Vor allem Menschen, die sehr spontan über ihre Freizeit entscheiden, werden damit nicht zurecht kommen.

Am besten fängt man im Kleinen an, sich erst einmal nur 1-3 Tage im Voraus zu überlegen, was man essen möchte.

Wie macht man das am besten?

Der erste Schritt ist in den Kühlschrank und in das Vorratsregal zu schauen um zu sehen, was als erstes verbraucht werden muss. Das ist der wichtigste Schritt überhaupt!

Gehe niemals einkaufen ohne vorher in Deinen Kühlschrank geschaut zu haben! (widerstandistzweckmaessig)

Danach überlegt man sich, was man damit kochen könnte. Im Idealfall sollte das Rezept nur Zutaten benötigen, die sich im Haus befinden.

In meiner Küche hängt ein Klemmboard, auf dem es 2 Steckplätze gibt. In der einen Klammer steckt die Einkaufsliste (dazu später mehr) und in der anderen mein Menüplan für die kommenden Tage.

rechts davon ist übrigens mein Kühlschrank

rechts davon ist übrigens mein Kühlschrank

nicht aller Anfang muss schwer sein

Am besten fängt man damit an, nur 1-2 Tage im Voraus zu planen. Das ist ein überschaubarer Zeitraum und meist weiß man dann schon, welche Freizeitaktivitäten geplant sind, die Einfluss auf die Nahrungsaufnahme habe (Einladungen, Restaurantbesuche, keine Zeit um zu kochen).

Mit etwas mehr Übung kann man den Menüplan dann auf 3-4 Tage erweitern. Ich habe es auch schon mit Wochenplänen versucht und relativ schnell wieder aufgegeben. Obwohl ich ein wirklich sehr strukturiert denkender Mensch bin, hat das selbst bei mir nicht geklappt. Daher bin ich wieder bei 2-4 Tagen gelandet, das hat sich wirklich sehr gut bewährt.

Reste einplanen

Das mit den 2-4 Tagen ist auch deshalb so ideal für mich, weil immer wieder einmal Reste bleiben. Da heißt es dann flexibel zu reagieren und nicht stur nach Plan zu kochen, sondern die Menüs auch einmal zu verschieben.

Meine Planung für 3 Tage reicht meist für 4 Tage aus. Das ist ein Zeitraum, um den man auch ein geplantes Essen gut verschieben kann.

Als besonders hilfreich hat es sich erwiesen, immer wieder einmal Zwischendurch reine Vorratsgerichte mit lange haltbaren Zutaten einzuplanen. Die kann man dann problemlos ausfallen lassen bzw. auf den nächsten Menüplan verschieben.

Restl-Festl

Nicht immer bleibt genug übrig, damit alle davon satt werden. In diesem Fall gibt es dann ein kleines Restl-Festl und ein kunterbuntes Buffet mit verschiedenen Resten, die geblieben sind. Jeder nimmt sich das, was er am liebsten hat. Wenn nötig, wird eine kleine Beilage und Salat ergänzt.

auch Essensreste sind kostbar

auch Essensreste sind kostbar

Hülsenfrüchte

Auf einen ganz besonderen Vorteil im Zusammenhang mit Hülsenfrüchten möchte ich hinweisen. Viele Menschen verwenden lieber Kichererbsen, Bohnen und Linsen aus Dosen, weil man getrocknete Hülsenfrüchte einweichen muss und das bekanntlich mehrere Stunden dauert. Also nix mit spontan Kichererbseneintopf, wenn man gerade Hunger hat, außer man nimmt die besagte Dose.

Wenn man einen Menüplan hat, weiß man natürlich wann man die Bohnen für das Bohnengulasch braucht und kann sie daher am Vortag einweichen. Damit ich nicht darauf vergessen kann, stelle ich mir gleich wenn ich die Liste erstelle am Handy eine Erinnerung für das Einweichen.

Wobei ich das immer seltener mache, weil ich in meine Abendroutine aufgenommen habe, den nächsten Tag in Hinblick auf Essen kochen noch einmal durchzugehen. Wenn es also geplanterweise Hülsenfrüchte gibt, dann werden sie am Abend einfach eingeweicht.

Ich verwende schon seit Jahren keine Konservendosen mehr. Meist werden die getrockneten Hülsenfrüchte in Kartons verpackt angeboten, wodurch ich auch auf Plastikverpackungen verzichten kann. Im Garten selbst Bohnen und Erbsen zu ziehen spart natürlich noch einmal mehr Müll.

die Einkaufsliste

Gleichzeitig mit dem Menüplan für die kommenden Tage wird auch die Einkaufsliste geschrieben. Darauf sollte alles stehen, was gerade beim Ausgehen ist und im allgemeinen Vorrat enthalten sein sollte. Dazu haben wir ja auch vorhin die Vorratsschränke inspiziert.

Ich führe diesen Teil der Einkaufsliste laufend. Immer wenn ich gerade koche und sich etwas zu Ende neigt, kommt es gleich auf die Liste.

Weiters wird natürlich in die Einkaufsliste eingetragen, was für die geplanten Gerichte benötigt wird.

digitale Einkaufsliste

Für alle, die es lieber digital haben, gibt es eine ganze Menge hilfreicher Apps, die beim Erstellen einer Einkaufsliste zur Seite stehen. Einfach in den Playstore „Einkaufsliste“ eingeben und dann kommen einige Möglichkeiten. So viel ich gesehen habe ist „Bring!“ am bekanntesten und sehr einfach zu bedienen.

Nachdem ich noch immer kein Smartphone habe und auch ein sehr visueller Mensch bin, gefällt mir mein Klemmboard allerdings viel besser.

Beim Checken der Einkaufslistenapp habe ich entdeckt, dass es noch viel mehr nützliche Apps gibt, die den nachhaltigen Einkauf erleichtern wie z.B. eine Saisonkalender-App oder auch den vom WWF veröffentlichten Einkaufsratgeber für Fisch und Meeresfrüchte, der ebenfalls als App erschienen ist.

verpackungsfreier Einkauf am Wochenmarkt

verpackungsfreier Einkauf am Wochenmarkt

Einkaufen mit der Einkaufsliste

Beim Einkauf ist es wichtig, sich gut an die Einkaufsliste zu halten und den Lockangeboten der Supermärkte zu widerstehen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man gar nicht mehr auf das Angebot reagieren darf.

Nachdem wir schon wissen, was wir kochen wollen, können wir die Zutaten auch flexibel austauschen. Daher schreibe ich teilweise auch einfach nur „Salat“ auf die Liste und nicht ganz genau, welchen.

Oder beim Gemüse notiere ich mir verschiedene Sorten, die in Frage kommen und wähle dann aus dem Angebot aus.

Wenn mich etwas ganz besonders anspringt, dann tausche ich auch schon einmal im Kopf ein komplettes Gericht gegen ein ganz anderes aus. Das geht jedoch nur dann, wenn ich nichts zu Hause habe, was gerade unbedingt verkocht werden sollte.

Wichtig ist es dann natürlich alles auf der Einkaufsliste zu streichen, was dafür benötigt wird und nicht einfach zusätzlich einzukaufen.

Müll reduzieren beim Einkauf

Nachdem wir eine genaue Liste haben, was wir einkaufen wollen, ist es natürlich sehr einfach sich anhand der Einkaufsliste auf einen müllreduzierten Einkauf vorzubereiten und die entsprechenden Taschen, Sackerln, Gefäße etc. einzupacken.

Basisausrüstung für den verpackungsfreien Einkauf

Basisausrüstung für den verpackungsfreien Einkauf

Aktivitäten in den Menüplan einbauen

Wenn ich den Menüplan der nächsten Tage erstelle, habe ich den Kalender daneben. Es ist sehr wichtig die geplanten Freizeitaktivitäten bei der Wahl der Gerichte zu berücksichtigen.

Logischerweise kann ich kein aufwändiges Menü servieren, wenn ich keine Zeit habe um zu kochen.

Da kommen wir dann auch schon zu dem in meinen Augen größten Vorteil der Planung. Ich kann für solche Gelegenheiten vorkochen, selbst eingefrorene Nudelsoßen einbauen oder bewusst am Vortag mehr kochen, damit Reste bleiben und vieles mehr.

Seitdem ich bewusst unser Essen plane, gibt es keinen Stress mehr mit „was koche ich heute?“, „…aber dazu fehlt mir…“ oder „das geht sich zeitlich einfach nicht mehr aus“.

Kettenkochen

Ein weiterer Vorteil der Planung ist die Möglichkeit des sogenannten Kettenkochens.

Tag 1 – Gericht mit Reis als Beilage, es wird gleich eine zusätzliche 2. Portion Reis gekocht
Tag 2 – Gemüsereislaibchen, es werden gleich etwas mehr Laibchen gebraten
Am 3. Tage gehe ich für den nächsten Menüplan einkaufen und habe daher wenig Zeit. Daher gibt es nur einen bunt gemischten Salat und die Gemüselaibchen werden gleich kalt dazu gegessen

Auch Kartoffeln lassen sich gut vorkochen, es gibt einige Gerichte, wo es sogar empfehlenswert ist Kartoffeln vom Vortag zu verwenden.

einfach organisiert lebeneinfach organisiert leben

Dieser Beitrag ist gleichzeitig auch ein Teil der Serie einfach organisiert leben.

Mit ein bisschen Organisation kann man Lebensmittelabfälle deutlich reduzieren und aktiv etwas gegen die Lebensmittelverschwendung unternehmen.

Fortsetzung folgt…

Nachdem mir das Thema Lebensmittelverschwendung ein sehr großes Anliegen ist, möchte ich gerne immer wieder darauf eingehen und versuchen, hilfreiche Tipps zu geben.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog „foolfashion“ durchgeführt.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


Das könnte Dich auch interessieren:

Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung – Foodsharing
Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #2 – Weihnachten
Müll reduzieren beim Einkauf Teil 8. – Einkaufsplanung

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

plastikreduzierter Urlaub im plastic free july

Ich hätte natürlich viel lieber „plastikfreier Urlaub“ als Überschrift gewählt, aber so ehrlich muss ich sein, plastikfrei ist anders.

Plastikreduziert war der Urlaub aber schon, sehr deutlich sogar. Wie wir das gemacht haben und was nicht so gut geklappt hat im Urlaub, werde ich heute erzählen.

Hier kommt also mein Rückblick auf den „plastic free july“ verbunden mit Impressionen aus unserem Griechenlandurlaub.

plastic free july 2015

dieses Jahr ist alles ganz anders

Die meiste Zeit des „plastic free july 2015“ war ich auf Urlaub und unterwegs, daher waren die Herausforderungen noch einmal ganz anders als voriges Jahr zu Hause.

Ich hatte mich natürlich darauf vorbereitet und Einkaufsbeutel sowie Dosen mit, aber die (räumlichen) Möglichkeiten sind bei einer Rucksackreise doch sehr begrenzt.

Trinkwasserversorgung

In südlichen Ländern ist das Wasser aus der Leitung nicht überall zum Trinken geeignet. Unser Urlaubsort ist einer der wenigen Ausnahmen, da die griechische Insel über sehr viel reines Süßwasser aus den Bergen verfügt.

Das Wasser vom Fluss, an dem wir gewohnt haben, ist leider nicht mehr trinkbar. Mittlerweile wird er leider von zu vielen Menschen besucht (die darin baden), sodass der Fluss keine Trinkwasserqualität mehr hat (was ich vor drei Jahren sehr schmerzhaft erfahren musste).

Im Dorf gibt es allerdings einen Brunnen mit Quellwasser, das in freien Leitungen direkt vom Berg kommt. Wir haben jeden Tag unseren Wasserbedarf in mitgebrachte Flaschen gefüllt und auf den Berg geschleppt (also Herr Widerstand hat geschleppt, wenn ich ganz ehrlich bin).

In den Wochen vor unserem Urlaub haben wir bereits Plastikflaschen (ja, leider, es geht manchmal nicht anders) gesammelt und zusätzlich 2 Metallflaschen mitgenommen. Natürlich sind die Plastikflaschen nicht bei uns angefallen, wir haben sie sammeln lassen und damit (zumindest für einige Zeit) vor dem Müll gerettet. Diese Flaschen gehen daher nicht direkt auf unsere Kappe.

Die restlichen Plastikflaschen kamen von der Anreise auf dem griechischen Festland. Insgesamt haben wir an den 2 Anreisetagen 6 Wasserflaschen gekauft. Damit sind wir dann auch mit den mitgebrachten Flaschen durchgekommen. Für 1 Monat Urlaub im Süden ist echt wenig finde ich.

Zusätzlich hatte ich noch eine Thermoskanne mit. Beim Frühstück in unserem Stammlokal im Dorf wurde diese aufgefüllt und dadurch konnte ich jeden Tag heißen Tee trinken. Ein sehr besonderer Komfort in der Wildnis, den ich sehr zu schätzen wusste.

Gekühlt wurde das Wasser und unsere Lebensmittel im Bach.

unser Kühlschrankersatz in der Natur

unser Kühlschrankersatz in der Natur

Einkaufen

Um ins Dorf zu kommen mussten wir rund 1 Stunde wandern, daher war es selbstverständlich, dass wir mit einem Rucksack und Einkaufsbeuteln einkaufen waren.

Obst, Gemüse und Brot konnten wir unverpackt kaufen. Käse und Joghurt war leider nur in Plastikverpackung zu bekommen. Da haben wir zu Großpackungen gegriffen, um wenigstens etwas Verpackungsmüll zu sparen.

Einige (Bio-)Plastiksäcke mussten wir schon in Kauf nehmen, damit z.B. das Brot aufgrund der großen Hitze nicht austrocknet und um das Obst und Gemüse im Bach zu kühlen. Diese haben wir jedoch mehrmals verwendet, um die Anzahl weiter zu reduzieren.

In der Bäckerei waren wir schon bekannt. Wenn wir kamen fragte die Verkäuferin bereits nach unserem Brotsack, damit sie das Brot gleich direkt hinein geben konnte.

Positiv erstaunt hat mich, dass im Supermarkt ausschließlich Bioplastiksäcke angeboten wurden. Da sind die Länder, die am Meer liegen, scheinbar etwas fortschrittlicher, auch in Italien habe ich das beobachtet.

Insgesamt sind 4 Becher Joghurt zu je 1 kg und 4 Becher vom Schafkäse angefallen. Ich finde, das ist gar nicht so viel.

bei den Temperaturen muss auch Obst gekühlt werden

bei den Temperaturen muss auch Obst gekühlt werden

Auf dem Bild zu sehen (von links nach rechts) in der grünen Dose waren Medikamente, die nicht über 25° gelagert werden dürfen, im Plastiksack Gemüse, danach Oliven, 1 Banane, 1 Flasche Öl und 1 Flasche Essig.

Das Schlimmste für mich war, dass wir das Öl nur in einer Plastikflasche bekommen haben.

plastikfreie Ausrüstung

Wenn man mit dem Rucksack verreist, sich ausschließlich in der Natur aufhält und selbst mit Essen versorgt, ist es wichtig auch eine gute Ausrüstung mit zu haben.

Diesmal wollten wir auf Plastikgeschirr verzichten und haben daher Edelstahlteller verwendet, die leider neu angeschafft werden mussten. Alles andere war zum Glück bereits vorhanden (Thermoskanne, Häferl aus Edelstahl).

Thermoskann, 2 Teller und Häferl aus Edelstahl

Thermoskann, 2 Teller und Häferl aus Edelstahl

Körperpflege, Geschirr und Wäsche waschen

Herr Widerstand hat mit Hilfe von einem Schlauch, den er herumliegend gefunden hat, eine Dusche gebaut. Mehrmals am Tag konnten wir uns hier abkühlen, einfach herrlich! Das Wasser hatte zwar nur geschätzte 16°, aber bei Temperaturen von 35° aufwärts ist das einfach super.

Um nicht zu sehr in die Natur einzugreifen, habe ich die Haare mit Roggenmehl gewaschen, was überraschend gut geklappt hat.

Die Kleidung konnte ich mit Hilfe der Dusche unter fließendem Wasser waschen. Ein Luxus, den man zu Hause nicht hat. Nur bei sehr hartnäckigen Flecken haben wir ein wenig reine Olivenölseife verwendet, ansonsten hat es gereicht Staub und Schweiß mit klarem Wasser zu entfernen.

Auch das Geschirr wurde im Bach ohne Spülmittel gewaschen. Um Fettrückstände zu beseitigen, wurden die Teller mit Sand ausgeschwemmt. Das funktioniert wirklich sehr gut.

Es war uns sehr wichtig, keine Schadstoffe in den Fluss zu leiten. Wir haben uns daher sehr geärgert als wir beobachtet haben, dass sich 2 junge Frauen mit Duschgel und Haarshampon im Fluss gewaschen haben. Das ist nicht sehr umweltverträglich!

unsere selbst gebaute Dusche

unsere selbst gebaute Dusche

Fazit

Insgesamt war der Urlaub, trotzdem nicht alles vermeidbar war, nicht sehr müllintensiv. Dazu beigetragen konnten wir, indem wir die Dinge, die sich nicht vermeiden ließen, mehrfach verwendet haben.

Gute Vorbereitung ist wie immer sehr wichtig. Geholfen hat, dass wir 2012 bereits auf diese Art verreist waren. Die Erfahrungen konnte ich diesmal umsetzen und dadurch hat alles wirklich deutlich besser geklappt als beim ersten Urlaub.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Nachdem es um Müllvermeidung und Plastikreduktion geht, schicke ich den Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog „Zwischengeflecht“ durchgeführt.


Das könnte Dich auch interessieren:

Alle bisherigen Beiträge zum „plastic free july“

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

plastic free july 2015 – ich bin dabei! [Linkparty]

Das Thema Plastik bzw. die Vermeidung dieses umweltschädigenden Materials liegt mir – wie mittlerweile wirklich alle wissen – sehr am Herzen. Aus diesem Grund habe ich seitdem dieser Blog besteht bereits an mehreren Aktionen und Challenges teilgenommen.

* Plastikfasten * plastic free july 2014 * Stopp Wegwerfplastik *
* Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt. * zero waste challenge *

Dieser Blog ist gefüllt mit Beiträgen über meine plastik.freie Küche und wie ich es schaffe, meinen Müll zu reduzieren. Dazu gibt es auch einen Index Müll reduzieren über alle zu diesem Thema verfassten Beiträge.

Es ist für mich daher selbstverständlich, dass ich auch dieses Jahr wieder an der Challenge „plastic free july“ teilnehmen werde.

der plastikfreie Juli - wirst Du mitmachen?

der plastikfreie Juli – wirst Du mitmachen?

Challenge accepted – ich setze damit ein Zeichen

Ich habe mich daher auch dieses Jahr wieder bei der Challenge „plastic free july“ angemeldet. Auch wenn ich eigentlich das ganze Jahr über „plastic free“ lebe, so ist diese Anmeldung für mich vor allem ein Zeichen, das ich setzen möchte.

Dieses Jahr wird der Versuch, den ganzen Monat Juli das Einwegplastik auf 0 zu reduzieren, eine ganz besondere Herausforderung werden, da ich bis auf wenige Tag den gesamten Juli unterwegs sein werde.

Einen Teil der Zeit werde ich zwar in Österreich verbringen, aber die meiste Zeit in Griechenland. Das wird wirklich eine sehr große Herausforderung werden, worauf ich mich bereits jetzt vorbereiten werde und auch sehr freue.

Gemeinsam dem Ziel ein Stück weit näher kommen

Begleitet werden alle offiziell angemeldeten Teilnehmer der Challenge durch Motivationsmails von „plastic free july“, über Facebook kann man sich austauschen und es gibt eine Fülle von Tipps in einer sogenannten „Toolbox“ insbesondere auch zum „plastikfreien Leben“.

Zwischenberichte, wie es mir ergangen ist, wird es diesmal jedoch nicht geben, da ich die meiste Zeit kein Internet zur Verfügung haben werde. Aber einen Rückblick werde ich auf jeden Fall schreiben, dieser wird jedoch voraussichtlich erst Anfang September kommen.

Hast Du Lust Dich anzuschließen? Linkparty!

Nachdem ich dieses Jahr auf meinem Blog nicht so viel dazu posten kann, würde ich mich freuen, wenn sich ganz viele Teilnehmer über diese Linkparty hier vernetzen würden.

Lasst uns gemeinsam dem Wegwerfplastik den Kampf ansagen, mit der Teilnahme an der Challenge „plastic free july“ ein Zeichen setze und uns alle hier verlinken!

Bitte klicke auf den blauen Button mit dem Frosch, um alle verlinkten Beiträge zu sehen. Zusätzlich hast Du dann die Möglichkeit, Deine eigenen Beiträge zu verlinken.

mach mit - nimm die Herausforderung an!

mach mit – nimm die Herausforderung an!



Klick auf den Link um Dich zur Challenge „plastic free july“ anzumelden.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Nachdem es um Müllvermeidung und Plastikreduktion geht, schicke ich den Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben und hoffe, damit noch mehr Menschen zu erreichen, die mitmachen wollen. Derzeit wird die Linkparty vom Blog foolfashion durchgeführt.


Das könnte Dich auch interessieren:

Alle bisherigen Beiträge zum „plastic free july“ sind auch über Inlinkz verlinkt.

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Müll reduzieren beim Einkauf Teil 8.

einfach.organisiert.leben

Gestern Abend war die Auftaktveranstaltung zur zero waste challenge und ab heute geht es los. Daher habe ich mich am gestrigen Tag bereits gedanklich damit beschäftigt, was auf mich zu kommt.

Entdeckt habe ich dabei, dass es doch noch einmal etwas ganz anderes ist, „nur“ Plastik zu vermeiden oder überhaupt keinen Müll verursachen zu wollen. Es wird also spannend werden in den nächsten 7 Tagen!

Ohne gute Planung geht gar nix

Für die zero-waste-challenge wurde ich nach meinem besten Tipp zur Müllvermeidung gefragt.

Zerowaste funktioniert nur mit guter Organisation. Plane, was Du kochen bzw. essen möchtest, schreibe eine Einkaufsliste und rüste Dich für den Einkauf mit dem passenden Zerowaste-Equipment (Einkaufstasche, Gemüsenetz, Dose, Glas bzw. Flasche mit Deckel, Papiersack & Co) aus.

Das gilt natürlich auch für mich und daher habe ich gestern meine Essensplanung für die kommende Woche gemacht. Natürlich unter Berücksichtigung, was möglich ist nach meinem derzeitigen Wissensstand.

Ich habe keine Gerichte eingeplant, wo ich von vornherein weiß, dass ich die Zutaten nicht unverpackt kaufen kann.

Gut ausgerüstet zum Einkauf

Wenn man Lebensmittel ohne Verpackungsmüll einkaufen möchte, dann geht das nicht eben mal spontan, man muss das planen und vor allem die richtige Ausrüstung mitnehmen, damit man seine Einkäufe auch müllfrei verpackt sicher nach Hause bringen kann.

Basisausrüstung für den verpackungsfreien Einkauf

Basisausrüstung für den verpackungsfreien Einkauf

Auf diesem Bild siehst Du meine Basisausrüstung, die sehr häufig zum Einsatz kommt. Eine große Einkaufstasche ist natürlich Selbstverständlichkeit. Dünne Baumwolltaschen ergänzen diese, falls es doch ein bisschen mehr wird oder der Salat doch nicht in die dünnen Stoffsäckchen passt, die ich für den Einkauf von Obst und Gemüse selbst genäht habe.

Käse und Schinken lasse ich in Edelstahldosen einpacken und für Hülsenfrüchte, Samen, Trockenfrüchte und Tee nehme ich meist das Glas bereits mit, in dem ich danach die Lebensmittel aufbewahren werde.

Alternativ verwende ich leere Mehl-, Zuckersäcke oder andere Papiertüten um Getreide, Haferflocken & Co mit nach Hause zu nehmen.

Manchmal darf es auch ein bisschen mehr sein

Um Fleisch zu kaufen, habe ich eine etwas größere Dose aus Edelstahl und wenn ich Putzmittel einkaufe, nehme ich alte Flaschen mit.

Um Milch vom Automaten zu holen, muss ich natürlich meine Milchflaschen mitnehmen. Dazu verwende ich gebrauchte Tomatenflaschen und habe einen Klapperschutz genäht, damit sie nicht umfallen in der Tasche.

ab und zu brauche ich etwas mehr mit für den Einkauf

ab und zu brauche ich etwas mehr mit für den Einkauf

Nicht nur WIE, auch das WO ist wichtig

Es macht für mich wenig Sinn, sich immer wieder die Nase einzurennen und bei den großen Supermärkten den Versuch zu starten, verpackungsfrei einzukaufen um danach frustriert zu sein. Natürlich gibt es immer wieder auch im Supermarkt einzelne „Highlights“, nicht alles ist in Plastik verpackt aber doch das meiste.

Ich habe daher akzeptiert, dass ich hauptsächlich auf Bauernmärkten und in gewissen Geschäften einkaufe, wenn ich bei meinem Einkauf so wenig Müll wie möglich verursachen möchte.

Wie schon oben geschrieben, Planung ist alles. Wenn man im voraus plant, was man kochen möchte, kann man die Häufigkeit der Einkäufe deutlich reduzieren und es ist dadurch meist dann auch kein Problem, wenn nur 1-2 x pro Woche der Bauernmarkt stattfindet. Mit ein bisschen Organisation kann man sich viele Wege sparen.

Extratipp:

Wenn Du bei der Essensplanung auf Deine Termine achtest, kannst Du vor einem stressigen Tag vielleicht etwas mehr kochen, damit Du, wenn wenig Zeit ist, das Essen nur noch aufwärmen musst. Dadurch kannst Du spontane telefonische Essensbestellungen vermeiden, wenn Du unter zeitlichem Druck und hungrig bist.



Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.



Das könnte Dich auch interessieren:

zero waste challenge – mach mit! [Linkparty]

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Upcyclingprojekt: Einkaufstasche aus alten Jeans

Im letzten Jahr habe ich bereits einige Einkaufstaschen genäht. Bevorzugtes Material sind natürlich alte Jeans, Bilder sind hier oder hier zu sehen.

Vor kurzem hat mir meine Freundin etwas in ihrer Einkaufstasche vorbei gebracht. Diese war jedoch so kaputt, dass nicht einmal mehr eine Reparatur möglich gewesen wäre. Daher habe ich mir etwas Besonderes als Geschenk einfallen lassen.

Einkaufstasche A1

Wie man auf dem linken Bild sehen kann, wurde die Tasche wirklich zu Tode getragen. Scheinbar hat sie eine sehr perfekte Größe und daher habe ich versucht, die neue Tasche so gut wie möglich an die alte Tasche angelehnt zu nähen.

Einkaufstasche A2

Basismaterial ist eine alte Jeans in relativ großer Größe. Die Beine wurden abgeschnitten und der Schritt entsprechend angepasst.

Einkaufstasche A5

Damit die Einkäufe gut in der Tasche stehen können, habe ich aus einem Teil vom Hosenbein einen breiten Boden genäht.

Einkaufstasche A4

Ich habe besonders liebevoll auf die Details geachtet. Als Verschluss dient der abgeschnittene Bund einer anderen Jeanshose (Bild oben rechts) und ein Teil vom Hosenbein wurde als Innentasche verarbeitet (Bild unten links), welche mit einem Knopf verschlossen werden kann.

Besonders gut gefällt mir die Rückseite mit den bestickten Hosentaschen (Bild unten rechts). Sehr praktisch ist der Anhänger mit der Einkaufswagenmünze (Bild oben links).

da geht echt viel hinein!

da geht echt viel hinein!

Die ursprünglichen Träger von der alten Tasche habe ich „restauriert“ und an die neue Tasche angenäht.

man kann sie auch sehr klein machen

man kann sie auch sehr klein machen

Die Einkaufstasche kann man auch ganz klein machen, indem man sie einfach zusammen rollt und mit den Trägern umwickelt. So passt sie auch in die Handtasche hinein und ist stets griffbereit, wenn man sie braucht.


Einkaufstasche A Collage


NixPlastixMit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty „Nix Plastik“ von 123-Nadelei teil.
Mit der Aktion Einkaufsbeutel aus Plastik? Nein Danke. möchte sie einen Beitrag leisten, um Plastiksäcke zu vermeiden


12 Taschen 12 Monate BannerAuch bei Schiller’s Platzli ist das Thema aktuell. Mit dem Beitrag NEIN zu PLASTIK – JA zu STOFF wurde die Aktion gestartet. Hier findet Ihr die Infos zur Linkparty und ich nehme mit diesem Beitrag im aktuellen Monat Mai teil.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Der Beitrag passt natürlich auch wunderbar zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty von gruenezwerge durchgeführt.


Weiteres verlinkt zu Create in Austria, Upcycling Dienstag, Creadienstag, alte Jeans – neues Leben, old Jeans new Bag, Happy Jeans, Taschen und Täschchen, kreative Adern und Scharly Klamotte


Das könnte Dich auch interessieren:

Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

plastic free july – ein Rückblick

Der Juli mit der Challenge „plastic free july“ ist nun vorbei, die Zeit ist total schnell vergangen und ich bin darüber eigentlich mehr froh, als ich vorher angenommen hatte.

Eigentlich versuche ich ja bereits seit Herbst letzten Jahres plastikfrei zu leben. Eigentlich – aber scheinbar sind es doch die paar kleinen winzigen Ausnahmen, die ich mir zugestehe, die mein Leben deutlich leichter machen und die Plastikfreiheit nicht so sehr als Verzicht sondern vielmehr als Bereicherung erscheinen lassen.

Aber alles der Reihe nach.

Der plastic free july in Zahlen

Think about it, why would you make something that you are going to use for a few minutes out of a material that’s basically going to last forever…What’s up with that?“ – Jeb Berrier

Quelle: plastic free july

Quelle: plastic free july

Dieses Jahr haben über 14.000 Menschen aus 69 Ländern mitgemacht. Als eine Minderheit kann man Menschen, die Plastik vermeiden wollen, also keinesfalls bezeichnen! Denn das ist nur die Spitze des Eisberges, jene Menschen, die sich aktiv dafür einsetzen und das dokumentieren wollen.

Die berühmte Dunkelziffer ist sicher noch viel höher, denn es haben sich sicher ganz viele Menschen still an der Challenge beteiligt, die sich selbst aus verschiedenen Gründen nicht registriert haben.

plastic_free_july

Rückblick auf den Juli

Während der Challenge habe ich natürlich noch viel strenger als sonst versucht, Plastik zu vermeiden. Teilweise mit Kreativität – so habe ich z.B. Kondensmilch im Glas verwendet, wenn ich kein plastikfreies Schlagobers zum Kochen gefunden habe. Andererseits habe ich schon auf einiges verzichtet wie z.B. Hühner- und Putenfleisch, Speiseeis und Mozarella.

Das ist jetzt nicht wahnsinnig viel, aber ich gestehe ganz offen, Mozarella und Speiseeis gehören für mich zum Sommer, sonst ist das keiner. Und das ist mir echt total schwer gefallen, so hart zu mir selbst zu sein.

Eigentlich wollte ich ja gerade zu Mozarella sinnvolle Alternativen suchen, aber das ist sich zeitlich einfach nicht ausgegangen. Und außerdem wäre diese mögliche Alternative mindestens 10 – 15 km weit weg und das ist dadurch für mich dann keine wirklich sinnvolle Alternative mehr.

Natürlich habe ich mich durch diese Challenge auch wieder ein Stück weit selbst besser kennen gelernt. Für mich gehört einfach dazu, im Sommer mein Lieblingseis im Tiefkühlschrank zu haben und an heißen Tagen abends Tomaten mit Mozarella, Basilikumblättern und Balsamico-Essig + Olivenöl zu essen.

Gelernt habe ich also, dass ich nicht zu streng mit mir sein darf, weil sonst der Spaß verloren geht. Und so groß ist der Unterschied beim Müll dann gar nicht, wenn ich ein bisschen nachgiebiger bin.

Der Plastikmüll für 2 Personen im Juli

die gesamten Plastikabfälle im Lebensmittelbereich

die gesamten Plastikabfälle im Lebensmittelbereich

Im Lebensmittelbereich sind folgende Abfälle angefallen: 1 Plastikkappe vom der Flasche Essigessenz, 1 Plastikumhüllung einer Essigflasche, 1 Packung Sojamilch für meinen Sohn (Besuch) und 2 Folien für Germ (Hefe).

Wobei ich bei der Hefe noch immer nicht sicher bin ob überhaupt Plastik dabei ist, der Hauptteil ist Aluminium, wie man an der umgebogenen Ecke sehen kann. Aber der bunte Aufdruck ist so dick, dass ich annehme, dass hier ein beträchtlicher Anteil an Plastik dabei ist.

Also viel ist das nicht finde ich! Darauf bin ich echt stolz!

die gesamten Plastikabfälle im nonfood-Bereich

die gesamten Plastikabfälle im nonfood-Bereich

Im Nonfood-Bereich sieht die Sache wesentlich problematischer aus.
1 Verpackung für WC-Papier, 1 Verpackung der Aleppo-Seife, 1 Verschluss für Zahnpaste, 1 Rasierklingenkopf, 31 x Zahnseide und dann noch der Verschluss eines Tablettenglases sowie mehrere Blisterpackungen von Tabletten. Was am Bild fehlt sind einige Plastikverpackungen von Tampons, die habe ich nicht gesammelt.

Insgesamt darf ich jedoch sehr zufrieden sein, das ist der gesamte Plastikmüll für 2 Personen + mehrmaligen Besuch von meinem Sohn, den ich während des gesamten letzten Monats verursacht habe.

Laut diesem Bericht der Stadt Wien fällt in Österreich pro Jahr durchschnittlich 146 kg Verpackungsmüll pro Person an. Davon sind wir mittlerweile wirklich sehr weit entfernt.

Was ich anders gemacht habe und bleiben darf

Die Olivenölseife bleibt auf jeden Fall im Badezimmer um mich damit zu duschen, auch bei der Haarpflege möchte ich dran bleiben. Für mich fühlt sich das gut an und ich fühle mich wohl dabei. Auf Körpermilch kann man völlig verzichten, weil die Olivenölseife so gut rückfettet.

Für die Hautpflege habe ich das Sanddornöl als Ersatz für diverse Cremen getestet und werde bei Öl als Ersatz bleiben. Der Beitrag von Franka zum Aprikosenkernöl hat mich zusätzlich inspiriert.

Der Anteil von selbst Gemachtem war wie immer sehr hoch, es gab Joghurt, Pudding, schnelles Frühstücksgebäck, Germstriezel (Hefezopf), selbst gebackenes Brot und natürlich viele verschiedene Kuchen mit selbst.gemachtem Backpulver.

Gefunden habe ich zusätzliche Schokoladealternativen, die nicht nur in Bio- und fair-trade Qualität produziert sondern auch ohne Verpackung aus Aluminium aber dafür mit Bioplastik umhüllt verkauft werden.

Ausblick auf die Zukunft

Obwohl heute bereits der 2. August ist habe ich noch kein Eis gekauft und es lagern auch noch keine Berge von Mozarella im Kühlschrank. Es ist bereits das „Dürfen“ was für mich eine spürbare Erleichterung bedeutet.

Ich werde wie bereits seit Ende letzten Jahres auch weiterhin plastikreduziert leben und versuchen, möglichst plastikfrei einzukaufen. Neben dem Nutzen der möglichen plastikfreien Einkaufsquellen werde ich zusätzlich kreative Alternativen einbauen, mit deren Hilfe ich Problembereiche umgehen kann.

Ein paar Kompromisse wird es künftig sicher geben und es wird wahrscheinlich die eine oder andere Plastikverpackung anfallen. Insgesamt habe ich aber mittlerweile so viele gute Einkaufsquellen gefunden, dass ich ohne großen organisatorischen Aufwand gut 95% des ursprünglichen Plastikmülls vor Herbst 2013 in unserem Haushalt vermeiden kann.

Ich bin damit zufrieden.


Zwischenberichte von Bloggerfreunden:

Das Entscheidende ist die Routine! Wenn ich mit der richtigen Vorbereitung bei den richtigen Quellen kaufe, hab ich kaum ein Problem.
Wenn ich also Plastik reduzieren will, kann ich nicht so weitermachen wie bisher und bloß ein paar andere Produkte kaufen, nein, ich muss meine Art einzukaufen grundlegend ändern. Ohne das geht es nicht.

Abenteuer plastikfrei: plastic free july – Dilemma Bag
foolfashion: p-free-j: Einkäufe V und Rückblick
grüne Zwerge: plastic free july IV
kreativ leben: „plastic-free“ im August

Ich verlinke hier gerne Eure Blogbeiträge/Zwischenbereichte zum „plastic free july“, bitte meldet Euch in den Kommentaren, dann nehme Eure Beiträge in die Liste auf.


Das könnte Dich auch interessieren:

plastic free july – challenge accepted
Plastik – weniger ist Meer
Videotipp am Montag – Leben ohne Plastik – geht das?
it’s a plastic world – der Film
grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr
plastic free july – Zwischenbericht #1
plastic free july – Zwischenbericht #2
plastic free july – Zwischenbericht #3
plastic free july – Zwischenbericht #4
plastic free july – Zwischenbericht #5

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

plastic free july – Zwischenbericht #5

Die vierte Woche mit der Challenge „plastic free july“ ist vorbei und in dieser Woche bin ich mal so richtig reingefallen.

Von diesem Reinfall abgesehen wäre es eine 0-Plastik Woche geworden. Das ärgert mich insofern besonders, weil es in dieser Woche wirklich sehr viel Disziplin und auch Verzicht erfordert hat, dass kein weiterer Plastikmüll angefallen ist.

plastic_free_july

Rückblick auf die vierte Woche

In dieser Woche ist eine Plastikverpackung für ein Seifenstück angefallen.

Wie schon in der Vorwoche berichtet, verwende ich reine Olivenölseife für Körper und Haare. Angeregt durch den Beitrag mit dem anregenden Titel „Die Allzweckwaffe Alepposeife“ wollte ich alternativ diese Alepposeife testen und habe sie im Versandhandel bestellt.

das plastikfreie Produktbild

das plastikfreie Produktbild

Auf dem Produktbild sieht es für mich so aus, als wäre diese Seife nur in eine Papierbanderole eingewickelt und daher habe ich mich entschlossen, die Seife zu bestellen.

das Original - leider zusätzlich mit Plastik verpackt

das Original – leider zusätzlich mit Plastik verpackt

Erhalten habe ich leider eine Seife, die rundherum in Plastik verpackt wurde. Irgendwie komme ich mich gefoppt vor. Die Erkenntnis für mich war, dass ich nicht mehr im Versandhandel bestellen werde. Ich habe inzwischen ein Geschäft gefunden, wo ich die Seife direkt und ohne Plastikverpackung kaufen kann.

Meine Lebensmitteleinkäufe waren wie schon in der Vorwoche alle plastikfrei. Ich habe wieder eine grüne Kiste bestellt, dazu gab es einiges an Obst und Gemüse aus dem Garten und beim Fleischer wurde alles in die mitgebrachten Dosen verpackt.

Kompromisse und Kreativität

Beim Kochen habe ich teilweise Kompromisse gemacht, weil ich keine greifbare Quelle für Schlagobers ohne Plastikverpackung hatte. Daher habe ich Kondensmilch in der Glasflasche als Ersatz verwendet.

Überhaupt war ich beim Kochen ein bisschen kreativer und habe verwendet was da ist und Alternativen gesucht, wenn ich Produkte nur in Plastik verpackt bekommen hätte.

So gibt es derzeit weder Hühnerfleisch noch Putenfleisch, weil ich dazu noch immer keine plastikfreien Alternativen gefunden habe. Der Biobauer in der Umgebung verkauft sowohl Huhn als auch Pute vakuumverpackt in Plastik. Ich möchte noch einmal bei ihm intervenieren, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, das Fleisch direkt und unverpackt abzuholen.

Wobei wir so wenig Fleisch essen, dass ich damit recht gut leben kann. Ich koche derzeit maximal 1 x pro Woche mit Fleisch. Rindfleisch und Schweinefleisch kann ich unverpackt beim Fleischer kaufen, das ist für mich genug Angebot.

Der Juli ist fast vorbei

Ich war strenger zu mir selbst, weil ich diese Challenge angenommen habe, daher bin ich recht froh, dass die Tage des Juli gezählt sind. Es ist nicht viel, was ich vermisse, aber doch ein paar Kleinigkeiten.

Ein ausführliches Fazit wird es Ende der Woche geben.

Videotipp:

Die mittlerweile recht alte Dokumentation „Leben ohne Plastik“ zeigt Familie Krautwaschl beim Wocheneinkauf und gleichzeitig wird ein kleiner Einblick in das Leben der 5-köpfigen Familie gegeben.




Zwischenberichte von Bloggerfreunden:

Ich bin “Plastik-aufmerksam” geworden und habe angefangen, Dinge umzusetzen. Zwar etwas sehr langsam, aber hoffentlich kontinuierlich.

Abenteuer plastikfrei: plastic free july
foolfashion: p-free-j: Einkäufe IV
grüne Zwerge: plastic free july
kreativ leben: mein „plastic free july“

Ich verlinke hier gerne Eure Blogbeiträge/Zwischenbereichte zum „plastic free july“, bitte meldet Euch in den Kommentaren, dann nehme Eure Beiträge in die Liste auf.


Das könnte Dich auch interessieren:

plastic free july – challenge accepted
Plastik – weniger ist Meer
Videotipp am Montag – Leben ohne Plastik – geht das?
it’s a plastic world – der Film
grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr
plastic free july – Zwischenbericht #1
plastic free july – Zwischenbericht #2
plastic free july – Zwischenbericht #3
plastic free july – Zwischenbericht #4

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr

In den letzten Wochen mit der Challenge „plastic free july“ habe ich sehr viel darüber nachgedacht, ob ich wirklich in der Lage bin, Plastikmüll zu vermeiden.

plastic_free_july

Ist es mit einem plastikfreien Einkauf tatsächlich getan?
Fällt durch mich tatsächlich kein Plastikmüll an?

Und siehe da, ich bin auf einen Sumpf gestoßen, über den bisher – zumindest nach meinem Wissenstand – noch niemand geschrieben hat. Plötzlich wurde ein riesengroßen Berg „graues Plastik“ für mich sichtbar und je näher ich hingesehen habe, desto mehr „graue Plastikabfälle“ habe ich gesehen.

Also eigentlich gibt es den Begriff „graues Plastik“ bzw. „grauer Plastikmüll“ so nicht für das, was ich meine. Zumindest habe ich in den Weiten des Internets nichts dazu gefunden. Mir ist das Thema jedoch unglaublich wichtig und deshalb möchte ich heute darüber schreiben und meine Gedanken dazu festhalten.

Graues Plastik – eine kurze Begriffserklärung

Ich verstehe unter „grauem Plastik“ bzw. „grauem Plastikabfall“ jene Plastikabfälle, die im Zuge der Produktion von Gütern bzw. deren Weg bis zum Käufer anfallen, die der Konsument jedoch meist gar nicht zu sehen bekommt.

* „Graue Plastikabfälle“ entstehen, wenn „Zutaten“ verwendet werden, die in Plastik verpackt sind.
* Es kann aber auch sein, dass Waren mit Plastik gegen Lagerschäden geschützt werden.
* Weiters entsteht Plastikmüll, wenn Waren beim Transport durch Plastik gegen Transportschäden gesichert ist.
* Aber auch in den Geschäften wird Ware bei der Zwischenlagerung oftmals mit Hilfe von Plastik gegen das Austrocknen geschützt.

Diesen ganzen Plastikmüllberg sieht der Käufer gar nicht, weil die Ware einzeln und ohne die bis dahin verwendeten Schutzverpackungen angeboten wird.

Warum habe ich den Begriff „graues Plastik“ gewählt?

Es gibt den Begriff des „grauen Fußabdruck“. Dein ökologischer Fußabdruck enthält neben dem individuellen Teil auch einen so genannten „grauen Fußabdruck“, dieser gibt den Flächenverbrauch durch Infrastruktur und andere Leistungen, die nicht für einen Einzelnen sondern für alle zur Verfügung gestellt werden (z.B. Straßen, Spitäler, Schulen), an. Dieser graue Fußabdruck wird anteilig allen Menschen im Land angerechnet. In Österreich sind dies derzeit ca. 1,8 gha/BewohnerIn.

Auch beim Thema „virtuelles Wasser“ taucht der Begriff „grau“ auf und daher habe ich mich entschieden, das Wort „grau“ zu verwenden.

„graues Plastik“ ist überall zu finden

Bei der Herstellung von Waren sind einzelne Bestandteile in Plastik verpackt. Das beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel. Beinahe alles, was hergestellt wird, enthält Bestandteile, die in Plastik verpackt wurden. Durch die Herstellung wird diese Verpackung zu Müll.

Bei der Lagerung von Waren wird sehr häufig Plastik verwendet, um die Waren vor Staub oder vor Austrocknung oder vor Ungeziefer zu schützen. Vor allem Kleidung wird in Plastik verpackt, um gegen Verschmutzung geschützt zu sein.

Um Waren schneller und effizienter vom Großhandel zum Zwischenhändler bzw. Einzelhändler zu verteilen, werden die Waren in Verpackungseinheiten zusammen gefasst. Häufig wird dazu Plastikverpackung verwendet.

Der Transport von Waren bedarf besonderer Vorsicht, dass es zu keinen Transportschäden kommt, daher werden viele Waren durch Verpackungsmaterial geschützt. Dieses Verpackungsmaterial besteht hauptsächlich aus Plastik.

Luftpolsterfolie wird zur Transportsicherung verwendet

Luftpolsterfolie wird zur Transportsicherung verwendet

Aus logistischen Gründen wird vom Einzelhandel bestellte Ware auf Paletten gepackt und mit Hilfe einer großen Menge Plastikfolie zu einem großen Paket verpackt.

Unsichtbar für den Konsumenten

Dieser ganze Berg an Verpackungsmüll ist für den Käufer unsichtbar. Wenn ich aus dem Regal einen Karton mit Nuden entnehme bin ich der Meinung, dass ich keinen Plastikmüll verursache. Das stimmt aber so nicht.

Der Karton mit den Nudeln stand auf einer Palette und war mit einigen Lagen Plastikfolie gesichert. Die Nudelkartons waren mit Hilfe von Plastikfolie in größeren Verpackungseinheiten zusammen gefasst.

ein kurzer Blick in ein Warenlager

ein kurzer Blick in ein Warenlager

Der Schinken vom Fleischer, den ich lose in meine mitgebrachte Dose geschnitten bekomme, war vorher in eine Plastikfolie eingeschweißt, weil dadurch die Haltbarkeit erhöht wurde.

Der Käse vom Bauernmarkt, den ich in meiner mitgebrachten Dose kaufe, wurde zwischen den Markttagen mit Plastikfolie abgedeckt, damit der Anschnitt nicht austrocknet.

Das Glas mit Maiskörnern, das ich im Supermarkt kaufe, war mit 11 anderen Gläsern auf einem halbhohen Karton mit Plastikumverpackung. Das Geschäft kauft keine einzelnen Gläser mit Mais sondern Verpackungseinheiten zu je 12 Stück, aneinander geschweißt mit Plastikfolie.

kleine Maisdosen gemeinsam in Plastik verpackt

kleine Maisdosen gemeinsam in Plastik verpackt

Die Kleidungsstücke, die vom Verteilerlager kommen, sind in großem Plastiksäcken vor Verschmutzung beim Transport geschützt.

Auch Firmen, die mit Plastikfreiheit des Produktes werben, verwenden teilweise Plastik, das nach dem ersten Gebrauch weggeworfen wird, um Produkte darin herzustellen und damit verpackt zu versenden.

In dem Seminarhotel, wo ich mich vor kurzem aufgehalten habe, fand ich im Keller große in Plastikplanen verhüllte Wägen. Auf denen befand sich das Bettzeug und die Handtücher, die von der Wäscherei geliefert wurden.

In manche Speiselokalen werde kaum noch Salate selbst gemacht, diese werden statt dessen fix und fertig in großen Plastikbehältern geliefert.

Manche Bäckereien aber auch Supermärkte und Tankstellen bekommen die Teiglinge eingefroren in großen Plastiksäcken geliefert. Selbst wenn ich die fertig gebackenen Weckerln ohne Plastik kaufen kann, ist bereits eine große Menge an Plastikmüll angefallen.

Die Liste lässt sich endlos fortsetzen, ich bin sicher, Du hast genug Phantasie um Dir vorzustellen, wo sich noch mehr „graues Plastik“ verbirgt.

Lösungsansätze

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob es nicht doch Möglichkeiten gibt, diesem „grauen Plastikmüll“ zu entkommen. Hier ein paar Ideen, wie man „graues Plastik“ vermeiden kann.

* Kaufe möglichst unverarbeitete Lebensmittel, dann hast Du selbst Einfluss darauf, was für die Herstellung verwendet wird.
* Obst und Gemüse vom Bauern bzw. am Bauernmarkt hat den niedrigsten Verpackungsanteil, weil der Hersteller gleichzeitig der Verkäufer ist.
* Alles, was regional hergestellt wird, benötigt keine langen Transportwege (Stichwort „Fabrikverkauf“).
* Kaufe so viel wie möglich gebraucht, weil bei gebrauchten Waren der gesamte Herstellungsprozess wegfällt.
* Repariere kaputte Waren bzw. lasse defekte Geräte reparieren. Nutze die Möglichkeit der Repair Cafés.
* Wenn Du die gebrauchte Waren direkt beim bisherigen Besitzer kaufst, dann fällt kein Verpackungsmüll für Transport und Lagerung an.
* Gebrauchte Kleidung kannst Du auf Tauschmärkten oder in Kostnixläden erwerben.
* Vermeide Versandhäuser, durch die große Logistikleistung entsteht sehr viel Plastikmüll. Auch für die Verpackung Deiner Waren wird noch immer häufig Plastikfolie („Luftpolsterfolie“) verwendet.

Diese Liste ist noch lange nicht vollständig und ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam in den Kommentaren noch weitere Möglichkeiten sammeln könnten.


Das könnte Dich auch interessieren:

plastic free july – challenge accepted
Plastik – weniger ist Meer
Videotipp am Montag – Leben ohne Plastik – geht das?
it’s a plastic world – der Film
plastic free july – Zwischenbericht #1
plastic free july – Zwischenbericht #2
plastic free july – Zwischenbericht #3
plastic free july – Zwischenbericht #4

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

plastic free july – Zwischenbericht #4

Die dritte Woche mit der Challenge „plastic free july“ ist vorbei und leider war es eine ganz und gar stressige Zeit.

Also nicht wegen „plastikfrei“ war es stressig, sondern mein Leben verlief einfach nicht ganz gerade. Ich war mehr oder weniger die ganze Woche ständig unterwegs und konnte mich gar nicht so sehr auf die Erweiterung meiner Plastikfreiheit einlassen, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte.

Nicht dass ich mit dem Ergebnis unzufrieden bin, denn es ist so gut wie gar kein Plastikmüll angefallen, aber ich wollte ja eigentlich ein paar Dinge zusätzlich machen und dazu bin ich wirklich nicht gekommen.

plastic_free_july

Rückblick auf die dritte Woche

Nachdem ich mit der Haarseife auf Dauer doch nicht so gut zurecht gekommen bin wie ursprünglich angenommen und nach einiger Zeit meine Kopfhaut zu jucken begonnen hat, habe ich mir überlegt ob es besser wäre, tatsächlich nach jeder Kopfwäsche eine Essigspülung zu machen. Im Internet habe ich immer wieder von einer „sauren Rinse“ gelesen wenn man Seife zum Waschen der Haare verwendet.

Also bin ich ins Geschäft und habe festgestellt, dass sich die Essiglandschaft ganz schön verändert hat. Billigen Essig bekommt man wirklich nur noch in Plastikflaschen.

Meine Lösung war daher, eine Flasche Essigessenz zu kaufen. Die Essigessenz ist hoch konzentriert, von daher fällt schon einmal weniger Verpackung an und sie wird in einer Glasflasche verkauft. Lediglich der Verschluss ist aus Plastik.

Essigessenz in der Glasflasche

Essigessenz in der Glasflasche

Das war dann aber auch der einzige Kompromiss, den ich in dieser Woche schließen musste.

Meine Lebensmitteleinkäufe waren alle plastikfrei. Ich habe wieder eine grüne Kiste bestellt, dazu gab es einiges an Obst und Gemüse aus dem Garten und beim Fleischer wurde alles in die mitgebrachten Dosen verpackt.

Lediglich mein Partner hat zusätzlichen Plastikmüll verursacht – eine Packung Kaffee und der Plastikdeckel einer Dose Erdnüsse gehen auf sein Konto. Aber das ist seine Entscheidung und ich nehme es daher nicht auf meine Kappe.

Die Umstellung der Umstellung

Nachdem – siehe oben – das mit der Haarseife doch nicht so optimal gelaufen ist, habe ich statt dessen in dieser Woche die Olivenölseife auch für die Haare verwendet.

Eierbecher zweckentfremdet - die perfekte Seifenschale

Eierbecher zweckentfremdet – die perfekte Seifenschale

Ich bin bis jetzt sehr zufrieden damit, meine Haare mit reiner Olivenölseife zu waschen. Getestet habe ich die Haarwäsche mit reiner Olivenölseife jeweils mit und ohne saurer Rinse. Für mich fühlen sich die Haare und die Kopfhaut angenehmer an, wenn ich nach dem Waschen zusätzlich eine Essigspülung mache.

Bei der Haarseife hat das allerdings keinen Unterschied gemacht, die Kopfhaut hat trotz der Essigspülung weiter gejuckt, sodass ich das feste Haarshampon leider nicht weiterverwenden kann.

Auf dem Foto siehst Du meine geniale Seifenschale. Es ist ein Eierbecher und das erste Mal liegt die Seife auch plastikfrei wirklich rundherum trocken. Das ist einfach perfekt und ich freue mich total über diese Lösung.

Problemfall gelöst

Im Winter habe ich festgestellt, dass es unmöglich ist Tiefkühlerbsen ohne Plastik zu kaufen. Ich habe also lange darüber nachgedacht, wie ich das Problem denn lösen könnte und bin dann irgendwann auf die perfekte Lösung gekommen.

Wir haben im Garten Erbsen angebaut, die sind jetzt gerade reif und ich habe sie ausgelöst und selbst eingefroren.

so sehen Erbsen  aus, wenn sie direkt vom Strauch kommen

so sehen Erbsen aus, wenn sie direkt vom Strauch kommen

Wie so oft hat sich wieder einmal mehr bewahrheitet, wenn man Plastik vermeiden möchte, dann muss man ganz schön viel planen.

Videotipp:

Diesmal ein Videotipp der anderen Art. Der Film wurde von bzw. für die Verpackungsindustrie gedreht.

Ein Leben ohne Verpackung – einkaufen im Supermarkt.

Wie man sieht kann man wirklich sehr einfach alles schlecht machen…



Zwischenberichte von Bloggerfreunden:

…das Leben tobte vor sich hin und oft gab es andere Dinge, die in diesem Moment wichtiger waren, als der Plastikverzicht. Wenn alles ganz ruhig vor sich hinläuft und die Routine stimmt, dann funktioniert das Leben ohne Plastik ziemlich gut, aber sobald etwas Besonderes passiert, ansteht oder angeschafft werden muss, wird es schwierig.

Abenteuer plastikfrei: plastic free july
foolfashion: p-free-j: Einkäufe III
grüne Zwerge: plastic free july III
kreativ leben: mehr als nur „ohne“ Plastik

Ich verlinke hier gerne Eure Blogbeiträge/Zwischenbereichte zum „plastic free july“, bitte meldet Euch in den Kommentaren, dann nehme Eure Beiträge in die Liste auf.


Das könnte Dich auch interessieren:

plastic free july – challenge accepted
Plastik – weniger ist Meer
Videotipp am Montag – Leben ohne Plastik – geht das?
plastic free july – Zwischenbericht #1
plastic free july – Zwischenbericht #2
plastic free july – Zwischenbericht #3

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

plastic free july – Zwischenbericht #3

Die zweite Woche mit der Challenge „plastic free july“ ist vorbei und das bedeutet gleichzeitig Halbzeit.

Meine vorausschauende Planung hat sich voll bezahlt gemacht, es ist in der letzten Woche so gut wie kein Plastikmüll angefallen.

plastic_free_july

Rückblick auf die zweite Woche

Essig:
Die Essigflasche ist aus Glas, aber die Verschlusskappe ist mit einer Plastikhülle geschützt. Außerdem ist der Ausguss der Flasche aus Plastik. Nachdem es sich jedoch um meinen Lieblingsessig handelt nehme ich das einfach mal in Kauf.

Wein:
Auch beim Wein ist der Verschluss mit einer Plastikhülle geschützt. Die Flasche haben wir jedoch geschenkt bekommen und ich nehme sie daher nicht auf meine Kappe und erwähne das nur der Vollständigkeit halber.

Germ (Hefe):
Frische Germ wird entweder in Plastik beschichtetem Papier oder in Alufolie, die jedoch auch eine minimale Plastikbeschichtung aufweist, verpackt. Eine Alternative dazu habe ich nicht gefunden.

Da ich Frühstücksgebäck und Striezel (Hefezopf) gebacken habe, bin ich nicht darum herum gekommen.

Ich sehe auch für die Zukunft keine wirklichen Alternativen zur Germ, wenn ich für uns Striezel mache. Brot backe ich jedoch in letzter Zeit immer häufiger mit Sauerteig, in dem Fall wird keine Hefe benötigt und daher stellt der Sauerteig eine wirkliche Alternative zur Germ dar.

WC-Papier:
Nach wie vor habe ich kein WC-Papier ohne Plastikverpackung gefunden und daher ist ein Beutel angefallen. Mein Projekt „Stoff fürs kleine Geschäft“ auszuprobieren wurde aufgrund von Stress und meiner Menstruation auf nächste Woche verschoben.

Monatlicher Problembereich

Ich habe zwar vor einiger Zeit bereits eine Menstruationstasse aus Silikon für mich gekauft, aber ich gebe zu, dass ich nicht so gut damit zurecht komme. Nachdem meine Menstruation sehr stark ist, muss ich auch den Cup in etwa alle 2 Stunden ausleeren.

In meinen eigenen vier Wänden klappt das ganz gut, aber wenn ich unterwegs bin komme ich damit einfach nicht zurecht. In einem öffentlichen WC fühle ich mich nicht wohl und wenn ich mit Blut verschmierten Händen aus dem WC komme, dann geht das gar nicht.

Daher habe ich auch weiterhin Tampons in Verwendung.

Erfolgreiche Produktumstellungen:

Ich wollte das Projekt auch dazu nutzen, um einige bis jetzt ignorierte Bereiche auf plastikfrei umzustellen. Begonnen habe ich mit dem Bad und verwende nun Olivenölseife statt Duschgel und eine Haarseife statt dem Haarshampon. Die erste Woche ist sehr zufriedenstellend verlaufen, mein Körper fühlt sich auch mit den neuen Produkten sehr wohl.

Steffi hat zu diesem Thema den sehr lesenswerten Beitrag „Die Allzweckwaffe Alepposeife“ veröffentlicht.

Meine Nachtcreme habe ich aufgebraucht und werde daher ab nächster Woche meine geplante Alternative testen und darüber berichten. Erste Versuche mit natürlichem Sanddornöl waren sehr erfolgversprechend.

Jause unterwegs:

Abschließend möchte ich noch eine kleine Erfolgsgeschichte vom letzten Mittwoch berichten. Ich war auf dem Heimweg, einer 3 stündigen Autofahrt, und habe Hunger bekommen, der keinen Aufschub geduldet hat. Nach scheinbar endloser Weiterfahrt seit dem Entschluss habe ich endlich ein winziges Geschäft gefunden und bin hinein gegangen.

Als ich mich an der Wursttheke angestellt habe, ist mir natürlich gleich mein Plastikproblem einfallen. Wurst und Schinken lagen da in Plastik verpackt, das Einwickelpapier ist mit Plastik beschichtet. Mir ist es siedend heiß aufgestiegen und in meinem Hirn hat gehämmert „Was mach ich jetzt bloß, was mach ich jetzt bloß???“

Der Kampf „Hunger gegen Plastik“ hat doch wirklich nichts Gutes an sich, oder?

Da fiel mein Blick auf den Brotbereich, wo Brot und Gebäck offen herumlag, unter anderem auch einige Käsestangerln. Voller Begeisterung habe ich gesehen, dass das Brot in Papiersackerln verpackt wird und mich daher sofort zum Brot begeben. Als ich das Käsestangerl bestellt habe, bat ich darum, dass es mir nur auf einer dünnen Papierserviette übergeben wird, da ich es sowieso sofort essen will. Auch das war gar kein Problem und ich habe mich total gefreut, dass ich mit kurzem Überlegen doch eine gute plastikfreie Lösung gefunden habe.

Dieses Käsestangerl hat ganz besonders gut geschmeckt!

Videotipp:

Mikroplastik – ein Problem mit nicht absehbaren Folgen.



Zwischenberichte von Bloggerfreunden:

Ich merke, dass mir die Vernetzung mit den anderen Bloggerinnen sehr viel Freude macht, mich total inspiriert und die Ideen und Tips nur so hin und her fliegen.

Abenteuer plastikfrei: Tag 12: erfolgreicher Einkauf und überflüssiger Konsum
epistulae morales: plastikfreier Juli
foolfashion: p-free-j: Einkäufe II
grüne Zwerge: plastic free Halbzeit
kreativ leben: Plastik – Verpack – Wahn
weniger Abfall: Mikroplastik

Ich verlinke hier gerne Eure Blogbeiträge/Zwischenbereichte zum „plastic free july“, bitte meldet Euch in den Kommentaren, dann nehme Eure Beiträge in die Liste auf.


Das könnte Dich auch interessieren:

plastic free july – challenge accepted
Plastik – weniger ist Meer
Videotipp am Montag – Leben ohne Plastik – geht das?
plastic free july – Zwischenbericht #1
plastic free july – Zwischenbericht #2

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.