Müll reduzieren beim Einkauf Teil 7.

Kürzlich wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das mit dem Brot mache. Das möchte ich heute in diesem Beitrag ausführlich beantworten.

Das kommt nicht in die Tüte

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal Brot gekauft habe. Das hat mehrere Gründe. Angefangen hat es damit, dass ich sämtliches Brot und Gebäck im Supermarkt verweigert habe. In diesen Aufbackstationen werden hauptsächlich minderwertige Teiglinge aus China verwendet. Außerdem wird das meiste danach in Plastik verpackt.

Der gute Bäcker ist selten geworden

Gute Bäcker sind selten geworden. Man muss schon ein bisschen suchen, dass man einen Bäcker findet, der das Brot wirklich selbst bäckt und vor allem auch keine Backmischungen verwendet.

Wenn Du beim Bäcker Brot kaufst, kannst Du eine Baumwolltasche, die Du ausschließlich für Brot verwendest, mitbringen und das Brot ohne weitere Verpackung in dieser Tasche mit nach Hause nehmen. So fällt gar kein Müll an.

reiche Auswahl an frisch gebackenem Brot

reiche Auswahl an frisch gebackenem Brot

foodsharing

Brot ist das wohl das Lebensmittel, das am häufigsten im Müll landet. Mir persönlich tut das unglaublich weh und ich versuche etwas dagegen zu tun.

Durch mein Engagement gegen Lebensmittelverschwendung kaufe ich kein Brot mehr, sondern hole es beim Bäcker ab, damit es nicht im Müll landet.

Ich habe das Glück, dass ich einmal pro Woche bei einem richtig guten Bäcker abholen darf. Einen Teil vom Brot kann ich auch für mich verwenden, der Rest wird über Fairteiler verschenkt.

das Brot soll nicht im Müll landen

das Brot soll nicht im Müll landen

selbst gemacht schmeckt am besten

Trotz allem schmeckt mir selbst gemachtes Brot am besten. Ich mische auch das Brotgewürz selbst und wenn es ganz schnell gehen soll, kann ich am Abend den Teig für das Frühstücksgebäck bereits vorbereiten.

Selbst Brot zu backen ist natürlich nicht für jeden eine Alternative, aber – wie bereits oben geschrieben – bei einem guten Bäcker kann man das Brot im eigenen Beutel verpackungsfrei mitnehmen.

selbst gebackene Weckerl mögen wir sehr gerne

selbst gebackene Weckerl mögen wir sehr gerne

Aufbewahrung von Brot

Die Aufbewahrung von Brot ist gar nicht so einfach, denn das Brot soll weder austrocknen noch zu schimmeln beginnen. Die im Handel verwendeten Plastiktüten sind dafür in Wahrheit nicht geeignet!

Ich habe mehrere Möglichkeiten getestet und bin mittlerweile sehr zufrieden mit meinen Brottöpfen.

Anfangs habe ich eine alte Suppenterrine verwendet, der Auslass für den Schöpfer hilft die Feuchtigkeit zu regulieren. Damit war ich auch sehr zufrieden, allerdings passen nur kleine Mengen hinein.

Wenn ich einmal etwas mehr Brot zu Hause habe, kommt auch heute noch der umfunktionierte Brottopf zum Einsatz.

Danach habe ich am Internetflohmarkt einen kleinen runden Brottopf aus Keramik entdeckt. Er ist innen und außen glasiert, der Deckel ist innen jedoch unglasiert. Dadurch kann der Deckel die anfänglich überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und gibt sie danach wieder ab.

umfunktionierte Terrine und Brottopf

umfunktionierte Terrine und Brottopf

Leider ist auch der runde Brottopf für Kastenbrot nicht geeignet, weil der Durchmesser einfach zu klein ist. Da ich mein Brot ja ganz oft selber backe, kann ich darauf Rücksicht nehmen.

Als ich jedoch im Kostnixladen einen großen Brottopf entdeckt habe, war die perfekte Lösung da. Auch dieser Brottopf ist aus Keramik, innen und außen glasiert und der Deckel ist innen ebenfalls unglasiert.

mein neuer Brottopf vom Kostnixladen

mein neuer Brottopf vom Kostnixladen

Eine gute Aufbewahrung von Brot ist sehr wichtig, denn dadurch hält es länger frisch und es landet viel weniger Brot im Müll.

Selbst wenn es alt wird, fängt es nicht zu schimmeln an sondern trocknet einfach aus. Trockenes Brot kann man immer noch zu Knödelbrot oder Semmelbröseln (Paniermehl) verarbeiten oder etwas anderes daraus kochen.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.



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57 Kommentare zu “Müll reduzieren beim Einkauf Teil 7.

  1. Ich habe Jahre lang das Brot und Weckerl selbst gebacken, weil damals das Angebot an Vollkornbrot nicht so befriedigend war. Aber irgendwann, als dann auch die Kinder aus dem Haus waren, hat sich der Aufwand für uns zwei nicht mehr gelohnt und inzwischen gab es auch gutes Vollkornbrot zu kaufen.
    Aber natürlich hast du recht, und mit der Zeit wird man schlauer. Dass die Teiglinge aus China kommen, konnte ja niemand ahnen. :-/
    Ich habe in letzter Zeit wieder selbst gebacken, und ja es schmeckt toll und es sind auch keinerlei Zusätze drin. Aber man muss den Teig halt am Vortag vorbereiten und insgesamt geht das dann nicht mal so auf die Schnelle, da muss man vorplanen wegen der Gehzeiten. Wenn man berufstätig ist, gar nicht so einfach. Dafür hab ich ein Rezept für ein No-Knead-Bread gefunden, da ist der Teig zumindest schnell zusammengerührt und muss nicht lange geknetet werden.
    Es ist halt jetzt eine Umstellung für mich und ich muss da erst wieder Routine entwickeln. 🙂

    LG Manuela

  2. Hallo Maria,
    vielen Dank für den ausführlichen Post. Heute Mittag habe ich auch ein Brot gebacken. Da für uns ein ganzes Brot zuviel ist, friere ich es portionsweise in Scheiben ein. Mein Baguetteteig ist Deinem Rezept sehr ähnlich ,schnell gebacken und lecker. Als Aufbewahrung des frischen Baguettes nehme ich einen Stoffbeutel. Der Baguetteteig für morgen steht auch schon im Kühlschrank.
    So kann ich es morgen noch schnell nach dem Einkaufen backen.
    Liebe Grüße Marina

    • Hallo Marina!

      Danke für Deine Ergänzungen zu meinem Beitrag.

      Wir mögen Baguettes auch sehr gerne. Ich habe mir seinerzeit sogar ein eigenes Baguette-Blech angeschafft.

      Lass Dir das Brot gut schmecken morgen!

      lg
      Maria

  3. Danke für deine Erfahrungen mit dem Brottopf! Ich backe unser Brot meistens ebenfalls in größeren Mengen selbst. Was wir nicht brauchen wird in Baumwollsäckchen eingefroren. Bislang hatte ich noch nie Probleme damit (meine Mutter warnte anfänglich vor Gefrierbrand, aber keine Spur davon.)

    Im Supermarkt kaufe ich nur höchst ungern Brot. Entweder es ist zu sauer oder es schmeckt aus anderen Gründen einfach nicht. 100%iges Vollkornbrot sucht man oft vergeblich.

    Deine Engagement als Lebensmittelretterin finde ich bemerkenswert!

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Vielen Dank für Deinen super tollen Tipp, das Brot in Baumwollsäckchen einzufrieren.

      Ich werde immer wieder gefragt, wie man das am besten ohne Plastik machen kann.

      Das meiste friere ich derzeit in Glas ein, aber für Brot geht das natürlich nicht.

      lg
      Maria

  4. Hallo Maria und Danela,
    das ist ein gute Idee, die Brote in Baumwollsäckchen einzufireren.
    Ich friere in Lock&Lock Dosen ein. Diese sind zwar noch aus Plastik. aber ich habe auch welche aus Glas. Wobei ich in diesen noch kein Brot eingefroren habe. Wenn ich wieder backe, werde ich mein Brot darin einfrieren.
    Liebe Grüße Marina

    • Hallo Marina!

      Ich habe auch so Glasdosen, aber bin da immer sehr zurückhaltend beim Einfrieren, weil ich sie dann im Alltag vermisse, da ich sie wirklich viel in Gebrauch habe

      Baumwollsäckchen wiederum habe ich wirklich SEHR viele!

      lg
      Maria

  5. wunderhübsche brottöpfe hast du!
    ich habe noch keinen für mich gefunden und hätte wahrscheinlich auch keinen platz dafür in meiner kleinen küche.
    ein freund gab mir allerdings den tipp, das brot im backrohr in einem baumwollsackerl oder geschirrhangerl aufzubewahren. das scheint mit feuchtigkeitsaustausch ähnlich zu funktionieren wie ein brottopf: brot wird eher hart als schimmlig und das auch nur sehr langsam. nur beim vorheizen muss man ein bissi aufpassen 🙂

    • Hallo Cornelia!

      Ich kenne auch einige, die das Brot mit Baumwollsackerl im Backrohr aufbewahren und damit sehr zufrieden sind.

      Selbst habe ich keinen Platz dafür, denn ich habe keine „Backrohrlade“ und im Backrohr sind die ganzen Gitte und Backbleche drin und daher kein Platz fürs Brot.

      Aber ich habe es im Kleinen in einem Urlaub ausprobiert und das war eine wirklich gute Möglichkeit.

      Meine Brottöpfe stehen in einem offenen Oberkästchen (wie im Bild zu sehen). Da stören sie nicht, für mich ist es eine gute Lösung.

      lg
      Maria

    • Hallo Meike!

      Ich habe mich vor 2 Jahren intensiver mit dem Thema Brotaufbewahrung auseinander gesetzt.

      Nachdem ich unbedingt vom Plastiksackerl weg wollte und keinen Brottopf hatte zu der Zeit, habe ich mich umgeschaut, was bei mir rumsteht und bin auf die Idee gekommen.

      Es war der perfekte Ausgangspunkt. Kleingebäck kann man darin wirklich super aufbewahren. Nur eben aufgrund der Größe kein Kastenbrot, das geht sich einfach nicht aus.

      lg
      Maria

      • Guten Morgen, Maria!
        Ich bin da im Moment noch sehr von den Plastikgefriertüten abhängig – die ich immerhin so lange benutze, bis sie Löcher haben. Unser Brotverbrauch ist recht gering, so dass ich einfriere und nur eine kleine Menge auftaue. Da müsste die Suppenterrine also schon reichen. Und ich finde es auch interessant, Baumwollsäckchen anstelle der Plastikbeutel zu verwenden. Da muss ich mich wohl mal an die Nähmaschiene setzen.
        Dein Blog ist eine echte Inspiration und gibt mir Denkanstöße in Richtungen, an die ich noch gar nicht gedacht hatte. Danke!
        Liebe Grüße,
        Meike

      • Hallo Meike!

        Danke für Dein liebes Kommentar, ich freue mich sehr darüber!

        Du hast sicher so einfache Baumwoll-Einkaufsbeutel. Zum Ausprobieren kannst Du sicher so einen verwenden.

        lg
        Maria

  6. Wir verwenden zur Aufbewahrung einen Baumwollsack, der in einer hölzernen Brotdose liegt. Auch bei uns wird das Brot hart ohne zu schimmeln. Man kann das harte Brot aber auch wieder auffrischen: anfeuchten und im Minibackofen kurz aufbacken. Es wird außen wieder knusprig und innen weich.

    Gefrierbrand hatten wir schon an unterschiedlichsten Lebensmitteln, auch bei Gebäck. Er tritt auf bei Lebensmitteln, die nicht luftdicht verpackt sind und/oder Temperaturschwankungen (häufiges Öffnen der Tür) ausgesetzt sind. Darum schauen wir, dass wir nicht zu viel einlagern und alles möglichst schnell verbrauchen. Das grausigste Erlebnis hatten wir vorigen Sommer mit noch original eingeschweißten Grillwürsteln.

    LG Manuela

    • Hallo Manuela!

      An die Sache mit den Temperaturschwankungen im TK-Schrank habe ich im Zusammenhang mit dem Gefrierbrand noch nicht gedacht. Danke für den Tipp!

      Der Tiefkühlschrank sollte aber sowieso nicht als langfristiges Lager verwendet werden sondern als Erweiterung vom Kühlschrank.

      Ist aber auch bei mir nicht immer so einfach, weil wir durch den Garten manchmal einige Überschüsse habe, die auch länger gelagert werden wollen.

      lg
      Maria

  7. Vielen Dank für den Tipp mit dem Brottopf, ich suche schon länger nach einer guten Aufbewahrungsmöglichkeit für unser Brot. Nun habe ich im Brockenhaus (Gebrauchtwarenladen der Caritas) genau so einen Topf gefunden, wie du ihn beschreibst. 15 Franken und er war mein. Merci 🙂

    • Hallo!

      Vielen herzlichen Dank für Deine Rückmeldung.

      Ich freue mich sehr, dass ich zur Lösung Deines Problems beigetragen habe!

      Vielleicht magst Du bei Gelegenheit berichten, wie Du damit zurecht gekommen bist und was es gegen früher für einen Unterschied macht?

      lg
      Maria

  8. Ich hätte eine Frage an alle, die selber Brot backen: verwendet ihr ein Garkörbchen?
    Früher hatte ich eine Silikon-Kastenform, die aber auch nicht ewig verwendbar ist (der Teig klebte immer mehr fest). Nun habe ich den Teig zum Gehen in einer Schüssel mit bemehltem Tuch und forme einen Laib. Welchen Vorteil hätte der Garkorb, außer dass das Brot dann die typische Form und das Muster bekommt? Hat das eine positive Auswirkung auf den Gehvorgang?

    LG Manuela

    • Hallo Manuela!

      Ich verwende sehr unterschiedliche Systeme, aber unter anderem auch ein Garkörbchen.

      Die meiste Zeit mache ich lieber Weckerln, weil wir eben einen Teil einfrieren und das so praktisch ist zum Entnehmen.

      Nach meinem Brotbackkurs habe ich einige Zeit ein Gärkörbchen verwendet und war sehr zufrieden damit. Das Brot hatte eine hübsche Form und ließ sich gut schneiden.

      Der große Unterschied zwischen „freiem Backen“ und „in einer Form backen“ ist die Konsistenz vom Teig.

      Wenn Du das Brot in einer Kastenform bäckst, kann der Teig weicher sein, da die Kastenform das Brot in der gewünschten Form hält. Das Brot selbst hat auch immer die selbe Größe.

      Wenn Du das Brot frei als Laib bäckst, muss der Teig etwas fester sein und trocknet auch etwas mehr aus, weil ja die Hitze rund herum dran kann.

      So und nun noch der Unterschied zu dem, wie Du es machst. Wenn Du den Teig in einer Schüssel gehen lässt und anschließend einen Laib formst, dann entweicht beim Kente ein Teil der bis dahin entstandenen Luft im Brot. Wahrscheinlich bäckst Du dann anschließend auch bald, weil der Laib sonst seine Form verliert.

      Wenn Du das Brot im Gärkörbchen gehen lässt, dann wird es vor dem Gehen bereits geformt und behält durch das Körbchen die Form. Anschließend wird es nur noch auf das Blech gestürzt und sofort gebacken. Die Luft vom Gehen bleibt drin und das Brot wird deutlich lockerer.

      Für mich ein ganz klares Plus für das Gärkörbchen bei frei gebackenen Brotlaiben!

      So viel in kurzer Länge, ich hoffe, ich konnte mich klar genug ausdrücken.

      lg
      Maria

  9. Hallo Maria!

    Danke für deine Erklärungen. Bei meinem Rezept steht, dass man den Teig vor dem Backen falten soll. Dadurch behält der Laib auch seine Form und das Brot ist recht luftig.

    Der geformte und frei gebackene Laib ist uns von der Kruste her viel lieber als das Brot aus der Kastenform. Das war wie du sagst weicher und trocknete daher auch leichter aus.

    Nur was mir jetzt immer passiert: die Kruste bricht irgendwo seitlich auf, nicht oben. Trotz einschneiden mit dem Messer. Hast du da noch einen Tipp?

    LG Manuela

    • Ein Einreißen an der Seite ist ein typisches Zeichen für die sogenannte „Untergare“, d.h. dein Teigling hätte noch etwas länger gehen müssen. Wie kann man feststellen, wann der Teigling reif für den Ofen ist? Mit dem sogenannten Fingertest (Zitat aus einem Brotbackforum):

      Mit dem ausgestreckten Finger den Teigling sachte, aber entschieden anstupsen.
      Er sagt dann, was los ist:
      Der Teig fühlt sich fest und elastisch an: „Ich bin gerade erst im Körbchen heimisch geworden, lass mich bitte in Ruhe!“
      Der Teig fühlt sich schon etwas schwammig an, springt jedoch sofort zurück = „Ich habe noch genug Druck, um eine weitere halbe Stunde stehen zu bleiben“
      Der Teigling ist schön fluffig, springt aber immer noch in seine alte Form zurück: „Ich habe knappe Gare und kann in den Ofen, wenn Du unbedingt willst, dass die Einschnitte weit aufspringen.“
      Der Teigling behält die Delle eine Zeit lang, und füllt sie dann langsam wieder auf: „Ich bin fertig zum backen – jetzt oder nie!“
      Der Teig seufzt, die Stelle wo gestupst wurde, fällt etwas ein und erholt sich nicht mehr: „JETZT!“ – eigentlich schon zu spät…

      • Hallo Fussel!

        Oh was für eine schöne Erklärung, das gefällt mir total gut!

        Ich gehe davon aus, dass das hauptsächlich für Sauerteigbrot gilt, denn mit Hefebrot habe ich eigentlich zu keiner Zeit irgendwie Probleme. Der Hefeteig ist sehr geduldig und unempfindlich finde ich.

        Vielen lieben Dank für Dein ausführliches Kommentar!

        lg
        Maria

      • Nein, das gilt auch für Hefebrot!
        WEIZENteig ist recht unempfindlich, das gilt aber nicht für Dinkel, Emmer oder Einkorn. Oder Teige, denen verhältnismässig große Anteile kleberarmer oder -freier Mehle beigefügt sind, wie z.B. Roggen oder auch Pseudogetreide wie Hirse, Quinoa, Buchweizen, Mais etc.

        Andererseits kann es auch daran liegen, wie viel Wasser Dein Teig enthält. Viele der „Hausfrauenrezepte“ (darunter fallen leider auch die meisten im Buchhandel erhältlichen Brotbackbücher, bessere sind erst so ganz allmählich im Kommen) enthalten verhältnismäßig wenig Wasser, was dem Teig natürlich mehr Stand verleiht und ihn leichter verarbeitbar macht, andererseits aber auch eine geringere Brotqualität bedeutet. _Gute_ Profibäcker (und auch die fortgeschritteneren Hobbybäcker) verwenden höhere Wasseranteile. Dadurch ist die Krume und die Porung besser, man braucht aber etwas mehr Übung beim Handling.
        Dieses Verhältnis von Mehl zu Flüssigkeit im Teig bezeichnet man als „Teigausbeute“. Ein guter Brötchenteig sollte eine Teigausbeute von nicht unter 160 haben, ich arbeite lieber mit ca. 170 oder noch ein bißchen höher (170 = auf 100g Mehl kommen 70g Wasser).

        Ein paar Links zum Thema:
        http://www.hefe-und-mehr.de/
        Hier gibt es eine Serie von Beiträgen, die sich speziell an Brotbackanfänger richtet, und wo man Schritt für Schritt immer komplexere Techniken lernen kann:
        http://www.hefe-und-mehr.de/tag/anfaenger/
        (die einfachsten Brote/Brötchen sind ganz unten, also zum ältesten Beitrag runterscrollen)
        Unter „Brotback-Theorie“ findet man dort auch einiges Hintergrundwissen (und gar nicht trocken geschrieben).

        http://www.brotdoc.com

        https://www.ploetzblog.de/ (von dem Blogautor gibt es auch zwei gute Brotbackbücher)

        http://www.homebaking.at/ (ein Profibäcker, der dankenswerterweise viele Rezepte an Hobbybäcker weitergibt. Für die braucht man aber erst mal ein bißchen Grundwissen, da wird schon recht viel vorausgesetzt. Was auf jeden Fall toll ist, sind seine Videos, da kann man sich viel abschauen)

        Für die Fragen, die unweigerlich auftauchen, kann man sich hier umtun und auch selber welche stellen:
        http://brotbackforum.iphpbb3.com
        (es gibt sicher noch massenhaft weitere Foren zu dem Thema…)

      • Hallo Fussel!

        Ich sehe schon, Brot backen ist eine Leidenschaft von Dir und Du weißt da wirklich sehr viel.

        Mein Lieblingsbrotteig hat 300 ml Flüssigkeit auf 500 gr Mehl, ich habe auch noch einen da sind 300 ml Flüssigkeit auf 450 gr Mehl und ich war immer total zufrieden mit den Teigen und hatte nie Probleme.

        Jetzt habe ich ja die Antwort darauf – denn der eine hat 160 und der andere fast 170 🙂

        Das ist dann aber auch die Erklärung dafür, warum ich mit meinen Rezepten immer so gut zurecht gekommen bin denke ich 🙂

        lg
        Maria

      • Mein Lieblingsrezept, wo die Porung auch absolut großartig ist, hat sogar eine Teigausbeute von 180. Da muß man aber beim Formen schon etwas Übung haben, zu allem Überfluß ist es auch noch Dinkel, wo die Teige noch etwas klebriger sind. Aber ich lieeebe diese Brötchen 🙂

      • Hallo Fussel!

        Ich habe auch gerade wieder ein wenig experimentiert. Da ich nun 40 Tage ohne Industriezucker leben möchte, wollte ich ausprobieren, ob ich süßes Brot ohne Zucker backen kann.

        Dann gleich auch noch ohne Ei, habe ich mir gedacht, also ein veganes süßes Brot.

        Mit Apfelmus habe ich es hinbekommen, schmeckt voll gut! Ist zwar etwas brotiger als mein üblicher Striezel aber passt schon!

        lg
        Maria

  10. Hallo :)!
    Wir bewahren unser meistens selbstgebackenes Brot oder die Weckerln in einer Brotdose aus Holz auf – meistens ist um das Gebäck noch ein Baumwoll- oder Leinentuch, aber das muss nicht unbedingt sein. Egal bei welcher Zimmertemperatur, wir hatten noch nie Schimmel. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick und Zeit kann man sich eine Holzbrotdose auch günstig selber bauen :).

    Einfrieren tun wir (auch wenn’s manchmal ECHT sehr bequem wär) grundsätzlich nichts, weil alles eingefrorene thermisch kalt ist (laut TCM) und zwar Vitamine usw. enthalten bleiben, aber sich zu viel davon trotzdem nicht gut auf den Körper auswirken soll (die Zellstruktur der Lebensmittel soll durchs Einfrieren verändert werden) – bei diesem Thema scheiden sich halt die Geister – wir fühlen uns so aber viel besser im Vergleich zu früher, wo recht „oft“ Brot eingefroren wurde, also handhaben wir diese Sache einfach seitdem so :). Dadurch kommt es schon öfters dazu, dass wir kein Gebäck mehr auf Vorrat haben: Entweder kaufen wir dann bei unserem Bäcker im Dorf etwas bis zum nächsten Backen oder wir essen auch oft längere Zeit gar kein Brot und dafür Getreidebrei oder ähnliches für Zwischenmahlzeiten und Frühstück sowieso :).

    Glg Sara

    • Hallo Sara!

      Vielen Dank für diesen sehr interessanten Ansatz zum Einfrieren. Darüber habe ich noch nie gelesen, aber TCM ist sowieso eine eigene Sache. Wobei ich ganz viel davon halte und mir durchaus vorstellen kann, dass man das auch spüren kann.

      lg
      Maria

      • Das stimmt, deswegen ist das sicher nicht „passend“ für jeden und auch ich war anfangs skeptisch, habe persönlich damit aber sehr gute Erfahrungen gemacht! Im Buch „Ernährung nach den 5 Elementen“ von Barbara Temelie habe ich das erste Mal davon gelesen (wenn ich mich jetzt richtig erinnere ;)). Sie geht auch auf die Mikrowelle näher ein. Glg Sara

  11. Zum Thema Einfrieren von Brot: Ich friere es (meist in einer Doppleschicht) von alten Papiertüten ein. Es ist erstaunlich, aber das funktioniert, und man kann die Papiertüten immer wieder und wieder und wieder verwenden……

    • Hallo!

      Man muss nur beim Auftauen aufpassen, dass sie nicht feucht werden. Ich nehme an, dass Du das Brot zum Auftauen sofort heraus nimmst aus den Papiertüten?

      Das habe ich schon mehrfach gelesen aber mich noch nie getraut umzusetzen.

      Wahrscheinlich könnte man in einem Karton dann auch einfrieren, wen man den mit einem Tuch auslegt ist mir gerade spontan eingefallen.

      lg
      Maria

  12. Ich finde ja, alles Gefrorene ist totes Essen. Deswegen friere ich nix ein. Brot ist ja in einigen Ernährungslehren gar nicht gesund. Wegen der Übersäuerung. Dinkel, Amaranth geht. Ich esse Brot nur noch selten. Wenn, freue ich mich aber richtig drauf.

    Liebe Grüße – Tanja

  13. Bezüglich dieser ganzen Ernährungslehren – egal ob fernöstlich oder modern westlich – bin ich immer etwas skeptisch. Denn die einen sagen so, die anderen das Gegenteil, und übermorgen ist sowieso wieder alles anders. Außerdem ist nicht alles 1:1 auf alle Personen übertragbar, weil jeder seinen individuellen Stoffwechsel hat.
    Am besten isst man das, was einem guttut, das muss jeder selbst spüren. 🙂

    LG Manuela

  14. Hallo Manuela,
    ich backe mein Brot in einer Kastenform. Das ergibt dann gleichmäßige Scheiben. Baguette (der Teig ist fest) wird auf einem Stein gebacken, aber man kann es auch auf einem normalen Backblech backen.
    Baguette ( der Teig ist weich) wird auf einem speziellen Baguetteblech gebacken.
    Liebe Grüße Marina

    • Danke für eure Antworten. Ich werde mal schauen, dass ich solche Garkörbchen bekomme, das spart mir wohl das Falten des Teiges, und die längliche Form wäre mir auch lieber.

      LG Manuela

      • Nein, Falten ist auch mit Gärkörbchen immer gut. Das macht man ja lange vorher…
        Um konkrete Tips geben zu können, müßte man aber das genaue Rezept wissen.

  15. Hallo Maria,

    als ich den Titel gelesen hatte, rechnete ich ehrlich gesagt gar nicht damit, dass es so viel zu Brot zu sagen gibt. Sehr schön! 🙂

    Wenn ich an einen neuen Ort komme, ist eine der ersten Sachen, die ich unternehme, die Bäcker der Umgebung zu probieren. Ohne gescheiten Bäcker geht bei mir nichts! Ich backe auch selbst gern und schätze aufgrund meiner mangelnden Priorität für das Selbstbacken von Brot umso mehr die Male, wenn ich es dann tue.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    PS; Genau so einen Brottopf (der braune) haben meine Eltern auch – bereits seit Jahrzehnten und immer noch wie neu! (glaube ich zumindest…)

    • Hallo Philipp!

      Ich staune auch manchmal, wie viel ich eigentlich zu sagen habe, wo ich doch im „wahren Leben“ eher schweigsam bin.

      Mein brauner Brottopf ist sicher auch uralt, wie gesagt, aus dem Kostnixladen, weil ihn jemand nicht mehr haben wollte.

      lg
      Maria

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