meine plastikfreie Küche Teil 4.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Semmelbröseln (Paniermehl)

Nachdem ich meine Küchenmaschine verkauft hatte, musste ein Ersatz her. Eigentlich nur für die Reibefunktion, weil für alle anderen Funktionen habe ich bereits seit längerem plastikfreie Alternativen.

so viel Plastik hat bei mir keinen Platz mehr

so viel Plastik hat bei mir keinen Platz mehr

Mein Pürrierstab ist aus Edelstahl und den Handmixer verwende ich sowieso viel lieber als die Küchenmaschine.

Aber die Reibefunktion, die würde mir abgehen. Als ich nach einem Schneekessel gesucht habe, fand ich auch eine perfekte Alternative. Eine uralte Bröselreibe, mit der man natürlich nicht nur altes Brot sondern auch Nüsse und Mandel mahlen kann.

meine Bröselreibe samt Nüssen und Mandeln

Das Teil ist sicher 70 Jahre alt und kommt daher ohne elektrischen Strom aus, angetrieben wird sie durch die Muskelkraft meines Partners, der damit gleich etwas für seine hübschen Oberarme tut.

mein Weitling vom Flohmarkt

mein Weitling vom Flohmarkt

Auf den beiden Bildern sieht man meinen Fund von letzten Flohmarktbesuch am vergangenen Sonntag. Ein uralter Email-Weitling – perfekt um Gemüse aus dem Garten zu reinigen, Salat zu waschen, zerkleinertes Gemüse aufzunehmen oder wie hier, getrocknetes Brot.

zuerst muss das alte Brot zerkleinert werden

zuerst muss das alte Brot zerkleinert werden

Das Brot wurde übrigens vor dem Müll im Supermarkt gerettet und wir haben es zu Hause getrocknet, um Semmelbröseln zu reiben.

Semmelbröseln selbst.gemacht
statt in Plastik oder Karton verpackt selbst.gekauft!

die ersten Bröseln werden gerieben

die ersten Bröseln werden gerieben

Für das Abfüllen meiner selbst gemachten Marmeladen habe ich vor einigen Jahren eine Edelstahl-Trichter gekauft. Diesen verwende ich inzwischen sehr häufig in der Küche. Auch hier kommt er zum Einsatz, wenn ich die gemahlenen Bröseln abfülle.

abgefüllt mit dem Edelstahltrichter

abgefüllt mit dem Edelstahltrichter

Nach einer halben Stunde Arbeit sind das ganze alte Brot sowie Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse gerieben. Ungemahlene Nüsse kann ich auf dem Bauernmarkt oder meinem Lieblingsgeschäft unverpackt kaufen.

Ungemahlene Nüsse halten sie viel länger frisch und werden daher erst kurz vor dem Backen erst gerieben. Wieder einmal eine sehr einfach Möglichkeit, um Müll zu vermeiden.

es ist vollbracht

es ist vollbracht

Fortsetzung folgt…

Der letzte Flohmarktbesuch hat viele Lösungen gebracht, über weitere werde ich demnächst berichten…



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meine plastikfreie Küche Teil 2.
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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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34 Kommentare zu “meine plastikfreie Küche Teil 4.

  1. Das Gute kann so einfach sein… Paniermehl habe ich noch nie fertig gekauft, das habe ich schon immer selbst gemacht. Zum einen brauche ich das ganz selten mal, zum anderen bleibt bei uns doch ab und an mal etwas Brötchen oder Baguette übrig, dass ich dann trockne und reibe.
    Nach losen Nüssen und Mandeln suche ich hier auch noch, aber bisher ohne Erfolg, selbst im Bioladen ist das in Plastik verpackt, aber ich gebe nicht auf :o)
    Lieben Gruß

    • Wenn es dir nichts ausmacht, dass sie nicht bio sind: Bei Lidl gibt es hier zumindest momentan unverpackte Mandeln und ich glaube auch noch andere Nüsse, zum selbst abfüllen. Du müsstest dir allerdings ein feinmaschiges Netz oder einer Papiertüte mitbringen, in den Läden gibt es nur Plastiktüten.

      • Hallo Stadtpflanze!

        Wenn möglich, versuche ich Bio und regional zu kaufen. Entweder bekomme ich meine Nüsse am Bauernmarkt oder in einem Laden, der (fast) alles lose (sprich unverpackt) verkauft.

        Ich möchte ehrlich gesagt lieber so einen Laden mit meinem Einkauf unterstützen als eine große Handelskette.

        Trotzdem vielen Dank für die Info!

        lg
        Maria

  2. Super, Bröselreibe… nach den Fotos. Erklärt sich der Name von selbst:-) Schaut klasse aus, das Teil! Und ich habe wieder ein lustiges Haushaltsösterreichisches Wort gelernt- Weitling! Auch so ein Ding, das es hier definitiv nicht gibt! Danke für den zusätzlichen Sprachunterricht,:-)

    • Hallo Frau Zwerg!

      Gibt es nur das Wort „Weitling“ nicht oder ist das „Ding“ an sich nicht gebräuchlich?

      Ich weiß, mittlerweile gibt es diese Sachen nur noch aus Plastik, aber früher? Wie war das? Würde mich grad interessieren.

      lg
      Maria

      • Das Wort gibt es nicht. Bei uns heisst sowas einfach „Emailleschüssel“ und die Form ist leicht anders.

  3. Als erstes muss ich sagen: ich würde jetzt gerne direkt auf den Flohmarkt gehen. Ich muss wirklich mal nach Terminen gucken.
    Als zweites meint man fast, du möchtest meine Probleme lösen. Aber vielleicht ist es so, dass wir die gleichen haben 😉 z.B. die Frage, was man mit altem Brot macht. Bei uns bleiben allerdings immer nur Endstücke von gekauftem Roggenbrot übrig. Machst du damit auch Brösel?

    Jetzt interessiert mich der Weitling aber auch. Ist das nur eine weite Schüssel aus Steingut oder Emaille?
    Ich bewundere es jedenfalls sehr, wie konsequent du deine Ziele verfolgst. Diese B.-Küchenmaschine habe ich übrigens auch. Mein Pürierstab ist auch aus Metall (oben Plastik).
    Liebe Grüße
    Franka

    • Hallo Franka!

      @altes Brot
      dunkles Brot, das übrig bleibt (tut es eigentlich nicht, müssen wir fast absichtlich machen) wird zu Knödelbrot in kleine Würfeln geschnitten. Dieses Knödelbrot mischen wir mit hellem Knödelbrot, weil die Knödeln so einen intensiveren Geschmack bekommen. Man kann aber auch Bröseln daraus machen, muss aber sehr aufpassen, welches Brot es war, da man Semmelbröseln oft für Süßspeisen braucht (z.B. Obstknödeln) da schmeckt das Brotgewürz dann nicht so gut dazu.

      @Weitling
      Mein Weitling ist aus Emaille, hat einen Durchmesser (ohne Griffe) von 36 cm bei einer Höhe von rd. 16 cm. Seinen Namen hat er daher, dass er sich aber einer bestimmten Höhe sehr stark „weitet“

      @Pürierstab

      Da stand ein Ersatz an, weil mein Pürierstab nicht nur aus Plastik war sondern dazu auch noch uralt und aufgeraut und gesprungen. Daher für das Pürieren von heißen Speisen ganz und gar nicht geeignet, aufgrund der Schadstoffe, die da austreten können.

      Ersetzt habe ich den Pürierstab durch eine Ergänzung meines Handmixers, so habe ich nur den Edelstahl-Stab kaufen müssen und kann ihn in meinen Handmixer einsetzen. Das erschien mir die ökologischeste Lösung, weil am wenigsten Technik gekauft wurde.

      lg
      Maria

      • Bei uns trocknen auch gerade einige Brotreste aus – am Wochenende war Besuch da, da sind einige Reste angefallen. Wir machen daraus auch Knödel! Und zwar aus allen Brot- und Brötchenresten, die so anfallen (also auch Laugenstangen, Fasnets-Brezeln, Seelen,….). Eine ander Idee für dunkele Brotreste ist ein Gemüseauflauf mit Brotkruste. Einfach das Brot über Gemüse nach Wahl krümeln und eventuell mit Parmesan mischen – gibt eine leckere Knusperkruste!
        Ach ja: „zerbröseln“ tun wir das trockene Brot übrigens auch von Hand: mit dem Nudelholz und einem Handtuch 🙂
        Habt´s schön und lasst´s Euch schmecken!

        anne

  4. Um, ich würde sagen, hier heißt das einfach Schüssel, tiefe Schüssel. Evtl… Weitling habe ich noch nie gehört, aber auch kein anderes Wort für eine flache Schüssel… ich lasse mich aber gerne darüber aufklären, wie das Ding hier heißt:-) Allerdings finden sich hier im Umkreis auch selten solche Schüsseln! Die die hier gebräuchlich sind, sind alle eher hoch… ich besitze auch eine flache Schüssel aus Emaille von meiner Oma, die benutzte sie, um Brot darin in Milch einzulegen uä. Also vielleicht wirklich einfach etwas, das dank Plastik in Vergessenheit geriet…
    Viele Grüße Frau Zwerg

    • Hallo Frau Zwerg!

      Weitling heißt es deshalb, weil es eine Schüssel ist, die sich auf etwa der halben Höhe dann deutlich „weitet“ und dadurch einen sehr großen Umfang hat.

      Der Weitling hat einen Durchmesser (ohne Griffe) von 36 cm bei einer Höhe von rd. 16 cm.

      Vielleicht rückt der Beitrag Deine eigene Schüssele aus Emaille wieder mehr in den Vordergrund?

      lg
      Maria

      • Dann habe ich auch zwei Weitlinge ;-), allerdings aus Porzellan. Ich finde sie ungeheuer praktisch zum Arbeiten, nicht zum Servieren. Eine ist sogar vom Flohmarkt, 1 Euro.

        @ Anne: Vielen Dank für die Tipps!

  5. Zuhause hatten wir auch immer so eine Brösel-Reibemaschine. Irgendwie war es früher das normalste der Welt, kein fertiges Paniermehl oder gemahlene Nüsse zu kaufen. Wir haben ganz viel selbst gemacht, nicht nur weil einfach oft das Geld fehlte. Mein Papa hat mir auch mal so eine elektrische Küchenmaschine geschenkt, daß einzige was wir damit gemacht haben, war Reibekuchenteig, ansonsten hat sie nur rumgestanden !:-( In unserer Küche wird auch immer mehr Plastik und Elektrogeräte ausgetauscht, ich merke auch immer, dass man das oft alles garnicht genutzt hat ! Also, zurück zu den Wurzeln ! Es kann nur gut sein !
    Liebe Grüße,
    Birgit

    • Hallo Birgit!

      Bei mir stand die Küchenmaschine auch jahrelang nur rum, weil ich sie kaum genutzt habe. Es fiel mir daher auch nicht schwer loszulassen.

      Sich auf die Wurzeln und Ursprünge zu besinnen hilft Alternativen zu finden.

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,
    wie versprochen, ich schau vorbei und texten muss ich auch gleich.
    Weitling, im Bayrischen mit „d“ gesprochen sind bei mir Erbstücke von meiner Großmutter. Es sind glasierte braune Steingut-Gefäße in schlichter gerader Form, nach oben weit(d) werdend – von Schmalztopf, über gestöckelte Milch bis Sauerkrauttopf. Ich liebe sie.
    Eine ähnliche Nussmühle habe ich auch geerbt.
    Für Brösel, Käse, Gemüse oder generell zum Reiben, habe ich eine einfache Edelstahl-Vierseit-Reibe. NIchts mit langem Auseinanderbauen und kompliziertem Reinigen.
    Auf meine Kitchen-Aid zum Kneten mag ich aber nicht (mehr) verzichten. Bei dem vielen Brotbacken und meinen arthritische Knöcheln … ; )
    Liebe Grüße
    Anne

    • Hallo Anne!

      Also mein Brot knete ich nicht mit der Hand, dazu verwende ich einen Brotbackautomaten. Darin wird zwar nicht gebacken, aber er kann ganz toll kneten und Dank der permanenten Wärmezufuhr geht der Teig wunderbar auf.

      Wenns schnell gehen soll, dann habe ich auch so eine Edelstahl-Vierseit-Reibe wie Du.

      Schön, dass Du vorbei geschaut hast!

      Ich freue mich immer, von Dir zu lesen.

      lg
      Maria

  7. Pingback: Damit der Plastikmüll abnimmt: Plastikfasten

  8. Brösel brauche ich auch ständig, zum Beispiel zum Andicken von Eintopf oder für Knödel, wie hier schon erwähnt. Am liebsten mit Zwiebeln im Knödelteig. 🙂

    Die Bröselreibe finde ich genial, davon hatte ich vorher noch nie gehört. Für trockenes Brot nehme ich immer meine normale Reibe, aber für Nüsse ist so eine Bröselreibe bestimmt unschlagbar.

    Die Bilder sprechen jedenfalls für sich. 🙂

    • Hallo Stadtpflanze!

      Ja stimmt, wenn man nicht so viel auf einmal braucht, dann kann man sicher auch die einfach Vierkantreibe nehmen um ein Stück Brot zu Bröseln zu verarbeiten.

      Bei etwas mehr fällt einem aber leicht „die Hand ab“ 😀

      lg
      Maria

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  12. Ich soll die Nüsse ungemahlen kaufen. Daran hab ich heute bei einem Spaziergang gedacht. Ich sah den Bienen auf den Kirschblüten zu und dachte an die Mandelplantagen in Kalifornien (More than Honey) und daran, dass ich auf einheimische Haselnüsse umsteigen muss für meine Kuchen.

    Diese Artikelfolge ist wirklich toll! Danke dafür.

    • Hallo Sibylle!

      Ich verwende derzeit hauptsächlich Walnüsse, die vom Nussbaum im Garten stammen.

      Es ist etwas mühsam selber die Nüsse auszulösen, aber alles ist garantiert plastikfrei und ohne Ausbeutung der Natur.

      Wir haben sie wachsen sehen, vom Boden aufgehoben, getrocknet, lösen sie aus und danach werden sie gemahlen.

      lg
      Maria

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