Die 9 Stufen zum nachhaltigen Konsum [nachhaltiges Konsumverhalten]

Wenn man im Internet nach dem Begriff „nachhaltiger Konsum“ sucht, liest man vor allem davon, was es bedeutet, nachhaltig zu konsumieren. Sprich nach welchen Kriterien sollte das neue Produkt gewählt werde, um den Schaden für die Umwelt zu reduzieren.

Angestellt wird dabei der Vergleich zwischen einem konventionell und einem nach ökologischen Kriterien produzieren Produkt.

9-stufen-zum-nachhaltigen-konsum

Für mich setzt das jedoch viel zu weit hinten an. Es geht dabei zwar darum, die Umweltbelastung für eine bzw. diese Kaufentscheidung zu vermindern, aber ich möchte gerne noch einen Schritt weiter gehen.

Oder eigentlich zurück gehen, denn alle nachstehenden Überlegungen finden lange vor dem Akt des Kaufens statt.

reusecloudNachhaltiges Konsumverhalten ist für mich, wenn ich auch die Frage nach der Notwendigkeit bzw. der Art des Konsums mit einbeziehe. Denn dieser Punkt macht aus ökologischer Sicht meiner Meinung nach den wirklich großen Unterschied aus.

Deshalb möchte ich Dir heute die von mir selbst konzipierten Stufen zum nachhaltigen Konsum präsentieren.

1. use what you have

Nutze das, was Du hast und gehe sorgsam damit um auf dass die Dinge lange leben. Mache Dir immer wieder bewusst, dass Du bereits alles besitzt, was Du zum Leben brauchst.

2. zweckentfremde das, was Du bereits besitzt

Wenn Du etwas brauchst, das Du noch nicht besitzt, dann schau Dich mal um, ob Du bereits etwas besitzt, was diesen Zweck ebenfalls erfüllen könnte. Beispielsweise kann dadurch eine alte Suppenterrine zum Brottopf werden oder Apfelmusgläser, die eigentlich für den Müll sind, werden so zu Vorratsgläsern. Ich verwende eine Pralinendose zur Aufbewahrung für meine Butter und alte Gläser für die Gewürze.

nutze das, was Du bereits besitzt

nutze das, was Du bereits besitzt

3. repariere, was kaputt ist

Statt Neues zu kaufen, wenn etwas kaputt ist, kannst Du es entweder selbst reparieren oder von Freunden reparieren reparieren lassen, es zum Repair-Café bringen oder den Fachmann beauftragen.

4. nicht alles muss man besitzen

Vieles, was wir benutzen wollen, müssen wir nicht selbst besitzen. Leihe es Dir von Freunden aus oder nutze die Möglichkeiten des Leihladens.

5. brauche ich das wirklich?

Hinterfrage Deinen Konsumwunsch. Warte ein paar Tage, ob Du das Teil noch immer haben möchtest. Oft stellt sich heraus, dass der Kaufimpuls eine momentane Laune war.

6. mach es selbst

Vieles kann man selbst herstellen egal ob stricken, häkeln oder nähen. Besonders gut für die Umwelt ist dafür das zu nutzen, was es schon gibt. Stichwort Upcycling. Auch das ist eine Form von use what you have. Mit ein wenig Kreativität entstehen sehr besondere Unikate.

einige meiner DIY Projekte der letzten Jahre

einige meiner DIY Projekte der letzten Jahre

7. Nutze das, was andere nicht mehr haben wollen

Wenn Du zu dem Schluss kommst, dass Du Deinen Besitz dennoch erweitern möchtest, dann nutze die Möglichkeiten des Gebrauchtmarktes. Das ist gut für die Umwelt, weil nichts Neues produziert werden muss, das die Umwelt bereits in der Produktion belastet. Darüber hinaus werden keine wertvollen Rohstoffe verbraucht, das Verpackungsmaterial fällt weg und die Ware muss auch nicht um die halbe Welt transportiert werden.

In erster Linie denke ich da an den Umsonstladen, Verschenkregale, Tauschmärkte, offene Bücherschränke u.ä. Alternativ gibt es auch zahlreiche Flohmärkte, wo man fündig werden kann. Im Internet findet man ebenfalls viele Möglichkeiten wie z.B. Verschenkbörsen und Internetflohmärkte.

Bilder einer Kleidertauschparty

Bilder einer Kleidertauschparty

8. Gebrauchtwarenladen

Den Second-Hand-Laden setze ich erst danach an, weil dahinter doch wiederum ein Geschäft und vor allem kommerzielles Handeln steht. Waren werden transportiert und in einem Geschäftslokal präsentiert. Und es fällt oft dennoch viel Müll im Hintergrund an. Und was passiert mit dem, was doch keiner haben will?

Aber grundsätzlich ist der Secondhand-Laden natürlich immer noch die bessere Wahl als Neues zu kaufen.

9. warte auf Mr. Perfect

Nicht jeder Konsumwunsch muss sofort erfüllt werden. Wenn Du heute am Gebrauchtmarkt nicht das findest, was Du gerne möchtest, nimm Dir Zeit um auf Mr. Right zu warten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zwar manchmal einige Zeit dauern kann, aber die Freude ist dafür umso größer, wenn man nach langer Suche das richtige Teil entdeckt. Das war z.B. mit meinem Brottopf so. Ich habe sicher ein halbes Jahr gewartet und nun schon seit wirklich langer Zeit viel Freude damit.

nachhaltiger-konsum

kaufe regional produzierte Waren, die fair gehandelt werden

Nun kommen wir doch noch zum Neukauf, dem nachhaltigen Konsum im engeren Sinne wie ich es nennen möchte.

Achte beim Erwerb darauf, dass die Waren möglichst in Deiner Region gefertigt und dass die Hersteller fair bezahlt werden.

Das ist gar nicht immer so einfach und führt Dich möglicherweise wieder ein paar Stufen zurück auf der Leiter des nachhaltigen Konsums.

Achte auf die Qualität der Ware, dass sie gut verarbeitet und langlebig hergestellt wurde. Hinterfrage die Möglichkeiten der Reparatur bzw. der Ersatzteile. Manche Firmen bieten selbst ein Reparaturservice an.


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.

Hier geht es zur aktuellen Linkparty, in der wir den 2. Geburtstag der Blogparade mit ganz tollen Neuigkeiten feiern.

Hab ich Dich jetzt neugierig gemacht? Dann klick schnell auf den Link zum Beitrag „EiNaB #21: Alles neu macht der Mai“.


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.

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30 Kommentare zu “Die 9 Stufen zum nachhaltigen Konsum [nachhaltiges Konsumverhalten]

  1. Tolle Liste! Vieles davon leben wir auch schon. Wir haben schon so einiges vom Sperrmüll gerettet und insbesondere Möbeln neues Leben eingehaucht, die keiner mehr haben wollte. Wir finden auch, dass es nicht immer was Neues sein muss.

    Ähnliche Gedanken wie du habe ich mir kürzlich zum Thema Kosmetikkonsum gemacht: http://www.natuerlich-schoener.com/bewusster-einkaufen-aufbrauchen-weniger-einkaufen/ Viele dieser Gedanken lassen sich natürlich auch auf viele andere Dinge übertragen.

    Im Zweifel halt einfach mal NICHTS kaufen. Kann durchaus auch sehr befreiend sein 🙂

    LG Michaela

    • Hallo Michaela!

      Wie schön, dass Du zu meinem Blog gefunden hast! Dein Beitrag gefällt mir sehr gut denn einiges kenne ich tatsächlich auch von mir, wie es früher einmal war (so vor beinahe 6 Jahren) – bei mir waren es die Sonderangebote 😉

      Kennst Du schon die Linkparty EiNaB? Infos in diesem Beitrag oder in meiner rechte Seitenleiste. Dein Beitrag würde dort auch sehr gut dazu passen!

      lg
      Maria

  2. Hach – in den einleitenden Worten konnte ich meine Meinung vollkommen wiederfinden. Du hast es einfach auf den Punkt gebracht, dass nachhaltiger Konsum eben immer bedeutet, nur zu konsumieren, was man auch wirklich braucht (um problemlos leben zu können, aber auch um glücklich werden zu können). Überflüssige Käufe sind nämlich IMMER schlecht, weil selbst eine geringe Umweltbelastung durch nachhaltig hergestellte Produkte immer noch wesentlich schlechter für unsere Umwelt ist, als gar kein Belelastung, weil kein Produkt hergestellt wird. Schade, dass das aber noch nicht bei allen Menschen angekommen ist…

    Deine Stufen zum nachhaltigen Konsum finde ich super! Ich zweckentfremde viele Dinge, wie z.B. die Wasserrohrzange als Nussknacker und ungenutzte Tassen als Blumentöpfe. Meine Vorratsgläser sind auch größtenteils alte Gurken- und Olivengläser – und ich sammele immer noch, weil sie nicht reichen!
    Wenn ich doch mal was gerne haben möchte, was ich nicht zu Hause habe oder mit meinem Zeug „nachahmen“ kann, dann frage ich immer erst Mama und Oma nach gebrauchten Dingen, die sie nicht mehr nutzen. Auf genau diesem Weg bekomme ich auch demnächst Omas altes Waffeleisen – denn seit Monaten träume ich von Waffeln.
    Ausleihen tue ich auch immer viel – Mamas Lochzange, ihre Schraubendreher, Bücher aus der Bücherei. Aber ich verleihe auch gern – Locher in der Hochschule, Bücher und Kleidung an Schwester und Mama 😉

    Ein paar Tage warten bevor ich kaufe, ist noch milde formuliert. Meist schreibe ich alles ein paar Wochen auf die Wunschliste und warte auf Weihnachten / Geburtstag, da ich kein Geld übrig habe, weil ich mir ein Pony gegönnt habe, was mich endlos glücklich machen kann 🙂

    Upcycling ist ein tolles Stichwort – rate, wer aus der alten Jeans der Schwester eine neue Shorts genäht hat 🙂

    Second-Hand mag ich auch sehr – gerade bei Kleidung kaufe ich nur noch da (außer Socken und Unterwäsche…). Aber auch bei Möbeln schaue ich dort gern… und sonst liebe ich Flohmärkte.

    Auf Mr. Perfect warte ich z.B. bei einem Sommerkleid und einer kurzen Latzhose schon über ein Jahr… und ich werde weiter warten.

    Den letzten Tipp mag ich auch – vor allem bei Lebensmitteln unterstütze ich vorzugsweise kleine Leute aus meiner Umgebung, die ich meist auf Direktvermarktermessen kennen lerne. Auch bei Edeka und Rewe gibt es hier zum Glück die Produkte lokaler Produzenten 🙂

    Liebe Grüße

    • Hallo Tabea!

      Vielen herzlichen Dank für Dein langes und sehr ausführliches Kommentar! Du beschreibst sehr deutlich wie man die Punkte in der Praxis umsetzen kann. Wunderbar und das Beispiel mit dem Pony finde ich ganz großartig. So hat man mehr Geld für das übrig, was wirklich Freude macht im Leben.

      Es ist ja nicht so, dass Umweltbewusstsein automatisch Verzicht bedeutet!

      lg
      Maria

    • Das Meiste finde ich auch super und vieles mache ich auch so.

      Wo ich immer Bauchschmerzen habe, ist der ausschliessliche Kauf im Second-Hand-Laden. Klar, dadurch wird ein Kleidungsstück nicht weggeworfen.
      Andererseits habe ich schon etliche Male erlebt, dass Leute Kleidung weggeben und sich dann in den nächsten Kaufrausch stürzen, weil sie ja soooo ökologisch waren und die Sachen zum Second-Hand weggegeben haben. Dann kaufen sie wieder unökologisch und in ausbeuterischen Verhältnissen hergestellte Kleidung. Und wir fördern das dann noch, in dem wir diese Kleidung second hand kaufen. Wenn man was daran ändern will, wie Kleidung hergestellt wird, muss man auch die (wenigen) ökologisch und fair arbeitenden Hersteller unterstützen, indem man deren Sachen kauft. Und dann halt lange tragen und reparieren, damit die Ökobilanz wirklich stimmt.

      • Ich gehe bei Second Hand immer davon aus, dass die Leute so oder so in den Shopping-Rausch verfallen – und wenn die ihre alten Dinge in den Container werfen / zum Second Hand Shop bringen, dann ist das immer noch besser, als wenn die Dinge gleich im Müll landen würden…
        Sachen auszusortieren und sich dann gut zu fühlen ist aber nichts, worauf ein Belohnungs-Kaufrausch folgen sollte, das stimmt.

        Die Anmerkung, dass die fairen Produzenten Unterstützung brauchen, finde ich super! Nur als Studentin kann ich mir das hat auch nicht ausschließlich leisten, weswegen ich langfristig einen Mittelweg zwischen fair + neu und gebraucht finden will.

        Liebe Grüße

      • Hallo Fussel!

        Ich verstehe ganz gut, was Du meinst. Allerdings will ich nicht allen Menschen Schlechtes unterstellen.

        Im Kostnixladen entdecke ich immer mehr, dass die Leute Kleidungsstücke abgeben, die wirkliche Fehlkäufe waren. Manchmal ist es die Passform, manchmal hat das Teil andere Fehler. Oder sie haben einen Fleck drauf gemacht oder etwas eingerissen.

        Diese Sachen können die meisten dadurch wirklich nicht mehr tragen und ich bin in der Lage, sie umzuarbeiten und „neues Leben zu schenken“

        Und dann denke ich mir, das ist jetzt doch eine gute Sache.

        lg
        Maria

      • Ich will auch Second-Hand (oder Umsonstladen) nicht verteufeln, das ist schon gut so (kaufe ich ja selbst auch). Nur eben nicht _ausschliesslich_, denn siehe oben, sonst können auch die Öko- und vor allem die fairen Hersteller nichts absetzen und gehen ein.

        Früher hab ich z.B. gedacht, die Mitglieder bei Kleidertauschbörsen wie Kleiderkreisel etc. würden das aus Öko-Erwägungen tun. Dann hab ich da mal eine Diskussion gelesen, wo es um Ökologie ging. Und der Tenor war zu meinem Erstaunen „mir doch egal, warum soll ich mich darum kümmern“. Das war schon sehr ernüchternd.

  3. Sehr schöne Liste, die eigentlich ganz einfach ist und doch dann schwer umzusetzen. Bei Lebensmitteln greife ich inzwischen auch sehr oft auf zweite Wahl (zum Beispiel auf dem Markt) oder rote Boxen zurück. Hier finden sich Lebensmittel, deren MHD bald abläuft oder die bald nicht mehr im Sortiment sind. Zwar kann ich die Mahlzeit nicht immer planen, aber spontanes Kochen ist auch spannend. 😉

    • Hallo Frau Traumenit!

      Spontanes Kochen, das ist ein interessanter Begriff. Ich nenne es kreativ kochen, wenn ich von foodsharing Lebensmittel bekomme oder etwas in einem Fairteiler finde.

      Mir macht das voll viel Spaß mir etwas auszudenken, was ich aus den Zutaten kochen kann, die mir plötzlich zur Verfügung stehen. Ein bisschen Herausforderung und Challenge im Alltag, die Freude macht.

      Im Supermarkt zu Lebensmitteln zu greifen, die bald ablaufen ist eine gute Sachen, denn davon wird leider immer wieder ganz viel weggeworfen.

      lg
      Maria

  4. Upps, jz ist mir grad mein laptop abgestürzt, also nochmal:
    Beim Lesen deines Beitrags kam ich mir vor, wie der berühmte Wackeldackel: ich kam aus dem Kopfnicken einfach nicht mehr raus und durfte mir am Ende wirklich stolz auf die Schulter klopfen, da ich alle Punkte bereits verfolge. Und dabei denke ich so oft, dass ich erst am Anfang stehe, aber dank deines Beitrags weiß ich jetzt, dass ich doch schon viel weiter bin. Mein Mann und ich haben auch festgestellt, dass wir durch den bewussten Konsumverzicht Geld für die wirklich schönen Dinge des Lebens übrig haben, bzw. das Geld an Menschen oder Tiere spenden können, denen es nicht so gut geht!…
    Und die Meinung, dass Umweltschutz durchaus kein Verzicht bedeutet, muss man anscheinend erst noch in die Köpfe der Menschen einpflanzen. Auch ernte ich immer noch mitleidige Blicke, weil wir Vegetarier sind. Ich muss dann immer schmunzeln und denke mir:“ Wenn ihr wüsstet!!!“…
    Auf alle Fälle toller Beitrag, beide Daumen hoch dafür!
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    • Hallo Jeanne!

      Der Vergleich mit dem Wackeldackel ließ mich lachen, das ist ein tolles Bild 😀

      Super, dass Ihr in Eurem Leben schon so viel umsetzen konntet! Das freut mich sehr, dass Du vor allem nun auch ein gutes Gefühl bekommen hast.

      Ich neige auch manchmal dazu sehr selbstkritisch zu sein. Da ist es ganz gut, wenn man einmal etwas genauer hin schaut.

      Danke für Dein langes Kommentar!

      lg
      Maria

      PS: Ich hoffe, dem PC geht es wieder gut 😉

  5. Das hast du gut zusammengefasst, Maria. Das sind nämlich all die Möglichkeiten die jeder hat, egal ob jung oder alt, arm oder reich. Mich freut es zu sehen, dass selbst mein Sohn (16) der sich ewig gegen meine „Unterscheider zwischen Bedart und Bedürnis“ Sprüche aufgeleht, inzwischen genau so denkt und dass meine Tochter sogar stolz darauf ist, dass sie so eine umsichtige Mama hat.
    LG Birgit

    • Hallo Birgit!

      Ich finde es wunderschön, dass das, was Du vorlebst, bei Deinen Kindern auf fruchtbaren Boden fällt!

      Und ja, es stimmt, was Du schreibst, das war mir gar nicht so bewusst. Diese Möglichkeiten hat wirklich jeder und sie sind auch tatsächlich sehr einfach umzusetzen.

      Schön, dass Du bei mir vorbei geschaut hast!

      lg
      Maria

  6. Moin Maria,
    du sprichst hier etwas ganz wichtiges an finde ich!
    Denn es ist doch wirklich so, lieber nur das kaufen besorgen was man braucht und nicht selbst
    hat, als wegschmeißen und dauernd alles neu. Denn ob nun Fair oder Grün oder Bio oder oder oder… alles was Neu hergestellt wird verbraucht Ressourcen die gespart werden wenn man vorhandenes erst mal so lange weiter verwendet wie es geht 🙂
    Grad deine Ideen, wie man manche Dinge auch zweckentfremden kann zeigen doch das es nur
    ein bissel Köpfchen einschalten braucht, um nicht dauernd loszutigern und zu Konsumieren 🙂
    Ich habe z.B. noch uralte Plastikeisdosen die ich immer mit auf den Markt nehme, damit der
    Schlachter dort mein Fleisch und die Wurst reinpacken kann. Wozu sollte ich jetzt neue Dosen
    kaufen? Klar sind welche aus Edelstahl schicker und wohl auch unbedenklicher als Plastik, aber ich seh es in diesem Fall einfach mal nicht so eng mit dem Plastik. Die Dinger sind nu mal da in
    meinem Haushalt, also werden sie auch benutzt und nicht einfach entsorgt um was Neues zu
    kaufen. Denn das wäre überhaupt nicht Nachhaltig 🙂

    Ich wünsche dir noch einen schönen Mittwoch
    liebe Grüße
    Aurelia

    • Hallo Aurelia!

      Ich habe auch nicht alle Plastikdosen entsorgt, denn ich brauche immer wieder einmal welche.

      Und sei es nur, wenn ich meiner Tochter ein Stück Kuchen mitgeben möchte. Dazu kann ich keine Edelstahldose verwenden, denn so viele hätte ich gar nicht, dass ich eine zeitlang darauf verzichten könnte.

      Ich sehe es mittlerweile als Spiel an, Dinge zweckentfremdet einzusetzen. Ist doch eine spannende Sache, ob man doch noch eine Lösung findet 😀

      Danke für Dein nettes Kommentar, Dir auch noch einen wunderschönen Tag!

      lg
      Maria

    • Für Wurst und Käse oder um beim Unverpacktladen Butter einzukaufen, nehme ich schon die (neu angeschafften) Edelstahldosen.
      Wo bei uns noch immer Plastik verwendet wird, sind die Dosen zum Einfrieren. Ich kann meinen Freund sicher nie dazu überreden, dass man mit bestimmten Vorsichtsmaßnahmen auch in Glas einfrieren kann. Dazu kommt, daß sich die vorhandenen Dosen sehr viel platzsparender stapeln lassen als Gläser.
      Von den flüssigkeitsdichten Klipp-Klapp-Dosen zum Transport von Mittagessen haben wir nur noch wenige und wenn mal eine kaputtgeht, wird sie durch eine Glasslock-Dose oder Edelstahl ersetzt. Also langsame Veränderung.
      Entsorgen würde ich auch nicht machen. Und beim Weggeben an den Umsonstladen oder Ähnliches gibt es immer noch das Problem, daß auch die Dinge entsorgen müssen, die niemand haben will. Oder der neue Besitzer wirft die Dinge bald weg, weil er sie ja kostenlos bekommen hat.

      • Hallo Fussel!

        Das mit dem Stapeln und der ungünstigen Raumverteilung im TK-Schrank bei Gläsern ist leider wirklich wahr. Trotzdem verwende ich in vielen Fällen Gläser zum Einfrieren. Klappt ganz gut.

        Langsame Veränderungen sind gut 🙂 Das sehe ich auch so.

        lg
        Maria

  7. Hallo Maria,

    am besten gefällt mir Punkt 2 – Zweckentfremdung 🙂

    Ich würde außerdem gern noch einen Punkt hinzufügen: Refuse. Wir werden ständig eingeladen, Dinge zu kaufen – und wenn der Preis auch nur unsere eMail-Adresse oder unsere Zeit sind. Durch ein deutlichen Nein (siehe dein Boykott), sparen wir nicht nur die Ressourcen dieses Planeten, sondern auch unsere eigenen.

    Liebe Grüße,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Refuse ist für mich im Punkt – verwende was Du bereits besitzt enthalten. Denn wenn ich mit dem zufrieden bin und das nutze, was ich bereits besitze, dann brauche ich nichts Neues mehr zu kaufen 🙂

      Ich verweigere vor allem Werbung, das hilft ungemein, sich weniger zu wünschen 😀

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria,
    du hast wieder mal den Nagel auf den Kopf getroffen! Wir haben das alles innerhalb des letzten Jahres durch unser Konsumverzichts-Experiment gelernt. Ohne unseren radikalen Kaufverzicht hätte ich zwar auch zustimmend genickt, aber ich glaube, die wirkliche Umsetzung in die Praxis ist dann nochmal eine ganz eigene Herausforderung. Weil man ja oft auch eine ganze Menge Geduld braucht, um eine Alternativlösung zu finden, während schnell was Neues kaufen ja so wahnsinnig bequem ist. Und auf die Erfüllung eines Bedürfnisses – und sei es noch so klein – zu warten, sind wir einfach nicht mehr gewöhnt.
    Viele Grüße
    Martina

    • Hallo Martina!

      Das stimmt, wir haben uns daran gewöhnt, dass so gut wie jeder Wunsch sofort erfüllbar ist.

      Entdeckt habe ich, dass es viel befriedigender ist, auf das richtige Teil zu warten und es nach längerer Zeit zu entdecken. Und das oftmals geschenkt.

      Dass eine Kaufdiät diesbezüglich eine sehr gute „Übungsphase“ ist, kann ich mir wirklich gut vorstellen.

      lg
      Maria

  9. Pingback: Das haben wir aus der Kaufdiät gelernt | KAUFDIÄT

  10. Pingback: Monatscollage Mai 2017 | widerstandistzweckmaessig

  11. wieder gute Gedankenansätze ..
    ab einem gewissen Alter relativiert sich das mit dem kaufen müssen 😉
    man hat ja doch alles,die Schränke sind voll
    und wegwerfen um neu zu kaufen?Dafür habe ich auch gar kein Geld
    ich verwende das was da ist
    und was ich nicht habe brauche ich nicht 😉
    bei uns im Globus sind immer wieder Anbieter aus der Region die ihre Produkte selber anbieten , auch achte ich schon darauf wo z.B. das Gemüse her kommt
    ich kaufe es auch wenn die Saison da ist..

    Geld habe ich in letzter Zeit für meinen Garten ausgegeben und für mein Schlafzimmer dass ich teilweise neu gemacht habe (wobei ich auch mein altes Ehebett durchgesägt und einen Einschläfer draus gemacht habe 😉 )
    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Sehr spannend, Bett durchsägen um ein Einzelbett draus zu machen. Finde ich sehr kreativ! Ich habe es vor längerer Zeit einmal umgekehrt gemacht und aus meinem Einzelbett ein Doppelbett machen lassen. Dazu habe ich allerdings einen Tischler gebraucht 🙂

      Schön, dass Du wieder einmal auf meinem Blog vorbei geschaut hast!

      lg
      Maria

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